Willkommen 1933: „Bücherverbrennung“ – Rotkäppchen stirbt in Barcelona

Max Erdinger

Gender-Mainstreaming: Das Aus für Rotkäppchen - Foto: Von Travis Fultz/Shutterstock

Einer Meldung der Internetplattform the local zufolge, hat die Taber Schule im katalonischen Barcelona von einem Komitee, dem auch Schülereltern angehörten, ihre Schulbibliothek durchforstet, um sämtliche Werke auszusortieren, die im Widerspruch zur Gender-Mainstreaming-Ideologie stehen und „Geschlechterstereotypen“ beinhalten. Etwa ein Drittel aller Bücher wurde in den „Giftschrank“ verbannt.

Kinderliteratur wie z.B. „Dornröschen“, „Rotkäppchen“ oder „Aschenputtel“ galten dem Komitee als sexistisch, mithin also als „toxisch“. Kinder unter sechs Jahren könnten durch die Märchen geschlechterstereotypisch deformiert werden, so die Begründung für die Aktion, die stark an die Bücherverbrennungen der Nazis erinnert.

Neben den etwa 200 in den Giftschrank verbannten Werken gelten weitere 400 Bücher nun als „problematisch“. Nur etwa jedes zehnte Buch wurde als positiv im Sinne der „Gender-Perspektive“ eingestuft.

Die Wiederkehr der Diktatur

Die stocktotalitäre Aktion in Barcelona ist der vorläufige Gipfel der politisch-korrekten Indokrination junger Europäer durch brandgefährliche Kulturmarxisten. Mit Fug und Recht darf man behaupten, daß alle die „Nie wieder!“-Schreihälse, die sonst keine Gelegenheit zum hysterischen Anfall auslassen, wenn ihnen nur ein Mann mit schmalem Oberlippenbärtchen in den Sinn kommt, ein beschämender Totalausfall sind. Man fragt sich, ob der „Giftschrank“ in jener katalonischen Schule bereits mit der Warnung „Entartete Schriftkunst“ gekennzeichnet worden ist.

Daß es so weit kommen würde, war eigentlich vorherzusehen. Vor Jahren bereits erschien die „Bibel in gerechter Sprache“, die sich besonders bei den rotgrünen „Deutschen Christen“ der gegenderten Gegenwart größter Beliebtheit erfreut. Aber auch Astrid Lindgren blieb nicht verschont. Ihre wohl berühmteste Kinderbuchfigur, Pippi Langstrumpf, erhielt von politisch-korrekten Indoktrinatoren bereits vor Jahren einen anderen Vater. Aus Lindgrens Original – „Negerkönig in der Südsee“ – wurde ein „Südseekönig“. Der Sarotti-Mohr stand schwer unter Beschuß und ist dem Kugelhagel der kulturell Verbohrten endlich erlegen. Nicht anders ging es verschiedenen Mohren-Apotheken in Deutschland. Ihre Namen sorgten für Aufruhr unter den bigotten Moralisten der Gegenwart. Selbst der traditionsreiche Dachdeckerbetrieb der Familie Neger aus Mainz wurde aufgefordert, nicht länger mehr mit einem Neger im Firmenlogo zu werben.

Wie ist das möglich?

Die zivilreligiöse Kultbewegung „Fridays For Future“ verdeutlicht sehr gut, was das Grundproblem hinter der Herrschaft der bekloppten Eiferer ist: Verblödung. Schulbildung hatte in den letzten Jahrzehnten immer weniger mit Bildung, dafür umso mehr mit der Vorbereitung auf eine Ausbildung zu tun – und hat selbst dabei noch kläglich versagt, wie Universitäten und ausbildende Handwerksbetriebe unisono beklagen. Bei „tv-total“ waren deutsche Schüler zu sehen, die weder wussten, was die DDR gewesen war, wer die Mauer errichtet hat, noch wo sie verlief. Es gibt Gegenwartsmenschen, die erwiesenermaßen glauben, Skandinavien sei ein Land und daß die Hauptstadt von Deutschland „Europa“ heißt. Abiturienten faseln von Adenauer als dem letzten Bundespräsidenten vor Hitler.

Das ist das Umfeld, in dem totalitäre Indoktrinatoren leichtes Spiel haben. Die Unterhaltungsserien im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen sind Volksverblödung im Quadrat – und jeder, der einmal versucht hat, „ganz normal“ im Leben stehenden Deutschen klarzumachen, was momentan passiert, scheitert schon daran, daß niemand etwas mit den Begriffen „Relativismus“, „Kollektivismus“, „Frankfurter Schule“, „Kulturmarxismus“, „doktrinär“ und „Matrix“ anzufangen weiß. Es scheint unmöglich geworden zu sein, sich im Gespräch mit seinen Landsleuten auch nur annähernd an den Kern des Übels heranzubewegen.

Deshalb funktionieren „menschengemachter Klimawandel“, „Diesel“ und „Feinstaub“. Die Verbannung alter Märchen aus dem Bewußtsein von Kindern ist ein weiterer Schritt hin zur Errichtung der schrecklichsten Diktatur, die es je gegeben haben wird. Die Kulturmarxisten führen Krieg gegen unsere Kultur, unsere Traditionen und unsere Zivilisation insgesamt. Sie müssen vernichtend geschlagen werden, sonst gehen in Europa die Lichter endgültig gar aus.

Lang leben Rotkäppchen, Aschenputtel, Frau Holle, Dornröschen und der Froschkönig! We will never surrender!

 

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43 Kommentare

  1. Das hört erst dann auf wenn, der Islam hier so viel
    an Einfluss gewonnen hat, das sich Zustände wie im islamischen Staat etablieren. Juden sind dann schon alle geflohen, außer Schuster, Knobloch und Friedmann, die faseln dann immer noch was von rechten Ausländerfeinden. Die Schwulen werden auf der Straße erschlagen, Frauen ohne Ganzkörpermüllsack ausgepeitscht, 3 jährigen Mädchen werden die Schamlippen und die Klitoris abgeschnitten, Ungläubige getötet, müssen konvertieren oder werden gezwungen hohe Steuern für die Herrenmenschen zu entrichten, 9 jährige Mädchen werden verheiratet und anschließend von ihren Ehemännern vergewaltigt usw. Das passt alles eigentlich auch nicht so richtig zu den Linken bzw Genderverblödeten. Mal sehen wie es dann wird.

  2. Das erinnert eigentlich weniger an die Bücherverbrennungen der Nazis als an die katholische Kirche, die im Mittelalter Bücher im Giftschrank ihrer Vatikan-Bibliothek verschwinden lies, die ihre „Schäfchen“ evtl. „fehlleiten“ könnten……

  3. Bücherverbrennung? Wozu?
    Wenn die letzten gebundenen Bücher aus dem Regal verschwunden sind, gehts erst richtig los. Die elektronischen sind leichter zu manipulieren, bei Bedarf zu löschen.
    In meinem Bücherregal stehen noch Bücher die das Geschichtsbild auf etwas andere Weise zeigen. Bücherschwemme gibts immer weniger, Antiquariate wurden schon gesäubert.
    Der Rest wird nicht verbrannt sondern Recycelt.
    Aus der Vergangenheit wird das Toilettenpapier der Zukunft.

  4. Diese Bildungskatastrophe, die die linke Indoktrination seit Ende der 60er angerichtet hat, sich aber erst heute voll auswirkt, da es an Korrektiven immer mehr fehlt, ist die bedrohlichste Begleiterscheinung der umfassenden sozialen Dekonstruktion, die wir gerade erleben, denn sie gefährdet unmittelbar die künftige Existenz von Industrie, Handwerk, Forschung und Wissenschaft, was für ein Land ohne natürliche Ressourcen doppelt verhängnisvoll ist. Denn der Niedergang naturwissenschaftlicher Kenntnisse ist schauderhaft und bei den Zivilreligiösen von Friday for Future gut zu studieren.
    Ebenso schauderhaft ist der Niedergang des Allgemeinwissens; der Text bietet ja ein paar prachtvolle Beispiele.

  5. Diese Irren haben vollständig die Bodenhaftung verloren. Aber gegen die Evolution werden sie nichts ausrichten können. Die zwei Geschlechter gibt es schon sehr lange. Es wird sie auch noch geben, wenn der Islam mit diesen Spinnern fertig ist. Da können sie so viele Bücher verbrennen wie sie wollen. Gene und Hormone gewinnen immer.

  6. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass eine Gruppe von Faschisten unsere Freiheit, unsere Werte, und unseren Glauben untergräbt! Der Preis der Freiheit mag zuweilen hoch gewesen sein, aber wir haben niemals gezögert diesen Preis zu bezahlen! Die Menschlichkeit wird diesen Krieg gewinnen! Dafür werden wir hart arbeiten und Opfer bringen, so als ob die Last des ganzen Kampfes allein auf unseren Schultern haftet. Wir müssen erkennen, dass keine Waffe auf diesem Planeten existiert, die so mächtig ist, wie der Wille unserer Freiheit. Unsere Feinde sollen wissen, dass der Frieden unser oberstes Ziel ist. Dafür werden wir verhandeln, Opfer bringen, aber niemals werden wir für unsere Freiheit kapitulieren!

  7. Sogar vom Inneren einer Lehranstalt heraus kannst du nichts mehr machen, weil die Kolleg_*Innen schon seit dem Kindergarten ganze Arbeit geleistet haben. Da weiß man einfach, dass Mädchen immer noch benachteiligt werden, dass das Klima ständig wärmer wird und das Kohlendioxid daran schuld ist. Da kommt regelmäßig die Veranstaltung gegen den Rechtsextremismus und der jährliche Moscheebesuch, und bis zum Abitur hat man zur Sicherheit viermal den Holocaust durchgenommen. Vernunft — überbewertet.

  8. Ihr habt alle Jim Knopf vergessen. Ist die Augsburger Puppenkiste auch dem Genderismus zum Opfer gefallen ? Und was, wenn die so erzogenen Kinder dann auf den ersten „Schwatten“ treffen ? Das wird der Kulturschock schlechthin.
    Und ich sage immer noch Mohrenköpfe und Zigeunerschnitzel und bekomme immer was ich will. Mir hat deshalb auch noch keine verpeilte Verkäuferin eine Standpauke gehalten. Sollte sie mal versuchen, dann bin ich beim Filialleiter und wenn das nicht reicht eine oder zwei Management Ebenen höher.

  9. Willkommen im Roten Faschismus. 1933 lässt grüßen, nur noch ausgefeilter und perfider!!! Wann brennen die ersten Scheiterhaufen mit mißliebigen Bücher, Schallplatten, Videos und Bildern??? Es kann nicht mehr lange dauern!!!

    • Jetzt brennen erstmal die missliebigen Autos und Kathedralen, das ist viel spektakulärer als ein paar Bücher, die ohnehin auf dem Wertstoffhof in Papier und Karton zerlegt werden.

    • Es git ja von H. Heine das bekannte Diktum, wo man Bücher verbrennt, verbrenne man eines Tages auch Menschen. Da ist sicher etwas daran, aber Heine konnte die moderne digitalisierte Informationsgesellschaft nicht voraussehen: heute braucht man kein Autodafe mehr; Verschwindenlassen und Totschweigen reichen völlig aus; was in der Informationsgesellschaft nicht mehr vorkommt, existiert nicht und hat nie existiert.

  10. Milliarden von Kindern haben die Grimm Märchen in den 200 Jahren ihres Bestehens unbeschadet überstanden, und jetzt auf einmal sollen sie schädlich sein? Sind die Linken zu blöd um zu erkennen, was für ein Blödsinn die von sich geben?

    • wieso unbeschadet? Schau dir die Kinder doch mal an: gehen nicht zur Schule und haben vor allem Angst.

    • Denen hat im schon im Kindergarten keiner mehr ein Märchen vorgelesen, da gab es bei Ankunft nur „freies Spiel“ und danach Multikultierziehung. Auf dem Land ging man wenigstens noch ins Freie, also in den Garten des Kindergartens.

    • An der Weichspülerversion ist Disney schuld. Die hätten die Märchen in ihrer Originalfassung belassen sollen. Beispiel Rotkäppchen:

      In Charles Perraults Originalversion von 1697 tötet der Wolf die Großmutter, frisst sie aber nicht auf. Stattdessen serviert er das gekochte Fleisch der Großmutter dem
      herbeieilenden Rotkäppchen, das das Mahl vollständig aufisst und es mit einem Glas Rotwein (in Wahrheit das Blut der Oma) herunterspült. Als Rotkäppchen müde wird, bittet sie den als Großmutter verkleideten Wolf, ihr beim Entkleiden zu helfen – in dem Moment verschlingt der Wolf das Mädchen.

  11. Ja, dumme Menschen sind viel leichter regier-, und lenkbar! Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann solche „Verbannung der Manuskripte“ in Deutschland stattfindet!

    • Und es werden sich genügend Autochthone finden, die dem Schauspiel zujubeln,
      denn die Dummheit stirbt nicht aus, sie ist nachwachsender Rohstoff!!

  12. …Bücher wurden in D schon 2015 “ aussortiert „…Bücher brennen wieder in Bad Dürrheim: 3200 Bücher der Stadtbibliothek wurden vernichtet. Fairerweise muss gesagt werden: Ob sie nur geschreddert oder gleich verbrannt wurden – das entzieht sich unserer Kenntnis. Jedenfalls ging die Aktion ganz offensichtlich überfallartig, geplant und somit ohne Beteiligung der Bibliothekarin vor sich. Bücherei-Leiterin Regina Hofmann musste ihre Bibliothek noch schnell an ihrem 1. Urlaubstag aufsperren, dann zensierten Mitarbeiter des Regierungspräsidiums die Bestände. Alte Reiseführer oder Unausgeliehene, oder schmutzige Bücher traf es, so die Begründung; schließlich gehe es um eine „barrierefreie Ausgestaltung“ der Bibliotheken, wofür man Raum brauche.

  13. „Es gibt Gegenwartsmenschen, die erwiesenermaßen glauben, Skandinavien
    sei ein Land und daß die Hauptstadt von Deutschland „Europa“ heißt.“
    Wäre nicht so tragisch, denn jeden Tag kann man im Straßenverkehr erleben dass locker zwei Drittel der Bevölkerung komplett Hirnamputierte sind, aber das Schlimme ist, dass die alle wahlberechtigt sind…

  14. Meine Güte, wie haben wir das nur alles überstanden?
    Eine hat das ganz gut beschrieben: Susanne Kablitz

    Liebe Vergangenheit,

    ich nutze diese Stunde mit den vielen Tränen in meinen Augen, um Dir voller Liebe meinen Dank auszusprechen.

    Meinen Dank dafür, dass ich, 1970 geboren, einfach nur Kind sein durfte. Dafür, dass ich mit meinen Freunden auf der Straße spielen durfte, ohne dass einer von ihnen ständig auf sein Handy starrte. Dafür, dass wir damals miteinander Gummitwist gespielt und es möglich war, ganze Ferienlängen damit zu verbringen, Fußball zu spielen oder im Schwimmbad zu verbringen, und dass nicht jeder eine Playstation hatte, mit der man seine Zeit auch alleine verbringen kann.

    Ich danke Dir dafür, dass wir mit Kreide Hüpfkästchen auf die Straße gemalt haben, ohne dass uns nicht eine dieser Übermütter uns unbedingt aufklären musste, dass die Farbe möglicherweise „vergiftet“ sei. Dafür, dass ich noch nicht das zweifelhafte Vergnügen hatte, auf Ferienfahrten mit dem Auto vor einem in den Vordersitz eingebauten Fernseher still gelegt wurde, sondern dass ich meine Eltern mit dem stundenlangen Kennzeichen-Raten in den Irrsinn treiben durfte. Nein, ich kann mich daran erinnern, dass ich Kind sein durfte, dass ich meine Kreativität ausleben durfte, aber eben auch ganz genau wusste, wann „Schluss war“!

    Wir haben uns als Kinder oft und heftig gestritten, wir durften uns politisch unkorrekt beleidigen, uns mit Dreck beworfen und nach heutigen Maßstäben ist es ein Wunder, dass wir noch leben.

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass meine Mutter es ganz natürlich fand, dass ich meinem damaligen Spielkameraden, der mir böse in den Arm gebissen hatte, mit „mütterlicher Erlaubnis“ gleichen Schmerz zufügen und dessen Mutter daraufhin meine mit den Worten: „Wer nicht hören will, muss fühlen“, zu einem Glas Wein einlud. Ein Gebaren, das heute undenkbar erscheint, zumal mein damaliger Kindergartenfreund „kein Bio-Deutscher“ war.

    Ich danke Dir dafür, dass wir als Familie immer das Abendessen zusammen verbracht haben; dass mein Vater sich mit unglaublichem Vergnügen politische Debatten im Fernsehen angesehen hat, weil eben auch noch wirklich debattiert wurde. Meine Mutter pausierte oft mit ihren Hausarbeiten, weil es interessant war, zuzuhören.

    Meine Mutter war Hausfrau; „nur“ Hausfrau und als Kind war das für mich herrlich. Damals konnte man sich diese Lebensweise noch leisten. Sicher – ab und zu habe ich meine Schulkameradin beneidet, die eine berufstätige Mutter und oft „sturmfrei“ hatte, aber um keinen Preis in der Welt hätte ich tauschen wollen.

    Meine Mutter war immer für mich da, sie hat mich getröstet und mit mir gelacht, sie hat mit mir geschimpft und sie hat sich immer Sorgen um mich gemacht; etwas, was Mütter zu Müttern macht, was uns – je älter wir werden – unglaublich nervt. Und was wir trotzdem brauchen wie die Luft zum Atmen.

    Ich habe, wie jedes Kind, meine Eltern oft in den Wahnsinn getrieben, aber ich fühlte mich immer geliebt und unerlässlich wichtig. Das schönste war, dass meine Mutter Zeit hatte; dass sie nicht wie heute dem Zwang unterlag „ein perfekter Mensch zu sein“, dass sie Schwächen zeigen durfte und doch ein unglaublich starker Mensch war.

    Ich danke Dir, liebe Vergangenheit, dass mir meine Mutter noch vom Negerjungen vorlesen durfte, ohne sich dabei die Zunge abbrechen zu „müssen“, dass der Genderwahnsinn noch keinen Einzug in unsere Gesellschaft gefunden hatte, dass ich durch die Bravo „aufgeklärt“ wurde und mir – wie heute immer öfters leider üblich – keine „Lehrerin“ antun musste, die mir im Unterricht (vor allen anderen) gestenreich demonstrierte, wie man sich selbst befriedigt und dass einem dadurch (gerade bei einem so sensiblen Thema) das letzte bisschen Privatsphäre geraubt wird. Ich danke Dir dafür, dass ich einen Ausbildungsplatz fand, weil ich als Frau wunderbar in das Team passte und nicht, weil die Frauenquote mir diesen Platz garantierte. Weil ich Grenzen kennengelernt habe, Respekt vor der Leistung des anderen selbstverständlich und es nicht sozial gerecht war, anderen etwas wegzunehmen, nur, weil ich an bestimmten Lebensaufgaben gescheitert bin.

    Alle, die wie ich im Jahr 1970 geboren wurden, wissen häufig nicht, dass dieses Jahr aus einem noch ganz anderen Grund ein ganz besonderes Jahr war.

    Die 60-er Jahre gehörten der Vergangenheit an, ein neues Jahrzehnt brach an. Die 60-er verabschiedeten sich mit einem Fernsehkanal, das Standbild gehörte praktisch zum Programm dazu; der Übergang von schwarz-weiss zu Farbe war so gut wie abgeschlossen und auch der heute allseits belächelte Personal Computer setzte zu seinem Siegeszug quer über den Erdball an, auch wenn – so wird es erzählt – Thomas J. Watson, der frühe Chef von IBM im Jahr erklärt haben soll: „Ich glaube, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht 5 Computer“.

    Die Löhne in Deutschland stiegen zwischen 8 % und 13,5 % und Deutschland war hinter den USA das Land mit der höchsten Exportrate. Im selben Jahr lösten sich die „Beatles“ auf und deutsche Fernsehzuschauer konnten ab nun die Nachrichtensendungen Tagesschau der ARD und heute des ZDF in Farbe empfangen.

    1970 sollte allerdings aus einem anderen Grund in die Geschichte eingehen … ist es bis heute neben 2001 das einzige Jahr, in dem ein tatsächlicher Schuldenabbau seit dem Ende des zweiten Weltkriegs stattfand.

    Als Richard Nixon 1971 den Gold-Devisen-Standard für beendet erklärte (und damit Amerikas Staatsbankrott erklärte), gab es zum ersten Mal in der Geschichte nirgendwo mehr auch nur eine klitzekleine Wertdeckung und der gnadenlosen Schuldenmacherei waren keine Grenzen mehr gesetzt. Mit dem Beginn der 70-er Jahre setzte sich die „Sparen-ist-doof“-Mentalität durch und verdrängte die bis dahin geltende Überzeugung, dass man sich nur das kauft, was man sich auch leisten kann. Diese völlig spaßfreie und spießige Ansicht landete zunehmend auf dem Müll und wurde bis heute durch eine konsumfixierte, schuldenfinanzierte und einer „Das-steht-mir-zu“- Einstellung vollständig abgelöst.

    Die Wohlfahrtsstaaten haben Ausgabenniveaus, Versorgungsmentalitäten und Sozialansprüche herangezüchtet, die mit jedem Jahr abstruser wurden. Vorübergehende und unter allen Umständen zu vermeidende Abhängigkeiten vom Staat mutierten zu Dauerbezügen, die beständig selbstverständlich wurden und uns zu völlig Willfährigen von Leviathans Gnaden machen.

    Die in zunehmend alle wirtschaftlichen Bereiche eindringende Allmacht des Staates wird inzwischen sogar bewusst eingefordert, schreit doch ein Großteil der Bevölkerung weh und ach, wenn auch nur im Ansatz von Privatisierung die Rede ist. Alles Private ist von vornherein Betrug, alles, was vom Staat kommt, verspricht Heilung und Besserung. Mal abgesehen davon, dass die Privatisierung sowieso eine Farce ist (die öffentliche Hand hat inzwischen fast überall ihre Hände im Spiel) ist es an Unverfrorenheit nicht mehr zu überbieten, dass sich gerade die als Retter aufspielen, die uns diesen Schlamassel eingebrockt haben.

    Da wird offen angeprangert, dass die noch nicht einmal stattfindende Austerität zum Elend führt, statt froh über jeden einzelnen Cent zu sein, den die Regierungen nicht zum Fenster rauswerfen. Jeder nicht vom Staat konsumierte Cent, den er übrigens jedem einzelnen vorher abgenommen haben muss, würde unter normalen Umständen dazu führen, dass private Unternehmen wieder Fuß fassen und sich unabhängig von Almosen machen. Jeder privat investierte Cent würde den Menschen wieder das Gefühl der Würde geben, etwas mit eigenen Händen zu schaffen, für sich selbst sorgen zu können ohne sich demütig für den Rest seines Lebens in Sack und Asche hüllen zu müssen.

    Da werden Mindesteinkommen, Hartz 4-Erhöhungen, Mietpreisbremsen und weiß der Teufel noch was für welche heiteren Ansinnen gefordert, die uns alle noch tiefer und unabänderlicher in die Abhängigkeit von Staatsinteressen führen.

    Wir werden nichts, aber auch gar nichts ändern, wenn wir nicht an die Wurzel des Übels gehen, wir werden nichts ändern, wenn wir uns immer weiter zu Schoßhündchen entwickeln, die schon beim kleinsten Anlass in Tränen ausbrechen und demonstrieren, dass sie ohne „helfende Hände“ nicht klarkommen.

    Ja, die Würde des Menschen ist unantastbar – das soll auch für alle Zeiten so sein, aber es ist auch an uns, dass wir diesen Anspruch nicht als Ruhekissen sondern als Ansporn begreifen.

    Die Politik trägt die Verantwortung, ihre Zentralbanken haben eine unfassbare Kreditpyramide errichtet. Jede nasse, müffelnde Socke dient inzwischen als „Sicherheit“, um dieses wertlose Fusselpapier in den Umlauf zu jagen.

    Und was tun wir? Wir verteufeln einen Zins, der uns eigentlich ein hoch willkommener Gefährte sein sollte, um sinnvolle von sinnlosen Investitionen zu unterscheiden. Nicht der Zins ist das Problem, sondern diese wahnwitzige Geldmengenausweitung, auf die der Zins gezahlt wird. Es findet eine obszöne Umverteilung der Geldvermögen statt, das steht außer Frage – und dass das in den Untergang führen wird, steht auch außer Frage.

    Dafür jedoch einem Gradmesser für anständiges Wirtschaften die Schuld zu geben, ist nicht nur in gefährlicher Weise fahrlässig sondern zeugt auch noch von einer völligen Ignoranz und Borniertheit gegenüber den Menschen, die mit Ihrem zur Verfügung stehenden Ersparnissen sorgsam umgehen.

    Die Regierungen haben mit ihrem seit den frühen 70er Jahren eine Politik verfolgt, die ausschließlich ihrem Machterhalt dient, sie haben das erarbeitete Vermögen anderer verkonsumiert und der Korruption ein ganz neues Gesicht gegeben. Sie werden alles tun, um Ihr Überleben zu sichern – sie werden ihre verhöhnende Niedrigzinspolitik weitertreiben – eine Politik, die den Durchschnittssparer das letzte Hemd kosten wird und dem Aktieninhaber die ohnehin schon prall gefüllten Taschen noch voller macht.

    Es ist so unfassbar moralisch verkommen, dass Politiker medienwirksam nach Mietpreisbremsen brüllen, wo sie doch durch ihre gnadenlose Funny-Money Trickserei genau dafür sorgen, dass sich demnächst kein Durchschnittsverdiener noch eine Wohnung in einer deutschen Großstadt leisten kann. Dieses ganze Falschgeld treibt Mietpreise und Aktienkurse, Derivate und Preise für Luxusgüter – mit dem Ergebnis, dass die Reichen tatsächlich immer reicher werden.

    Dafür kann aber kein Zins der Welt etwas, auch wenn Freigeldphantasten und Zinsverdammer nicht müde werden, uns das Gegenteil einzureden. Was wir brauchen ist gutes Geld – Geld, das Wert hat und auf das wir uns verlassen können, vor allem, wenn wir zu den alten Tugenden des Sparens und Investierens zurückkehren wollen.

    Wohlstand ist noch nie dadurch entstanden, dass man das Geld wie eine heiße Kartoffel so schnell wie möglich loswerden will, Wohlstand ist immer dadurch geschaffen worden, dass man sinnvolle und langfristig orientierte Finanzentscheidungen getroffen und daraus einen Mehrwert generiert hat. Konsum ist gut, aber eben nur dann, wenn dieser nicht auf Schulden aufbaut, sondern auf überschüssigem und zur Verfügung stehendem Vermögen.

    Die Bürger haben gegen die Banken der Regierungen nicht die geringste Chance, sie werden in ihrem verständlichen Protest und ihrer nachvollziehbaren Entrüstung über die extremen Ungerechtigkeiten irgendwann demoralisiert die Segel strecken.

    Wir haben nur die Chance, uns mit kompromissloser Verweigerung der Schuldenmacherei gegen diese unwürdige und verlogene Räuberbande zu wehren – indem wir aufhören, im Staat unseren Retter zu sehen, der uns gut gesonnen ist und nur unser Bestes will. Wir sollten uns auf uns besinnen, auf Freunde, Familie und uns nahestehende, liebevolle und gütige Menschen und den Parolen steuergeldgemästeter Laiendarsteller in Politikermäntelchen, die fern jeglicher Realität sind, ganz deutlich eine Absage erteilen.

    Macht eines Menschen bedeutet auch immer Machtverlust eines anderen Menschen. Wenn wir unseren Machtverlust nicht länger hinnehmen, sollte doch noch einiges zu retten sein.

    Auszug aus dem Roman „Bis zum letzten Atemzug“

    • Die Gnade der frühen Geburt in den Fünfzigern hat mich aufschrecken
      lassen als eine ehemalige FdJ-Sekrätärin bei der Union unter Kohl
      Karriere machen durfte, deshalb fing ich an mich politisch zu
      informieren und dabei wurde mein früheres Weltbild ob der Lügen
      nach 1945 über WK1 und 2 so erschüttert, dass es schwer zu
      verdauen war.
      An diesen Wahrheiten könnten den an kognitiver Dissonanz und
      Realitätsverweigerung Leidenden den Boden unter den Füßen
      wegziehen.

  15. Wir leben im post-literarischen Zeitalter (schöner Begriff, den ich nicht erfunden habe), und das ist zwingende Voraussetzung für die allgemeine Verblödung. Wer sich nur mit Bildern beschäftigt und nie hinauskommt über das rudimentäre Postinggestammel auf seinem Smartphone, entbehrt jeden Bildungs- und Entwicklungsprozess.
    „Vor Jahren bereits erschien die ‚Bibel in gerechter Sprache‘, die sich besonders bei den rot-grünen ‚Deutschen Christen‘ der gegenderten Gegenwart größter Beliebtheit erfreut.“
    Da Sie dies Machwerk erwähnen: Ich hab damals, als es noch in der Mache (von Feministinnen) war, ganz stark dagegen polemisiert und die Intention argumentativ zunichte gemacht. Immerhin. Das Teufels-Ding ist trotzdem erschienen.

  16. Und da hab ich einen 9-jährigen bei der WM oder EM gefragt, gegen wen irgendeine (ich weiß nicht mehr welche, darum geht es auch nicht) Mannschaft gespielt hat, da war dann die Antwort: Gegen den Torwart von Chelsea (gemeint war Petr Cech). Das ist Multikulti in Perfektion.

  17. Nicht ganz. Ihr habt was vergessen. Das Blöde in der Welt, hat einen Sinn. Nämlich dem Irrglauben zu verfallen, die Welt retten zu müssen. Dabei passen sie eigentlich gar nicht zusammen. Regierung und „Antifaschisten“. Vatikan und Kommunismus. Klima und Krieg.
    Nun, es geht immer so weiter, bis es im Himmel angekommen ist…dann ist Feierabend.

    Sie alle werden verloren gehen, weil sie nicht die Kleider Gottes haben. Ihr werdet das noch verstehen, was das bedeutet.Nicht jeder von euch wird dem entkommen, sondern ihr seid zum Teil nur eine Gegenpart, für die kommende letzte Zeit. Das was übrig bleibt, werden Heilige Menschen sein. Wer keinen Glauben besitzt und nicht betet und Buße tut, wird auch nicht bleiben können. Das ist der Unterschied.

  18. Schon als Kinder in der 2. Klasse – als wir mit Wasserfarben Bilder malten – wussten wir: wenn man Rot und Grün mischt, kriegt man ein ziemlich hässliches Braun. Rotgrün gibt immer Braun, egal ob nun das sozialistische Rot mit dem Grün der Grün*innen, oder mit dem Grün des Islam gemischt wird. Totalitär bleibt Totalitär, insofern sind die Farben gut gewählt

  19. Noch fürchtet man die Assoziationen bei Bücherverbrennungen mehr, als die Assoziationen in den Büchern, die man verhindern möchte.

    Heute verbrennt man erst mal Autos – da denkt noch niemand an das Verbrennen von Menschen.

    • Das ist ein gesamtwesteuropäisches Problem, eine Art Massenhysterie oder eher eine Epidemie ala World War Z. Hirnlose Smartphone Zombies, Hauptsache Party. Im Osten gibts noch Widerstand.

    • … die sich offenbar schon darüber freuen, sich knackige minderjährige Eherfrauen nach Allahs Gesetz kaufen zu können.

    • Loge, auch Loki, war der germanische Gott der Lügen und Täuschung. Genau das tun die Logen, Illuminaten etc.

    • Das einzig „toxische“ ist die Ideologie dieser, äh, wie heißt es in deren Sprache richtig: Idiot*Innen, Idiot_xe, Bekloppende… keine Ahnung…

    • Hihi, es heißt wohl „Bekloppt Seiende“. Unsere geistig erkrankte Berliner Verkehssenator*InX Regine Günther (Bürgerkrieg 90/Die Pädophilen) spricht tatsächlich öffentlich von „Radfahrenden“, „Rechtsabbiegenden“, „Autofahrenden“, “ zu Fuß Gehenden“.

  20. Die dauernde Erwähnung von 1933 passt nicht. Das war eine Ideologie, der Aufbruch eines neuen Zeitalters – was weder nun gut noch schlecht bedeutet – das OFFEN arbeitete. Was sich heute abspielt, lässt sich nur mit Orwells 1984 vergleichen. Dort lässt Orwell den Folterer sagen “ der absolute Überwachungsstaat, den wir geschaffen haben, konnte niemals aus einer Diktatur entstehen. Nationalsozialismus und Kommunismus waren durch eine Ideologie daran gehindert. Diese absolut totale Diktatur konnte nur aus der Demokratie entstehen“ – wie recht er doch hatte.

    • Der Nationalsozialismus war eine Ideologie, die OFFEN arbeitete?

      Nun ja, die Bücherverbrennungen am 10. Mai 1933 waren offene Veranstaltungen, wo offen gesagt wurde, warum man das tut. Auch die Nürnberger Rassengesetze wurden am 16. September 1935 „am Reichsparteitag der Freiheit“ offen verkündet.

      Und auch jetzt sagt man mit der selben selbstgerechten Offenheit, warum man Kinderbücher verbannen möchte – die Analogie ist schon richtig.

      Die absolute Tyrannei wird in „1984“ übrigens lediglich auf die neue Möglichkeit, technisch einen absoluten Überwachungsstaat zu errichten, zurückgeführt. Davon war man 1933 allerdings noch viele Jahrzehnte entfernt:

      „Mit der Entwicklung … und dem technischen Fortschritt, der es ermöglichte, mit Hilfe desselben Instruments gleichzeitig zu empfangen und zu senden, war das Privatleben zu Ende. Jeder Bürger oder wenigstens jeder Bürger, der wichtig genug war, um einer Überwachung für wert befunden zu werden, konnte vierundzwanzig Stunden des Tages den Argusaugen der Polizei und dem Getrommel der amtlichen Propaganda ausgesetzt gehalten werden, während ihm zugleich alle anderen Informationsquellen verschlossen blieben.

      Jetzt, zum ersten Mal, bestand die Möglichkeit, allen Untertanen nicht nur vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Willen des Staates, sondern auch vollkommene Meinungsgleichheit aufzuzwingen.“ – George Orwell, 1984.

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