Radikaler Hass: Die Wochenzeitung die ZEIT

Max Erdinger

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Untermieter des Nichts: Die ZEIT - Foto: Imago

Fest verwoben mit dem doktrinären, politkorrekten Mainstream ist die Wochenzeitung „Die Zeit“. Daß die Verbindungen der „Zeit“ zudem noch bis ins gewaltaffine Antifa-Milieu reichen, hat jouwatch hier bereits dokumentiert. Umso dreister ist es, daß man sich ausgerechnet dort einen Artikel zur Radikalisierung leistet, der im ersten Teil überschrieben ist mit „Hassgift in Kinderseelen“ und im zweiten mit „Die Pädagogik des Terrors“. Es geht um Islamisten und Identitäre. Als ob Identitäre schon jemals irgendwen terrorisiert hätten. Die „Zeit“ stinkt vor Selbstgerechtigkeit. Die Medienkritik.

Wer sich noch gut an das „gesellschaftliche Klima“ etwa der Siebziger Jahre in der Bonner Republik erinnern kann, der würde sich dann, wäre er damals in einen Dauerschlaf verfallen und gestern erst wieder aufgewacht, verwundert die Augen reiben und mutmaßen, daß er sich in einem Albtraum befindet. Vor vierzig bis fünfzig Jahren gab es in der Bundesrepublik keine No-Go-Zonen, keine täglichen Meldungen von Messerangriffen oder von arabischen Clans, die ganze Stadtviertel kontrollieren. Eine nigerianische Mafia war damals gänzlich unbekannt. Niemand wachte über den „richtigen“ öffentlichen Sprachgebrauch. Der Terror kam ausschließlich von der RAF. Deren damalige Unterstützer kamen erst später im Rahmen ihres Marsches durch die Institutionen und an den Institutionen vorbei in den Redaktionen der großen Zeitungen und bei den Öffentlich-Rechtlichen an, wo sie dann damit begannen, die Republik per fortgesetzter Indoktrination auf friedlichem Wege zu „terrorisieren“. Etliche schafften es auch bis in höchste politische Ämter. Joschka Fischer, Jürgen Trittin, Hans Christian Ströbele und Otto Schily sind nur vier Namen, die einem spontan einfallen, wenn man an die Siebziger Jahre und die RAF zurückdenkt. Abgesehen von der damaligen RAF aber war die Bundesrepublik vor 45 Jahren ein Hort von innerem Frieden und innerer Sicherheit. Man vergleiche nur einmal die Schriften von Ulrike Meinhof mit dem heute ubiquitär vertretenen Gefasel von der „menschlichen Gesellschaft“ und man bekommt allein dadurch schon eine Ahnung davon, wess´Geistes Kind jener politkorrekte Mainstream ist, der in der Wochenzeitung „Die Zeit“ eines seiner Sprachrohre hat.

Was ist passiert seither?

Wir hatten eine veritable, wenn auch weitgehend friedliche Kulturrevolution seither. In ihren Grundzügen folgte sie den Ankündigungen von Rudi Dutschke, wie er sie 1967 in diesem überaus lehrreichen Gespräch mit Günter Gaus, dem späteren ständigen Vertreter der Bundesrepublik in Ostberlin, skizziert hat. Dutschke sprach damals von einer Kulturrevolution, die unbedingt friedlich zu verlaufen habe und deswegen keine schnelle Revolution sein könne. Für die kulturrevolutionäre Transformation der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft in die heutige „menschliche Gesellschaft“ veranschlagte Dutschke damals geschätzte dreißig Jahre. Heute stellt sich heraus, daß diese Kulturrevolution ein Selbstläufer geworden ist, der nie zu einem Halt kommt. Entsprechend pervers ist es inzwischen, heute noch immer davon zu reden, wir müssten „nach vorne“ schauen, weil das Bessere immer in der Zukunft liege. Richtig ist: Wenn wir zurückschauen, können wir den Punkt, an dem wir vor Jahrzehnten bereits übers Ziel hinausgeschossen sind, immer kleiner werdend in der Vergangenheit verschwinden sehen.

Der wahre Terror

Der Kanadier Jordan Peterson ist klinischer Psychologe. Der Professor lehrt an der Universität von Toronto und kam im Zuge der sich in den letzten Jahren verschärfenden, fundamentalen Auseinandersetzung von Kulturmarxisten mit ihren Gegnern zu einiger Berühmtheit. Sein 2018 veröffentlichter Selbsthilfe-Ratgeber „12 Rules for Life“, wurde in den USA und Kanada zu einem Bestseller. Peterson vertritt dabei weitgehend die Standpunkte, die eine zum Erbrechen selbstgerechte „Zeit“ heute auf „Hassgift in Kinderseelen“ und „Pädagogik des Terrors“ herunterzubrechen versucht, was nichts weiter ist, als eine hanebüchene Simplifizierung dessen, worum es im Kern geht: Um eine Beendigung der kulturmarxistischen Herrschaft in sämtlichen Bereichen des Lebens.

Jordan Peterson beschrieb die Taktik der Kulturrevolutionäre während der letzten Jahrzehnte für diejenigen sehr eindrücklich, die sich heute verwundert die Augen reiben und sich fragen, was um Himmels Willen eigentlich passiert ist, daß einem das, was man heute unreflektiert als die Normalität wahrnimmt, so unglaublich miserabel vorkommt, setzt man es nur in einen direkten Vergleich mit z.B. dem Jahr 1975.

Die Taktik nach Peterson: Ideologen drängen die Masse medial und per Gesetzgebung langsam aber unnachgiebig ein paar Millimeter bis an den Punkt, an dem sie zu protestieren beginnt. Dann nehmen sie den ideologischen Druck weg und warten, bis sich die Masse mit den neuen Gegebenheiten abgefunden hat und der Protest wieder abflaut. Dann drückt man erneut ein paar Millimeter weiter. Regt sich Protest, nimmt man den Druck wieder weg und läßt Beruhigung einkehren. Dann gibt es erneut Druck -usw.usf. Auf diese Weise, so Peterson, lassen sich im Laufe von dreißig Jahren erstaunliche Strecken zurücklegen. Eines Tages dann wachen immer mehr Individuen aus der Masse auf und reiben sich eben verwundert die Augen angesichts der Erkenntnis, daß sie sich inzwischen an einem Punkt befinden, an den sie nun wirklich nie hinwollten. Im Deutschen beschreibt das Wort „Salamitaktik“ diese Vorgehensweise einigermaßen zutreffend.

Aktuell sind wieder „Flüchtlingsmassen“ via Balkan unterwegs nach Mitteleuropa, nachdem in den beiden vergangenen Jahren relative Ruhe eingekehrt war. Salamitaktik. Oder wie der ischiasgeplagte EU-Kommissionspräsident Juncker einmal mit vermutlich vom Alkohol gelöster Zunge sinngemäß und freimütig zugab: Wir stellen erst einmal etwas in den Raum. Dann warten wir die Reaktionen ab. Wenn sich kein Widerstand regt, dann machen wir so lange weiter, bis es kein Zurück mehr gibt.

Logischerweise, so Peterson, kommt man als Gegner dieser Salamitaktik heute an einen Punkt, an dem man nicht mehr zulassen kann, daß auch nur noch eine einzige weitere Scheibe von der Salami abgeschnitten wird. Das ist der Punkt, an dem die politische Gegnerschaft in erbitterte Feindschaft umschlägt – und der ist heute.

Der gegenständliche Artikel in der „Zeit“ zur „Pädagogik des Terrors“ wäre nicht indiskutabel, wenn die „Zeit“ und andere Publikationen ihrer Couleur insgesamt nicht indiskutabel geworden wären. Sind sie aber. Es hat keinen Sinn mehr, sich noch länger von Kulturmarxisten einen „gesellschaftlichen Dialog“ aufs Auge drücken zu lassen, der heute so wenig einer ist, wie er jemals einer gewesen wäre. Das ist ein kulturmarxistischer Monolog, der gerade durch Titel wie „Pädagogik des Terrors“ dafür sorgt, andere und sehr gut begründete Sichtweisen wie bspw. die von den Identitären für „unerlaubt“ zu erklären – und zwar nicht per Argument, sondern kraft etablierter Deutungshoheit.

Martin Sellner laut „Zeit“

Die „Zeit“ pickte sich zur Illustration ihres Geschmieres zur „Pädagogik des Terrors“ ausgerechnet den Chef der österreichischen Identitären heraus, einen jungen Mann aus gutem Hause mit geschliffenen Manieren, der vermutlich kniggegetreu mit Messer und Gabel umgehen kann.

Ein junger Mann schwärmt von Salzburg und Mozart, und es hätte nicht viel gefehlt, und er hätte sich eine Serviette umgebunden und gezeigt, wie gut er mit Messer und Gabel essen kann. Der Brauchtumspfleger ist Martin Sellner, Chef der „Identitären“ in Österreich. Vor zwölf Jahren klebte er Hakenkreuze an eine Synagoge, und seit ihm der Mörder von Christchurch eine hohe Summe spendete, hat er den Staatsanwalt am Hals. Sellners Ideen strahlen ab bis tief in die FPÖ, mit der Sebastian Kurz in Wien eine Regierung bildet. Mit Rechten reden? Nein, mit Rechten regieren.

Die Perfidie: Martin Sellner ist dreißig Jahre alt. Natürlich war es eine Dummheit, Hakenkreuze an eine Synagoge zu kleben. Aber das war vor zwölf Jahren. Damals war Sellner siebzehn oder achtzehn Jahre alt. Es wäre doch interessant, zu beobachten, mit welcher Gnadenlosigkeit man bei der „Zeit“ geneigt wäre, einen 30-jährigen Antifanten aus dem Umfeld von Kohlhuber und Gensing dafür zu brandmarken, daß er als Siebzehnjähriger im Überschwang seiner spätpubertären Eigenwahrnehmung als Rebell nächtens per Schablone und Spraydose das RAF-Logo an Hauswänden angebracht hat und ein Che-Guevara-Poster über seinem Bett hängen hatte. Che Guevara ist immerhin ein Massenmörder gewesen, der über 200 Gefangene seiner Revolutionstruppen nach eigener Auskunft auch selbst erschossen hat. Es ist doch eine einzige verlogene, zweckgerichtete und pestilenzartige Unaufrichtigkeit, jedem Linken eine gewisse Lernfähigkeit zu unterstellen, und nur bei einem „Rechten“ so zu tun, als besäße er kein Einsichts- und Entwicklungspotential. Allein für diese abgefeimte Hinterfotzigkeit schon – und ich sage das bewußt, aber lediglich im übertragenen Sinne auch so zu verstehen – wollte man am liebsten „mit einem Flammenwerfer in die Zeit-Redaktion“ reinhalten.

Und schon hüpfen sie wieder vor Freude in der „Zeit“-Redaktion: Hurra, der rechte Erdinger hat „Flammenwerfer“ geschrieben. Das ist der Beweis! Sie selber freilich schreiben das böse Wort in ihrer unaufrichtigen Abgefeimtheit natürlich nicht. Dort denken sie das Wort „Flammenwerfer“ nur inbrünstig. Und daß sie es dauernd denken, kann man an den Machwerken erkennen, die dann als „meinungsbildender journalistischer Beitrag zum öffentlichen Diskurs“ die Redaktion verlassen, um Leserhirne linksdoktrinär und politkorrekt zu verpesten.

Es sind genau diese Typen, wie sie beim SPIEGEL, der ZEIT und in vielen anderen Redaktionen sitzen, die selbst dafür sorgen, daß man sie nicht mehr als „die Menschen in ihrer ganzen Menschlichkeit“ wahrnehmen kann, ohne sich selbst zu verleugnen. Das sind heute die übelsten Hetzfressen östlich von Madison Bow, die wahren Pädagogen des politkorrekten Hetzterrors gegen jeden, der bewahren will, was immer gilt.

Schlußfolgerung

Es ist völlig sinnlos, sich überhaupt noch auf das Gestammel aus diesen politkorrekten Reichs-Schreibstuben einzulassen, weil man dadurch nichts anderes tut, als das, was Jordan Peterson sehr richtig beschrieben hat. Man vergeudet seine Zeit damit, sich per vorgetäuschter Teilnahme am ach-so-löblichen gesellschaftlichen Diskurs wieder um zwei Millimeter nach links drücken zu lassen. Die Zeit, die man damit vergeudet, sich die Machwerke aus solchen Redaktionen anzutun, hätte man besser damit zugebracht, sich zu überlegen, wie man diesen Schriftführern endlich die philanthropischen Masken von ihren durchideologisierten Hetzfressen reißt, sie insgesamt loswird und wie man sicherstellt, daß den völlig verwahrlosten Lügnern endlich das Handwerk gelegt wird. Diese Verbrecher sind ein einziger Anschlag auf die Ideale des Abendlandes. Gnadenlos selbstgerecht, verlogen, hinterhältig, verschlagen, verleumderisch und von A bis Z feministisch pussifiziert, spielen sie sich bereits als die moralische Oberinstanz auf. Das sind die würdigen Nachfolger der Reichsschrifttumskammer in der zeitgeistig politkorrekten Version. Heil Giovanni!

 

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9 Kommentare

  1. die wollen eben weiter die indigenen Rechte der Einheimischen unterdrücken. Sollten mal die Grundlagen lesen, weshalb es das Sächsische Sorbengesetz gibt. Nämlich wegen Volk, Tradition, Heimat, universelle Menschenrechte. Und weil die Sorben sich ca. 800 nach Christi angesiedelt haben. Meine Vorfahren waren schon wesentlich länger da. Ich bin nativ. Auch ein Blick in den EU-Vertrag Artikel 3 dürfte Auskunft geben bzgl. Kultur. Und selbst das Völkerstrafrecht § 6 ist auskunftsfreudig, wie CPPCG (Genozidverbot). Schon seltsames Verhältnis zum Recht, welches die an den Tag legen

    • Die Herrschaft des Unrechts, die pervertierte und dekadente neue Weltordnung Hoffentlich werden wir sie noch rechtzeitig stoppen können

  2. „Es ist völlig sinnlos, sich überhaupt noch auf das Gestammel aus diesen politkorrekten Reichs-Schreibstuben einzulassen.“

    So wahr.

    Was wäre wohl geschehen, hätten Sie diese Erkenntnis schon vor Beginn dieses Artikels gehabt…

    • Nachdem Sie „Sie“ und nicht „sie“ geschrieben haben, meinen Sie sicher den Erdinger.
      .
      Glauben Sie mir, er hatte die Erkenntnisse schon lange vor dem Artikel.

    • Tja – und warum hat er sich dann trotzdem auf das Gestammel eingelassen und den Artikel geschrieben?

      Hat er etwa seine wertvolle Zeit nur für uns Leser vergeudet?

      Ein Tränchen für diesen opferwilligen Altruismus.

  3. Einfach gigantisch deine Beiträge Perfekt und authentisch auf den RECHTEN Standpunkt gebracht
    Herzlichen Glückwunsch und DANK 👍🏼💪🏻🇩🇪💛🇦🇹💛🇨🇭

  4. Toller Artikel.
    Gräfin Dönhoff würde niemals zulassen das die „Zeit“ als sie noch Herausgeberin war in diese peinliche Richtung abdriftet in der sie heute ist.Dort ist sie allerdings mit der „Süddeutschen“,der FAZ,und dem „Spiegel in schlechter Gesellschaft.

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