Schock: Neue Brexit-Partei von Nigel Farage bei EU-Wahlumfrage auf Platz 1

Nigel Farage (Foto: Durch Stuart Boulton/Shutterstock)
Nigel Farage (Foto: Durch Stuart Boulton/Shutterstock)

Größer könnte der Schock für die versammelten Anti-Demokraten aus den Reihen der Brexit-Gegner nicht sein: Nur vier Tage nachdem Nigel Farage seine neue Brexit Party vorgestellt hat, kommt sie in der neuesten Umfrage von YouGov zu den anstehenden EU-Wahlen auf 27 Prozent und wird damit stärkste Partei.

Am Samstag stellte Ex-UKIP-Chef Nigel Farage in Coventry seine Brexit Party vor, die eine gemäßigtere Alternative zu der seiner Meinung nach radikalisierten UKIP darstellen und enttäuschte Labour- und Tory-Wähler ansprechen soll.

„Ich habe nicht 25 Jahre meines Lebens dafür gekämpft, dass wir wieder ein unabhängiges, normales, selbstbestimmtes Land werden, das seine eigenen Gesetze macht, seine eigenen Richter benennt und seine eigenen Grenzen kontrolliert, nur damit ich mich jetzt tot stelle und zulasse, dass Karrierebürokraten das Ergebnis unserer Wahl verraten, ohne mich zu wehren. Und diese Gegenwehr beginnt heute hier in Coventry“, teilte der Brexit-Kämpfer am vergangenen Wochenende mit.

Farage scheint den Nerv der Briten einmal mehr getroffen zu haben. Wie eine aktuelle Umfrage von YouGov zeigt, wollen 27 Prozent der Briten ihre Stimme bei den EU-Wahlen – sollten sie zur Teilnahme gezwungen werden – der neuen Partei geben.  Die Labour-Partei erreicht aktuell 22 Prozent und Theresa Mays Konservative liegen bei 15 Prozent. Der Zuwachs von Nigel Farages Brexit Party  ging vor allem zu Lasten von seiner alten Partei UKIP, die von 14 Prozent auf 7 Prozent abstürzt. Diese hatte Farage aus Protest verlassen. (SB)

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33 Kommentare

  1. Wer zur EU-Wahl geht, erkennt automatisch die Institution EU an und gibt seine Stimme für eine Wirtschaftsdiktatur (Faschismus) ab, egal, wen er dort wählt! Stattdessen sollte man diesem korrupten Haufen einen Denkzettel verpassen und die Wahlen EU-weit boykottieren. Das bleibt aber wohl leider ein Wunschtraum und daher: gut, dass es Nigel wieder gibt!

  2. „Der Rückzug nach erfolgreichem Referendum, von ihm und Johnson, kam mir ein bisschen merkwürdig vor.“

    Was ist daran merkwürdig?

    Die hatte beide kein Mandat um da in irgendeiner Form mitzuarbeiten.

    Gefragt hat sie auch niemand.

  3. Ist das ein Gag, oder meint er es diesmal ernst? Der Rückzug nach erfolgreichem Referendum, von ihm und Johnson, kam mir ein bisschen merkwürdig vor. Wie dem auch sei, die Briten sollten froh sein, wenn sie dieses Konstrukt EU endlich verlassen können.

  4. Richtig, hatte man die Hoffnung der Brexit wäre fast Geschichte, erleben wir hier den wahren Wunsch der Briten

  5. Bin da Mistrauisch. Es hiess ja mal, dass in der Politik nix zufälliges Passiert. Also, beherrsche beide Seiten durch deine Leute und egal was passiertt: man hat alles immer in der Hand…

  6. Ich mag ihn ja eigentlich, aber der wechselt ja ziemlich oft die Partei.
    Wenn einer bei jeder Gelegenheit auf beleidigt macht, kann man sich wahrscheinlich nicht mehr so auf ihn verlassen.
    Mal gespannt, wie lange er’s in der Partei macht.

    • Wozu eine Dexit Partei ? Die deutschen Schlafmichel wählen trotzdem wie immer, obwohl sie eine Alternative haben.

    • Nigel Farage wollte den immer stärker werdenden Anti-Islam-Kurs von UKIP nicht mittragen. Als dann auch noch Tommy Robinson als Berater von UKIP angestellt wurde, verließ Farage am 04.12.2018 aus Protest diese Partei.

      Nigel Farage hat sich zwar große Verdienste um den Brexit und die Demaskierung des EU-Politapparats gemacht, aber bei seiner albernen Unterscheidung zwischen Islam und „radikalem Islamismus“ hat er einfach den Schuss nicht gehört, nicht einmal als offenkundig wurde, was die britische Justiz aus purem Appeasement gegenüber dem Islam Tommy Robinson angetan hatte.

    • Ich frage ja gerade Sie, weil Sie diese Warnung ohne irgendwelche Fakten zu nennen, geäußert haben. Inwiefern ist N. Farage also mit Vorsicht zu genießen; und von wem, inwiefern tangiert das uns als deutsche Wähler bei der Europawahl, haben wir evtl. einen Einfluss?

    • Also Gott ist auch mit Vorsicht zu genießen, das ist, glaube ich, auch eine sehr starke konservative Kraft.

    • Nigel Farage wollte den immer stärker werdenden Anti-Islam-Kurs von UKIP nicht mittragen. Als dann auch noch Tommy Robinson als Berater von UKIP angestellt wurde, verließ Farage am 04.12.2018 aus Protest diese Partei.

      Nigel Farage hat sich zwar große Verdienste um den Brexit und die Demaskierung des EU-Politapparats gemacht, aber bei seiner albernen Unterscheidung zwischen Islam und „radikalem Islamismus“ hat er einfach den Schuss nicht gehört, nicht einmal als offenkundig wurde, was die britische Justiz aus purem Appeasement gegenüber dem Islam Tommy Robinson angetan hatte.

    • Danke. Heißt das, oder meint das Frank Richter?, dass NF die anderen konservativen Parteien zu einem Islam-Appeasement bringen könnte?

    • Ich weiß nicht was Frank Richter meint, aber ich weiß, dass Nigel Farage meint, Großbritannien wäre alleine durch den Brexit schon gerettet und man dürfe trotz der Vorkommnisse in Woolwich, Rotherham, etc., oder dem Shithole London unter seinem muslimischen Bürgermeister keinen „Kreuzzug“ gegen den Islam führen.

      Es ist diese eklatante Ahnungslosigkeit in Bezug auf den Islam, weswegen man Nigel Farage wirklich besser mit Vorsicht genießen sollte.

    • Aha, komisch, wovor will er denn das UK retten? Geht es ihm auch nur um die EU-Vorschriften? Den Euro haben die ja gar nicht. Weißt Du das auch?

    • In diese Aussage könnte man eigentlich auch den Islam hineininterpretieren, komisch, dass er sich dieser Gefahr scheinbar nicht bewusst ist.

    • Na gut, dessen sind sich viele nicht bewußt, einfach weil sie den Islam als eine Religion wie alle anderen sehen, in der alle eigentlich nur irgendwie ins Paradies wollen.

      Wenn man endlich erkennt, dass im Islam der Weg ins Paradies über die Unterdrückung und/oder Ermordung von Ungläubigen führt, ist es schon zu spät:

      „Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, daß ihnen das Paradies gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. (Das ist) ein für Ihn bindendes Versprechen in Wahrheit in der Tora, dem Evangelium und dem Qur’an. Und wer ist treuer in (der Einhaltung) seiner Abmachung als Allah? So freut euch über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!“ – Sure 9:111

    • Ich war überrascht, wiewenige Briten sich kurz vor der Brexit-Wahl 2016 der Gefahr durch den Islam bewusst waren. Die meisten haben auf die Polen geschimpft und meine Beobachtung war, daß die (die Polen) alle ordentlich und fleissig gearbeitet haben, -keine Anschläge, keine Gangs, keine Randale.
      ich muß sagen, daß ich die Briten zwar gemocht, aber nicht verstanden habe. Und sie haben nicht verstanden, daß ein Deutscher sie zum Brexit ermutigen wollte…

    • Hier ist das leider auch nicht anders, und an Dexit denkt sowieso keiner. Wenn Du warnst, wirst Du angeschaut, als wärst Du gerade aus der Klapse entsprungen. Ich bekomme Antworten wie: ich seh das ganz anders, das juckt mich nicht, Du immer mit deinen Verschwörungstheorien usw. usf. Und dann die sog. Religionsfreiheit im GG, die legitimiert alles. Auch ein Verweis auf die Grundschulen mit einem Mohammedaneranteil von 75% in gehobenen Mittelschichtsstadtteilen, macht nicht einmal betroffen.

    • Danke. Das heißt, bzw. meint das Frank Richter vielleicht?, dass NF die anderen konservativen Parteien zu einem Islamappeasement bringen könnte?

  7. Das wird Manfred Weber nicht gefallen, aber für die Völker Europas ist dies
    eine gute Nachricht.

  8. Da könnte glatt wieder ein kleines fünkchen Hoffnung aufflammen. Warten wir es ab! Die Macht der bösartigen Propaganda und die Dummheit der Wähler sind nicht zu unterschätzen.

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