Die Passion, das ewige Lehrstück von Verrat, Niederlage und posthumen Triumph – Gedanken zum Gründonnerstag

Foto: Von OSDG/Shutterstock

Jerusalem – Ein Mann, der gestern noch unter großem Jubel in eine Stadt einzog, dessen deutliche Worte gegen Gewalt, Unrecht, Ausbeutung, Unterdrückung, doppelte Moral, Frömmelei und sogar Kinderschändung die Menschen begeisterte, ist plötzlich allein. Nur wenige sind noch bei ihm, aber auch dessen Freundschaft und Treue gleicht einem Blatt im Wind. Plötzlich schlägt diesem Mann Hass und vor allem Undank entgegen. Das Gift der Intrige entzweit seinen Anhang. Feigheit und Verrat in Verbindung mit Geldgier und Geltungssucht schleicht sich gleich einem heimtückischen Geschwür in die Tafelrunde ein. Jener Wort gewaltige Mann, der oftmals nur Gesten brauchte, um die Menschen zu beeindrucken und für seine Mission mit Mut und Feuereifer stritt, ohne dabei seine Menschlichkeit und sein Mitgefühl zu verlieren, steht hilflos der infamen Bosheit eines Einzelnen, dem Wankelmut seiner Freunde und dem infernalischen Hass seiner Feinde gegenüber. In dieser Situation gibt es nur zwei Möglichkeiten: Fliehen oder Standhalten? Das letzte heißt im Endeffekt STERBEN.

Die Passionsgeschichte, Höhepunkt im Leben Jesu, verbindet die Tragik griechischer antiker Dramen mit der Weisheit und Tiefe jüdischer Prophetie. Die jüdische Prophetentradition, in die Jesus, wie auch Johannes, als unbequemer Mahner und Reformer, wie kein anderer vor ihm hineinwächst, verbindet sich in der Passionsgeschichte mit dem, was Dramatiker wie Sophokles und Aischylos als „Katharsis“ in ihren Theaterstücken herausgearbeitet haben. Die Botschaft der Dramen lautet: Das Leiden hat einen höheren Sinn. Auch wenn am Ende der Tod steht. Das Leiden ist nur der Weg zu einer höheren Erkenntnisstufe. Es bewirkt eine Reinigung. Die griechischen Dramen setzen das fort, was im jüdischen Hiob-Buch unfertig und unbeantwortet bleibt.

Der wohlhabende Hiob wird von Gott gequält, verzweifelt an ihm, klagt ihn an, um am Ende wieder gerettet zu werden. Er fungiert wie eine Marionette, die wie bei der griechischen Tragödie durch eine Art „Götterstreit“ (eine Wette zwischen Jawe und dem Teufel) in Gang gesetzt wird. Ödipus und andere griechische Heroen lehnen sich dagegen bewusst gegen die Götter auf, entlarven sie als grausam und erheben sich als Märtyrer gegen ihre Willkür, werden als menschlich handelnde Protagonisten unsterblich.

Der Mensch wird durch sein menschliches Handeln göttlich. Die Götter dagegen durch ihr unmenschliches Handeln zu Dämonen. Sie stehen moralisch gesehen als triebhafte, ichsüchtige, eifersüchtige und rachsüchtige Wesen weit unter den Menschen, die sie aus einer Laune heraus leiden lassen. In der Passion Christi erleidet Gott die Leiden der Menschen, werden die Grenzen zwischen Gott und Mensch aufgehoben. Jesus Christus geht über Hiob und Ödipus hinaus. In der Passion des Gekreuzigten fließen zwei gewaltige Ströme zusammen. Griechische Kultur und Jüdische Religion verbinden sich fortan als Christentum, vermischt mit anderen Einflüssen, als breiter Strom abendländischer Kultur durch die Zeiträume zu fließen. Bald schon erreichte der Fluss auch die keltischen Gebiete, England, Irland… Dort wird der Kelch Christi zum HEILIGEN GRAL, die Apostel zu Rittern der Tafelrunde des König Arthus.

Allein, dass heute die Grundsubstanz dieser aus jüdischer und antiker Philosophie zusammengesetzte Werte-Synkretismus zur Disposition steht, von schizoiden halbgebildeten linken Eliten in den Dreck gestampft und mit einer totalitären auf primitiven patriarchalischen Gesetzen aufbauenden Weltanschauung vermischt und sogar nivelliert wird, ist besorgniserregend.

Die heutigen Bauernopfer heißen „Asia Bibi“, und Pilatus wäscht nach dem „Breitscheidplatz“ seine Hände in Unschuld

Die wenigsten wissen, dass mit den Evangelien und ihrer Passionsgeschichte eigentlich ein Gefäß geschaffen wurde, dass weit über die Kirchenturmspitze hinaus reicht. Das Bild vom leidenden Christus war zu allen Zeiten auch das Bild der leidenden Menschheit. Der Verräter Judas, der Verräter schlechthin. Das Blutgeld, wie oft wurde es bezahlt? Die Häscher mit ihren höhnischen Gesichtern, die Söldner, die auf Befehl für Geld oder gar aus Lust am Morden alles ausführen, was man ihnen befielt. Gab es sie nicht auch in Dachau, Buchenwald und Auschwitz? Und heute wieder in Indonesien ,wo Menschen öffentlich ausgepeitscht werden? Der nach Blut dürstende rasende Mob, gibt es ihn nicht eins zu eins in Ägypten, Nigeria und Pakistan? Was ist eigentlich aus Asia Bibi geworden? Sie wird immer noch von ihren Peinigern festgehalten. Und der feige islamophile Westen schweigt, wäscht ähnlich wie Richter Pilatus, der ein „Bauernopfer“ bringt, „seine Hände in Unschuld. Gleicht er nicht aufs Haar jenen, die unser Recht zu Gunsten eines radikalen Islam immer mehr aushöhlen, freie Meinungsäußerung drakonisch bestrafen und im gleichen Atemzug  Bandenkriminalität als Kavaliersdelikt durchgehen lassen. Wie viele Beamte, Richter und Politiker haben nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt ihre Hände in Unschuld gewaschen? Wer hat uns den Mördern, Messerstechern und IS-Terroristen ausgeliefert? Sie ins Land gelassen und noch durchgefüttert?

Drei Mal krähte der Hahn!!   

Und bei alle dem gibt es inzwischen eine Sorte von Intellektuellen, die das Symbol des Kreuzes, das Symbol des Leidens für eine „Provokation“ halten. Es verbannen möchten, ohne mit ihrem eingeschränkten Verstand seine archetypische, aber auch kulturhistorische Bedeutung nur ansatzweise begriffen zu haben. Da fällt zuoberst der muslimische Vorzeigeintellektuelle Navid Kermani ein, der eine Kreuzigungsdarstellung mit Pornografie, Aberglauben und Gotteslästerung vergleicht. Ein Bischof war empört, aber die Pilatusse und Judasse in den Redaktionen stießen ein Wolfsgeheul an. Allen voran FAZ und Zeit.

Dass sich der iranischer Dichter Navid Kermani von der Darstellung des Gekreuzigten angeekelt fühlt und im gleichen Atemzug die Gewalttiraden des Korans als „Schönheit“ lobt, macht ihn im Nachhinein indirekt zu einem der höhnischen, würfelnden Häscher unter dem Kreuz. Hier Ausschnitte aus Kermanis berüchtigten Artikel in der Neuen Züricher Zeitung:

„Gewiss stößt mir die Lust, die katholische Darstellungen seit der Renaissance an Jesu Leiden haben, auch deshalb so auf, weil ich es von der Schia kenne und nicht kenne. Ich kenne es, weil das Martyrium dort genauso exzessiv bis hin zum Pornografischen zelebriert wird.“

Eh der Autor zum Vernichtungsschlag gegen das Christentum und die Kreuze ausholt, schwadroniert er über das Leiden Christi selbst: „Nebenbei finde ich die Hypostasierung des Schmerzes barbarisch, körperfeindlich, ein Undank gegenüber der Schöpfung, über die wir uns freuen, die wir genießen sollen.“ Und so kommt der Dichter, der als toleranter „Brückenbauer“ gefeiert wird, zu dem Zwischenergebnis: „Der Koran sagt, dass ein anderer gekreuzigt worden sei. Jesus sei entkommen.“ Bis er endlich die Maske fallen lässt und zum Vernichtungsschlag ausholt:

„Für mich formuliere ich die Ablehnung der Kreuzestheologie drastischer: Gotteslästerung und Idolatrie.“

Dies alles muss man mit dem Hintergrundprogramm lesen, dass Kermani aus einem Land kommt, in dem auch heute noch Männer und Frauen halbtot geprügelt werden und sich anschließend Richter wie Pilatus nach der Aburteilung Unschuldiger z. B. Konvertiten, die Hände in Unschuld waschen, haben sie sich doch bei ihrer Barbarei nur das göttliche Gesetz der Scharia angewendet.

Das Leiden unschuldiger Menschen hat nie etwas „Ekelhaftes“. Ekelhaft sind nur die Täter. Auch die Schreibtischtäter. Und am allermeisten ekel ich mich vor solchen, die ihre grausame Banalität noch als Dichtkunst verkaufen. Dass man ihnen dafür noch Preise überreicht, grenzt an Blasphemie.

Nicht der Gekreuzigte ist ekelhaft, sondern die, die ihn auch heute noch – oder wieder – verhöhnen…

Klaus Lelek

 

 

 

 

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27 Kommentare

  1. Für mich ist dieser Satz am Karfreitag wesentlich:

    Matthäus 26:34 Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

    Und diesen Satz sende ich heute an alle höheren Chargen der Amtskirchen.

    Er weist darauf hin, daß die Amtskirchen der Verpflichtung zum „Der gute Hirte“ als Nachfolger Christi nicht nachkommen.

    Nicht heute, da die Amtskirchen jener Ideologie mit religiösem Mäntelchen den roten Teppich ausrollen. Und nicht die Schreie der Vergewaltigungs- und Messer- Opfer hören wollen.

    Und nicht am 20. Juli 1933, Reichskonkordat! Dort ist geregelt, daß kirchliche Organisationen von den Nazis nicht gleichgeschaltet werden können, aber der Unterhalt des kirchlichen Klerus durch Kirchensteuer und Besoldung sichergestellt ist. Die Schafe werden sich selbst überlassen. Die Kirche ist deshalb moralisch nicht berechtigt, andere als Nazi zu bezeichnen oder des Nazitums zu bezichtigen.

    Zumal das Reichskonkordat, abgeschlossen mit A.H., noch heute gilt.

    • Sie brauchen keine Amtskirche, wozu einen Taxi nehmen? Ein paar Latschen und der Weg reichen vollkommen aus.

  2. Es geht nicht um Jahwe, und außerdem fange ich jetzt nicht an, an alte Funktionsgötter und Zauberei zu glauben. Da ist es besser sich mit Yoga-Philosophien und Arthur Schopenhauer zu beschäftigen.

    • „Da ist es besser…“

      Eine Begründung wäre sicher interessant. Oder ist das bloß ein Geschmacksurteil? Wer auf den indophilen – das ist nebenbei auch Orient – Schopenhauer tierisch abfährt (außer der Umerziehungsonkel Adorno natürlich) sind die Freimaurer:

      „Die kürzlich eingeweihte große Pyramide [<- das Symbol des Skla­ven­hal­ter­staates schlechthin] auf dem Freimaurergrab der „Loge zur Einigkeit“ steht in kurzer Distanz, genau wie das Grab des Philosophen Arthur Schopenhauer nicht weit ist. So nah an der Friedhofsmauer und im Kreise namhafter Frankfurter Persönlichkeiten ruht man hier an exponierter Stelle, gleichsam auf einem „Logenplatz“ – um diesen Begriff aus der Theaterwelt zu bemühen."

      – aus: Wo und wie die Frankfurter Freimaurer ihre Toten ehren (Frankfurter Neue Presse, 18.01.18)

    • Die Freimaurer und ihr Satanismus streben nach dem Gegenteil von Erleuchtung. Keine Ahnung was die auf ihren Friedhof bauen. Satanismus ist Machen-was-man-will und somit Vergrößerung des Selbstbewußtseins. Eine ordentliche Religion will das Selbst zurückfahren, weil es dies als Illusion erkannt hat. Ob sich Freimaurer mit Schopenhauer befassen, darüber habe ich keine Informationen – jedoch wären sie dann sicher keine Satanisten der höheren Grade.

    • Sie scheinen wirklich eine hohe Meinung von Schopenhauer zu haben. Ich will Ihnen nicht madig machen, was Sie gerade gut finden.

      Andernfalls müsste man sich mal einzelne Gedanken oder Passagen vorknöpfen und überlegen, ob es WAHR ist, was er da erzählt. Oder schauen, was er eigentlich grundsätzlich so propagiert oder auch wogegen er besonders gerne wettert. Und da würden wir dann schon einige Überstimmungen finden zwischen Schopenhauer und den FM. Es gibt gemeinsame Feinde.

      Eine Sache würde ich gerne besser verstehen: Was meinen Sie damit, das Selbst sei eine Illusion? Könnten Sie mir erklären, was Sie damit meinen?

  3. Was für Mythologie? Wir sind oder sollten Christen sein, das ist Glaube und keine Mythologie. Und der Gott der Juden ist auch der Gott der Christen. Das Alte Testament haben beide Richtungen gemeinsam, aber die Juden glauben nicht an Jesus als Messias, für sie ist er lediglich Prophet, wie auch im Koran. Beide ((Juden und Moslems) lehnen also die Aussagen des Neuen Testamentes ab. Für Christen ist das Opfer Christi, wovon das Neue Testament handelt Mittelpunkt ihres Glaubens.

    • Tja nur merkwürdig, dass der Gott aus dem alten Testament irgendwie nicht der selbe aus dem „Neuen“ zu sein scheint. Wenn schon, dann handelt es sich auch nicht um einen ursprünglich jüdischen Gott. Und er ist vor allem eins, ein Berg,Wetter,Kriegsgott. Da können wir uns den Oger aus der Schweiz (die liegt näher) nehmen und Pilgerreisen zum Eiger sind auch günstiger.

      Und warum sollten wir Christen sein? Weil uns ein paar Herrscher das ganze mit Gewalt aufs Auge gedrückt haben?
      Die Bibel ist nichts anderes als ein zusammengewürfeltes Machwerk von Geschichten. Genesis ist teilweise sumerischen Ursprungs.

    • „dass der Gott aus dem alten Testament irgendwie nicht der selbe aus dem „Neuen“ zu sein scheint.“

      Bekanntlich sagt zwar Jesus manchmal „Wie schon zu den Alten gesagt wurde“. aber an anderen Stellen: „Zu den Alten wurde gesagt, ich aber sage euch!“

      Also:
      Das AT ist nur noch eingeschränkt gültig und hat in all jenen Punkten seine Relevanz verloren, in denen es Jesu Lehren nicht entspricht.

    • „Das AT ist nur noch eingeschränkt gültig und hat in all jenen Punkten seine Relevanz verloren, in denen es Jesu Lehren nicht entspricht.“

      Mal überlegen. Man kann es so sagen, Oberon. Und dann ist selbst im Neuen Testament noch einiges, was noch der alten Denkweise entspricht. Paulus und Jesus stimmen nicht ganz überein. Umgekehrt ist aber doch einiges schon im AT, was den Lehren Jesu entspricht. Deswegen:

      „Denkt nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.“ – Mt 5,17

      Wir müssen es schon etwas voneinander lösen, und doch nicht ganz auseinanderreißen. Ich würde das so ausdrücken wollen: Unsere Theologie befindet sich momentan in einer Art Grundlagenkrise. Ich sehe ja, wie HILFLOS auf kath_net diskutiert wird. Einige wollen Reformen, ohne über das theologische Fundament nachzudenken. Andere wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, obwohl es schon gar nicht mehr christlich ist, und deshalb durchaus reformiert werden müsste, um wieder christlich zu werden. Eine theologische Elite, die hier eine gedankliche Ordnung reinbringen könnte, scheint momentan nicht in Sicht zu sein.

      Ich denke, das ist unser Hauptproblem. Und wenn es doch eine gibt, hätte sie Probleme, sich Gehör zu verschaffen. Am lautesten sind allerdings die Falschheiten, die von ganz oben kommen – und gar nicht mal der alltägliche Meinungsdschungel. Hätte man bloß mehr Zeit, würde sich alles klären. Aber nur mit solchen, die nicht lügen. Mit solchen, die niemals lügen.

      „… und DIE WAHRHEIT wird euch frei machen.“ – Johannes 8:32

      Gleichzeitig sind die beiden Lügengebilde ISL und KOM unerbittlich auf dem Vormarsch. Inhaltlich sind die nichts und haben nichts, aber sie profitieren von unseren Unklarheiten und Unsicherheiten. Also müssen wir diese beheben.

      Aber wie, auf die Schnelle?

    • „Tja nur merkwürdig, dass der Gott aus dem alten Testament irgendwie nicht der selbe aus dem „Neuen“ zu sein scheint.“

      Das ist so. Es ist nicht derselbe. Es gibt aber immer noch sehr viele, die es nicht verstanden haben. Die kleben an Jahwe und meinen, sie wären Christen.

      „Wenn schon, dann handelt es sich auch nicht um einen ursprünglich jüdischen Gott. Und er ist vor allem eins, ein Berg,Wetter,Kriegsgott.“

      Das ist auch so. Im Alten Testament sind sehr verschiedene Gottesbilder untergebracht. Das Ganze überspannt ja auch sehr lange Zeiträume und verschiedene andere Völker spielen hier auch noch mit herein. Daran ist also nichts verwunderlich.

      „Die Bibel ist nichts anderes als ein zusammengewürfeltes Machwerk von Geschichten.“

      Gut, aber was ändert das, ob wir es „Geschichten“ nennen? Es geht ja um den INHALT dieser Geschichten. Wären diese Geschichten bedeutungslos, würde es niemanden kratzen. Die meisten Filmplots beruhen grundsätzlich genau auf diesen Geschichten, sind bloß Derivate davon. Das weiß bloß keiner.

      Da sind dann diese Geschichten plötzlich wieder super interessant für viele, obwohl es genau dieselben Geschichten sind. Und diese Ahnungslosen, die die nicht wissen, woher es kommt, sind das jetzt die Helden? Weiß nicht…

      „Und warum sollten wir Christen sein?“

      Sie können, sie SOLLEN sein, was Sie wollen. Es geht hier gerade bloß um die historische Frage, unter welcher Flagge Europa in der Zukunft segeln wird. Die Alternativen sind: muslimisch-kommunistisch oder christlich, in einem eigentlich ziemlich unbestimmten Sinne.

      Wenn unter christlicher Flagge, dürfen Sie aber anbeten, wen Sie wollen, auch den Oger, und dürfen auch Pilgerreisen zum Eiger machen, Sie können auch nichts anbeten und auch das Nichts. Das ist dann WEITER Ihr Bier. (Ob Sie dadurch interessanter werden, ist eine andere Frage.)

      Wenn aber unter muslimisch-kommunistischer Flagge, wird man Ihnen detailliert vorschreiben, an was Sie zu glauben haben bzw. an was Sie NICHT zu glauben haben. Den Oger dürfen Sie dann auch nicht mehr anbeten.

      Das sind die beiden Alternativen. Mit „Christen“ meinen wir zum jetzigen Zeitpunkt im Grunde bloß die Verteidigung der geistigen Freiheit Europas (und auch darüber hinaus).

      Ich denke, Sie wissen bloß nicht, WEM Sie es verdanken, dass Sie so frei denken dürfen, wie Sie es tun. Ihnen ist nicht klar, woher das mit der Freiheit überhaupt kommt. Mal schauen…

      „… und die Wahrheit wird euch FREI machen.“ – Johannes 8:32

      Da ist der Freiheitsbegriff. Und DAS IST christlich. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die allermeisten Christen ganz gewiss auch nicht gezwungenermaßen Christen, sondern freiwillig und gerne. Zumindest kenne ich niemanden, der gezwungenermaßen Christ ist. Das muss doch einen Grund haben.

      In der Geschichte gab es wohl solche Zwänge, aber was hat das mit heute, mit uns, zu tun? Was haben irgendwelche bösen Herrscher in der Vergangenheit mit uns heute zu tun? Nichts. Und was haben irgendwelche bösen Herrscher in der Vergangenheit mit Jesus zu tun? Auch nichts.

      Die Geschichte, die Sie erzählen, ist also unglaubwürdig. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das sogar antichristliche Propaganda. Das heißt, willentlich oder nicht willentlich schwingen Sie schon die muslimisch-kommunistische Flagge – und schmeißen die Freiheit zum Fenster raus. Und so funktioniert das Ganze. Deswegen ist die Gegenseite im Vorteil.

      Weil wir nicht mehr wissen, wer wir sind. Wer sind wir? Wir sind die mit der Freiheit. Die wahrheitsbewegten Freiheitskämpfer.

      Sie wissen bloß nicht, woher es kommt. Das ist alles. Manche hier aber schon.

    • Wenn es nicht Jahwe ist wer ist es dann? Oder ist es Jahwe nach seiner Persönlichkeitsspaltung? Somit können sie alle Geschichten mit Moses samt seiner zehn Gebote infrage stellen, weil die kommen ja alle von Jahwe. Den Schöpfungsmythos sowieso, der ist von den Sumerern gestohlen und passend gemacht.
      Was bleibt ist ein Lego Baukasten des Glaubens.
      Und was ist vom original Jesus übrig geblieben? Erzählungen die Jahrzehnte später aufgeschrieben werden haben die Authentizität einer schriftlichen stillen Post.
      Der christliche Glaube freiheitsliebend, die letzten 2000 Jahre sagen aber etwas anderes.
      Aber laufen sie ruhig ihrem semitischen-sumerischen irgendwas hinterher.
      Importgüter sind ja viel reizvoller als Eigenprodukte.

    • „die letzten 2000 Jahre sagen aber etwas anderes“

      Sie meinen, diese 2000 Jahre wären maßgeblich vom christlichen Glauben bestimmt worden? Eher war es so, dass er ständig verfolgt (wenn nicht an der Macht) oder bekriegt (wenn an der Macht) worden ist oder dass er durch Intrige gespalten wurde. Sie scheinen aber wenig über Geschichte und die Geschichte von Verfolgungen zu wissen. Vielleicht informieren Sie sich erstmal, bevor Sie irgendwelche Behauptungen aufstellen, z. B. hier:

      Guggel: Christenverfolgung – Wikipedia – 6. April 2019 um 01:36 Uhr

      Ich kenne auch keinen Christen, nicht einen einzigen, der andere wegen ihres anderen Glaubens oder wegen ihres Unglaubens verfolgen wollen würde. Es könnte sich auch kein Christ auf das Neue Testament berufen.

      Ich kenne aber Muslime und Kommunisten, die es tun würden. Und beide können sich sogar auf ihre Gründer berufen, die Gewalt zur Verbreitung der Sache durchaus bejaht haben. Und wir erleben es tagtäglich. ISL-KOM wollen Europa – sogar die ganze Welt – erobern.
      Wir Christen wollen das nicht, weil christlicher Glaube nichts mit Welteroberung zu tun hat. Wir lehnen das Konzept Welteroberung ab.

      Guggel: Entstehung und Ausbreitung des Islam
      Guggel: Das Schwarzbuch des Kommunismus

      Alle drei klammern Sie aus: das Buch (worauf diese Leute sich ja berufen), die Geschichte (aber ohne Geschichtsfälschung) und die heutige Wirklichkeit. Was Sie behaupten, hat gar keine faktische Grundlage. Es ist verleumderisch.

      – – –

      Wäre ich z. B. eine kommunistische Ratte (leider hängen hier immer noch einige rum), würde ich genau so vorgehen: Geschichtsfälschung, Verleumdung, Verhetzung sind Hauptwerkzeuge. Kriegerisch ist derjenige auch im Vorteil, der lügt. Deswegen ist Lügen in beiden erlaubt. Man lügt ja, um jemanden zu täuschen. Beide Gründer haben selbst reichlich davon Gebrauch gemacht. Getäuscht werden soll nicht nur der Feind, sondern sogar die „eigenen“ Leute – die ebenfalls zu der Gruppe der „nützlichen Idioten“ gehören.

      Es könnte sein, dass die Mehrheit der Muslime gar nicht so verblödet ist, sondern bloß erfolgreich unterdrückt wird. Wenn sich einmal herumspricht, wie die Imame die Menschen betrügen, kann sich das Ganze auch gegen diese Imame wenden. Genau wie bei unseren Kirchenfürsten und unserem Papst, die ja gar keine Christen sind. Und jetzt verstehen wir auch besser, was sich in der Geschichte ereignet hat und warum. Da war es genau so wie heute…

    • Ist schon gut Sie „Verteidiger des Glaubens“. Ich habe nur schon seit der Schule eine Allergie gegen die Betschwestern.
      Und jetzt werden es immer mehr männliche Betschwestern, deswegen.
      Sie scheinen nicht dazu zu gehören, dass lässt ja hoffen.
      Die meisten scheinen nur so volltrunken christlicher Werte zu sein, da ist kein Platz mehr für Gegenwehr.

    • Männliche Betschwestern, da halte ich gar nichts davon. Wenn’s nach mir ginge, wäre nicht einziger von denen in Kirche oder Politik. Wahrscheinlich denken die noch, wir würden es nicht sehen. Was war los mit den Betschwestern in Ihrer Schule, Lin Chung? Was ist passiert?

    • „die letzten 2000 Jahre sagen aber etwas anderes“

      Sie meinen, diese 2000 Jahre wären maßgeblich vom christlichen Glauben bestimmt worden? Eher war es so, dass er ständig verfolgt (wenn nicht an der Macht) oder bekriegt (wenn an der Macht) worden ist oder dass er durch Intrige gespalten wurde. Sie scheinen aber wenig über Geschichte und die Geschichte von Verfolgungen zu wissen. Vielleicht informieren Sie sich erstmal, bevor Sie irgendwelche Behauptungen aufstellen, z. B. hier:

      Guggel: Christenverfolgung – Wikipedia – 6. April 2019 um 01:36 Uhr

      Ich kenne auch keinen Christen, nicht einen einzigen, der andere wegen ihres anderen Glaubens oder wegen ihres Unglaubens verfolgen wollen würde. Es könnte sich auch kein Christ auf das Neue Testament berufen.

      Ich kenne aber Muslime und Kommunisten, die es tun würden. Und beide können sich sogar auf ihre Gründer berufen, die Gewalt zur Verbreitung der Sache durchaus bejaht haben. Und wir erleben es tagtäglich. ISL-KOM wollen Europa – sogar die ganze Welt – erobern.
      Wir Christen wollen das nicht, weil christlicher Glaube nichts mit Welteroberung zu tun hat. Wir lehnen das Konzept Welteroberung ab.

      Guggel: Entstehung und Ausbreitung des Islam
      Guggel: Das Schwarzbuch des Kommunismus

      Alle drei klammern Sie aus: das Buch (worauf diese Leute sich ja berufen), die Geschichte (aber ohne Geschichtsfälschung) und die heutige Wirklichkeit. Was Sie behaupten, hat gar keine faktische Grundlage. Es ist verleumderisch.

      – – –

      Wäre ich z. B. eine kommunistische Ratte (leider hängen hier immer noch einige rum), würde ich genau so vorgehen: Geschichtsfälschung, Verleumdung, Verhetzung sind Hauptwerkzeuge. Kriegerisch ist derjenige auch im Vorteil, der lügt. Deswegen ist Lügen in beiden erlaubt. Man lügt ja, um jemanden zu täuschen. Beide Gründer haben selbst reichlich davon Gebrauch gemacht. Getäuscht werden soll nicht nur der Feind, sondern sogar die „eigenen“ Leute – die ebenfalls zu der Gruppe der „nützlichen Idioten“ gehören.

      Es kann sein, dass die Mehrheit der Muslime gar nicht so verblödet ist, sondern bloß erfolgreich unterdrückt wird. Wenn sich einmal herumspricht, wie die Imame die Menschen betrügen, kann sich das Ganze auch gegen diese Imame wenden. Genau wie bei unseren Kirchenfürsten und unserem Papst, die ja gar keine Christen sind (und jetzt verstehen wir auch besser, was sich in der Geschichte ereignet hat und warum, da war es genau so wie heute und das nennen wir seltsamerweise „Geschichte“).

      – – –

      Die gesamte christliche Welt kann sich auch mehrheitlich gegen den Papst und diese Kirchenfürsten wenden. Dann wird ihre Karriere sehr schnell vorbei sein. Die Muslime könnten uns sogar dabei helfen und wir könnten den Muslimen helfen, sich zu befreien von diesen Unterdrückern und Betrügern. Wir Christen hassen nicht die Muslime. Wir wissen ja, wie das alles zustandekommt und wo der Fehler liegt. Hauptsächlich an denjenigen Stellen im Koran, die zu Gewalt gegen „Ungläubige“ aufrufen. Warum sollten wir „Ungläubige“ sein? Das ist ja eben wieder verleumderisch. Ein nachdenklicher Muslim kann auch selber dahinterkommen, dass hier etwas nicht stimmt.

      – – –

      Hier geht es auch erst mal bloß um die Zukunft Europas. Viele Szenarien sind noch gar nicht durchgespielt worden. Weil uns auch diese Szenarien immer vorgekaut werden. Häufig als Untergangszenarien. „Untergang des Abendlandes“ usw.

      Und weil also jemand so ein Buch geschrieben hat mit einem solchen Titel, ist das dann auch unweigerlich so??? War dieser Spengler also auch ein Prophet? Oder sollte das bloß so scheinen als ob? War das Ganze nicht eher ein psychologischer Trick?

      Wir sollen aufgeben, darum geht es. Tun wir aber nicht. Weil auch wir Ziele haben und an denen ist nichts verkehrt. Immer mehr Leute verstehen, dass es ein psychologischer Trick ist, der uns in die Resignation treiben soll.

      Wir sollen jetzt glauben, verloren zu haben, obwohl es noch gar nicht richtig losgegangen ist. Das falsche Jesus-Bild – das „Opfer“ – gehört auch in diese Sparte. Nochmal: Warum ist dann das Christentum die größte Weltreligion von allen? Weil die meisten es doch richtig verstanden haben, sie sind gefühlsmäßig hinter diese falsche Theologie gestiegen.

      Der Mensch kann nicht immer artikulieren, was er erkannt hat, obwohl er es schon erkannt hat. Oder er darf nicht. Bei den Muslimen wird es so sein. Viele wissen, aber DÜRFEN NICHT wissen. Also stellen sie sich dumm. Einfach, um zu überleben. Fanatisch sind immer nur Minderheiten. Immer nur wenige.

      Der Rest muss gezwungen werden mithilfe von Einschüchterung und Terror. Die meisten Menschen wollen nämlich einfach nur glücklich sein und möglichst in Ruhe gelassen werden. Auf der ganzen Welt.

      – – –

      Und Jesus wird uns gerne als „Opfer“ und Loser hingestellt. Warum ist dann das Christentum die größte Weltreligion von allen? Vielleicht ist die grundsätzliche friedliche und aufrichtige Einstellung doch ein Erfolgskonzept? Vielleicht ist der Kampf für die Freiheit und das Loswerdenwollen ALLER Sklavenhalter doch der bessere Motivator als die Hetze? Vielleicht ist die Wahrheit auf LANGE Sicht doch stärker als die Lüge. Im Grunde sagt das Resultat der Weltgeschichte genau das. Sie müssen das Resultat betrachten. Man kann nämlich Geschichte auch vom Ende her denken, nicht bloß chronologisch. Vergangenheit ist es in jedem Fall. Es ist nicht mehr real. Real ist bloß die Gegenwart. Und da sind wir dann beim Resultat.

      – – –

      Original Jesus? Lesen Sie einfach mal das Markusevangelium. Das kürzeste Evangelium. Da ist sehr viel original Jesus enthalten. Damit Sie überhaupt wissen, worüber Sie reden. Mir scheint, Sie haben keine Ahnung.

      Und warum sollte davon nichts übrig geblieben sein?

      Mit 2,3 Milliarden (!) ist das Christentum die größte Weltreligion von allen, und das OBWOHL es in der Grundkonzeption nicht kriegerisch ist. Und das, OBWOHL es gar nicht eingetrichtert werden kann, weil es sich vom Inhalt her gar nicht dazu eignet, eingetrichtert zu werden. Es fehlt zum Beispiel das hetzerische Element, es fehlt der Feind.

      Die Grundkonzeption ist so, dass SELBER nachgedacht werden MUSS, weil es verschlüsselt ist.

      Und das – die Verschlüsselung – ist wiederum ein Erfolgskonzept. Man kann es sogar als ein kriegerisches Konzept deuten, aber eben ohne gewalttätige Absicht. Es geht darum, die Wahrheit zu beschützen, zu bewahren. Für die Z u k u n f t .

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      Im Prinzip haben wir Christen gar keine Feinde, sind immer bloß Feind. Wer Christen zu Feinden erklärt und Friedliche verfolgt, kann nur eine armes Schwein ohne normal funktionierendes Gehirn sein. Jemand mit einem Hirnschaden – aber einem gefährlichen Hirnschaden.

      Der Vorwurf lautet deshalb auch meistens umgekehrt: Wir Christen wären ZU FRIEDLICH – in einer Welt, die von Krieg und Verfolgung gekennzeichnet ist. Wie unsinnig, schizophren, uns BEIDES vorzuwerfen.

      Menschen, die machtgeil sind, fühlen sich deshalb auch eher hingezogen zu ISL oder KOM. Dort wird einem beigebracht, dass sogar Millionen Menschenleben unbedeutend wären, wenn es der Verbreitung der Sache dient, die „Allah“ oder „Fortschritt“ genannt wird. Das ist aber ein seltsamer Gott und ein seltsamer Fortschritt, der Menschenopfer fordert. Vielleicht sind die Menschenopfer sogar Selbstzweck und alles andere ist bloß vorgegaukelt? Irgendetwas stimmt doch hier nicht.

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      Warum sollte aber die Menschheit langfristig so dumm sein, auf so etwas hereinzufallen? So wahrscheinlich ist das gar nicht. Wahrscheinlicher ist doch, das WIR siegen werden. Wann – ist eine andere Frage. Aber DASS – erscheint mir sicher. Ich BIN mir sicher.

      Die orthodoxe Christenheit – diese Kirchenspaltung war ja noch vor der Spaltung Katholisch/Evangelisch – hat auch eher dieses Christusbild: Christus Pantokrator.

      „…das Morgenländische Schisma wird gemeinhin auf das Jahr 1054 datiert; tatsächlich stellt dieses Datum aber nur den Endpunkt einer großen, jahrhundertelangen Entfremdung dar […] Einer der wichtigsten Streitpunkte in der theologischen Diskussion war seit jeher die Frage, wie sich in Jesus Christus dessen menschliche und göttliche Wesensart zueinander verhalten.“

      – aus: Ökumenisches Heiligenlexikon – Orthodoxe Kirchen

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      Als Katholiken haben wir auch nur einen Teil, sind deshalb unvollständig. Das erkennen die katholischen Theologen immer noch nicht: Wir müssen ZUERST von den anderen christlichen Konfessionen etwas LERNEN. Die Unvollständigkeit schwächt. Die Vollständigkeit macht stark. Und das – dieses Prinzip – kann dann sogar auf alle Religionen übertragen werden. Aber NICHT, wenn der erste Schritt übersprungen wird.

      Darin besteht die Dummheit – oder Verschlagenheit – unseres derzeitigen Papstes, das nicht oder angeblich nicht verstanden zu haben: ZUERST muss die Spaltung innerhalb der Christenheit überwunden werden. Das ergibt sich aus der Logik der Geschichte.

      Und bis dahin muss einfach der Islam dahin zurück, wo er hergekommen ist. Weil er bei diesem Prozess nur stört. Und wenn andererseits die Muslime anfangen zu begreifen, dass sie nur die Humanwaffe, der „nützliche Idiot“ der Kommunisten sind – KANONENFUTTER – brauchen wir uns um die Kommunisten nicht mehr zu kümmern.

      Der Islam enthält doch einiges vom Judentum und vielleicht sogar etwas vom Christentum. Deshalb ist uns der Islam, wenn er auch noch so verdreht und mörderisch ist (was aber viel längere Zeiträume benötigt hat), näher als der Kommunismus, der eine Maschine ist.

      – – –

      Die kommunistische Technokratie ist langfristig die größere Gefahr. Dort wird es keine menschlichen Spielräume mehr geben. Und keine Gnade. Und keinen Gott. Und auch keine menschlichen Gedanken mehr. Er hat auch vor, den Islam zu schlucken, sobald er ihn als Humanwaffe nicht mehr braucht. Das ist der eigentliche, der letzte Gegner.

      Vielleicht quasseln Sie hier nur rum, Lin Chung, um uns davon abzulenken?

      Lesen Sie doch Konfuzius oder Laotse, wenn Sie das Asiatische mehr interessiert oder anspricht als Europa oder das Christentum. Jeder Kontinent hat seine Weisheitsquellen. Fast an jedem Ort auf der Welt wurde irgendwann mal richtig gedacht. Wann das war, spielt eigentlich keine Rolle. Hauptsache, dass…

    • Welcher Konfession gehören Sie denn an, CatDogBeBa? Das „Opfer“ ist NICHT Mittelpunkt des „Glaubens der Christen“, sondern das Leben.

      „Ich bin der Weg und die Wahrheit und DAS LEBEN“ – Joh 14,6

      Mittelpunkt kann nur sein, was Jesus SELBST sagt. Nirgendwo beschreibt sich Jesus selbst als „Opfer“. Es ist also nicht sinnvoll, das als „Mittelpunkt des „Glaubens“ aufzufassen. Ja, Johannes der Täufer nennt Jesus „Opferlamm“. Aber das ist eine vor- oder außerchristliche Denkweise. Johannes der Täufer wurde nicht Christ.

      „Da aber beginnt das Rätsel: Warum schließt sich jetzt Johannes, wo er doch Jesus erwartungsvoll angekündigt haben soll, nicht nach der Taufe Jesus an? Macht er nicht. Es gibt keinen Hinweis, dass der Täufer zu Jesu Jünger würde.“

      – aus: Die rätselhafte Tragödie von Johannes dem Täufer (welt, 08.12.2013)

      – – –

      Die Geschichte Jesu endet nicht mit dem Tod am Kreuz, dem „Opfer“, sondern mit der AUFERSTEHUNG. Jesus ist ein Sieger-Typ. Jemand, der sogar den Tod überwindet. Er wäre sicher – ganz sicher – stinksauer, überhaupt als „Opfer“ hingestellt zu werden. Der „Opfer“-Kult ist nicht christlich. Mal schauen, was Ratzinger dazu geschrieben hat:

      „[…] Ratzinger erklärte 1982, dass „alle christliche Theologie, soll sie ihrem Ursprung treu bleiben, zuinnerst und zuerst Theologie der Auferstehung sein muss. Sie muss Theologie der Auferstehung sein, BEVOR sie Theologie der Rechtfertigung des Sünders ist; sie muss Theologie der Auferstehung sein, BEVOR sie Theologie der metaphysischen Gottessohnschaft ist. Sie kann und darf auch Theologie des Kreuzes jeweils nur als und in Auferstehungstheologie sein.“

      – aus: Auferstehung (wiki, 10. April 2019 – 10:05 Uhr)

      Mittelpunkt ist DAS LEBEN. Das Leben hier – UND in der Ewigkeit (das ist die Auferstehung). Das Wort „Opfer“ kommt in der Passage nicht vor. Nicht mal das Wort „Gott“. Ah doch, in „Gottessohnschaft“. Das ist nicht gut.

      Die „Vater“-„Sohn“-Komplementarität tritt doch an die Stelle von „Gott“. Leider, noch die besten Theologen kleben am alten Gottesbegriff. Es ist ein Jammer. So schwierig ist es demnach. Nietzsche wurde nicht verstanden.

      – – –

      „Und der Gott der Juden ist auch der Gott der Christen.“

      Der Vergleich mit der jüdischen Religion hinkt. Die beiden sind schon deshalb nicht vergleichbar, weil es in der jüdischen Religion keine Entsprechung zu Jesus gibt. (<- !)

      "ICH bin der Weg und die Wahrheit und das Leben." – Joh 14,6

      Dann: "Vater" und "Sohn" (was eine Analogie ist) sind auf einer Augenhöhe (das drückt diese Analogie genau aus: man muss sich einen erwachsenen Sohn vorstellen). Das Christliche kennt keine Unterwerfung ("Demütigung") unter einen übermächtigen "Gott". Das ist auch das spezifisch Christliche.

      Bloß äußerlich betrachtet erscheint noch das Verschiedenste gleich. Aber das – solche Betrachtung – ist ohne Erkenntnis. So selbstlos sollte man aber nicht sein, dass man nach Erkenntnis nicht dauernd lechzt.

    • Um dahin zu kommen, musste er es auf sich zukommen lassen, dem Bevorstehenden nicht ausweichen. Er hätte verhindern können, dass Judas ihn verrät. Er hätte Pilatus dazu bewegen können, ihn nicht hinrichten zu lassen. Aber die Zeit war gekommen, für die Auferstehung. Dazu musste er da durch. Golgatha.

      Er musste – unerschütterlich, gelassen – alles geschehen lassen, um da hin zu kommen. Das ist auch der Stoizismus der griechisch-römischen Philosophie. Und Israel war römische Provinz. Um das Gesetz zu erfüllen, musste er nicht nur den mosaischen Gesetzen vollkommen treu sein („Glaube“ kommt von – meint – vertrauen und Treue geloben), wie keiner vor ihm und keiner nach ihm, sondern er musste auch das Leid und den Tod mit anderen Augen sehen.

      Aus der jüdischen Religiosität ist er zwar hervorgegangen, seine Ausbildung muss dann aber weiter gegangen sein. Jesus ist schon Europäer. Von Athen nach Berlin sind es etwa 1800 km Luftlinie. Von Jerusalem nach Athen sind es nur etwa 1300 km, auf dem schnellen Wasserweg.

      „Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden.“ – Papst Benedikt XVI. (Rede im Bundestag, 2011)

      „Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen.“ (Theodor Heuss, 1956)

      Jesus selbst – seine Persönlichkeit und was er sagt – beinhaltet schon die Synthese aus diesen drei Geisteswelten. Kann nicht auf bloß eine zurückgeführt werden. Deswegen ist es auch so schwer zu verstehen, so schwer zu entschlüsseln. Man muss auch das Andere denken. Oder für den anderen mitdenken. Was Kant genau erwähnt. Aber wer kennt schon Kant?

      Früher war der mal bekannt – der Kant. Aber heute. Man kann daran erkennen, am Heute, dass eine natürliche Entwicklung „dialektisch“ vereitelt wurde. Kann – wird – dieser Faden wieder aufgenommen werden?

    • Und wie ging es dann weiter mit dem Abendland?

      Auch die Germanen haben die Herausforderung der Entschlüsselung dieser Synthese (Jerusalem, Athen, Rom) angenommen. Und daraus ist der Deutsche Geist entstanden.

      Ziemlich am Anfang dieser Entwicklung steht – im 13. Jhd. – Meister Eckehart mit seinen „Deutschen Predigten“.

      „Neben der Rezeption in der Gelehrtenwelt lebte Eckharts Andenken auch im Volk weiter. Erzählungen und Anekdoten aus seinem Leben – teils in Gesprächsform – wurden im Laienpublikum verbreitet („Eckhartlegenden“). Für seine Bewunderer wurde er zum „weisen Meister“, zum Muster eines geistlichen Lehrers und leuchtenden Vorbild. […] Einerseits wirkte der Häresievorwurf abschreckend, andererseits trug Eckharts Konflikt mit der kirchlichen Hierarchie dazu bei, dass sich kirchenkritisch gesinnte Laienkreise auf ihn beriefen.“

      „Die Bestrebungen dieser rebellischen Strömung werden in der modernen Forschung unter der Bezeichnung „antihierarchische Tendenzen“ zusammengefasst. Aus der Perspektive der antihierarchisch Gesinnten erscheint Eckhart als Freund und Förderer der einfachen Leute, der theologisch ungebildeten Laien, die sich gegen Bevormundung durch die Theologen zur Wehr setzen und dem Klerus Reichtum und Verweltlichung vorwerfen.“

      „[Meister Eckhart] leistete … einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung der deutschen philosophischen Fachsprache. Sein Hauptanliegen war die Verbreitung von Grundsätzen für eine konsequent spirituelle Lebenspraxis im Alltag.“

      – aus: Meister Eckhart (wiki, 10. April 2019 – 20:09 Uhr)

      – – –

      „[Der Dummbabbler] Schopenhauer meinte, Eckhart habe „wundervoll tiefe und richtige Erkenntniß“ besessen, DOCH HABE ER (<- übler Rhetorik-Trick) sie nur schlecht mitteilen können, denn er sei genötigt gewesen (<- "genötigt", alles klar, Schopenhauer), seine Gedanken „in die Sprache und Mythologie des Christenthums zu übersetzen“."

      Hatte Schopenhauer – davon abgesehen, dass FALSCH ist, was er hier erzählt – ein Problem mit Mythologie oder mit dem Christentum? Warum ist er dann nicht – zusammen mit seinem Pudel Atman – nach Indien abgezischt? … Weil er den Auftrag hatte, Maya zu produzieren.

      "Maya (Sanskrit: māyā „Illusion, Zauberei“) … verkörpert … einen Zustand der geistigen Verblendung …" – aus: Maya (wiki, 11. Juli 2016 – 17:08 Uhr)

      Daher rührte sein INTERESSE an indischer Religion und Philosophie. Diese "Erkenntnis" dient der Maya-Produktion. Verhehltes Vorbild ist das indische Kastensystem.

      „Die Welt ist MEINE Vorstellung…“ (WWV, 1819) ist Selbstaussage der Sklavenhalterkaste (oder ihrer Spitze). Das – ist – die Matrix.

      – – –

      „[Der große deutsche Denker] Hegel DAGEGEN schätzte den spätmittelalterlichen Denker und betrachtete ihn als Geistesverwandten.“ – aus: Meister Eckhart, s. o.

      B o o m !

      „Hegel profitierte viel von dem intellektuellen Austausch mit seinen später berühmten (zeitweiligen) Zimmergenossen Hölderlin und Schelling. Durch Hölderlin begeisterte er sich für Schiller und die alten Griechen, während die pseudo-kantianische Theologie seiner Lehrer ihn mehr und mehr abstieß. Schelling teilte diese Ideen. Sie alle protestierten gegen die politischen und kirchlichen Zustände in ihrem Heimatstaat und formulierten neue Prinzipien von Vernunft und Freiheit.“

      – aus: Georg Wilhelm Friedrich Hegel (wiki, 5. April 2019 – 21:23 Uhr)

  4. Nicht der Gekreuzigte ist ekelhaft, sondern die, die ihn auch heute noch – oder wieder – verhöhnen…

    Aber sie werden ihre gerechte Strafe dafür erhalten. Gott wird sich das nicht ewig anschauen.

    Leider hat er uns für eine Weile alleine gelassen. Das wird sich aber wieder ändern.
    So sehe ich das.

    • Nicht Gott hat uns verlassen, sondern wir ihn. So ist es auch in der Bibel prophezeit. Das satanische Wirken wird ja immer offensichtlicher. Die natürliche (göttliche) Ordnung ist bis zur Unkenntlichkeit verdreht und pervertiert.
      Hauptbestandteile der Chemtrails sind Aluminium (Al) und Barium (Ba) plus wechselnde Zusätze. Al und Ba ergeben Baal = Satan. Er vergiftet nicht nur unseren Körper, sondern auch unseren Geist.

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