Familien am Existenzminimum: Arm durch Ökologismus und Sozialismus

Ramin Peymani

Symbolfoto: Von New Africa/Shutterstock

Das Armutsrisiko für Familien wächst. Mit einem besorgten Hilferuf wendeten sich der Familienbund der Katholiken und der Deutsche Familienverband am Wochenende an die Öffentlichkeit. Vor allem wegen der immer größeren Belastung durch Steuern und Abgaben gerieten Familien mit mehreren Kindern zunehmend in finanzielle Nöte, so die Verbände. Selbst Jahresbruttoeinkommen von 50.000 Euro reichten heute gerade noch aus, um sich über Wasser zu halten. Nun gibt es viele Gründe dafür, warum Familien mit dem Geld nicht hinkommen.

Ein Aspekt dürften die immer höheren Ansprüche des Nachwuchses an die Ausstattung mit Handys, Markenklamotten und Unterhaltungs-Abos sein. Aber auch die fehlende Preissensitivität der Eltern beim Einkaufen, bei der Wahl der Bankverbindung oder beim Abschluss von Verträgen spielt eine Rolle. Und die sprichwörtliche Liebe der Deutschen zu ihren Versicherungen, von denen die Mehrheit viel zu viele besitzt, reißt Monat für Monat zusätzliche Löcher in die Haushaltskasse. Ebenso scheuen immer noch Millionen davor zurück, regelmäßig den Stromanbieter zu wechseln, oder halten es für unnütze Mühe, im Falle auslaufender Abonnements im Internet nach kostengünstigeren Optionen zu suchen. Es macht ja auch viel mehr Spaß, online nach vermeintlichen Modeschnäppchen zu stöbern. Dass die Politik den Menschen in Deutschland immer mehr wegnimmt und dass dies vor allem Familien mit Kindern zu schaffen macht, darf aber dennoch als Tatsache gelten. Nach den Berechnungen der Verbände liegt schon eine Familie mit zwei Kindern und 35.000 Euro Bruttolohn unterhalb des gesetzlichen Existenzminimums.

Statt der Forderung nach weiteren Entlastungen für Familien hätte man sich eine deutlichere Kritik an der Gier des Staates gewünscht

Zwar verbleiben nach Abzug von Steuern und Abgaben sowie unter Hinzurechnung des Kindergeldes netto fast 30.800 Euro, doch gilt für Erwachsene ein steuerfreies Existenzminimum von 9.168 Euro, für Kinder eines von 7.620 Euro. Saldiert man die Zahlen, so verbleibt am Ende ein jährliches Minus von mehr als 2.700 Euro. Die vierköpfige Familie lebt also Monat für Monat rund 230 Euro unterhalb des Existenzminimums, das der Staat seinen Bürgern zugesteht. So richtig die Kritik der Verbände an den immer weiter steigenden Steuern und Abgaben ist, muss man allerdings einwerfen, dass 30.000 Euro netto im Jahr trotzdem zum Leben reichen sollten – auch mit zwei Kindern. Der Hauptgrund für das immer deutlichere Unterschreiten des gesetzlichen Existenzminimums liegt außerdem in dessen jährlicher Anhebung. Um rund 2% ist der Freibetrag seit 2015 jedes Jahr gestiegen – deutlich stärker als die Inflation. Insofern ist die Lobbyarbeit der Familienverbände zwar ehrenwert, aber am falschen Ende aufgehängt. Statt der Forderung nach weiteren Entlastungen für Familien und der Anpassung des Existenzminimums für Kinder an das Niveau der Erwachsenen hätte man sich eine deutlichere Kritik an der Gier des Staates gewünscht. Denn nicht etwa die festgelegten Beträge zum Bestreiten des eigenen Lebensunterhalts sind das Problem, sondern unnötig hohe Kosten für die Finanzierung eines gefräßigen Parteienstaats, der Milliardensummen für Klientelpolitik zum Fenster rauswirft und unter dem Deckmantel des Umwelt- und Klimaschutzes die ideologisch motivierte Verteuerung aller Lebensbereiche vorantreibt.

Das Herrschaftsinstrument der Schaffung Abhängiger funktioniert in keiner Staatsform erfolgreicher als in der Demokratie

Und auch das wirkliche Kernproblem benennen die Verbände nicht: Der Parteienstaat schröpft seine Bürger immer weiter, um ihnen dann auf allerlei Wegen gerade so viel an „Almosen“ zurückzugeben, dass sie irgendwie über die Runden kommen. Was unter dem Begriff der „Teilhabe“ schöngeredet wird, ist nichts weiter als der politische Plan, den Kreis der Alimentierten fortlaufend zu erweitern. Und der Plan geht auf: Wer vom Wohlwollen der Parteien abhängt, wer auf die Unterstützung durch die Regierenden angewiesen ist, wird seinen „Wohltätern“ an der Wahlurne seine Stimme schenken. Es gibt kein wirkungsvolleres Herrschaftsinstrument als die Schaffung Abhängiger. Das uralte Rezept funktioniert in keiner Staatsform erfolgreicher als in der Demokratie. Auf Besserung braucht daher niemand zu hoffen. Deutschland ist – ganz im Gegenteil – auf dem Weg, das Alimentierungsprinzip zu perfektionieren. Familien sind für die Berufspolitik dabei eine leichte Beute – nicht nur wegen ihres Konsumverhaltens, sondern auch, weil Eltern sich leichtgläubig einreden lassen, steigende Steuern und Abgaben wären notwendig, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern. Doch nicht etwa Investitionen in Bildung und Technologie haben Priorität, sondern die Verbesserung der fünften Nachkommastelle in der CO2-Konzentration. Ja, das Armutsrisiko für Familien wächst – doch daran tragen nicht zuletzt die Betroffenen selbst die Schuld, weil sie grünen und linken Ideologen so leicht auf den Leim gehen. Wer Ökologismus und Sozialismus wählt, verschlechtert heute seinen Lebensstandard und gefährdet den seiner Nachkommen. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen das nicht verstehen.

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21 Kommentare

  1. Die genannten Einkommen von 50.000.- und 35.000.- wo her hat dieser Schreiber seine Zahlen.?
    Also wenn eine Familie in geordneten Verhältnissen lebt und eine „normale “ Wohnung hat kann sie schon damit leben, Luxus-Klamotten und teure digitale Geräte muß man nicht haben, und was das Essen betrifft, der Elternteil der Haushalt macht muß eben kochen und werkeln.
    soll der Staat denn eine „Haushaltshilfe“ stellen ??
    Und das wechseln von Anbieterverträgen bringt es auch nicht, die gelten nur 1 Jahr, wer das mit macht muß ja richtig Buchführen , das ist für Normalverbraucher ein Frust.
    Es stimmt die Steuern und Abgaben sind hier in DE zu hoch, es ist eben eine Kleptokratie und keinen Demokratie. Aber so weit ich weiß wurden diese Schrottpolitiker gewählt.

  2. Deutsche Kinder gehen mit Hunger in die Schule und Asylanten wird das Essen von Gutmenschen hoch getragen, wahrscheinlich sind sie so geschafft von den Unsummen die sie in die Heimat schicken

  3. Dazu gab es bestimmt stundenlange Sondersendungen im Staatsfunk über das Versagen der deutschen Regierung – Ironie off

  4. Hört mir doch auf mit den immer grösseren Ansprüchen der Heranwachsenden – das ist so alt wie die Welt.
    Ihr wisst doch alle woran es liegt und wo der Fisch sonst noch stinkt.
    Und was Frau N. angeht so kann man der langjährigen JusoTante doch die Machtgeilheit geradezu ansehen wie der Geifer an den Mundwinkeln herausschwappt. Ekelhaft!
    Wehner, Brandt, Schmidt und viele andere große rote würden sich im Grab umdrehen wenn sie das sehen könnten.
    Was mich aber wirklich betroffen macht ist der Aufschwung der grünen – das kann und darf doch nicht sein.
    Deren Politik hat uns das alles eingebrockt! Wer wählt die denn bloß?

    • Die werden von den Gutmenschen und den sogenannten „Feministinnen“ und Schulverweigerern gewählt, leider.

    • Ich bin doch auch Feminist und finde hübsche nackte Weiber echt geil – die Grünen würde ich aber trotzdem niemals wählen.
      Allein wegen Doofreimer, Dönitz-Exner und fatwart absolut nicht wählbar was die so an ihre Spitze bringen.

  5. 360 000 pro Jahr hätte ich gerne. Dafür muss ich ungebildet sein, 4 Frauen haben und 23 Kinder in die Welt setzen. Achso, vorher noch ins Bräunungsstudio, dann sehe ich irgendwie glaubwürdiger aus.
    Sorry für meinen Zynismus, aber ich kriege langsam die Krise, wenn ich sehe, wie Ausländer großzügig alimentiert werden und deutsche Familien langsam finanziell mehr und mehr stranguliert werden!

    • Dazu kommt noch die eigentlich illegale Polygamie, die aber kreativ gelöst wird.
      Ehefrauen 2-4 werden eigenständige Bedarfsgemeinschaften und gelten somit als „Alleinerziehende“ und bekommen noch mehr in den Popo geblasen, denn es werden 4 x Erstausstattung für Wohnungen und viele Babies gezahlt, dazu kommt der „Alleinerziehendenzuschlag“. Ein Blick in eine beliebige Unterhaltsvorschußstelle einer Stadt öffnet Augen.

      Diese Weiber müssen auch nie beim Jobcenter vortanzen, wenn die deutsche Alleinerziehende den Namen des Vaters verweigert, wird eine Beischlafliste verlangt (leider kein Scherz) und jeder Job muss angenommen werden.

      Diese Weiber erwirtschaften ab 5 Kindern Rentenansprüche, auf der destatis-Seite ist das schon nachzulesen (Suchwort „Grundsicherung“), wieviele syrische, iranische, usw. Grusi-Empfänger es jetzt schon gibt.

  6. Familienbund der Katholiken und der Deutsche Familienverband wendeten sich am Wochenende an die Öffentlichkeit: Wer 40 Milliarden Euro im Jahr für “ Flüchtlinge “
    investiert, wird doch wohl irgend etwas für seine eigenen Untertanen übrig haben.
    Dieses gilt auch für die beiden Konfessionen dieser Kirchen im Lande.

    • Ist zwar logisch, aber die Angestellten der Kirchen, die Pfarrer, die Kita-Mitarbeiter werden eben nicht aus den Kirchensteuermitteln bezahlt, sondern aus Steuermitteln.

      Es gibt ein gutes Buch darüber „Gott hat hohe Nebenkosten“, von Eva Müller.

      Aber ich bin auch vor über 30 Jahren aus der Kirche ausgetreten.

  7. Wenn ich schon höre oder lese, weil man den Stromanbieter nicht wechselt, kommt mir die Galle hoch. Wer hat ständig Lust dazu, darauf zu achten, irgendwelche Fristen einzuhalten usw. Mir ist die Lust an Wochenende hin und her springer Reihen vergangen. Im Grunde hat man nur Ärger und vielleicht 100€ Ersparnis gehabt. Für mich sind solche Vorschläge nur Ablenkung von den tatsächlichen Ursachen. Wir alle wissen, daß durch den Öko- und Klimawahn, die Energiekosten weiter steigen und weiter steigen und hinzukommen wird eine CO2 Zwangsabgabe. Wir haben dieses Jahr bedeutend weniger Strom verbraucht, doch bezahlen tun wir mehr als vorher. Auch die Meinung, man habe viele und unnütze Versicherungen, lasse ich nicht gelten. Denn wer mit dem Geld rechnen muss wird kein Geld haben um unnütze Versicherungen abzuschließen. Hochwasser, Sturm und andere Ereignisse erbrachten die Kenntnisse, daß viele nichtmal die notwendigsten Versicherungen hatten, wie Hausrat oder Wohngebäude. Vor allem Rentner und junge Familien. Nein es ist die Politik der Blockparteien die dieses Elend verursachen und Deutschland liegt nicht umsonst in den Top Fünf der Staaten, die ihre Leute am meisten ausbeutet.

    • Volle Zustimmung!
      Meine letzte Stromrechnung :
      Gesamtkosten: 1250€
      Energieeinkauf, Vertrieb, Service: 330,55 €
      Nur auf diese 330.55€ hat der Anbieter Einfluss. Der Rest besteht aus Steuern, Abgaben und Umlagen.
      Der größte Anteil an den Umlagen ist die EEG mit fast 300 Euro, also die berühmte Kugel Eis pro Tag.

    • Stimmt da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Bei meinem Strom,-und Gasanbieter habe ich einen kostengünstigen 5Jahresvetrag, Treueprämie. Und Versicherungen nur welche man auch braucht. Aber allgemein ist der Lebensunterhalt in den letzten Jahren mitunter auch des Euros ganz schön gestiegen.

  8. Selber Schuld, die Welt ist groß. Es gibt noch viele Länder die auf Deutsche, welche was können, warten. Geschwätzwissenschaftler und andere Nichtsnutze, haben aber alle Länder selber genug.

  9. Und die lieben Kleinen schwänzen Freitag die Schule, damit die Eltern noch zusätzlich mit CO2 Steuern belastet werden.
    Die Millionen von Flüchtlingen kann sich der Staat auch nur leisten, indem er die Steuer denjenigen abnimmt, der arbeiten geht. Auch da gehen viele Unterstützer auf die Straße und schreien „ Refugiés Welcome „. Das kostet nun mal. Und trotzdem werden die Altparteien, die für die Misere verantwortlich sind immer wieder gewählt. Warum eigentlich?

    • Weil Gutmenschen nützliche Idioten sind! Hier geht es nicht wirklich um menschliche Anteilnahme, sondern das Ausnutzen menschlicher Anteilnahme. Der Gutmensch ist halt genau der richtige Idiot, der nichts begreift! Was hier abgeht, ist ein gewollter, brutaler Bevölkerungsaustausch. Diese Bosheit ist so gewaltig, daß das für die meisten Menschen einfach eine Nummer zu groß ist, um zu begreifen!

  10. Der Tiefe Grund für diese Problematik ist der Zinseszins! In jedem Produkt das wir kaufen stecken die Schulden und Zinsen der gesamten Herstellungskette. Alle haben Schulden und zahlen Zinsen, die sie auf das Produkt umlegen. Der Anteil der Schuldlast soll mittlerweile zwischen 30 und 50% liegen. Kaufe ich einen Joghurtbecher für 1 Euro, sind 50% davon nur Zinsen für die Schulden die der Landwirt, die Molkerei, die Spedition usw aufgenommen haben.

    • Was spielt das in diesem Zusammenhang für eine Rolle? Üppige Alimentierungen für Migranten und ärmer werdende deutsche Familien passen einfach zusammen!
      Hier im meiner Region fahren Migrantenfamilien Autos im oberen Mittelklassebereich. Sprechen kaum oder gar nicht deutsch und man sieht ihnen an ihrem Verhalten an, daß sie garantiert noch keine drei Monate in Deutschland sind. Sie laufen herum wie staunende Kinder im Schlaraffenland. Wie machen die den Führerschein?

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