Polen: Nein zum Euro

Jaroslaw Kaczynski (Bild: Screenshot)
Jaroslaw Kaczynski (Bild: Screenshot)

Polen – Nein, Danke! Polen erteilt dem Euro eine klare Absage. Polen will die Einheitswährung erst dann übernehmen, wenn es annähernd Deutschlands Wirtschaftskraft erreicht hat.

Polen verpflichtete sich 2004, wie andere EU-Länder auch, die Einheitswährung Euro irgendwann einzuführen. In der nächsten Zeit werde das aber sicher nicht passieren, erklärte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und Parteichef Jaroslaw Kaczynski auf einer Regionalkonferenz der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) im ostpolnischen Lublin. Die nationale Währung, den Zloty halte man aktuell für vorteilhafter, als den Beitritt zur Eurozone, berichtet unter anderem n-tv.

Das Transformationsland Polen verdanke sein im Vergleich zu den meisten anderen EU-Ländern deutlich höheres Wirtschaftswachstum auch der Unabhängigkeit, die ihm die eigene Währung Zloty gebe, betonten die beiden nationalkonservativen Politiker. Gedanken über einen Beitritt werde man sich dann machen, wenn das Land wirtschaftlich so stark wie Deutschland ist.

Nachdem Deutschland sich in einer rasanten Geschwindigkeit wirtschaftlich wie gesellschaftlich selbst demontiert, könnte dass dann doch schneller passieren, als von Polens Regierenden gedacht. (SB)

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13 Kommentare

  1. Polen ist die europäische (deutsche) Grenze zu Russland… und das ist auch ganz genauso gewollt.

  2. Polen will die Einheitswährung erst dann übernehmen, wenn es annähernd Deutschlands Wirtschaftskraft erreicht hat.

    na , dann kann es ja nicht mehr lange dauern … die Regierung und die etablierten Partei tun ja schon viel dafür … sind gerade dabei ,die Wirtschaft plattzumachen *lol* ..

  3. „Nachdem Deutschland sich in einer rasanten Geschwindigkeit
    wirtschaftlich wie gesellschaftlich selbst demontiert, könnte dass dann
    doch schneller passieren, als von Polens Regierenden gedacht.“

    Irrtum – denn Polens Wirtschaft ist von Deutschland sehr stark abhängig. Wenn Deutschland hustet, ist Polen schon fast tot. Aber das will so ein großspuriger Nationalist, der von einem von der Elbe bis zum Ural reichenden Großpolnischen Reich träumt, nicht wissen.

    • Es gab sogar mal eine perverse „Gesellschaft für eine gemeinsame Grenze von Polen und Frankreich“, irgendein antideutscher Spinner – Verein; leider findet man im Netz nichts mehr darüber. (Jedenfalls habe ich nichts mehr gefunden)

    • Naja, Sie übertreiben ein bißchen. Zwar ist „Enterich“ Kaczynski ein chauvinistischer Nationalist wie er im Buche steht, aber der Traum vom Großreich in den von Ihnen genannten Grenzen hat sich wohl ausgeträumt. Außerdem würde es ihm an Gefolgschaft fehlen. Die meisten Polen sind zwar nationalistisch und patriotisch, aber nicht (mehr) größenwahnsinnig. Und mit dem Deutschenhaß ist erst recht kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Glauben Sie mir, ich kenne das Land seit 22 Jahren ganz genau, mache mit Polen zusammen Reenactment – Shows und verbringe dort meine gesamte Freizeit, nicht als abgehobener Tourist, sondern mitten „unter dem Volk“. Nur mit der Sprache will’s nicht so recht flüssig gehen…

    • Ich habe viele Jahre in Polen ein Großunternehmen geleitet und kann mich gut in Polnisch verständigen. Ich weiß genau wovon ich rede! Kaczynski „Kaczka“ steht gottseidank für eine aussterbende Generation von Polen, die aber immer noch in völliger Selbstüberschätzung lebt. Allerdings findet seine Einstellung auch Deutschland gegenüber ziemlich breite Zustimmung.

    • Da haben Sie völlig recht. Die jungen und jüngeren Leute denken völlig anders. Ich bin überhaupt in all den Jahren nur ein einziges Mal einem wirklichen antideutschen Ressentiment begegnet, noch dazu von Seiten einer vollkommen unmaßgeblichen Person; es war ein versoffener Straßenpenner, der mir in Stargard (Pommern) einen Hühnerschenkel nachwarf und auf Polnisch ungefähr rief, ich deutscher Hund solle das fressen. Die anderen Leute auf der Straße schauten entsetzt; in ihren Mienen las man: „Hoffentlich versteht der Deutsche das nicht!“

    • Da haben Sie völlig recht. Die jungen und jüngeren Leute denken völlig anders. Ich bin überhaupt in all den Jahren nur ein einziges Mal einem wirklichen antideutschen Ressentiment begegnet, noch dazu von Seiten einer vollkommen unmaßgeblichen Person; es war ein versoffener Straßenpenner, der mir in Stargard (Pommern) einen Hühnerschenkel nachwarf und auf Polnisch ungefähr rief, ich deutscher Hund solle das fressen. Die anderen Leute auf der Straße schauten entsetzt; in ihren Mienen las man: „Hoffentlich versteht der Deutsche das nicht!“

  4. ich lache mich Schlapp ohne Deutsche Unternhemen hätte Polen keine Arbeit bis Sie Duetschland Wirtschafts Kraft erreicht hat. Ihr Polen solltet erstmal Gradlinig werden

  5. Euro ist für kein Land gut selbst für Deutschland nicht. Für uns ist Euro zu schwach. Das ist eine Währung, die jeden Tag, jede Stunde gerettet wird.

    Eine Währung, die ständig gerettet werden muß, ist keine Währung.

  6. Bei der Deindustrialisierungspolitik der Merkelregierung mit Zustimmung der
    Blockparteien wäre ein faktisches Argument gegen den Euro für die
    polnische Regierung sinnvoller gewesen.
    Zumal das MHD des Euro bereits abgelaufen ist und dieser nur künstlich
    am Leben erhalten wird.
    Aber nicht mehr lange.

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