Konsequent: Von Storch beharrt auf Option eines deutschen EU-Austritts

Foto: Beatrix von Storch (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch hält die Option eines deutschen EU-Austritts für ein unverzichtbares Element im Europawahlkampf ihrer Partei. „Wir müssen die Möglichkeit eines Dexit in den Raum stellen, damit es zu Reformen kommt“, sagte von Storch der „Welt“ (Montagsausgabe). „Wir wollen Druck aufbauen, damit etwas passiert. Denn der gegenwärtige Zustand und die sich abzeichnenden Entwicklungen in der EU sind nicht im deutschen Interesse.“ Von Storch, die bis zu ihrem Einzug in den Bundestag 2017 dem Europaparlament angehört hatte, nannte es „unseriös, eine konkrete Zeitspanne zu nennen“, in der die von der AfD erhobenen Reformforderungen umgesetzt werden müssten, ehe die Partei einen sofortigen EU-Austritt fordere. „Klar ist, dass nicht alle Verträge innerhalb einer Legislaturperiode neu verhandelt werden können“, sagte von Storch, fügte aber hinzu: „Jetzt gibt es in der EU immer mehr, das uns Deutschen schadet. Warum sollen wir einer Organisation angehören, die Deutschland schadet?“ In der Brexit-Debatte plädierte von Storch dafür, dass Großbritannien die Union notfalls auch ohne Vereinbarung mit Brüssel verlassen sollte: „Wenn die Briten gehen wollen, dann sollen sie gehen dürfen. Wenn es dabei einen für beide Seiten vorteilhaften Deal gibt, ist das schön. Wenn es keinen Deal gibt, muss es wegen der demokratischen Entscheidung beim Referendum einen No-Deal-Brexit geben.“

Sie kritisierte das Beharren der EU darauf, dass Großbritannien im Falle einer Nichteinigung in einer Zollunion mit der EU bleiben solle, damit es keine Zoll-Grenze zwischen dem EU-Staat Irland und dem britischen Nordirland gibt. „Eine Zollunion im Backstop-Fall“, so von Storch, „wäre für die Briten eine Beschränkung ihrer Freiheit, Handelsabkommen mit Drittstaaten zu schließen. Deshalb muss man jetzt nach anderen Lösungen suchen.“

Hierzu aber sei die EU nicht bereit: „Die EU will nicht, dass der Brexit zu einem Erfolg wird, sondern will unter Inkaufnahme von Nachteilen für die Kontinentaleuropäer ein Exempel statuieren, damit kein anderes Land auf die Idee kommt, ebenfalls auszutreten.“ Weil die EU „die Briten nicht gehen lassen“ wolle, werde für London der Brexit „so schwer wie möglich gemacht“. In der AfD-internen Diskussion über Parteimitglieder mit rechtsextremen Tendenzen forderte von Storch eine deutliche Distanzierung von solchen Kräften. „Ich will, dass die Abgrenzung von Extremisten in der AfD klar artikuliert wird“, sagte die stellvertretende Berliner AfD-Landesvorsitzende. „Wir sind uns bewusst, dass es da jenseits der zwei großen Strömungen in der AfD einen Narrensaum gibt“, gab von Storch zu. Dieser sei aber „nicht so groß, wie manchmal in den Medien zu lesen“ sei, und habe „keinen Einfluss auf die Partei“. Bei der Abgrenzung sei die AfD „auf einem guten Weg“ und werde „noch bestehende Probleme lösen“. (Quelle: dts)

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33 Kommentare

  1. In erster Linie schadet uns Ureinwohner Deutschlands diese derzeitige Regierung. Sie muß durch Druck der Strasse endlich entmachtet werden, damit wir Bürger wieder normal Leben können.

    • Es ist nicht schwer eine Millionen Deutsche auf die Straße zu bringen,denn die würden schon reichen!
      Das Problem sind nur fehlende und Mutige Brauereien die Freibier zur Verfügung stellen damit es auch klappt!

      Lach oh lach

  2. Es gibt einen Haufen guter Gründe, warum ich für die AfD eintrete. Frau von Storch bestätigt mir immer wieder, daß ich damit richtig liege!
    Dexit, um die Demokratie, die Deutsche Wirtschaft und den Frieden auf dem Kontinent zu retten, ist eine vernünftige Option!

  3. Ich bin der Meinung, dass es Deutschland nach einem EU-Austritt besser gehen würde. Aber genau deshalb werden bestimmte Kreise alles tun um einen solchen zu verhindern.

    • Es sind die Kreise die den höchsten Profit einstreichen.
      Die Hochfinanz und die Großkonzerne.

      Denken wir doch einmal richtig. In der Eurozone gibt es keinen Zoll mehr, also hätten die Prodikte günstiger werden müssen…………….und sind sie günstiger geworden oder etwa teurer?

      Es ginge allen besser wenn die EU auf den Müllhaufen der Geschichte landen würde. Aber ein EU „Politiker“ egal welcher Farbe hat doch kein interesse daran. Sonst gingen ihm doch die 20 000€ Grundischerung flöten.

    • Natürlich würde es D besser gehen. Und vor allen Dingen müßten die Länder ihre Waren wieder mit eigenem Geld bezahlen.

  4. Beharrt (also nicht „behaart“) klingt ein wenig tendenziös. Verweist klingt besser und das ist es ja auch, also nur eine Option!
    Das stellt die Presse gerne anders dar. Dabei was bleibt denn noch wenn Europa nur noch dazu benutzt wird die deutsche Wirtschaft und Bevölkerung zu schädigen. Erst heute wieder hat unsere? Bundesregierung einer neuen Verschärfung des Urheberrechtes zugestimmt. Wer will britische Verhältnisse?

    • Ja!!! Behaaren ist tatsächlich etwas behaart. Ich korrigiere das mal. Aber wie man sieht hat das Verschreiben für Belustigung gesorgt. Auch was. 😉

  5. Die Frau hat Recht! Ganz klar, dass auch in die AfD U-Boote eingeschleust wurden, sogar bis in die bayerische Fraktionsführung hinein. Auch einige bekloppte extreme Rechtsausleger sind auf U-Bootstatus, gesandt von Linksfaschisten, zu prüfen und rauszuschmeißen. Die staatlich finanzierten Linksfaschisten setzen alle Mittel ein – auch das der Einschleusung falscher Fuffziger, die die Partei diskreditieren sollen.

  6. Die AfD muß regieren, wenn in diesem Land noch etwas zu retten sein soll. Jahrzehnte Zeit wird dazu nicht bleiben und einen Narrensaum kann man sich einfach aus Verantwortung vor dem Land nicht leisten.

  7. Alles in der EU wurde mit Bürgergeld erkauft zum wohle der Hochfinaz und der Großkonzerne.

    Aber Raffgier zerstört früher oder später alles.

  8. Abgrenzung eine Schande? Echt jetzt?
    Wir grenezen uns Tag täglich ab…………also treiben wir ein schändliches Leben.

    • Kaiser, typisch Grün.
      .
      Wo sehen Sie das Problem bei der Pegida?
      Wo bei den Identitären?
      .
      Ich sehe bei Ihnen ein Problem.
      Sind Sie ein U-Boot?

    • Da ist schon was dran. Der FPÖ etwa wird es womöglich Stimmen kosten, dass sie sich von der IBÖ abgegrenzt hat und Strache gar nicht genug gegen Martin hetzen kann.

    • Ob es klug ist was Sie vorschlagen?
      Ich denke nicht.
      1. die bürgerliche Bewegung kann dann nicht mehr wie sie soll und will.
      2. die Parteien unterliegen einem Parteiengesetz, das grenzt ein
      3. Wenn die AfD das machen soll dann müsste sie sich offen zu einer Revolution bekennen.

      Vergessen Sie nicht die AfD ist eine Systempartei wie die anderen auch. sie strebt den Zustand der Bonner Republik an.

      PS, die Montagsdemo wurde von der MLPD/IGM usw. infiltriert. Damit wurde sie Zahn und Kraftlos. Ich bin der Meinung die Demos sollten von den Parteien einfordern ohne Politische korrektheit und ohne Partei als Bremsklotz

    • Herr Kaiser, es dürfte uns allen klar sein, daß das Wahlverhalten der Deutschen die AfD in eine Zwickmühle bringt, denn einerseits nörgeln alle oder schweigen feige, andererseits sind sie nicht bereit radikale Thesen (unabhängig von ihrer Wahrheit) zu wählen.
      Die AfD wird also nur 30% u. mehr auf sich vereinigen können, wenn sie nicht zu extrem wird.
      Selbst Pegida oder die Identitären als Bewegungen achten ja darauf, nicht bspw. Gewaltbefürworter anzufüttern.

    • Mit keinem Wort hat Frau Storch, was Sie schreiben,benannt.
      Rechtsradikal sind bei Frau Storch unter Garantie implantierte Neo-Nazis,aber auch implantierte Linksfaschisten um die AFD zu zerlegen.
      Da stehe ich voll und ganz ( Frau Storch) an ihrer Seite.

  9. Ich verstehe das schlechte Gerede über die EU und den Euro nicht. In einer eigens dafür durchgeführten Volksabstimmung haben sich über 80% der Wähler für die Mitgliedschaft in der EU und für die Abschaffung der DM ausgesprochen. Demokratischer wurde eine Einheitswährung noch nie eingeführt. Ironie aus

  10. Eine Schande ist unsere Regierung, die AFD ist nicht perfekt, aber wer ist das schon. Wenn man permanent angegriffen wird, psychisch und physisch, dann zerrt das an den Nerven. Folgen sind erhöhte Fehlerquoten und falsche Entscheidungen. Nicht jeder ist ein Kämpfer in der AFD.

  11. Bei einer Online-Umfrage der Mitglieder votierte die Mehrheit für einen Dexit wenn es nicht möglich ist die EU von innen her zu reformieren. Dieses ist damit beschlossene Sache an der es nicht mehr zu ändern geht — Demokratie nennt man das.

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