Selten so gelacht: Antifa als Erben von Franz Josef Strauß

Foto: Collage

Mannheim – Eine besondere Posse ist dieser Tage auf der Facebookseite der „Kurfürstlichen Kurpfälzischen Antifa“ (KKA) aufgetaucht. Die „Nichtregierungsorganisation“, die regelmäßig gegen das Frauenbündnis Kandel in Kompaniestärke aufmarschiert, um gegen Merkel-Regimekritiker in Stellung zu gehen und dabei die Rheinland-Pfälzische Bereitschaftspolizei auf Trab zu halten, hat nun die Antifa Franz Josef Strauß als geistigen Urgroßvater entdeckt und ein Plakat geteilt, dass die AfD als treue Genossen Stalins zeigt. Das Original von 1953 ist ein Wahlplakat der 1953 rechtskonservativen CSU unter Franz Josef Strauß, die aus der Feinschaft zu Russland nie einen Hehl machte.   

Vielen Dank für diesen historisch genialen Klimmzug könnte man sagen, denn nun steht die AfD nicht mehr in der Nazi-Ecke, sondern marschiert unter der siegreichen roten Fahne von Väterchen Stalin, der ja wie zu mindestens Halbgebildete wissen, Deutschland vom Hitlerfaschismus befreit hat. Also ist die AfD gar nicht rechts sondern, sondern stramm links. Dann ist aber wiederum möglicherweise die Antifa rechts oder zumindest rechtskonservativ, denn das Plakat, ein Wahlplakat der CSU von 1953 fällt mitten in die Ära von Franz Josef Strauß, der rechten Hassfigur aller Linken. Strauß gehörte bereits 1949 dem „Bonndestag“ an und ist eine Symbolfigur für den „Revanchismus“ und Beginn des „kalten Krieges“ während der Nachkriegszeit. Strauß ist Vater der „Atomenergie-Politik“ und als erster Verteidigungsminister natürlich Vater der Bundeswehr und Aufrüstung. Auch seine Beziehungen zu alten Kameraden waren vorbildlich: „1958 holte er Eberhard Taubert (1907–1976), der ein hoher Funktionär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda gewesen war und das Drehbuch zu dem antisemitischen Hetzfilm „Der ewige Jude“ geschrieben hatte, als Berater für sein neu eingerichtetes Referat „Psychologische Kampfführung“.“ (WIKIPEDIA)

Also eine perfekte Leitfigur für eine paramilitärische Organisation wie die Antifa. Das Plakat ist mit Hinweis „Lieber Antifa als Putin“ überschrieben und darunter steht: „Wir versuchen mal, die christ-konservative Zielgruppe zu erreichen, was meint ihr?“

Alles nur Satire? Keineswegs. Als Sturmtruppen von Merkel hat die Antifa in Kandel bereits mehrmals versucht, an die CDU anzudocken. Als sich zwei CDU-Politiker aus Kandel weigerten, mit den „Linksradikalen“ zusammen gegen das Frauenbündnis aufzumarschieren, erstattete die KKA laut Pfalzexpress sogar Anzeige gegen die beiden Parteimitglieder. Lustiges Plakat – Ernster Hintergrund. Das Original stammt übrigens von der wohl gleichfalls rückwärtsgewandten „Königlich bayrischen Antifa“. Immerhin waren ja mal die Kurpfalz und das Königreich Bayern zu einem „Reich“ vereint. Augenscheinlich sehnt man sich wieder nach diesen Zeiten zurück. Wobei man eher den Anschein hat, beide wollen ein pfälzisches-bayrisches Kalifat erreichten. Das muss Putin umgehend verhindern. Daher, der wohl plötzlich aufflammende alte Russenhass. (KL)

 

 

 

 

 

 

Loading...

15 Kommentare

  1. Links ist dumm und Links bleibt dumm.
    Die Antifanten aus dem tiefen Süden brauchen dringend etwas Nachhilfe in deutscher Geschichte.

  2. Wahrscheinlich ist den spacken von der Antifa noch nicht aufgefallen dass sich das Märchen von Trump und Russland in Luft aufgelöst hat. Oder sie sind die letzten verbliebenen Spiegel Leser. Oder das wahrscheinlichste, sie sind einfach so dämlich wie sie aussehen…

  3. Am Mittwoch bin ich in der Bauzone der Hamburger HafenCity sowie auf dem Gelände der HafenCity-Universität auf zahlreiche Antifa- und sonstige linksdrehende Aufkleber auf Laternenpfählen, Mauern und Säulen gestoßen, unter anderem ein Aufkleber mit der Botschaft „siamo tutti antifascisti“, der „unterzeichnet“ war mit einem schwarz-grünen Zwei-Fahnen-Logo, um das statt „Antifaschistische Aktion“ diesmal stand: „Interessengemeinschaft Almans klatschen“! Deutlicher können diese Konsorten nicht zeigen, was sie wollen…
    By the way: Was ist denn eigentlich aus der im Artikel erwähnten Strafanzeige der Antifa gegen die beiden CDUler geworden?

  4. Hahahahaha! Die Antifanten haben einfach keine Bildung. Es blieb ihnen also nichts übrig als zur Antifa zu gehen. Wer will denn solche Leute sonst beschäftigen? Mit denen kann man doch nix anfangen.

  5. Über Franz-Josef STRAUSS lass ich nichts kommen! Ich bin Bayer und dieses Preussenvolk lebt jetzt von dem Geld, das durch seine Politik erst einmal erwirtschaftet werden musste! Der Flughafen München namens Franz-Josef STRAUSS funktioniert im Gegensatz zum BER! An was
    mag das wohl liegen? Am Länderfinanzausgleich ganz gewiss nicht! Ich bevorzuge „Psychologische Kriegsführung“ und nicht „Psychologische Kampfführung“!

    • FJS ist für mich nach wie vor die Lichtgestalt des politischen Konservatismus, obwohl ich aus dem tiefsten Preußen komme.

      Wäre er nur 20 oder 30 Jahre jünger gewesen, dann wäre DE heute kein links-grünes Shithole.

    • Die Antifa ist kein „preussisches“ Problem. Sie ist ein weltweites Phänomen. Ich wurde als Preusse in einem bürgerlichen Demokratieverständnis erzogen und bin auf die mir vermittelten Werte stolz. Also: Preusse ist nicht gleich Antifa.

  6. Tja da hilft nur eine Demonstration der Antifanten mit Kantholz vor dem Kreml gegen die russische Unterstützung der AFD. Die russische OMON Polizeitruppe wird die doch sicher mit Kaffee und Kuchen willkommen heißen.
    Ende der Satiere

    • Die deutschen Antifanten sind auch in Polen nicht willkommen und sitzen, wenn sie nicht spuren, ruckzuck wieder im Zug zurück nach Niemcy oder in einer richtigen Zelle ohne deutschen Komfort und ohne mitfühlende Zärtlichkeit.

  7. Stimmt, Franz Josef Strauß sprach oft über die Antifa und warnt immer über diese Terroristen,aber die CDU/CSU sind bekanntlich seit 14 Jahren taub.

    • Da war irgendwas mit Ratten und Schmeißfliegen, aber dafür würde der Franz-Josef ja heute eine Anzeige wegen Volksverhetzung bekommen.

Kommentare sind deaktiviert.