Freispruch in Kandel: „Blut an den Händen“ keine Beleidigung

Symbolfoto: Von Paradise studio/Shutterstock

Der Vorsitzende der AfD-Kreistagsfraktion in Kandel, Franz Siarsky, wurde am Dienstag der Beleidigung und üblen Nachrede freigesprochen, nachdem er im Zusammenhang mit dem Mord an der 15-jährigen Mia einen Post auf Facebook geteilt hatte.

Siarsky hatte auf seiner Facebook-Seite einen Post geteilt, der Kommunalpolitikern und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern vorwarf, an ihren Händen klebe „Mias Blut“. Staatsanwalt Volker Sucharski warf Siarsky vor, er habe den Eindruck erwecken wollen, die betreffenden Personen seien persönlich mit Schuld an dem Tod der Schülerin, die am 27. 12. 2017 von ihrem Ex-Freund, einem afghanischen Asylbewerber, erstochen wurde.

Siarsky wies die Anschuldigungen zurück. Er habe die genannten Kommunalpolitiker nicht persönlich beleidigt. Richter Sebastian Zwick sprach Siarsky frei. Er sah den Straftatbestand der „üblen Nachrede“ nicht erfüllt. Der Leser wisse sehr wohl, dass der Ausdruck „Blut an den Händen“ nicht wörtlich gemeint sei. Auch der Vorwurf der „Kuppelei“ sei so zu sehen.

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12 Kommentare

    • Wäre der Mann an den falschen Rechtsverdreher gekommen, dann hätte er mehrere tausend Euro bezahlt! Die Gefahr dafür ist in Hitl… ääh in Merkeldeutschland riesengroß!

    • Falls das so sein sollte, dann hat der Richter sein Urteil im vollen Bewußtsein der Konsequenzen gesprochen und um so mehr Respekt gebührt ihm. Sollte der politische Wind sich eines Tages drehen, und ich bin sicher das wird er, werden seine Karriereaussichten glänzend sein!

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