Der Berliner Wahnsinn hat Methode

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Berlin ist das Venezuela Deutschlands, schrieb einmal der weise Herr Fleischhauer, einer der letzten konservativen Feigenblätter beim SPIEGEL. Der Kontext war damals ein anderer, doch früher wie heute bleibt die herausragende Inkompetenz der Stadtregierung. Denn nicht nur der größte Open-Air Drogenumschlagplatz Europas wird hier genauso geduldet wie die Brudisierung der Polizei.

Heute sind es Enteignungen, bei denen sich die ganze ökonomische Inkompetenz der linken Sozialisten und Ideologen zeigt. In den letzten Jahren hat die Stadtregierung alle Grundstücke mit Sozialwohnraum verkauft, und über Jahrzehnte versagt, neue Sozialwohnungen zu bauen. Rot-Rot-Grün hat es verbockt – wieder einmal. Insbesondere die Grünen haben es Jahrelang verhindert, dass neues Bauland ausgewiesen wird. In jedem Wahlprogramm stand, dass die Versiegelung und Betonierung brach liegender Flächen verhindert werden müsse und kein neues Bauland entstehen sollte.

Der wichtigste Grundsatz jeden Marktes ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Dieses gilt, und zwar im real existierenden Sozialismus wie in jeder freien Marktwirtschaft. Und ihm ist egal, wie sich die kommunistischen Genderbeauftragten und Studienabbrecher von Rot, Rot und Grün dabei fühlen.

Doch bevor wir uns dieser Spezies widmen, sollten wir uns den Mietmarkt in Berlin kurz ansehen. Die durchschnittliche Quadratmetermiete der Hauptstadt ist noch immer weit unter dem in den Hauptstädten unserer Nachbarländer. Und in Bern, London oder Paris kommt auch kaum jemand auf die Idee, Wohnungen zu enteignen. Das Problem ist die verbreitete „nicht-in-meinem-Vorgarten“ Mentalität, die sich bei dem Versuch, das Tempelhofer Feld am Rand (!) zu bebauen, sowie bei vielen Projekten in ausgerechnet den Vierteln zeigt, in denen die Linken und Grünen besonders stark sind. Mit besagtem Tempelhofer Feld leisten wir uns übrigens eine unbebaute, nicht einmal Parkähnlich gestaltete Brachfläche im Zentrum der Stadt, welche mit 355 Hektar die größte innerstädtische Freifläche der Welt ist. All dieser Luxus, auch der in der Hauptstadt der viertgrößten Wirtschaftsmacht der Welt zu leben, kostet eben Geld.

Gerne bemühen die Kommunisten das Grundgesetz, vor allem den Gummiparagraphen Art. 15. Einige sind sogar so vermessen zu behaupten, die Enteignung entspreche dem Geist von 1948. Eines ist richtig: Das GG garantiert jedem das Recht dort zu wohnen, wo er will. Es garantiert jedoch kein Recht auf eine Wohnung an dem Ort, in der Ausstattung, zu dem Preis, den ich mir gerade wünsche. Das Problem ist: wenn heute von Rechten gesprochen wird, geht es immer weniger um Abwehrrechte gegen den Staat oder gegen Fehlverhalten des Nächsten – sondern immer mehr um Ansprüche. Das Mietverhältnis ist ein Nutzungsverhältnis auf Zeit, das dem Wandel unterworfen ist, allein aufgrund der Änderung von Angebot und Nachfrage. Erst recht gibt es keinen Anspruch drauf, eine Mietwohnung ein Leben lang zu erhalten. Das lässt sich nur durch Wohneigentum erreichen. Es ist nun mal ein Nutzungsverhältnis auf Zeit. Wenn das Wohnumfeld qualitativ aufgewertet wird, steigen eben die Mieten. Es gibt keinen Anspruch auf unbegrenzt stabile Mietpreise – genauso wie ich keinen Anspruch auf den Körper einer schönen Frau habe. Legitimität eines Handels wird nur durch gegenseitiges Einverständnis erreicht. Deshalb gibt einen Unterschied zwischen Sex und Vergewaltigung. Und deshalb sind Enteignungen nicht legitim, sondern schlichtweg Raub.

Wie kann man jetzt die sich seit 2014 rapide verschärfende Situation abfangen? Wie unsere westlichen Nachbarn im Land des Goudas: Man muss lediglich neues Bauland ausweisen. Gleichzeitig haben die Niederländer ihr Baurecht so entschärft, dass Regulierungen, welche Bauen extrem verteuerten, gestrichen worden sind. Jede neue Wohnung erweitert das Angebot. Dabei ist es irrelevant, ob diese im Luxus-Segment oder als Sozialbau errichtet wird (Bern, Zürich, London etc.). So ist bereits das Gerede von Enteignung schädlich für den Wohnungsmarkt.

Teile des neuen Baulandes kann der Staat auch mit Sozialwohnungen bebauen. Dies ist zwar ineffizient, aber am Ende sinnvoller, als 300 Milliarden Euro Entschädigungen an Konzerne zu zahlen, wobei der Staat mehrheitlich renovierungsbedürftige Wohnhäuser erhalten wird, die mit weiteren Milliarden saniert werden müssten. Zumal hierdurch keine neuen Wohnungen entstehen werden.  Wenn ich aber zudem als Investor nicht sicher sein kann, ob man mir das Eigentum nicht unter vorgehaltener Waffe wegnimmt, werde ich doch lieber dort investieren, wo die Wachstumschancen zwar nicht so gut, dafür aber das Eigentumsrecht sicher ist

Eines muss zusätzlich im Auge behalten werden: der staatliche Sozialismus wird nicht mit einer Revolution errichtet, sondern scheibchenweise. Das ist bereits seit spätestens 2008 im Gange – und setzt sich fort. Im nächsten Jahr sind dann Eigentümer dran, die 20 Wohnungen besitzen, so wie die wandelnde Kevinisierung der Politik bereits orakelt. Und im übernächsten Jahr darf Oma ihr kleines Häuschen nicht mehr behalten. Warum soll sie allein auf 180 qm leben? Da können doch noch zwei Mietwohnungen hin, oder? Auch deswegen darf man die Büchse der Pandora nicht öffnen.

Daher: Finger weg vom Privateigentum!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf younggerman.com

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14 Kommentare

  1. Wenn es diese Anarcho-Gruppierungen nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Sie sind der Garant dafür, dass die kommunistische Weltrevolution niemals eintritt. Wie das?

    Ganz einfach – irgendwo in den heiligen Schriften der Linksradikalen wird das Absterben des Staates erwähnt. Dieses Endziel der Kommunistischen Theorie wollen sie aber sofort erreichen. Die notwendigen Zwischenschritte erscheinen ihnen überflüssig.

    Dieses Phänomen ist als „Revolutionäre Ungeduld “ bekannt. Gerade deswegen, weil sie jede Form von politischer Organisation ablehnen, sind sie lästig, aber völlig harmlos. Ihre hilflosen Aktionen richten sich gegen Ziele, die für den Fortbestand des Gesellschaftssystems keinerlei Relevanz haben. Kurz: es juckt den Kapitalismus nicht, wenn irgendwo in Leipzig ein Buswartehäuschen zu Klump gehauen wird.

    Die sogenannten Aktivisten glauben aber, damit den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Sie nennen es „Propaganda durch die Tat“. Damit die Zerstörung einer Bushaltestelle nicht für normalen Vandalismus gehalten wird, sind endlose, korrekt gegenderte Erklärungen auf Indymedia notwendig.

    Eine Weltrevolution erfordert Disziplin, Organisation, die Bereitschaft Macht zu übernehmen und planvolles Vorgehen. Das ist mit solchen Romantikern nicht zu machen. Die sind so revolutionär wie Fußpilz.

    Diese Deppen kann Herr Soros problemlos vor seinen Karren spannen. Die merken nicht einmal, dass sie nur die Drecksarbeit für das Finanzkapital erledigen. Es sind nützliche Idioten.

    Ganz nebenbei – wer hat denn Genossenschaftswohnungen an Heuschrecken verscherbelt? Das waren die Linken. Jetzt will man sie wieder verstaatlichen und die Investoren großzügig entschädigen. Da drängt sich der Verdacht auf, dass diese Farce von Anfang an so geplant war. Was will man auch anderes von einem Anhängsel der Atlantik-Brücke erwarten? *lol*

  2. Lassen sie uns das Ganze Review passieren. Zuerst werden in Berlin der 90er Jahre ganze Siedlungen den Erdboden gleich gemacht, damit der Immo Markt stabil bleibt.(!). Das passiert in ganz Ost Deutschland. Die Ostdeutsche werden in Richtung Westen „sanft angeschoben“ und es wird die erste Welle von Knappheit und somit Preissteigerungen ausgelösst. Nach einige Zeit verkaufen fast alle Bundesländer den eigenen Immobilien Bestand an große Fonds überwiegend Angelsächsisches Ursprung. Danach wird durch die 0% Politik der EZB ein Bauboom umbekanntes Ausmasses ausgelösst. Parallel dazu wird immer mehr Bedarf erzeugt durch „Frischfleisch Import“. Jetzt finden öffentliche Debaten und Demos für Enteignungen statt und alle finden es toll. Ich sage alle, sogar die Betroffenen. Die lachen sich schlapp. Zwei Beispiele. Bayern verkauft Sozialwohnungen um die Bayrern LB zu „retten“. 100.000 Wohnungen für schlappe 1,8 Mrd. €, oder 18.000€ pro Wohnung. Bei eine Durschnittsgröße von 60m² macht 300€ je m² Wohnfläche. Grossteils der Wohnungen befinden sich in Große Bayerische Städte und Teilweise in Top Lagen. Bei heutige Immobilienpreise, kann man getrosst mit ca. 3000,-€ pro m² ausgehen und bei eine „Enteignung“ vom Statt bezahlt werden müssen. Ich als Investor würde vor Freude eine Salto rückwärts machen. In Berlin ist das gleiche und noch rabiater. Verkauf von 65.000 Wohnungen in Berlin für Sage und Schreibe 400 Mio. Euro, oder ca. 6155,-€ pro Wohnung, oder ca. 100,€ pro m². Bei Enteignungen werden auch Summen zwischen 3500 – 4000€ fällig. 30 bis 40 Fachen Gewinn ist eine Salto Mortale Wert.

    https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/neubau-in-berlin-als-das-tafelsilber-verkauft-wurde/13019974-2.html

    Wenn ich der Spekulant gewesen wäre, würde ich die Demonstrationen „gegen“ mich selber organisieren. Ich werde auf die Unterstützung der Bundesregierung vertrauen können, oder?

  3. Das haben wir nur falsch verstanden: das Grundgesetz garantiert offenbar jedermann (weltweit) in Deutschland zu wohnen – und zwar kostenlos..

  4. Es spricht meines Erachtens nach wenig dagegen, bei einem Volksbegehren für die Enteignung besagter Miethaie zu stimmen. Der Grund ist der Folgende:

    Natürlich ist diese Sache nicht mit der Volksabstimmung entschieden. Es ist aber ein Schuss vor den Bug diverser Beutelschneider der Wohnungsbranche, welche sich auf Kosten ihrer Mieter unredlich bereicherten und bereichern.

    Dass es auch ehrlich und korrekt zugehen kann, zeigen in Berlin die landeseigenen Gesellschaften. Dort hat – meines Wissens nach – kein Mieter ernsthaften Grund zur Klage.

    Fazit:
    Diese Angelegenheit wird noch viele Gerichte beschäftigen und sich auch noch sehr sehr lange hinziehen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen ist. Für oder wider.

    Um sich bei den Richtern in ein positives Licht zu rücken, werden diese Herrschaften, beispielsweise bei Deutsche Wohnen die Füße stillhalten und für die Mieten adäquate Gegenleistungen erbringen. Jedenfalls so lange die Verfahren laufen.

    Es ist richtig: Dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung. Aber wenigstens das Zeigen der Folterinstrumente sehe in diesem Zusammenhang als nötig an. Eigentum verpflichtet …

    • Der Zorn gegen die Miet-Haie ist verständlich. Aber das Druckmittel „Enteignung“ ist genauso gefährlich und wenig intelligent, wie mit einem brennenden Streichholz nach dem Benzinstand zu schauen. Beides endet in einer Katastrophe.

    • Die Wut auf Miethaie kann man verstehen, aber Enteignung ist bei den linken und kommunistischen Spinnern erst der Anfang! Das darf niemals passieren, sonst haben wir bald Zustände wie in Nordkorea. Auf dem Weg dazu ist dieses Regime schon!!!
      Die Linken Faschisten sind auf dem Vormarsch!

    • Ich wohne in einer Wohnung der „Deutsche Wohnen“ und ich kann nicht klagen. Der wirklich große Hof wird regelmäßig gepflegt und hat sogar einen Buddelkasten und Sitzbänke für Mutter und Kind, Handwerker sind, sofern benötigt, meistens schon am gleichen Tag da, die Kaltmiete ist moderat. Die Mieter bestehen aus allen Bevölkerungsschichten, aber es werden keine Neubürger in Massen hier einquartiert.

      Bei meiner Schwester ist es dasselbe. Im übrigen bin auch ich der Meinung, dass Enteignen keine neuen Wohnungen schafft.

  5. Erst wenn die Deutschen in kleinen Mietwohnungen dahinsiechen, während sich die kinderreichen, erst „kürzer hier lebenden“ BRD-Bewohner sämtlichen deutschen Besitz unter den Nagel gerissen haben, erst dann sind die autorassistisch veranlagten Sozialisten mit uns fertig.

  6. Enteignung ist nicht angesagt. Aber mit Klugheit, könnte man als Staat,Gemeinde versuchen Alleinstehende zu ermuntern in kleinere Wohnungen zu ziehen. ( natürlich darf da die Miete nicht höher als vorher sein)
    Wohnung und Stadtviertel wird ja von vielen Menschen auch als Sozialstatus angesehen
    Wohneigentum kann sich ja nur wer leisten, der eine gut bezahlte Arbeit hat und nicht mit Kündigung rechnen muß.
    Mit dem Hereinwinken von Horden von Migranten verschärft sich das Problem noch mal. eigentlich müßte die Politik sich vorher Gedanken machen wohin mit den Leuten, aber unsere Trampel-Merkelregierung kann nicht antizipieren. Und sowas wie wir nun als sozialen Mißstand erleben geht auf Konto dieser Schrottregierung.

  7. >“Man muss lediglich neues Bauland ausweisen.“

    Für „Migranten-Parks“, in denen weiterer Wohnungsbedarf erzeugt wird? Vom Steuerzahler bezahlt?

    Nein danke.

  8. Vor etwa zehn Jahren überlegte ich mir, ob ich ganz in den Immobilienmarkt einsteigen soll. Ich hätte in großen Stil Wohnraum schaffen können. Ich entschied mich dagegen, weil ich das Gefühl hatte, mit der Merkel-Regierung stimmt was nicht, die marschiert in Richtung Kommunismus und es könnten Enteignungen drohen. Mittlerweile habe ich fast alle Wohnungen verkauft und in Edelmetall investiert.
    Fazit: kommunistisches Tellerranddenken schafft keinen Wohnraum, sondern verhindert ihn.

  9. Ich sage mal – lass die doch mal machen die Mehrheit der Berliner hat R2G gewählt und aktuell haben die 3 auch die Mehrheit. Ihre ganzen Pläne sind aber nicht umsetzbar da diese an den ökonomischen Realitäten scheitern werden — um noch ein Zitat vom ehemaligen RBM Wowereit zu nutzen — „Und das ist auch gut so“ !!

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