Wäre ich „Soros“: Was würde ich tun?

Max Erdinger

Foto: Collage
George Soros und sein Spielzeug (Foto: Collage)

Es ist ungefähr zwei Jahre her, daß ich mich angesichts der Tatsache, daß die ÖVP mit Sebastian Kurz einen neuen Vorsitzenden bekommen hat, fragte, was die ÖVP-Basis eigentlich noch zu melden hat angesichts der Befugnisse, die Kurz über die Liste Kurz im Gegensatz zu seinem Vorgänger Mitterlehner auf einmal hatte. Etwa ein halbes Jahr später kam es zur Koalition der ÖVP mit der FPÖ. Als Kurz ÖVP-Chef wurde, ist die FPÖ schon stark gewesen in Österreich. Eine Woche, bevor Mitterlehner von seinem Amt als ÖVP-Vorsitzender zurückgetreten war, wurde in Frankreich Emmanuel Macron am 7. Mai 2017 Staatspräsident.

Ähnlich wie Sebastian Kurz mit seiner Liste, war Macron Chef einer „Bewegung“. „La République en Marche“ gibt sich als liberal, besteht aber de facto zum Teil aus  Sozialisten. Unter dem Sozialisten Francois Hollande war Macron Wirtschaftsminister. Der Sozialist Richard Ferrand trat im Oktober 2016 als erster Abgeordneter der neugegründeten Bewegung LREM bei. Sowohl Kurz als auch Macron sind jung. FDP-Chef Lindner übrigens auch.

Meine Vermutung, schrieb ich damals, sei, daß sowohl Macron als auch Kurz so etwas wie „Soros-Schläfer“ seien. Aufgrund ihres jungen Alters könnten sie für etliche Jahrzehnte ein Ass im NWO-Ärmel sein, das zu gegebener Zeit gezogen wird.

In Österreich müht sich Sebastian Kurz derzeit, die ebenfalls populär gewordene IBÖ und Martin Sellner, ebenfalls keine Partei, sondern eine Bewegung, verbieten zu lassen. Fadenscheiniges Argument: Verbindungen zu dem Christchurch-Attentäer. Der hatte der IBÖ im Januar 2018 eine Spende über 1.500 Euro zukommen lasssen. Da niemand wissen konnte, was der Killer von Christchurch 14 Monate später tun würde, und da er Sellner völlig unbekannt gewesen ist, erscheint es mehr als seltsam, daß Kurz heute ein solches Interesse am IBÖ-Verbot zeigt. Normalerweise müsste er so hellsichtig sein, zu erkennen, daß die Spende gar nichts beweist. Es besteht also meinerseits der Verdacht, daß diese Spende lediglich ein willkommener Vorwand für Kurz ist. Und daß er mit seinem Streben nach einem IBÖ-Verbot allerweil unfreiwillig mehr über sich erzählt, als über die IBÖ und Sellner.

Österreich und Frankreich

Halten wir fest: Zum Zeitpunkt der Gründung von „La République en Marche“ im April 2016, zunächst als „En marche“ („En Marche“ – für Soros´ NGO „move on“ oder „En Marche“ für Emmanuel Macron?) bezeichnet – ohne „La République“ vorne dran – , sah es in Frankreich so aus, als würde Marine Le Pen die sichere Wahlsiegerin der Präsidentschaftswahlen 2017 werden. Macron fiel mit seiner Bewegung praktisch wie vom Himmel. In der Woche vor den Wahlen gab es in ganz Paris keine Zeitung, in der nicht Macron ständig auf der Titelseite zu sehen gewesen wäre. Sein Wahlkampf war teuer. Und sein Wahlsieg war insofern spektakulär, als daß ihn eine Bewegung ins Präsidentenamt brachte, die gerade mal ein Jahr alt gewesen ist. Wer heute von Frankreich liest, der liest von Macron. Von seiner Bewegung ist eher beiläufig die Rede, wenn überhaupt. Bereits im November 2017 übernahm Macron-Intimus Castaner den „Bewegungsvorsitz“.

In Österreich war die FPÖ ebenfalls bereits 2016 sehr populär. Was, so frage ich mich, hätte ich getan und was würde ich heute tun, wenn ich „Soros“ wäre, und wenn mir klar wäre, daß die „Populisten“ sich langfristig durchsetzen werden? Ich würde auf Zeit spielen. Aber wie?

Pseudoreformer?

Ich würde den Unzufriedenen meinen eigenen „Rechten“ präsentieren und ihn so im politischen Spektrum positionieren, daß er sowohl für die „echten Rechten“ als akzeptabel durchgeht, als auch für die Unzufriedenen, die Skrupel vor den „echten Rechten“ haben. Sebastian Kurz könnte so einer sein. In Frankreich sind die Dinge inzwischen sehr viel offensichtlicher.

Daß Macron eine 100-prozentige Soros-Marionette sein könnte, legt für mich sein Umgang mit der französischen „Demokratie“ nahe, wie er sich an dem von Diktaturen bekannten Bild im Umgang mit Oppositionellen zeigt. Die Filmaufnahmen aus Frankreich vom Umgang der Polizei mit Gelbwesten, samt dem offensichtlichen Einsatz von agents provocateurs unter den Gelbwesten, legen nahe, daß die Eskalation, die dann den immer härteren Einsatz der Staatsgewalt „rechtfertigt“, von Macrons Regime selbst provoziert wird. In einer echten Demokratie wäre der Präsident angesichts der dauerhaften Proteste mitsamt den schrecklichen Szenen, die sich dabei abspielen, längst im Interesse des inneren Friedens zurückgetreten.

In Österreich hat wahrscheinlich Sebastian Kurz die Aufgabe, die FPÖ über die Tagespolitik mit ihren Erfordernissen und ihrem Zwang zum Koalitionskompromiss so weit zu „zähmen“, daß sie bis kurz vor der nächsten Wahl ein bißchen mehr wie ein zahnloser Tiger ausssieht, um dann ein Zerwürfnis zu inszenieren, bei dem Strache und die FPÖ medial als die Schuldigen skizziert werden, um dann mit der ÖVP quasi als Retter Österreichs vor der „bösen FPÖ“ bei der Wahl zu profitieren und evtl. einen Koalitionspartner anzupeilen, der zwar schwächer wäre als die FPÖ, aber aufgrund der eigenen Zugewinne der ÖVP stark genug, um eine andere Regierungskoalition zu ermöglichen. Grüne und SPÖ sind in Österreich politisch tot. Damit wäre dann die FPÖ erst einmal auf Jahre hinaus ins Aus geschossen – und wenn die IBÖ bis dahin als übel beleumundet verboten wäre, hätten die österreichischen Rechten erst einmal ziemlich lang Zeit, sich neu aufzustellen. Und Kurz ist jung. In der Zeit könnte er, wäre er denn ein Soros-Mann, vollendete Tatsachen schaffen, zumal er mit seinen neuartigen Durchgriffsrechten via Liste Kurz die ÖVP davon abhalten könnte, sich aus sich heraus nach rechts zu bewegen.

Nach anderthalb Jahren ÖVP/FPÖ-Koalition gewinnt man immer mehr den Eindruck, daß sich nichts wirklich Grundsätzliches ändert in Österreich, sondern daß es nur hier mal ein Zuckerl für die Freiheitlichen gibt und da wieder eines. Inhaltlich läßt sich Kurz von außen betrachtet nur sehr schwer auf eine grundsätzliche politische Position festlegen. Meinereiner wird nicht richtig schlau aus dem jungen Mann. Wofür steht Kurz eigentlich ganz genau? Bei Strache wüßte ich es im Prinzip, bei Kurz nicht. Mir ist Kurz höchst suspekt. Sebastian Kurz hatte ich von Anfang an im Verdacht, kein eigenständiger Politiker zu sein, sondern eine Statthalter-Figur auf dem internationalpolitischen Schachbrett der Globalisten, die österreichische Rechte neutralisieren soll, indem sie die FPÖ quasi bindet. Gerade die derzeitigen, fadenscheinigen Begründungen von Kurz, warum er die IBÖ weghaben will, kommen wir vor wie ein Lapsus aus Ungeduld, mit dem sich Kurz ein bißchen zu weit vorgewagt hat. Für mich sieht es so aus, als habe Kurz dadurch fast verraten, was seine grundsätzliche Funktion in der österreichischen Politik sein soll. Wegen der Spende, für die weder Sellner noch die IBÖ etwas können, kann Kurz eigentlich nicht so reagieren, wie er reagiert, wenn er etwas anderes wäre als das, was ich vermute. Das gäbe diese Spende einfach nicht her.

Auf alle Fälle sieht es so aus, als ob die Franzosen keine Demokratie mehr hätten und stattdessen von einer leibhaftigen Soros-Marionette aus Überzeugung unterdrückt und ausgenommen würden, die sie lediglich noch aus Gewohnheit als „ihren“ Staatspräsidenten begreifen – und weil er natürlich formal korrekt gewählt worden ist, wenn auch unter merkwürdigen Begleiterscheinungen. Macron ist Sozialist wie eh und je. Er bezeichnet sich halt nicht mehr so, weil einen Sozialisten niemand mehr gewählt hätte. Die Franzosen sind auf diesen Taschenspielertrick hereingefallen. Und in Österreich sieht es gerade wegen der IBÖ- und Sellnersache so aus, als sei Kurz der Neutralisator von Soros´Gnaden. Lindner in Deutschland schiebt derweilen eine ruhige Kugel, weil hier die Grünen das erledigen, wofür Lindner im globalistischen  Notfall vorgehalten wird. Der Notfall tritt aber in Deutschland nicht ein, wie es aussieht.

Sehr gut möglich ist natürlich auch, daß ich lediglich eine blühende Phantasie habe und mir das alles einbilde. Retrospektiv betrachtet ist das aber noch nicht oft vorgekommen. Von daher wieder …

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28 Kommentare

  1. Sebastian Kurz hat klar belegbare Verbindungen zu Soros…

    Der European Council on foreign Relations hat eine Liste der „Council Members“:

    https://www.ecfr.eu/council/members

    S. Kurz ist unter Austria aufgeführt.

    Ein jeder möge nun nach dem Namen „Soros“ suchen.

    Da gibts drei Treffer…
    George Soros (Hungary/USA) – Founder and Chairman, Open Society Foundations
    Alexander Soros (Hungary/USA) – Deputy Chair, Open Society Foundations
    Shahin Vallée – Senior Economist, Soros Fund Management

    Da ist die geballte ideologische und Finanz-Logistische Kraft von Soros und seinen Jüngern sichtbar, sowie die Verbindungen.

    Je mehr man weiss… 😉

  2. Natürlich haben Sie auf ganzer Linie Recht, Herr Erdinger, und ich würde wetten, Sie wissen das auch ganz genau.
    Nur daß Soros davon ausgeht, die Populisten würden langfristig gewinnen, das glaube ich nicht.
    In Österreich ist er schon ziemlich weit gekommen mit Kurz, und dazu hat die FPÖ nicht wenig beigetragen.
    Trump beschützt uns ja bis heute vor TTIP, aber die FPÖ-Wahlkampfforderung „Volksabstimmung über CETA“ kam in den Reißwolf, gerade so wie dutzende andere Programmpunkte. Und dazu reichte ein herrisches „CETA wird unterschrieben“ von Kurz.
    Freie Bahn und eingebaute Vorfahrt für US-Milliardäre, das ist CETA, soetwas kann also nur ein „Globalist“, ein Soros-Mann wollen.
    Eigentlich hat sich die FPÖ schon ihre halbe Identität abschwatzen lassen, für ein paar vorübergehende Ermäßigungen bei der Masseneinwanderung und ist damit ein äußerst schlechtes Vorbild für die AfD.
    Höchste Zeit also, daß mal jemand sagt, was gesagt werden muß! Danke!

    • 1) Soros hat doch einen ganz auf der Linie seines Vaters liegenden Sohn.

      2) Über die vielen nicht mit sachlichen Argumenten unterfütterten Kommentare, die bisher Kurz über den grünen Klee lobten, mußte unserereiner von Anfang an den Kopf schütteln, zumal es ja auch Texte gibt, die wissen wollen, daß und wie Kurz von Soros gefördert und aufgebaut wurde.

  3. Es geht um die Zerstörung ganz Europas und vorallem seiner Sozialsysteme. Europa soll zu einem *third world shithole* verkommen, und der weisse Mann soll ausgerottet werden.
    Und es läuft alles nach Plan!

  4. Ich denke, dass Kurz auch schwul ist (die Blondine an seiner Seite nur Alibi),
    und dass es wirklich so sein könnte, dass Beide, Macron und Kurz,
    an Soro`s Marionettenfäden hängen.

  5. Ich halte Soros nur als vorgeschobene Figur der sogenannten *Eliten, oder des Komitee der 300*. Ein sogenannter böser Bube an dem sich jeder aufregen kann. Ein einzelnen Mann kann man mit Enthüllungen, Finanzstrafvervahren so eindecken, dass er für immer kaltgestellt ist. Wenn aber die wahren Mächtigen dieser Welt hinter ihm stehen ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt.

  6. „Wäre ich „Soros“: Was würde ich tun?“

    Aus Scham so schnell wie möglich das Zeitliche segnen

  7. Jeder der an die Macht bleiben will, muss mit den Wölfen heulen, oder er wird von den Medien gegrillt. Kein Politiker an der Macht kann sich erlauben auch nur irgendeine abweichende Haltung zu zeigen. Heimatverbundenheit und gegen die Neuansiedelung geht gar nicht. Siehe Liederbuchaffaire der Burschenschaft, oder das Zentrum für straffällig gewordene Asylanten. Als die Kronenzeitung es wagte, den Artikel über die Befürchtungen der ungarischen Regierung bezüglich Migrantenflutung zu publizieren, hat der Miteigentümer dieser Zeitung, die deutsche FUNKE Gruppe, den Rausschmiss des österreichischen Eigentümers wegen irgendwelche Spesen gefordert. Zufälle gibts!!!
    Ich habe viele Videos von Martin S. gesehen. Ich konnte keine Art von radikalen Inhalten erkennen, nur Heimatliebe und gegen Flüchtilanten aller Art. Scheinbar wird heutzutage jede patriotische Haltung als *no go* angprangert. Alle videos von Martin sind auf deutsch. Wie konnte sich ein englischsprechender Attentäter damit identifizieren?

  8. „Sehr gut möglich ist natürlich auch, daß ich lediglich eine blühende Phantasie habe und mir das alles einbilde. Retrospektiv betrachtet ist das aber noch nicht oft vorgekommen….“

    So ist das mit Verschwörungstheorien. Sie sind leider zu oft wahr, zum Leidwesen der Bürger.

  9. Genauso sehe ich das auch und die FPÖ scheint in diese Falle auch zu tappen. Wer weiß ob diese Spende überhaupt von dem Attentäter stammt, ich bin nach vor der Meinung, daß die Geheimdienste dahinter stecken.

  10. Bereits als Kurz gewählt wurde und ich erfuhr, daß er ECFR-Mitglied ist, stand für mich fest, daß er eine schillernde und nicht glaubwürdige Figur ist. Ebenso verhält es sich mit Macron, nur daß dieser härter und nicht so schleimig ist.
    Der „Puppenspieler“ hat seine Handpuppen gut plaziert.

  11. Man sollte ihn im Auge behalten. Wenn er schon Pferde (Lipizzaner) verschenkt an Leute, die sich dutzende davon leisten können aber unsere Kinder kein Geld für den Ritt auf einem Pferd haben dann wundert das schon!!!!

  12. Investieren in die Infrastruktur Afrikas und nicht versuchen den alten Kontinent zu zerstören. Der muss einen mächtigen Hass haben auf das alte Europa!

  13. Wäre ich „Soros“: Was würde ich tun?

    Sie sogenannte psydo RECHTE infiltrieren…………
    Mit dem nix gelernten Superstar KURZ funktioniert das ja bestens…….

    Allerdings mit Strache FPÖ auch!!
    DREI BIER!
    Prost Basti……….

  14. wie kann etwas verboten werden, was Identität, Kultur und Heimat schützen will? Das Völkerrecht ist nicht so ausgelegt, daß dieses Verbot legitim/rechtmäßig wäre.

    • Das ist richtig, jedoch kann ich einen Verein mit Klagen, Hausdurchsuchungen, Verleumdungen usw. kaltstellen.
      Die wiksamste Waffe ist die Finanzielle. Es werden schon seine T shirt Verkäufe geprüft. Ausserdem wurden Martin S. alle österreichischen Bankkonten gekündigt. Und das schon voriges Jahr.

  15. Wäre ich Soros, würde ich auf den wirtschaftlichen und sozialen Zerfall der EU wetten!

    Kurz & Macron sind dumme Bauern im Schachspiel!

    Soros ist eine Wallstreet-Locke und nur an Geld interessiert, alles andere ist Mittel zum Zweck. Punkt!

  16. Heute besteht bei jeder „Verschwörungstheorie“ die Möglichkeit, dass sie sich tatsächlich als Verschwörung der Milliardenkrake und seiner „NGOs“ herausstellt.

  17. Sebastian Kurz hat Merkels Atombombe mit Zeitzünder ( = Migrationspakt) dankend abgelehnt. Außerdem wurden die Zahlungen an die Abendlanderoberer reduziert. Das Problem ist nicht Sebastian Kurz, sondern es ist das Kartell aus SPÖ und Integrtionsindustrie, die enormen Druck auf die Regierung ausüben.

  18. Sie bilden sich hier bestimmt nichts ein, Herr Erdinger. Weil ich auch ständig feststelle, dass alles was kam genau so von mir gedacht wurde, bin ich entweder eine grosse Hellseherin vor dem Herrn, oder es ist einfach logische Schlussfolgerung. Ich denke, dass Sie absolut richtig liegen. Denn: man ist ja nicht erst seit gesterm auf der Welt.

  19. Ich halte Kurz auch für ein Soros-U-Boot. An Straches Stelle würde ich jetzt eine große Pressekonferenz einberufen, über die IB aufklären und das sofortige Ende der Koalition ankündigen, falls Kurz die IB tatsächlich verbieten sollte.

    • Das kann Kurz sich nicht leisten.
      Seine PK wg. IB und seine Anwürfe an die IB war eine Kurz-Schlußhandlung, die ihm einiges an Stimmen kosten würde. Seine Glaubwürdigkeit und bisheriges Images haben sehr gelitten.

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