Die andauernde Doppelmoral beim Umgang mit Hanf

Foto: Von ElRoi/Shutterstock

Alles was gesund macht, gehört unter die Kontrolle der Pharmaindustrie, auch wenn die Natur es in ausreichendem Maße freiwillig spendiert. Widrigenfalls muss man solche Naturprodukte eben für den normalen Menschen verbieten. So kann man von Gesetzeswegen dafür sorgen, dass so manche gute Substanz im Giftschrank verschwindet, bevor sie dem Menschen unentgeltlichen Nutzen stiften kann. Insbesondere Hanf, landläufig auch Marihuana oder Gras, gehört genau in diese Kategorie. In den USA gehen erste Bundesstaaten inzwischen dazu über, dieses Naturprodukt wieder zu legalisieren. Zur Aufrechterhaltung der weltweit höchsten Gefängnispopulation kann man dort bequem auf andere Delikte zurückgreifen.

Gerade die Grünen stehen hierzulande ziemlich unter Druck, sich doch endlich mal der Freigabe von Hanf zuzuwenden, das Thema hatten wir an dieser Stelle: Grüne, gebt das Hanf frei. Da muss man nicht, wie einst der Bundestagsabgeordnete Beck, erst von den natürlichen zu den synthetischen Drogen wechseln. Dabei gilt der Bundestag ohnehin schon seit Jahrzehnten als Drogenhochburg, wie der Tagesspiegel schon vor fast 20 Jahren zu berichten wusste: Drogen im Parlament? Kokainspuren beschäftigen Bundestag.

Die notorische Doppelmoral der Volksvertreter

Umso erstaunlicher eigentlich, dass ausgerechnet diese Vertreter sogar die natürlichsten Substanzen ihrem Souverän vorenthalten wollen. Ob das heute alles noch so richtig und zeitgemäß sein kann? Erste Lockerungsübungen in diese Richtung sind bereits ganz legal, wenn wir beispielsweise mal an Cannabidiol denken. Da geht es dann weniger um das THC, welches bei diesen Produkten immer aus gesetzlichen Gründen auf eine minimale Spur in solchen CBD-Produkten zurückgefahren wird. Die positiven Wirkungen von Hanf sind heute kaum mehr umstritten. Lediglich die komplette Legalisierung steht noch aus.

Neben erfolgreichen Schmerztherapien wird Hanf sogar im Bereich der Krebsbehandlung allerhand Positives nachgesagt. Dessen ungeachtet, darf man immer wieder auf den klassischen Vergleich zwischen Alkohol und Hanf hinweisen. Hanftote gibt es es nicht, Alkoholtote dafür massenhaft und legal. Auch die gesellschaftlichen, also die sozialen und ökonomischen Folgekosten des Alkohols sind kaum zu beziffern und werden selten durch die Alkoholsteuern wieder reingeholt.

Dabei sind die übrigen Vorzüge der Pflanze hier nicht einmal ansatzweise erwähnt. Wen es interessiert, der kann hier einen schnellen Überblick bekommen: Einmaleins des Nutzhanfs. Hanf ist beispielsweise der ideale Ersatz für Papier und auch manche Form von Kunststoffen. Die Pflanze kommt mit nahezu jedem Boden klar, besonders gut sogar auf kargen Böden. Die Zeiten, in der Hanf ein strategischer Rohstoff von militärischem Rang war, sind längst vorbei. Ein weiterer Grund, ihn endlich von der andauernden Tabuisierung zu befreien. Muss man dazu wirklich auch die Vorreiterrolle der USA warten oder können wir schon selbst soweit denken?

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32 Kommentare

  1. Hanf wird nicht nur von der Pharma bekämpft, da Heilmittel, und hier ist „Heilmittel“ wirklich angebracht, sondern auch von der Kunststoffindustrie. Weil Hanfseile als Anlegetaue verrotteten, wurden Kunststoffseile hergestellt, diese schwimmen in Ewigkeit in den Meeren herum und töten Wasserlebewesen. Ebenso die Fischereinetze und vieles anderes, welches jetzt der Umwelt erheblichen Schaden zufügt. Ich könnte noch tausend andere Dinge aufzählen, aber jeder der die Welt mit offenen Augen betrachtet, kommt selbst drauf.

  2. Canabis, Hasch, ist für den Nichtkranken nurf eines: Flucht vor der Realität.
    Deswegen muss die Produktion von Rauschdrogen weiter bekämpft werden.Der Anbau von medizinischen Hanf (also Hanf, der die halozinogene Bestandteile nicht enthält) sollte dagegen gefördert werden… und kontrolliert.

    • nur dann, wenn ich Hasch und Co verurteile, obwohl niemand dafür gerade stehen muss. Dem ist aber nicht so. alle Folgen bezahlt der Versicherte.

    • Das lehne ich ja auch ab. wenn ein Säufer (Alkoholiker) eine neue Leber braucht, dann soll er sie auch total zahlen.
      Wenn ein raucher Krebs bekommt, dann soll er diesen auch auf eigene Kosten selbst bezahlen.

    • Da die nicht der Fall ist, muss akzeptiert werden, dass auch selbstzerstörende Lebensweisen der Allgemeinheit aufgedrückt werden. Sie hätten wohl gerne eine Liste mit mehreren tausend Krankheiten, von denen Sie gerne aussuchen möchten, welche behandelbar sein dürfen.

    • Wie heißen denn die halozinogenen Stoffe, die Sie sich reinziehen? Vodka Gorbatschow? Ich z.B. halte mein Maul, wenn ich von etwas keine Ahnung habe.

    • Wer Opium ( natürliches Opiat ) Heroin ( halbsyntetisches Opiat ) gefolgt von all den anderen syntetischen Opiaten mit Gras, Hasch ( THC )gleichsezt, sollte sich ncht zu Sachen äußern, von den er keinen blassen Schimmer hat.

    • „Genügend Wissen“ heisst, Sie haben sich voll zugedröhnt mit Alk. Sie wissen ja hoffentlich, dass jeder Vollrausch mit Alkohol Millionen Gehirnzellen unwiderruflich vernichtet !!!

    • —-und Alkohol ist keine Flucht vor der Realität?……Ich habe fast mein ganzes Leben Haschisch konsumiert und bin jetzt im reiferen Alter gesund und fit wie ein Turnschuh und habe mein Leben voll im Griff. Ich weiss nicht, wo das Problem sein soll!!!!

    • Sehe ich nicht so. Der Mensch (und manche Tiere) haben nunmal das Bedürfnis sich aus der Realität auszuklinken. War schon immer so. Erwachsene sollten selbst entscheiden können, womit sie sich schädigen wollen. Das gehört zur Selbstbestimmung.

    • Falsch!

      Warum?
      Weil die Folgen die Allgemeinheit zahlen muss.
      Würde der Opiatverbraucher sich schädigen ohne dass die Allgemeinheit dafür zahlen muss, hätten Sie Recht!

      deswegen bin ich auch gegen das Rauchen (war selber lange Zeit
      Raucher)
      Die Privaten krankenversciherungen machen es richtig:sie zahlen nicht für Schäden, die durch Suchtmittel enstanden sind.

    • Sie gehen nicht auf meine Argumente ein. Die Allgemeinheit kommt auch für Hochrisikosportarten auf, die ein paar Leute betreiben und sich sämtliche Knochen brechen. Nicht zu vergessen die „Fresssüchtigen“ denen es schwer fällt einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Wollen Sie denen allen Hilfe verweigern?

    • Opiate haben mit diesem Artikel überhaupt nichts zu tun. Das sind zwei paar Schuhe. Opiate u. Alk sind Gifte an den man Sterben kann.

    • Nicht umsonst ist sein Name Blabla24, also 24 Stunden nur blubbern. Warum gebt ihr diesem Individuum eigentlich eine Angriffsfläche?

    • 0 Wissen aber so tun als wäre man klug. Halten Sie das den ganzen Tag durch? Die armen Arbeitskollegen.

    • Kannst nicht mal das Wort Cannabis richtig schreiben, aber blubbern, wie ein Wasserfall. Vollkommen am Thema vorbei, typisch.

  3. C* ist eine Heilpflanze.

    Bringt der Pharma kein Geld, deshalb verboten.

    Außerdem werden die Gerichte mit Kleindealern von wichtigerem abgehalten.
    Der eine oder andere Platz im Gefängnis würde auch frei für jmd der ihn dringender braucht.

  4. Der Autor selbst schreibt wird nachgesagt, also ist noch nichts exakt bewiesen. Eines macht mich stutzig, warum Unternehmen die Koffer alles um daran zukommen. Ich denke es macht nicht süchtig. Doch wer ständig kifft, hilft es dann auch wenn es angeblich helfen soll? Warum fallen Kraftfahrer die gekifft haben immer Straßenverkehr immer wieder auf? Was passiert wenn ich das Zeug Brauch um überhaupt meine Aufgaben zu bewältigen? Wie alle streiten die Betreffen stets ab, wie die Alkis auch. Das die USA und andere legalisieren liegt wohl eher im wirtschaftlichen Bereich und sichert so man Einnahme für den Staat. Wenn ich sehe wie weit die Klassenkameraden unserer Kinder gekommen sind, die während der Schulzeit sich eine drehten, kann mir keiner sagen, daß Zeug ist harmlos. Etliche sind in Behandlung wegen schwerer Depressionen, ihre Kinder würden zu früh oder unterentwickelt geboren oder leiden an das ADHS und sind öfter Krank wie gleichaltrige. Das ist zwar kein wissentlich er Beweis, doch auffallend und als ehemaliger Elternvertreter konnte man die Entwicklung der Kinder beobachten. Vor allen die Kinder betrifft es, wo man kein Pfennig zweimal umdrehen musste, sondern die immer groß mit ihren Taschengeld prahlten. Das sind ausschließlich private Erfahrungen und kein Nachweis. Auch die Geschichte mit den Alkohol leiert sich aus. Wieviel Tote durch Alkohol gab es denn? Aus Indien und anderen Ländern weiß man von Toten durch Alkohol Vergiftungen. Hier ist nicht der Alkohol Schuld sondern das durch den übermäßigen Genuss und andere Faktoren Gehirn und andere Organe geschädigt werden und sich mit Alkohol berauscht und dann losfährt. Auch da wahr der Alkohol nur der Helfer nicht der getötet hat. Wie bei allen anderen auch die Menge und Häufigkeit sind das Übel allen Anfang. Wer ständig kifft oder trinkt, wird zwangsläufig die Dosis erhöhen oder es häufiger brauchen um auf die Rolle zu kommen. So nun könnt ihr meckern und sagen ich kiffe schon so und solange und bin kerngesund, so wie die Alkis oder Kaffeetrinker auch. Denn Kaffee macht auch süchtig, vielmehr daß Koffein.

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