Gelbwesten: Prügelpräsident Macron verhöhnt schwer verletzte Seniorin

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Gelbwesten-Demo in Frankreich - Foto: Screenshot YouTube

Paris/Nizza – Die zynischen Genesungswünsche des abgebrühten Präsidenten Macron für die in Nizza mutmaßlich von Polizisten brutal niedergeprügelte 73-jährige Demonstrantin schlägt hohe Wellen.  Genevieve Legay war auf einer Gelbwestendemo mit einer Regenbogenfahne samt Peace-Zeichen unterwegs, als sie am Kopf getroffen blutend auf das Pflaster sank. Den zweiten Schlag verpasste ihr der sozialdarwinistische Präsident in Nadelstreifen. Er wünsche ihr gute Besserung, hoffe, dass sie durch den Vorfall gelernt hat und das nächste Mal klüger ist. „Ich wünsche ihr eine schnelle Genesung und vielleicht eine Form der Weisheit“, so Macron in einem Interview mit Nice Matin am Montag.  Dann legte er noch eine Schippe drauf: Sie habe sich nicht verantwortungsbewusst gezeigt – „verletzliche“ Menschen wie sie, sollten sich nicht an „verbotenen Plätzen“ aufhalten, so Macron laut Breitbart. Insgesamt sind 2000 Menschen bei den Protesten verletzt worden.

Laut einem Bericht des Spiegels befindet sich die 73-jährige Legay, die am Samstag mit blutüberströmtem Kopf auf der Straße lag, immer noch im Krankenhaus. Legays Anwältin Alimi warf der Polizei „unverhältnismäßige Gewalt“ vor. Die Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung hatten sich am Samstag in Nizza über ein Demonstrationsverbot hinweggesetzt. Sowohl das Bild der am Boden liegenden älteren Aktivistin als auch Macrons zynische Kommentare haben im Netz aber auch bei der linken Opposition im französischen Parlament für Empörung gesorgt.

Mit Sorge wird auch der zunehmende Einsatz von Soldaten im Zusammenhang mit den Gelbwestenprotesten gesehen. In einem Bericht der ZEIT wird angemerkt, dass die Bilder schwer bewaffneter Soldaten in Tarnanzügen nicht unbedingt förderlich für das Ansehen Frankreichs und eine touristischen Attraktivitäten sind. Doch im Grunde findet das gleichgeschaltete Blatt auch verständnisvolle Worte für die Aktion des martialischen Präsidenten: „Die Soldaten der Militäreinheit Sentinelle, aufgestellt 2015 nach mehreren Terroranschlägen, sollen die Menschen diesmal nicht vor einem möglichen Attentat schützen. Sie werden sich der Zerstörungswut einer Menge Landsleute entgegenstellen, die der Präsident anders nicht zu bändigen weiß.“ Auch für die ZEIT ein Eiertanz, denn trotz aller Zurückweisung an Kritik und fadenscheinigen Ausreden. Soldaten sind da, damit Polizisten sich mehr um die Sicherheit der Demonstranten kümmern können, bleibt am Ende die knallharte Wahrheit, dass diese Soldaten sich gewissermaßen in einem Bürgerkrieg befinden und auch scharf schießen dürfen. Dazu ZEIT:

„Soldaten nähmen nur Anti-Terror-Aufgaben wahr, damit die Polizei die Sicherheit bei den Demonstrationen sicherstellen könne. Sie hätten die Erlaubnis, das Feuer zu eröffnen, falls sie bedroht würden oder das Leben anderer in Gefahr sei.“

Im weiteren Bericht wird deutlich, dass die ergebnislose „Nationale Debatte“ mit der Macron eine Art Scheindiskussion in Foren aber auch Rathäusern und Mehrzweckhallen angefacht hatte – jeder konnte seine Reformvorschläge einbringen – sich nun als Rohrkrepierer herausstellt. Zumal über wichtige Themen wie Vermögenssteuer oder Einschnitte beim Thema der Arbeitslosen und Rentenversicherung der Präsident nicht mit sich reden lässt.  Weshalb laut ZEIT „beinahe zwei Drittel (64 Prozent) schon jetzt in Umfragen angeben, dass sie von der großen nationalen Debatte keine befriedigenden Antworten erwarten. Hauptsache, wir haben mal geredet?“

Die Zeiten in Frankreich stehen daher zwei Monate vor der Europawahl weiter auf Sturm, wenngleich der Protest inzwischen wohl allen Anschein nach vom bürgerlichen ins eher linke, darunter auch gewaltbereite Spektrum gewandert ist. Wer jeweils in einer gelben Weste und hinter einer Gasmaske steckt, weis allein Gott in Frankreich. Dieser Präsident hat viele Feinde. Ob die untereinander gute Freunde sind steht in den Sternen. Was Frankreich in dieser Hinsicht von Deutschland grundsätzlich unterscheidet ist sicherlich die Fähigkeit gemeinsame Schnittmengen auszuloten und nicht in jämmerliches Sektierertum, Einzelkämpferdasein und Ausgrenzeritis zu verfallen. (KL)

 

 

 

 

 

 

 

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33 Kommentare

  1. EU ist ein Projekt für Eliten nicht für Bürger!

    Das Ziel der „Eliten“ ist der Bürgerkrieg in Europa.
    Und Macron treibt diese Agenda voran.

    Dann können sie ihre „Hunde“ (ehrlose Polizisten und gewissenlose Soldaten) auf das Volk loslassen und Kriegsrecht uneingeschränkt durchsetzen.
    Wer jemals an eine friedliche und demokratische EU geglaubt hat wird unter
    Schmerzen erkennen, wie unglaublich naiv dieser Glaube war.

  2. Macron, eine ekelhafte und arrogante Kreatur😡. Er lässt auf sein Volk brutal einprügeln!!!!!!!!!
    Frankreich muss für seine Dummheit schwer büßen!!! Diese Figur wurde ja nur gewählt um M. Le Pen zu ”verhindern“. Die ach so böse Rechte wurde gegen einen Feind des eigenen Volkes eingetauscht. War es das wert, liebe Franzosen? Eure Gutmenschenmentalität und politische Korrektheit lässt euch jetzt leiden😔. Warnungen habt ihr ignoriert und den Typen wie einen Rockstar gefeiert. Das böse Erwachen war nur eine Frage der Zeit !!!

  3. Diese höhnische Aussage zu diesem Wichtigtuer paßt zu seinem Charakter. Wenn er nur einen Funken Charisma hätte würde er zurücktreten als Präsident und die Ruhe wäre eingekehrt. So einfach ist das und Neuwahlen ansetzen.

  4. „Ich wünsche ihr eine schnelle Genesung und vielleicht eine Form der Weisheit“…
    Die Marionette Macron hat sich durch diesen Zynismus erneut entlarvt. „Markenkern“ der globalen Eliten ist Menschenverachtung.

    • französische und wenn man ausserhalb agieren will hat man noch die ausländertruppe fürs grobe alla Legion. die brauchen keine eu armee für sowas 😉

  5. Nach der zynischen und menschenverachtenden Logik des Möchtegern-Napoleons dürfte ihn seine Angetraute bei keinem öffentlichen Auftritt mehr begleiten, trotz Bodyguards.

  6. Die Politiker-Kaste wird immer dreister und frecher. Könnte in Deutschland durchaus auch passieren. Sie haben keinen Anstand mehr, verraten ihr Wahlvolk und liefern sie den künftigen neuen Herren aus. Wer dagegen demonstriert ist ein Staatsfeind, der seinen Mund halten soll. Das Zynismus pur. Schämen Sie sich Herr Präsident. Die Dame könnte ihre Frau sein, wenigstens dem Alter nach.

    • Könnte in Deutschland durchaus auch passieren.

      Passiert doch schon.
      Merkels Truppe für die Drecksarbeit ist die Antifa.
      Die dürfen sogar unbehelligt Webseiten mit Hasspropaganda betreiben, dort zu Mord und Totschlag aufrufen und sich ihrer Taten rühmen.
      Siehe
      de.indymedia.org
      loslegen.blackblogs.org
      und viele mehr.

  7. Also früher, als die Politiker noch eine Rest von Anstand hatten, sind diese schon wegen geringere Ereignisse zurückgetreten.
    Heute in den sogenannten westlichen Wertedemokratien, zeigen sie ungeniert die Verachtung für ihre eigene Bevölkerung und zeigen mit den Fingern auf die bösen Syrer, Chinesen, Burmesen, Venezolaner, usw. die eigentlich auch nichts anders machen. Ausser dass sie geschickter, subtieler und lautloser Vorgehen.

  8. Schon am 2. Samstag, Anfang Dezember, verwüsteten schwarz Vermummte unbehelligt und unter den Augen der Polizei den Triumphbogen, während es den Gelbwesten gerade noch gelang die Flamme des unbekannten Soldaten vor Schändung zu schützen. Seit dem versucht Macron die Gilets Jaunes mit Gewalt zu kontaminieren, leider mit erheblichem Erfolg.
    Vorletzten Samstag hatten etliche dieser
    – mutmaßlich von Geheimpolizisten gesteuerten – Schläger und Randalierer gelbe Westen an, sozusagen für’s Foto.
    Authentische Gelbwesten distanzieren sich scharf von den CASSEURS, wie sie Macrons wertvollste Truppe nennen.

    • Vorletzten Samstag hatten etliche dieser
      – mutmaßlich von Geheimpolizisten gesteuerten – Schläger und Randalierer gelbe Westen an,

      Weshalb sollten sich Geheimdienstler nicht als Gelbwesten verkleiden und randalieren dürfen?
      Präsidiale Leibwächter (z.B. Alexandre Benalla) dürfen sich ja auch als Polizisten verkleiden und mitprügeln.

  9. Für Menschen die für die finsteren Strippenzieher arbeiten ist Empathie und
    Mitgefühl ein „Ausschlußkriterium.

  10. Macron ist Euro-Globalist und Rothschild sozialisiert. Er outet sich bereits wiederholt als Volkstreter statt Volksvertreter.

    • Richtig, denn was soll sonst ein erfolgreicher Investmentbanker in der
      Poliik als die Agenda seiner Auftraggeber durchzusetzen.:-)

  11. Macron hätte bestimmt auf die am Boden liegende Frau eingetreten, wenn genug Polizisten dafür gesorgt hätten das sie sich auch nich wehren kann

  12. Macron zeigt sein wahres Gesicht, das eines eiskalten und brutalen Despoten, dem ein Menschenleben nichts bedeutet. Es geht um Macht und Gier, dafür prügelt man auch auf Rentner ein. Widerlich und abstossend sind sie, Monsieur Macron, dégoûtant !

    • Die wird warscheinlich jedes Wochenende und bei M&M Rendezvous im Schrank eingesperrt. Am Wochenende damit ihr auf Demos nix passiert.

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