FDP will CO2 in allen Sektoren einen Preis geben

Foto:Von photocosmos1/shutterstock
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Osnabrück – FDP-Chef Christian Lindner hat sich in die Debatte über eine Klimagas-Abgabe eingeschaltet, damit Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann.

„Die FDP will CO2 überall, in allen Sektoren, einen Preis geben“, sagte Lindner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Stiegen die Kosten, dann würden „Verbraucher und Firmen versuchen, CO2 zu vermeiden. Dies fördert Innovationen und neue Technologien“, sagte der FDP-Chef laut Presseportal.

Allerdings setze die FDP „nicht auf eine neue Steuer, die bloß Begehrlichkeiten beim Finanzminister weckt“, fügte er hinzu. „Zentrales Instrument“ sei der Handel mit Klimazertifikaten, bei dem die Politik bestimme, wie viel Treibhausgas insgesamt noch ausgestoßen werden dürfe. Durch das Löschen von Zertifikaten entstünden dann Anreize zur CO2-Vermeidung. „Soziale Unwuchten und Planwirtschaft wollen wir vermeiden“, betonte Lindner und forderte: „Die Milliarden aus dem Verkauf solcher Verschmutzungsrechte sollten nicht in den Staatshaushalt fließen, sondern an die Bürger ausgezahlt werden – und zwar pro Kopf, als Klimadividende.“

Grünen-Chefin Annalena Baerbock präzisierte in der „NOZ“ die Pläne der Ökopartei für eine CO2-Abgabe: „Wir schlagen einen Mindestpreis für CO2 von 40 Euro pro Tonne vor. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung wollen wir den Verbrauchern in Form eines Energiegeldes zurückgeben“, sagte sie. „Damit werden gerade die Haushalte mit einem geringeren Einkommen gestärkt, die tendenziell einen geringeren ökologischen Fußabdruck haben.“

Umweltschädliches Wirtschaften müsse „endlich seinen Preis haben“, um die Technologien von morgen zu entwickeln, sagte Baerbock weiter. Wenn Wirtschaftsminister Peter Altmaier eine CO2-Bepreisung in dieser Legislaturperiode verhindere „und lieber Strafzahlungen an die EU wegen Verfehlung der deutschen Klimaziele in Kauf nimmt, ist das das Gegenteil von einer zukunftsweisenden Wirtschaftspolitik“, warnte die Grünen-Chefin. „Nicht ohne Grund fordern selbst große Teile der Wirtschaft einen Preis für CO2.“

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19 Kommentare

  1. Ich finde, Lindner hat jetzt schon einen Preis mehr als verdient.
    Größter Dummschwätzer aller Zeiten.

  2. Es wird noch so weit kommen, dass Eltern bei der Geburt ihres Kindes eine CO²-Abgabe in Höhe der erwarteten Lebensdauer des Kindes zu zahlen haben.

  3. Einer meiner Geschichtslehrer sagte schon vor fast 30 Jahren:
    „Ein jeder Monarchist ist mir lieber, als ein liberaler Hanswurst.“
    Wie Recht er damit hatte, zeigt sich mittlerweile tagtäglich.

  4. als haetten wir es alle hier nicht schon geahnt:

    das ganze „greta-gedoehs- & gehopse“ dient einfach nur der einfuehrung einer neuen „abgabe“…
    fuer was das geld gebraucht wird, weiss hier sicher auch jeder…

    wie war das noch mal?:
    „es wird niemandem etwas weggenommen.“ (h.maas zur finanzierung der „fluechtlinge“)
    oder:
    „das kostet den steuerzahler nichts. der bund hat gut gewirtschaftet.“
    (j.kloeckner zur selben frage)

    https://media0.giphy.com/media/fV2nYFD3akDuTUgVhy/giphy.gif

  5. Sitzen wir bald bei Kerzenschein und essen Abendbrot und wird Mittags gegrillt oder über ein offenes Feuer im Kessel gekocht, zumindest wer die Möglichkeit hat. Da die Energiekosten drastisch gestiegen sind und werden. Es sollte keinen wundern wenn auch wieder schwarz geschlachtet wird, da auf alles was man kauft CO2 Steuer drauf geschlagen wurde. Doch was machen die anderen Länder, es scheint nur Deutschland scheint mächtig einen an die Klatsche zu haben und Lindner vorne weg.

    • Dann sitzen die ganzen deutschen Familien nach dem Abendmahl bei Kerzenschein zusammen in friedlicher Harmonie und studieren die Klimabibel wie im Mittelalter.

    • Kerzen gehen nicht. Und offenes Feuer und grillen…oh mein Gott! Wo denken Sie hin? Davon geht schließlich die Welt unter. …oder so..
      Nein, der Blödmichel wird artig bezahlen und das sogar noch gut finden, wenn der Bürger durch eine Steuer zum Nachdenken angeregt wird. Ist schließlich wirklich alles sehr schlimm mit dem Klima und so und da sollte man wirklich endlich, also echt…

      (Sorry, ich bin noch ganz traumatisiert von dem Gespräch über die Freitagsdemos, das ich letztens auf einer kleinen Feier ertragen mußte)

  6. „Die Milliarden aus dem Verkauf solcher Verschmutzungsrechte sollten nicht in den Staatshaushalt fließen, sondern an die Bürger ausgezahlt werden – und zwar pro Kopf, als Klimadividende.“ „Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung wollen wir den Verbrauchern in Form eines Energiegeldes zurückgeben.“ So kurz der Artikel ist, so viel Lügen enthält er. Nicht vom Autor, aber von den zitierten Politikern.
    Wann hätte eine deutsche Regierung, in der Erinnerung der noch Lebenden, ihrem Volk irgendetwas „zurückgegeben“? Auf die Einstellung des „Solidaritätszuschlags“ warten wir immer noch. Übrigens gibt es auch die Schaumweinsteuer aus dem Jahr 1902 zur Finanzierung der Kriegsflotte noch.

  7. Ich kann diesen hanebüchenen CO2 Unsinn nicht mehr lesen.

    Es ist nur noch interessant um zu wissen wer was unternimmt um seinen persönlichen monetären Vorteil zu vergrößern, Lindner ist hier eindeutig keine Ausnahme.

  8. Was ziehen Lindner und die Grünen sich eigentlich den ganzen Tag rein?
    Ich sehe da ne Flucht der Industrie aus Schlandland, den Verlust von Arbeitsplätzen ohne Ende und nimmer endende Preiserhöhungen.

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