Sensation! Forscher entdecken Parallelgesellschaften!

Foto: Collage
Bild dir deine Meinung (Foto: Collage)

Wenn man zu lange den Kopf in den Sand steckt, kann es passieren, dass man gewisse Entwicklungen nicht rechtzeitig erkennt. Und wenn man dann den Kopf wieder aus den Sand zieht und sieht, dass um einen herum alles anders ist als früher, dann ist das Erstaunen natürlich riesengroß.

Die „Bild“ hat jetzt mit Prof. Horst Opaschowski (78) so einen Forscher interviewt, der eine Erkenntnis präsentiert, das fast so alt ist wie der Islam:

Die Flüchtlingsfrage wird unsere Gesellschaft die nächsten 20 Jahre beschäftigen. Mindestens. Ich halte Zuwanderung per se nicht für schlecht. Doch ich erwarte von der Regierung mehr Ehrlichkeit. Etwa zwei Millionen Flüchtlinge sind nach Deutschland gekommen, jedes Jahr kommen 150 000 Asylanträge hinzu. Das ist so viel wie eine ganze Stadt. Es wird Zeit, der Bevölkerung zu sagen, dass es wahrscheinlich dauerhafte Zuwanderer sind, die bleiben. Denn Rückführungen gibt es ja kaum.

So ist Deutschland über Nacht zum Einwanderungsland inmitten von Europa geworden. Die Zuwanderung wird Deutschland verändern – noch ist aber unklar, wie. Wenn von staatlicher Seite aber nicht alles dafür getan wird, Zuwanderer zu integrieren und von ihnen Integration zu fordern, wird das Projekt scheitern. Es droht das Entstehen einer Parallelgesellschaft.

„Es droht das Entstehen“. Herr Professor hat anscheinend noch jede Menge Sand vor den Augen und wohl auch im Kopf. Parallelgesellschaften gibt es schon lange, da muss man nur die täglichen Horrormeldungen aus den Lokalblättern oder die Pressemitteilungen der Polizei kennen.

Und dass aus diesen Parallelgesellschaften bereits schon längst Gegengesellschaften geworden sind, dass die islamischen Gemeinden, die arabischen Großfamilien schon längst im öffentlichen Raum die Macht an sich gerissen haben, ist auch keine neue Erkenntnis.

Also, liebe „Bild“: Das nächste Mal bitte 20 Jahre früher mit solch einem Beitrag um die Ecke kommen.

Loading...

11 Kommentare

  1. Als ich mit der Bürgermeisterin von Berlin Kreuzberg, Monika Herrmann, vor Jahren die Probleme mit Parallelgesellschaften und die Folgen in unserer Wohnanlage diskutierte, hoffte ich seinerzeit auf ein Quartiersmanagement als Lehre aus den Versäumnissen.
    Leider gibt es dies bis heute nicht.

    Es droht also nichts zu Entstehen, sondern es existiert seit Jahren.

  2. Der Herr Professor versucht, politisch korrekt, den „Wir schaffen das“ Verblödeten beizubiegen, dass wir (bzw. die Bessermenschlein) dabei sind ’schland, wie wir es mal gekannt haben, vor die Betonwand zu fahren.
    Wir sind zwar nur noch einpaar Meter von der Wand entfernt, aber unsere
    FahrerFührer“ versichern uns permanent, dass dies immer noch das beste ’schland aller Zeiten ist und nichts passieren wird!

    • Hach wie schön….
      Schland, dat beste wat et jibt auffe Welt. Sicher wie nie zuvor vor….
      und Michel*in glaubt das noch allen Ernstes?

  3. Na ja, wahrscheinlich ist er erst nach 30 Jahren aus seinem Elfenbeinturm rausgekommen und hat nur kurz um die Ecke geschielt und ist dann schleunigst wieder im Elfenbeinturm verschwunden. Dabei ist er ausgerutscht und hat sich seinen Kopf schwer angeschlagen. Dabei kommt natürlich so ein Artikel raus. Weltfremd.

  4. Ein wenig Nachsicht, schließlich ist er Herr 78 Jahre alt und damit geistig nicht mehr so ganz fit, da dauern Denkprozesse schon mal länger.

Kommentare sind deaktiviert.