Ein liberales Waffenrecht schützte die Koreaner während der Unruhen von Los Angeles

Foto: Durch ARTFULLY PHOTOGRAPHER/Shutterstock

29. April 1992 – 4. Mai 1992 – Unruhen in Los Angels.

Kleine Geschichtstunde zu den berühmten «Dachkoreanern/Roof Koreans» während der berüchtigten Unruhen in Los Angels.
 
Viel muss ich gar nicht zu der dominant vertretenen «Gangster[kultur]» sagen, die von einigen (ihr wisst schon) Grüppchen in den USA vertreten wird. Als ein paar Polizisten eine Gruppe junger Afroamerikaner in ihrem Auto kontrollieren wollten, dabei feststellten, dass der Fahrer ziemlich dicht war (mit womöglich mehr als nur Alkohol), wollten sie die Jungs festnehmen. Es kam zum Gerangel in dessen Folge einer der Afroamerikaner im Auto verletzt wurde. Man bezichtigte die Polizei der Misshandlung aus niederen Beweggründen – vor Gericht wurden sie jedoch freigesprochen, obwohl ein Videotape beweisen konnte, dass die Polizei doch unverhältnismäßig brutal vorgegangen ist.
Ein Jahr später, 1992, direkt nach der Urteilsverkündigung, nutzten die afroamerikanischen «Gemeinden» in Los Angels die Gelegenheit um ihren Respekt und ihre Achtung gegenüber dem Rechtsstaat zum Ausdruck zu bringen, friedlich zu demonstrieren und den hohen Standard der Black Culture hochzuhalten.
 
Nein Spaß. Afrikanische Jugendbanden und einige Hispanics verwandelten die Metropole in ein Schlachthaus, plünderten Geschäfte, attackierten die Polizei, zerstörten sogar ihre eigenen Nachbarschaften und verübten rassistische Übergriffe auf Weiße und Asiaten, genauer die Koreaner. Um es mit den Worten eines erbosten Afroamerikaners auszudrücken: „Sie haben keinen Respekt vor der schwarzen Bevölkerung!“ (Videoempfehlung)
 
Tausende Geschäfte wurden geplündert und die Polizei, selbst in den USA, war ziemlich machtlos gegenüber diesem plötzlichen Ausbruch von Gewalt. Das sollte uns eigentlich zu denken geben, wie schnell sich auch eine zivilisierte Gesellschaft in eine kleine Hölle auf Erden verwandeln kann. 63 Tote, mehrere Tausend Verletzte, über eine Milliarde in Schäden, Familienbetriebe zerstört, Nachbarschaften in Brand gesteckt und so weiter. Anders als gemeint nutzten die Gangs häufig gar keine Pistolen (auch), sondern benutzten eben gerne mal Macheten, Knüppel und anderes Schlagwerkzeug, um sich Zugang zu Geschäften oder in die Schädel ihrer Nachbarn zu verschaffen.
Pech für die Südkoreaner war, dass sie zusammen mit den Afroamerikanern und Hispanics in den Migrantennachbarschaften quasi isoliert waren. Die kulturellen Unterschiede sind nicht von der Hand zu weisen und bedürfen wohl keiner näheren Ausführung.
In dieser Situation organisierten sich die häufig durch die Wehrpflicht vorgeschulte Koreaner in Selbstschutzverbänden, versperrten ihre Geschäfte und begannen damit sich selbst zu verteidigen, weil weder die Polizei noch das Militär sonderlich hilfreich waren. Das liberale Waffenrecht in den USA erlaubte ihnen, dass sie ihr Eigentum und ihr Leben selbst schützen, statt auf die Gnade und die Mithilfe staatlicher Organisationen zu warten, die mit der Situation überfordert waren.

Viel interessanter ist aber eigentlich die Implikation, wie schnell die uns bekannte Zivilisation zusammenbrechen kann. Es bedarf nur kleiner Funken, um selbst hochtechnisierte Gesellschaften in Barbarei implodieren zu lassen. Die Tatsache, dass multiethnische und multireligiöse Staaten mit hoher Verschuldung noch weniger als andere gegen solchen Zusammenbruch geschützt sind, sollte uns eigentlich zu denken geben.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf younggerman.com.

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3 Kommentare

  1. Zivilisation ist gleich Dekadenz. Barbarei das Gegenteil von Dekadenz. Waffen für alle. Kampf statt Untergang.

  2. Das weiß man doch intuitiv. Dazu braucht man keine Hochschulausbildung. Ganz im Gegenteil, die ist wahrscheinlich hinderlich.

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