SPIEGEL-Terror: Sascha Lobo als intellektueller Bodenturner

Max Erdinger

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Ober-Troll Sascha Lobo - Foto: Imago

Der SPIEGEL-Irokese hat wieder zugeschlagen. Wenn er nicht vorher schon einen zerbrochenen Kopf hatte, dann hat er jetzt einen. Er nennt den Christchurch-Attentäter Brenton Tarrant einen „Troll-Terroristen“. Die Opfer des Attentäters sind allerdings nicht trolltot, sondern so tot, wie immer, wenn ein Terrorist zugeschlagen hat. Lobos Wort „Troll-Terrorist“ in der Schlagzeile reicht eigentlich schon, um zu wissen, worauf der Netzspezialist Lobo hinaus will: Irgendwie muß wohl die Tatsache eine Rolle spielen, daß sich auch Terroristen im Internet tummeln. Die Medienkritik.

Es ist natürlich ein bißchen ungöttlich, daß dem Anschlag von Christchurch ziemlich unmittelbar ein zweiter im niederländischen Utrecht folgte und daß der IS ebenfalls Rache für das Attentat in Neuseeland angekündigt hat. Es ist überhaupt ungöttlich, daß dem einen Anschlag in Neuseeland so viele andere gegenüberstehen. Für einen wie Sascha Lobo sollte das zumindest so sein. Aber weit gefehlt: Wenn auch alle Anderen Terroristen sind, der neuseeländische Attentäter ist ein „Troll-Terrorist“. Handelt es sich bei Sascha Lobo womöglich um einen „Troll-Denker“?

Der Attentäter von Christchurch verknüpft seine faschistische Ideologie mit der Netzkultur. Die mediale Verbreitung der Tat ist Teil des Terrors – wir müssen uns hüten, unabsichtlich mitzumachen.„, schreibt der Lobo. Keine Ahnung, wen er mit „wir“ meint und wo er den Unterschied sieht zwischen der medialen Verbreitung der Tat von Christchurch und derjenigen von medienwirksam inszenierten Massenhinrichtungen bspw. des Islamischen Staates. Natürlich ist eine Terrortat, die nicht bekannt wird, ziemlich wertlos für den Terroristen. Das ist generell so und keineswegs auf Attentate wie das von Christchurch beschränkt. Was sich Brenton Tarrant dabei gedacht hat, seine Horrortat per Livestream in die Welt hinauszuposaunen, dürfte exakt dasselbe sein, was sich noch jeder Terrorist in Zeiten des Internets gedacht hat.

Ein neuer Typus Terrorist ist entstanden und entsteht noch. Ein Troll-Terrorist, der den Massenmord als Instrument einer hypermedialen Inszenierung betrachtet.

So neu ist nun das Internet auch nicht mehr, daß Lobos „Troll-Terrorist“ erst noch in der Entstehung begriffen wäre. Der IS hat beispielsweise sogar Unterwasserkameras in einem Pool installiert, um hypermedial die Ersäufung von ein paar Männern in einem Käfig zu inszenieren. Der Sascha versteht sich allerdings als Netz-Avantgarde. Da kann er nicht einfach mit irgendwelchen ollen Kamellen daherkommen.

Annegret Kramp-Karrenbauer hatte nach dem Attentat in Christchurch getwittert, daß es für so etwas keine Erklärung geben könne, schreibt Lobo. Der SPIEGEL-Sascha unterstellt ihr, daß sie womöglich geschockt gewesen sein könnte, als sie das geschrieben hat. Es gebe sehr wohl eine Erklärung dafür, meint er. Was er nirgendwo erklärt, das ist, warum AKK zu den islamistischen Anschlägen in Nigeria nichts getwittert hat, das bekannt geworden wäre. Ob sie wohl nicht geschockt gewesen ist, als 120 gemeuchelte Christen vor einer niedergebrannten Kirche in der Sonne liegend verwesten, fürchterlich zugerichtet von Machetenhieben? Aber gut, wie lautet nun die avantgardistische Erklärung vom Erklärungs-Sascha?

Dafür gibt es eine Erklärung, denn der Terrorist von Neuseeland dachte und handelte nach einem Muster, das uns bereits begegnet ist und noch begegnen wird. Dieser Text ist der Versuch, sich dieser Erklärung anzunähern.

So-so. Es gibt also eine Erklärung, aber sie läßt sich nicht so einfach erklären, weswegen wir hier lediglich eine Annhäherung an die Erklärung lesen werden. Mit anderen Worten: Lobo ist sich nicht sicher, wieviel die Finger hergeben werden, die er sich gerade in den Mund steckt, um eine Erklärung herauszusaugen. Aber es gibt eine. Das weiß er jetzt schon. Jede Wette, daß ihn in seinem ganzen Leben noch keine Frau „mein süßes Logik-Saschali“ genannt hat.

Aber weil es sich eben um einen neuen Typus des rechtsextremen Terroristen handelt, muss jeder Erklärungsversuch scheitern, der nicht die Kommunikation, die kulturellen Eigenheiten und die politischen Positionen der Netzgeneration miteinbezieht.

So sehr ich mir auch das Hirn zermartere, weil der Sascha bisher noch nicht erklärt hat, wie er zu der Behauptung kommt, es handle sich bei Brenton Tarrant um einen neuen Typus des rechtsextremen Terroristen, – es will und will mir nicht gelingen, in dem Attentat von Christchurch etwas zu entdecken, das sich bspw. von Anders Behring Breiviks Horrortat in Oslo und auf der Insel Utoya unterscheidet. Der einzige Unterschied, den ich erkennen kann, ist der, daß er seinen Opfern die Genitalien nicht abgeschnitten und in den Mund gestopft hat, so, wie die islamistischen Attentäter im Pariser Club Bataclan. Er wird doch wohl nicht sagen wollen, der neue Typus des rechtsextremen Troll-Terroristen sei – man mag´s ja kaum hinschreiben – irgendwie „menschlicher“ als der altbekannte Ohnetroll-Terrorist islamischer Prägung? Ich bin mir ziemlich sicher, daß unser Erklärversuchs-Sascha genau das eigentlich nicht gesagt haben wollte.

Jetzt aber Obacht, gleich erklärt uns der Sascha nämlich, was ein Troll-Terrorist sein soll.

Der Begriff Troll-Terrorist mag übertrieben oder geschmacklos erscheinen, und ich kann verstehen, wenn man ihn ablehnt. Aber eine bestimmte Form der Netzkultur findet sich sehr eindeutig in den Zeilen des Schriftstücks, bei der Tat selbst und ebenso in der Art der Verbreitung, etwa auf 8chan. Das ist ein Internetdiskussionsforum, ein Imageboard, wo alle Nutzer anonym ohne Anmeldung Bilder und Texte posten können. 8chan ist eine Abspaltung des bekannteren 4chan, nachdem dieses den extremsten Nutzern zu harmlos geworden war. Die Essenz dieser Troll-Foren ist eine Mischung aus offensivem Humor, Grenzüberschreitung und oft auch Menschenfeindlichkeit, sie haben ganz eigene Codes und Praktiken herausgebildet, die sich quer durch das Manifest wiederfinden.

Das mag ja alles sein, aber Brenton Tarrant hat seinen Livestream nicht bei 8chan gesendet, sondern bei Facebook, dem sozialen Netzwerk für die Altersgruppe der über 95-Jährigen. „Offensiver Humor“ ist übrigens auch eine urkomische Wortkombination in ihrer ganzen Offensive, Sascha. Alle Achtung, bist ein lustiger Vogel. Und wenn man sich überlegt, daß es in diesem sagenumwobenen Darknet, von dem meinereiner nicht mal wüsste, wo er es finden kann, sogenannte Gore-Videos zu sehen geben soll, die angeblich von Leuten konsumiert werden, die keine Troll-Terroristen sind, dann scheinen mir Saschas Fingerlein schon ziemlich leergesaugt gewesen zu sein, bevor er sie sich als Erklärungsversuchshilfe in den Mund gesteckt hat.

Im Folgenden liefert er dann ein paar Indizien aus Brentons Manifest dafür, daß der sich auf solchen Seiten wie 8chan getummelt haben könnte, entschuldigt sein Nichtwissen hinsichtlich der Tatsächlichkeit dessen aber damit, daß „der kenntnisreiche Journalist Kevin Roose, der für die „New York Times“ über Netzkultur berichtet“ ebenfalls von einem Minenfeld schreibt, auf dem man schnell mal daneben treten kann.

Daß Brenton Tarrant Teile seines Manifests in der FAQ-Form geschrieben hat, verführt den Erklär-Sascha aber dann doch zu ziemlicher Gewißheit. Original aus dem Manifest, zitiert nach Sascha Lobo: „Wo hast du deine Überzeugungen bekommen, recherchiert, entwickelt?“ antwortet er: „Im Netz, natürlich. Du wirst die Wahrheit sonst nirgends finden.“ Daraus saugt sich Lobo drei Mindestvoraussetzungen, was so verräterisch ist wie immer, wenn sich jemand drei Punkte herauspickt, drei Thesen vorstellt oder in Dreiteufelsnamen klug wirken will: Die 3 ist immer die richtige Zahl für alles. Nicht, weil tatsächlich immer genau 3 Dinge wichtig wären, sondern weil die 3 den Nachweis der hochgeistigen Beseeltheit desjenigen liefert, der von 3 Dingen redet. Er spricht oder schreibt in der Zunge von Vater, Sohn und heiligem Geist. Deswegen sind es immer 3 Dinge, wenn sich die Leute wichtig machen wollen – und nicht 4 oder 97. Aber gut, Sascha will uns also erklären, warum exakt 3 Mindestvoraussetzungen gegeben sein müssen, „um sich der Tat medial zu nähern.“ Sagt man eigentlich in seinen Kreisen nicht, daß, wer die Dreifaltigkeit bemüht, ein bißchen „ewiggestrig“ ist? Und wenn ja: Wie konnte der Sascha jemals als Avantgardist durchgehen? Man bemerke: Das ist nur eine einzige (in Zahlen: 1 ) Frage. Aber gut jetzt, Saschas 3 (!) Mindestvoraussetzungen:

Erstens, sie als das zu beschreiben, was sie ist: der antimuslimisch-rassistische Massenmord eines rechtsextremen Terroristen. Zweitens, zu begreifen, dass hier ein netzspezifisches Terrorphänomen mit netzspezifischen Regeln entsteht. Und drittens zu erkennen, welche zwei Hauptziele die Tat samt Manifest verfolgt.

Boah! Fast glaube ich, daß die „Ewiggestrigen“ so etwas als „gottverdammte Klugscheißerei“ bezeichnen. „Erstens“ können wir kürzen: Massenmord eines Terroristen. Das können wir deswegen, weil es muslimische Massenmorde gibt und linkesextreme Terroristen. Daß jemand antimuslimisch-rassistisch und rechtsextrem ist (oder sein soll), hat mit dem Internet nicht mehr zu tun, als in jedem andersgelagerten Fall auch. „Zweitens“ ist sowieso der reine Blödsinn, da noch jeder Terrorist die Modesprache seiner jeweiligen Zeit gekannt haben dürfte. „Drittens“ ist lächerlich, weil die Hauptziele jeder erkennt, der Tarrants Livestream-Video gesehen hat und außerdem lesen kann. Aber Moment, die lobomäßig „betreute Annäherung an die Erklärung“ kommt erst noch. Als er schrieb, er nähert sich an, hat er nämlich nur geflunkert. Tatsächlich weiß Lobo ganz genau, was ein Troll-Terrorist wie Tarrant gemeinsam hat mit allen, die sich von ihm nur dadurch unterscheiden, daß sie (noch?) keinen Massenmord begangen haben. Gleich wird der Sascha deutlich.

  1. Verschwörungstheorien: Den „großen Austausch“ oder die „Umvolkung“ bezeichnet er als eine solche. Wenn er das wirklich ernst meint, müßte er konsequenterweise die Vereinten Nationen als Produzenten einer Verschwörungstheorie bezeichnen. Von dort kommt nämlich der Begriff der „replacement migration“. Außerdem müßte er bspw. Viktor Orbán als einen Verschwörungstheoretiker bezeichnen und praktisch jeden, der auf UN-Dokumente etwas gibt. Obendrein müßte er glaubhaft machen, daß das, was man ganz eindeutig sehen kann, nicht das ist, wofür man es hält. Was man ganz unbestreitbar sehen kann, das ist, daß die Obdachlosenzahlen in Deutschland seit dem Jahr von Merkels Amtsübernahme (2005) um 350 % gestiegen sind, nunmehr bei annähernd 1,2 Mio. liegen – und daß nagelneue Reihenhaussiedlungen nicht etwa gebaut werden, um sie von der Straße zu bekommen, sondern um Migranten „menschenwürdig“ unterzubringen. Im übrigen müßte der Unterstellung, daß sowohl Regierung als auch Bürger Reproduktionsraten hochrechnen können, um demografische Entwicklungen zu prognostizieren, das Etikett „Verschwörungsrechnen“ angeheftet werden. Damit hätte der SPIEGEl-Sascha vermutlich kein größeres Problem.
  2. Antifeminismus: Der Sascha macht bei allen potentiellen, rechtsextremen Troll-Terroristen „Frauenfeindlichkeit“ als Gemeinsamkeit aus. Die sei sogar eine „Einstiegsdroge“ ins rechtsextremistische Milieu. Für diese steile These bemüht er als Zeugin die Journalistin Kira Ayyadi, die im Januar 2018 geschrieben hatte: „Die Sehnsucht und die Wiederaneignung einer dominanten Männlichkeit und dem damit einhergehenden Antifeminismus dienen oft als Einstiegsdroge in ein national völkisches Weltbild.“ Lobo: Genau das findet sich im Manifest wieder, es beginnt inhaltlich mit der dreifachen Wiederholung des Satzes „Es ist die Geburtenrate“. – Tja, und spätestens hier muß dem Irokesen, den vermutlich noch nie eine Frau „mein süßes Logik-Saschali“ genannt hat, ein bißchen auf die Sprünge geholfen werden. Sascha, komm´mal her – *pssst!* -: Es spielt keine Rolle, wer gesagt hat, daß der Kuchen angebrannt ist, wenn der Kuchen angebrannt ist. Weil der Kuchen nämlich nicht durchs Sprechen schwarz geworden ist. So ist es auch mit der Geburtenrate. Daß sie nicht bestandserhaltend ist in den meisten westlichen Industrienationen, haben außer Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremisten schon ganz Andere völlig zutreffend festgestellt. Das ist so. Außerdem mußt du lernen, daß Antifeminismus nicht mit Frauenfeindlichkeit, sondern allenfalls mit Feministenfeindlichkeit zu übersetzen ist. Feminismus wird auch von Menschen mit männlichen Geschlechtsmerkmalen unterstützt. So, nachdem du das jetzt verstanden hast: Sind es nicht gerade die Feministen, die behaupten, der einzige generelle Unterschied zwischen Männer und Frauen sei der, daß die einen zeugungsfähig sind und die anderen gebärfähig – und daß sie ansonsten ziemlich alles gleich gut können? Doch, das sind die Feministen, die solchen Quark erzählen. Möchtest du vielleicht einmal darüber nachdenken, wozu der einzige Unterschied gut sein soll, den selbst Feministen nicht bestreiten können? Könnte es vielleicht sein, daß dieser Unterschied nicht deswegen existiert, damit man ihn als Nachrangigkeit behandelt? Und könnte es sein, daß die feministische und ach-so-„menschliche Gesellschaft“ einfach ausstirbt, wenn sie nicht ausreichend Nachkommenschaft hervorbringt? Und wäre es denkbar, daß das Totalversagen in Politik und Medien nicht mit einer zeitlichen Korrelation bei der generellen Ermächtigung des Weiblichen in öffentlichen Angelegenheiten einhergeht, sondern daß es da eine Kausalität gibt? Und wenn es ausschließlich Rechtsextreme wären, die sich solche Fragen stellen, was wären sie dann im Gegensatz zu solchen Leuten, die sich solche Fragen nicht stellen? – Here we go, Sascha: Das wären dann ziemlich kluge Leute, diese Rechtsextremen. Und so leid mir das tut: Das wären sie dann im Gegensatz zu Leuten wie dir. Da staunst du, was? So, und jetzt schreibst du hundertmal: „Es ist die Geburtenrate“. Das willst du noch immer nicht wahrhaben? Paß´auf: Hätten die Deutschen selbst genügend Nachkommen, um dem angeblichen Fachkräftemangel zu begegnen, dann könnte auch niemand behaupten, daß wir welche aus anderen Kulturen importieren müssen. Und soviel steht fest: Unsere eigenen Nachkommen würden nicht jeden Tag die Zeitungsspalten mit den Nachrichten von Messerattacken füllen. Und vor allem würden sie nicht die ganze Zeit „Alle hackbar!“ brüllen, wenn sie ein Messer in die Hand nehmen, etwa, um sich Butter aufs Brot zu schmieren. Irgendwelche sachlich zutreffenden Einwände dagegen, außer dem, daß dir das partout nicht gefallen will? Sascha, nächste Lektion: Es spielt für die Realität keine Rolle, was dir gefällt und was nicht. Tja, so ist es halt. Kann man nichts machen. Du wirst mir doch nicht ernsthaft erzählen wollen, daß deutsche Politiker der Geburtsjahrgänge 1910-1920, also Leute wie Strauß, Schmidt und Wehner, jemals auch nur annähernd einen derartigen Schwachsinn vom Stapel gelassen hätten, wie heutzutage Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Andrea Nahles, Claudia Roth und die ganze andere, völlig abgedrehte Weibsenblase, die unser Land mit ihrem unglaublichen Subjektivismus volles Rohr gegen die Wand fährt? Du wirst mir auch nicht erzählen wollen, daß Schopenhauer, Möbius und überhaupt Männer früherer Jahrhunderte, die sich über Weibspersonen ausgelassen haben, absolut keine Ahnung gehabt hätten, wovon sie reden. Oder willst du mir etwa erzählen, das einzig richtige Verständis vom Geschlechterverhältnis existiere erst seit ungefähr fünfzig Jahren? Das wirst du ja nicht wirklich irgendjemandem weismachen wollen? Sascha, ehrlich, sooo blöd ist keiner. Oder nur ganz wenige. Solche wie du zum Beispiel. Geh´einfach scheißen, wie man in Wien in einem solchen Fall von Wahnsinnsborniertheit sagen würde.

Es ist leider so, Sascha, – und ob uns das gefällt oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle: Mit der zunehmenden Ermächtigung des Weiblichen bei gleichzeitiger Verächtlichmachung des Männlichen, hat sich eine fundamentale gesellschaftliche Veränderung ergeben, die Karlheinz Weißmann – Rechtsintellektueller übrigens, die es neben „Rechtsextremen“ und „Troll-Terroristen“ auch noch gibt – so beschreibt: Ordnung, Leistung und Gerechtigkeit als männliche Öffentlichkeitsprinzipien sind abgelöst worden durch Kommunikation, Empathie und Gleichheit. Du wirst zugeben müssen, daß sich damit gegen eine patriarchalisch strukturierte Immigrantenmasse kein Blumentopf gewinnen läßt. Geschweige denn, daß sich solche Immigranten in eine Gesellschaft der ganzheitlich Entklöteten integrieren werden. Stimmt, oder?

So, und jetzt sind wir beide mal ganz ehrlich: Es gibt Gründe dafür, daß du dir das Christchurch-Masskaker ausgesucht hast, um deinen blöden Seich unters Volk zu bringen. Hättest du dir einfach die Augen verbunden und einen Dartpfeil auf die Scheibe mit den Massakern dieser Welt geworfen, dann hättest du mit größter Wahrscheinlichkeit ein islamisches behandeln müssen. Wolltest du aber nicht. Und zwar aus nachvollziehbaren Gründen nicht. Der SIEGEL-Leser will nämlich nicht lesen, wie gräßlich Islamisten sind, sondern wie gräßlich Rechtsextreme sind. Der will übrigens ebenfalls nicht lesen, wie rassistisch die ANC-Regierung in Südafrika ist, sondern wie rassistisch die Apartheid war. Und weil dir nichts Vernünftiges eingefallen ist zum Unterschied zwischen Christchurch und Club Bataclan oder Utrecht, versteckst du dich vorsichtshalber hinter „Versuch einer Annäherung“, um dann quasi aus dem Hinterhalt heraus doch noch das ganze rotlinke Magazin an hinterfotzigen Unhaltbarkeiten gegen „die Rechten“ abzufeuern. Ich sage es dir auf den Kopf zu: Die Zeit von Typen wie dir läuft gerade unwiderruflich ab. Nutze deine Tage, um dich wenigstens vorher noch über die institutionalisierte Männerfeindlichkeit schlau zu machen, damit du nicht hinterher immer noch mit deinem saudummen Gestammel von Antifeminismus und Frauenfeindlichkeit unangenehm auffällst. Hier das Update für deinen ewiggestrigen Kopfinhalt –> wikimannia.

 

 

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39 Kommentare

  1. Bei dem Lobo fällt mir der alte Witz ein:

    Sitz ein Rentner auf einer Parkbank. Setzt sich ein Punk mit fettem Irokesenhaarschnitt neben ihn hin.
    Der Renter schaut und schaut den Punker von oben bis unten an.
    Da wirds dem Punk zu bunt und er brüllt: „Hey Alter, hast du Problerme oder was?“

    Der Renter darauf:“Nein, im Gegenteil. ’44 war ich mit der Kriegsmarine in Südamerika. Und vor lauter Not hab ich es mit einem Papageien getrieben.
    Und wenn ich mich Dich so ansehe, könntest Du mein Enkel sein.“

    hehe

  2. Dem Selbstdarsteller-Kaspar kann man nicht zuhören. Der scheint schwer eines auf die Fondanelle bekommen zu haben, – sichtbar und von ihm gepflegt – wächst dort haarsträubend das rote Stroh heraus.

  3. Ja, jaa….der tiefschürfende Küchenpsychologe Sascha Lobo.

    Schade, seine Darlegungen sind ja nichts Neues und daher langweilig.

    Dabei gibt es doch viel spannendere Themen, die einer tiefsinnigen Betrachtung eines Küchenpsychologem bedürfen. Zum Beispiel:
    Warum läuft ein erwachsener Mann wie ein in der Pubertät stecken gebliebener Heranwachsender mit einem karnevalesken Irokesenschnitt, den er, …und wiederum warum? …, auch noch blutrot gefärbt hat, durch die Weltgeschichte?

    Die Frage kann eben nur ein versierter Küchenpsychologe wie er – und kein anderer -umfassend beantworten.
    Und auch wenn seine uninteressante spannende Erklärung mindestens 80 Seiten lang wird, bin ich mir sicher, einer wird sie sicherlich lesen und dann wieder bei Jouwatch in entsprechender wohlfeiler Manier der Leserschaft zugänglich machen.

    Ich würde mich so freuen…..

  4. Sahra Wagenknecht hat ja mal die „politische Bewegung“ „Aufstehen“ gegründet. Wie wäre es wenn Lobo die Bewegung „Liegenbleiben“ gründen würde? Im Bett bleiben, Rausch ausschlafen und nie mehr was sagen – das wär doch was für ihn!

    • Ja, für die Gesellschaft wäre das eine Wohltat, aber Narzisten reissen immer ihre Fresse weit auf. Früher hatte Lobo in der Hacker- und Netz-Szene eine hohe Reputation, heute ist er einfach nur noch ein Möchtegern. Dass ein ehemaliger Hacker heute für den SPEICHEL schreibt, sagt eigentlich schon alles.
      PS: Hacker sind in der Regel keine schlechten Menschen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Ja, für die Gesellschaft wäre das eine Wohltat, aber Narzisten reissen immer ihre Fresse weit auf. Früher hatte Lobo in der Hacker- und Netz-Szene eine hohe Reputation, heute ist er einfach nur noch ein Möchtegern. Dass ein ehemaliger Hacker heute für den SPEICHEL schreibt, sagt eigentlich schon alles.
      PS: Hacker sind in der Regel keine schlechten Menschen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    • Dem kann man ein Haus auf die Schnauze bauen, der quakt noch zum Kellerfenster heraus! Der hat zuviel ungefragtes Sendungsbewußtsein!

  5. Ein echt harter Punk, dieser Lobo! Hat in seiner Teenie-Punk-Zeit leider zuviel Klebstoff geschnüffelt und Bleistift gekaut. Das hat bewirkt dass er sich nur körperlich aber nicht mehr geistig aus der Pubertät heraus weiterentwickelt hat. Da hat man nur eine Chance um es zu was zu bringen: extremlinke Politik! Zusammen mit Roth und Hofreiter wäre er top für das närrische Dreigestirn im Kanzleramt! Wäre er Grüner, hätte er nach der nächsten BuTaWahl sicherlich eine Chance für einen Ministerposten!

  6. Was kann er? Hat er ein Handwerk gelernt? Ist er Krankenpfleger? Kann er Maschinen bauen? Hat er gar einen medizinischen Wirkstoff entdeckt, der Leben rettet? Nein.

    Der Kasper hat nichts, aber auch GAR nichts vorzuweisen. Er ist der Prototyp des verwöhnten und überheblichen Mittelstands-Kindes, das irgendwas mit Medien macht und die Haare schön hat. Deswegen findet er so viel Zuspruch bei Seinesgleichen. Er ist das Sprachrohr einer ganzen Generation von professionellen Nichtsnutzen, die ohne Youtube-Tutorial kaum das Klo putzen können und pausenlos die eigene Lebensuntüchtigkeit auf Feces Book dokumentieren.

    Wer derart abgehoben und der Realität entrückt ist, denkt selbstverständlich nicht geradeaus. Warum stehen immer ausgerechnet diejenigen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, die dort nichts verloren haben? Jede Putzfrau und jeder Kanalreiniger hat Wichtigeres zu erzählen als dieser Spralli.

    Aber wie im Artikel zu lesen ist: Die Zeit dieser Leute läuft ab.

    • Besser kriegt man es nicht formuliert. Diese Typen sind die Wurzel allen Übels. Zusammen mit den Muschi-Marxisten. Mit denen können wir nicht mehr diskutieren, die müssen wir bekämpfen, wenn unser Land noch einmal eine Chance zum Überleben bekommen soll. Danke.

  7. Wenn der „intellektuelle“ Herr Lobo wieder einmal gravierende Probeme mit seinem Bildungsstand hat, dann kann er ja noch einmal vorsichtig bei dem Berliner Busfahrer Joachim Radke nachfragen, ob dieser wieder so nett ist und ihm ein bisschen Nachhilfeunterricht in Allgemeinbildung gewährt..Obwohl Herr Radke sicherlich auch wichtigeres zu tun hat, als ständig chronisch dummen Menschen zu erklären, wie die Welt funktioniert.
    https://www.welt.de/vermischtes/article159876355/Sascha-Lobos-uebermotivierter-Auftritt-bei-Maischberger.html

  8. Bei 80% des Textes habe ich aufgegeben. Ich weiß wenn man erst einmal in das Schreiben kommt. Aber liebe Autoren, man will mehr als nur euren Beitrag lesen. Also fasst euch bitte kurz!

  9. Ich denke, die gesamte Kunstfigur „Sascha Lobo“ ist ein Projekt, das zeigt, wie ein Mensch nach einer Lobotomie so drauf ist.

  10. Hat der Typ eigentlich immer diese beknackte Frisuri? Ich dachte sowas ist in den achtziger Jahren ausgestorben.

    • Wenn man schon nicht wegen (fehlender) intelligenter Äußerungen Aufmerksamkeit erzielen kann, dann kann man es ja mal mit solchen Anachronismen versuchen.
      Seien wir doch froh, er hätte es auch im Stringtanga à la Borat probieren können…

  11. omg dieser Vogelscheuche.
    Bitte Jouwatch nicht den. Das verdirbt mir nur den Appetit.
    Über Chebli kann man sich zumindest etwas amüsieren.

  12. Wenn nicht immer alles breit getreten würde was so ein Spiegel Kasper da absondert, würde so etwas kaum jemand erfahren. Das Blättchen liest doch kaum noch jemand.

    • Das Blättchen darbt und die Haare seiner Kunstfigur ebenfalls. Oder sind die schon seit Jahren angeklebt ….

  13. Dieser Intellektueller Hochstapler läßt schon optisch den Verdacht zu, aus dem örtlichen Zoo entsprungen zu sein ………… ist bei der Jakob-Augstein-Postille also bestens aufgehoben !

  14. „Paulus schrieb den (dem) Irokesen: Euch schreib ich nicht – lern(t) erst mal lesen!“

    Zitat Otto Waalkes… und Recht hat er!

  15. Als ich den Typen vor Jahren zum ersten mal nur sah, vermutete ich schon, daß er nur Sondermüll im Schädel hat. Seitdem ich immer wieder mal das zweifelhafte Vergnügen habe, seine Wort- und Schriftbeiträge kennenzulernen, weiß ich, daß ich mich auf meine Menschenkenntnis gut verlassen kann.

    • Im Vorgarten möchte ich den aber auch nicht stehen haben. Für einen Gartenzwerg zu groß und viel zu hässlich.

  16. Kein Wunder, daß der für den Spiegel schreibt ! Jedes halbwegs seriöse Blatt würde das wirre Geschreibsel gar nicht bringen !

  17. Hervorragend und unterhaltsam geschriebener Artikel über einen Menschen der es eigentlich nicht wert ist auch nur eine Silbe über ihn zu verlieren.

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