ARD und Soros: Den Sumpf trockenlegen

George Soros und der ehemalige UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon Quelle: https://www.unmultimedia.org/s/photo/detail/678/0678393.html

Vor zwei Wochen berichtete jouwatch über die enge Verbindung zwischen Elisabeth Wehling, Autorin des umstrittenen „Framing Manuals“ der ARD, und den Open Society Stiftungen von George Soros. Dies wirft die Frage auf: Wie eng sind die Verbindungen zwischen der ARD und Soros?

Das Framing Manual wurde in Auftrag gegeben von Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR und von 2016 bis 2018 ARD-Vorsitzende. Es war aufgrund ihrer „linientreuen SED-Vergangenheit“ eine nicht ganz unumstrittene Entscheidung, als die Juristin Wille am 1.11. 2011 MDR-Intendantin wurde, wie die B.Z. schrieb: „Kaum volljährig, trat sie 18-jährig in die SED ein. „Aus Überzeugung“ wie sie selbst zugibt… Aus einer SED-nahen Familie stammend, bekam sie problemlos einen Studienplatz an der juristischen Fakultät in Jena. Jahrelang war sie mit einem DDR-Militärstaatsanwalt verheiratet.“ Der größte DDR-Opferverband, die Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) hatte gegen die Pläne protestiert, Karola Wille zur MDR-Intendantin zu machen, so die B.Z. 2011.

Als MDR-Intendantin war sie u.a. für den KiKa zuständig und die Skandale um die „Kinderfilme“ „Malvina, Diaa und die Liebe“ sowie „Ohne Dings kein Bums – Was möchtest du über das 1. Mal wissen?“ Am 8.2.2017 mahnte sie den Blogger Hadmut Danisch ab, da er über einen Antifa-Schlägertrupp gegen die AfD an der Uni Magdeburg und die MDR-Berichterstattung geschrieben hatte.

Danisch kritisierte Wille als „die mit dem monströsen Gehalt und den monströsen Pensionsansprüchen.“ Bei ihrem Jahresgehalt 2016, das laut FAZ 275.000 Euro betrug, wären das mehr als 17.000 Euro Pension im Monat.

Wie Dr. Sebastian Sigler auf Tichys Einblick schrieb, war Prof. Dr. Karola Wille zuständig für die Erteilung des Auftrages an Dr. Elisabeth Wehling, das „Framing Manual“ zu verfassen.

Laut einem Sprecher des MDR ist diese Darstellung jedoch „in vielen Punkten“ nicht richtig, folglich „auch nicht die Schlussfolgerungen daraus“: „Der MDR hat sich in seiner Zeit der ARD-Federführung Anfang 2017 intensiv mit dem öffentlich geführten Diskurs und der Darstellung der Medien, des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der ARD im Besonderen beschäftigt. Aus dieser Beschäftigung rührte der Entschluss, das Thema analytisch zu untersetzen und daraus Schlussfolgerungen für die Kommunikation über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuleiten“, so Willes Sprecher gegenüber jouwatch. Im Zuge dessen „stießen wir auf die einschlägige Arbeit von Frau Dr. Wehling, die zu diesem Zeitpunkt schon viele deutsche Unternehmen und Institutionen beraten hatte, und suchten das Gespräch mit ihr.“

Jouwatch wollte von Prof. Dr. Wille wissen,  wie die Wahl auf Elisabeth Wehling als Autorin des „Framing Manuals“ gefallen sei, eine Schülerin des Soros-Vertrauten George Lakoff an der Uni Berkeley. Außerdem wollten wir im Namen aller Bürger und Beitragszahler gerne erfahren, ob die Nähe zum Linksaktivisten Soros und den Open Society Foundations dabei eine Rolle gespielt habe, und welche Verbindungen die ARD noch zu den diversen Soros-Gruppen unterhält.

Laut MDR-Sprecher hatte Frau Dr. Wehling „auf ihrer Website, die uns bekannt war,  eine Referenzliste mit Institutionen öffentlich gemacht, aus der hervorging, dass sie bereits für eine Vielzahl von Institutionen gearbeitet hat, beispielsweise die Caritas, Greenpeace und eine Reihe von gemeinnützigen Stiftungen.“ Die Nähe von Frau Dr. Wehling zu George Soros und den Open Society Stiftungen sei „kein Faktor bei der Entscheidung, mit ihr zusammen zu arbeiten“ gewesen. Außerdem gebe es keine weiteren Verbindungen von Prof. Dr. Karola Wille und der ARD zu George Soros und Open Society.

Jouwatch kann jedoch belegen, dass die ehemalige ARD-Vorsitzende mehrmals zu Gast bei Ereignissen war, die eng mit  Soros verbunden sind. Dr. Karola Wille trat z.B. als Rednerin bei der „Netzwerk Recherche“ Konferenz 2016 zum Thema „Die große Verunsicherung: Medien zwischen Glaubwürdigkeitskrise und Zukunftssorgen” auf.

Netzwerk Recherche wird zwar vom NDR veranstaltet, aber weist in der Gästeauswahl seit Jahren eine auffällige Nähe zu Soros-Gruppen auf. So sprachen  2016 neben Wille und Stammgästen wie Anja Reschke, Kai Gniffke, Patrick Gensing, Giovannni di Lorenzo und Armin Wolf (ORF) gut ein halbes dutzend Mitarbeiter von Correctiv, darunter Chef David Schraven, Markus Grill, Justus von Daniels sowie dem jetzigen Buzzfeed-Chef Daniel Drepper; Panama-Papers-Enthüller Bastian Obermayer und Frederick Obermaier von der SZ/ICIJ; Reporter ohne Grenzen Chef Christian Mihr; Rebecca Roth von den Neuen deutschen Medienmachern; Markus Beckedahl von netzpolitik.org; und Vertreter von Soros-nahen Gruppen wie journalists.network/hostwriter und journalismfund.eu. Redner Stefan Wehrmayer arbeitete sowohl bei Correctiv wie bei Frag den Staat von Armin Semsrott.

Dazu Willes Sprecher zu jouwatch: „Die oder der ARD-Vorsitzende ist als Redner/in bei Veranstaltungen der Medienbranche vielfach angefragt. Zur Gästeauswahl der Veranstalter kann nur der Veranstalter Auskunft geben.“

Karola Wille sprach außerdem auf der re:publica 2017, die von Markus Beckedahl und der Soros-nahen netzpolitik.org veranstaltet wird, zum Thema  „Glaubwürdigkeit und Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“ und ist im Kuratorium der Soros-geförderten „Reporter ohne Grenzen“.

Zu Jahresbeginn 2019 übernahm Wille den Vorsitz des deutschen Nationalkomitees des Internationalen Presse Instituts (IPI). Wie journalistenwatch 2018 berichtete, listete das IPI am 15.1.2018 noch die Open Society Foundations unter den Sponsoren. Am 5.2.2018 war dies nicht mehr der Fall. Zu den Sponsoren des IPI gehören jetzt noch Soros-nahe Gruppen wie die Adessium Foundation und IFEX sowie die OSZE und die Europäische Kommission.

Dazu der MDR: „Frau Professor Wille hat zu Beginn des Jahres den Vorsitz des deutschen Nationalkomitees von IPI übernommen. Sponsorenkontakte sind nicht ihr Aufgabenbereich. Das IPI ist ein weltweites Netzwerk von Redakteuren, Journalisten und Medienmanagern, die sich gemeinsam für qualitativ hochwertigen, unabhängigen Journalismus einsetzen. Das IPI tritt für die Medienfreiheit und den freien Nachrichtenfluss überall dort ein, wo sie bedroht sind. Das Institut hat Beobachterstatus bei verschiedenen internationalen Gremien wie UNO, UNESCO und Europarat.“ Eine Nähe zu George Soros lasse sich daraus nicht schließen, „denn nach dieser Logik unterhalten dann ja auch der UNO-Vorsitzende, die UNESCO-Spitze und der jeweilige Vorsitzende des Europarats Kontakte zu Soros“, so der MDR.

Dazu jouwatch: In der Tat unterhalten der Europaratsvorsitzende Thorbjørn Jagland, die UNO und die UNESCO enge Verbindungen zu George Soros.

 

 

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Jouwatch bittet von antisemitischen Kommentaren abzusehen. George Soros ist kein Freund Israels oder des jüdischen Volkes.

 

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18 Kommentare

  1. „George Soros ist kein Freund Israels oder des jüdischen Volkes.“
    Und erst recht nicht des Deutschen Volkes und Europas.

  2. Ich habe mich durch den danisch link durchgearbeitet. War das jetzt eine halbe Stunde oder 45 Minuten?
    Aber interessant ist das z.T. schon. Nachdem er denen geantwortet hat passierte offenbar bis heute nichts, sonst hätte er wohl ein Update eingefügt. Grundsätzlich bin ich aber gegen alle Artikel der mehr als drei Minuten Lesedauer haben. Warum? Der Leser schaltet irgendwann ab. Dann fließen die Informationen nur noch durch ihn durch. Man sollte solche Texte auf das wesentliche kürzen. Das wäre auch hier (bei danisch) ganz einfach gewesen. Persönliche Kommentare und Anekdoten und juristische Spitzfindigkeiten interessieren den Leser nicht.

    • Viele Schreiber und auch Poster hier können sich nicht mehr an den Satz erinnern, der früher in jeder Telefonzelle (den gelben) zu lesen war:
      „Fasse Dich kurz, nimm Rücksicht auf Wartende!“
      Analog dazu „……,nimm Rücksicht auf Lesende“.

  3. Seitdem ich 2015 anfing mich politisch zu informieren taucht überall der Name Soros auf. Ein reicher Stalinist hat die gesamte Westliche Zivilisation infiltriert und untergräbt sie. Er liebt Demokratien weil man sie unterwandern kann. Er scheint China nicht gebrochen zu haben und liebäugelt mit Hamas z.B. Soros ist anti Israel, aber wie passt der Islam mit dem Stalinismus / Kommunismus usw zusammen?

    • Perfekt, denn wo alle Menschen gleich sind und nur die obersten Strippenzieher gleicher, da ist die Diktatur die Beste aller Regierungen der obersten GleichErsten.

      Kommunismus:
      …alle Produktionsmittel und Erzeugnisse in das gemeinsame Eigentum der Staatsbürger übergehen und alle Klassengegensätze überwunden sind

      Stalinismus:
      …die durch autoritär-bürokratische Methoden und Herrschaftsformen gekennzeichnet ist

    • Soros sind die Strukturen egal. Er nutzt sie oder er bekämpft sie. Nicht weil er Menschenfreund ist, sondern weil es immer um Profit Maximierung geht. Er beschreibt selber wie er den Staatschef eines afrikanischen Landes angebettelt hat die Gesetze zu ändern um ihn!!! zu stoppen. Der Staatschef machte es nicht und Soros saugte das Land aus.

    • Um seine Ziele duch zu setzen, finanziert er alle Seiten. Diese werden dann, da Ahnungslos gegeneinander ausgespielt.

  4. Und jetzt wird auch der letzte Rest Konservatismus in der FAZ gleichgeschaltet: Co-Herausgeber Holger Steltzner muß gehen, da „das gegenseitige Vertrauensverhältnis nicht mehr gegeben sei“. Damit ist auch der Abgang der letzten konservativen Journalisten Dorothea Siems und Heike Göbel bei der FAZ zu befürchten. Alle alten Journalisten von Rang und Namen, die früher diesem Berufsstand Ehre gemacht haben, findet man früher oder später bei Tichys Einblick, der Achse des Guten usw. wieder.

  5. Es ist etwas faul auf dieser Welt. Wenn es einem Menschen möglich ist, egal wie, soviel Geld anzuhäufen, dass er mit seinen Milliarden, politischen Einfluss nehmen kann, dann sollte dies verhindert werden. Ich würde so viel Einkommensteuer verhängen, dass es unmöglich wäre, eine Milliarde anzuhäufen. Leider müssten sich da aber alle Länder einig sein, das wird aber nicht geschehen, leider.

  6. „war sie mit einem DDR-Militärstaatsanwalt verheiratet…“ Das kommt gut im geeinten Deutschland an. Opfer der Militärjustiz und der NVA, oder auch Insassen vom Militärgefängnis Schwedt werden hingegen wenig Verständnis für diese „seltsamen“ Karrieren haben.

  7. Unsere jetzigen Machthaber lassen nichts unversucht, uns den Ganoven Soros als Menschenfreund und Wohltäter anzudrehen.
    Aber egal, wenn man sich sein Bild anschaut, kann es mit der finalen Vergruftung nicht mehr lange dauern.

    • Es reicht ein Blick in die Soros Biografie oder sein BBC Interview. Aber dafür müsste man lesen, hören und noch wichtiger verstehen können was man da gerade erfährt. Alles Eigenschaften die „unserer“ Journaille fehlen.

    • Hmmmmm, Soros ist niemand der sich was sagen lässt. Damit wäre Soros nicht bestraft aber der Teufel. Wobei man meinen könnte es handelt sich um ein und dieselbe Person. Für Soros also nichts neues.

    • Falls es einen Gott gibt, wird er dort auch schmoren, da helfen ihm dann seine Milliarden auch nicht mehr. Das letzte Hemd hat keine Taschen, und Gott ist nicht bestechlich.

    • Eher ausgelöscht!
      Die neg. sch. Seele kann man auslöschen! Nix Hölle. Da kommt er womöglich wieder zurück. Auslöschen, dann gibts die Existenz nicht mehr.

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