Tizian in Frankfurt: Wenn schöne Frauen stolz ihre offenen Haare und Brüste zeigen

Frankfurt – Wenn schöne Venezianerinnen stolz ihre offenen Haare und alabasterweißen Brüste zeigen und diese Bilder von jungen Musliminnen in langen Hijabs bestaunt und gar verschämt mit Handys fotografiert werden, dann gehen einem viele Dinge durch den Kopf. Der erste Gedanke beim Anblick dieses Bildes im Bild, eingefangen bei einem Museumsbesuch im Frankfurter Staedel dreht sich um den nicht zu übersehenden Tatbestand, dass im März 2019 Frauen durch europäische Städte laufen, die nicht einmal ein Bruchteil der Rechte und Freiheiten besitzen, die Anno 1520 als Meister Tizian den Pinsel schwang in Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien und anderen Ländern selbstverständlich waren. Noch mehr erstaunt freilich, dass 500 Jahre nach Tizian, Eliten ihr Unwesen treiben, die nicht einmal merken, wie sich in Europa geschlossene Parallelgesellschaften ausbreiten, die auch einem Tizian und erst recht einem freizügigen Dürer – der aus seiner mutmaßlichen Homosexualität und sexfreien Zweckehe keinen Hehl machte – sauer aufgestoßen wäre.

Der zweite Gedanke, der einem bei der Staedel-Ausstellung „Tizian und die Renaissance in Venedig“ durch den Kopf geht, ist der Tatsache geschuldet, dass mutmaßlich ein großer Teil der Besucher mit den augenfälligen religiösen Inhalten der meisten Bilder eigentlich so gut wie gar nichts anfangen können, aber sich bis zum Mainufer die Beine in den Bauch stehen, um sie zu sehen. Bilder aus einer anderen Welt, die zwischen Sinnlichkeit und Frömmigkeit noch keinen Widerspruch sah. Bilder eines inzwischen verhöhnten „christlichen Abendlandes“, dass seinen Humanismus einerseits aus dem Leben Christi ableitete, andererseits die antiken Philosophen, Schriftsteller und Wissenschaftler wieder neu entdeckte.

Glücklich stimmt allerdings, dass trotz staatlich geförderter blasphemischer Geschmacklosigkeit und sinnfreier Aktionskunst, trotz des „Sic Transit Gloria Mund“ und anderer den Untergang Europas einläutender Machwerke (jouwatch berichtete) es immer noch genügend Menschen gibt, die Kunstwerke dieses alten noch christlichen Europas schätzen. Darunter auch viele junge Museumsbesucher. Da ist es fast verzeihlich, wenn sie zum ersten Mal in ihrem Leben via Audio-Kopfhörer vernehmen, wer Maria Magdalena war, und warum der heilige Hieronymus einen ausgewachsenen Löwen als Schmusekatze besaß.

So lange Tizian noch in den Museen hängen darf und seine Venus noch keinen Slip und BH verpasst bekommt, ist das Abendland noch nicht ganz verloren. Viel schlimmer ist wohl, dass auch ein Tizian für die Veröffentlichung seiner Venus heute eine vierwöchige Sperrung seiner Facebookseite zu befürchten hätte. Das ist wirklich krank; und noch kränker, dass in vielen islamischen Ländern Frauen, die so freizügig leben wollen, wie in der Renaissance, diesen Freiheitsdrang mit Peitschenhieben büßen müssen. Wie frei muss sich da eine Frau fühlen, wenn sie mit Hijab keusch verhüllt, in einem Museum barbusige Venezianerinnen ansehen darf. Die Ausstellung im Museum Staedel ist noch bis zum 26. Mai geöffnet. Auch für Frauen in Hijabs. Die können von Tizian viel lernen, zum Beispiel das Jesus die Steinigung einer Ehebrecherin verhinderte. (KL)

 

 

 

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5 Kommentare

  1. Das können sie nur bestaunen und bewundern, bis Europa islamisch ist. Dann werden diese ganzen „schmutzigen“ Bilder und Statuen vernichtet.

  2. „Wie frei muss sich da eine Frau fühlen, wenn sie mit Hijab keusch verhüllt, in einem Museum barbusige Venezianerinnen ansehen darf…“

    Falsch!! Die meisten werden denken „Was für eine Schlampe, was für eine Gesellschaft in der das Gutgeheißen wird!!“ Auch moslemische Frauen sind tief in ihrer Gesellschaft/Denken durch Erziehung verankert.

    Versucht es euch anderherrum vorzustellen. Versucht euch vorzustellen ihr würdet nach UAE, Pakistan… „Afrika“ auswandern und solltet euch dort „integrieren“.
    Das würde bedeuten: Formatiert eure soziale & kulturelle Festplatte & installiert ein neues „Betriebssystem“
    Das KANN nur funktionieren wenn man im vorhinein schon….

  3. Ich wäre für einen verpflichtenden Schul-Besuch in solchen Museen, damit Kinder
    die Errungenschaften europäischer Kultur kennenlernen.
    Doch bei meinem Vorschlag würden gewisse Eltern sturm laufen. Das würde
    den gerechten Lehrerschlaf stören. Deswegen besuchen Kinder eine Moschee
    und haben von Kultur inzwischen keine Ahnung

  4. Ich hoffe die haben genug Sicherheitspersonal, bei Moslems muß man mit Bilderstürmereien rechnen…..

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