Feuermelder drücken, wenn die Schmier kommt!

Schlaglicht

Feuerwehr (Symbolfoto: Durch Katja Pruess/Shutterstock)
Feuerwehr (Symbolfoto: Durch Katja Pruess/Shutterstock)

Es kann so einfach sein. Wenn die Polizei vor der Tür steht, muss man zur Rettung nur die Feuerwehr rufen. Das funktioniert, obwohl im Flächenland Brandenburg die nahezu tot gesparte Polizei meist die Letzte ist, die vor Ort ankommt. Bei Abschiebungen Geflüchteter ist das anders.

Da haben im rot-rot regierten Bundesland in der Ex-Zone noch andere Gesetzmäßigkeiten Vorrang. Im Heimatland der Kanzlerin Angela Merkel darf eben fast jeder bleiben, den sie einmal mit oder ohne Papiere rein ließ. Zum Stichtag, dem 31.1.2019 gab es in Brandenburg 5.669 ausreisepflichtige Personen. Bei 4.670 von ihnen ist die Abschiebung ausgesetzt. Nur 273 wurden tatsächlich abgeschoben, 257 nach dem Dublin-Vertrag zurückgeführt. 1.338 ausreisepflichtige Ausländer leben hier völlig unangetastet, ohne Duldung auf Steuerzahlerkosten.

So schrieb selbst der AfD-unverdächtige SPIEGEL-Autor Jörg Diehl in einer Titelstory von der Einfachkeit, eine Abschiebung zu verhindern. Man taucht ab (in Brandenburg 74 Mal passiert, sehr beliebt), tauscht in der Erstaufnahme einfach die Zimmer (mit 41 Fällen auf Platz zwei) oder man drückt einfach den Feueralarm-Knopf, wenn die Schmier kommt.

Trotz der vielen Abstufungen zwischen all den Bleibenden und Geduldeten sind definitiv 1.338 Menschen in Brandenburg zuviel und müssten gehen. Am besten, wenn es um die rot-rote Landesregierung ginge, freiwillig. Aber das tun sie nicht. 338 Rückführungs-Versuche schlugen 2018 fehl. Also mehr, als tatsächlich in die Heimatländer abgeschoben wurden.

Und kommt man wirklich als Abschubi am Flughafen an, kann man immer noch randalieren (mit 187 Mal auch sehr beliebt) oder auf das Bundesamt für Migration hoffen. Die stornierten hier 36 Abschiebungen wegen schlechter Luft, Urlaubswünschen oder Krankheit. Konsequentes Handeln des Staates sieht anders aus. Aber wer will das schon?

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3 Kommentare

  1. Das war doch schon 2015 bekannt, dass die Broschüren hatten, was sie im Fall einer Abschiebung tun sollen, um diese zu verhindern.

    • WDRforyou (auch als Tube-Kanal) gibt den Illegalen Tipps, wie sie bleiben können und ein betreutes Leben führen können. Dafür gab´s sogar den Grimme-Preis.

      Es gibt auch etliche FB-Gruppen, die Tipps geben.

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