„Seenotrettung“: Kirchensteuer versank im Mittelmeer

Foto: Imago
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50.000 Euro Kirchensteuergeld, das der Münchener Kardinal Reinhard Marx Ende Januar schnell und unbürokratisch der Regensburger NGO Sea-Eye für die „Rettung Schiffbrüchiger“ vor der afrikanischen Küste gespendet hatte, waren vergebens. Denn die letzte Mission endete sprichwörtlich als Schlag ins Wasser. Bereits vor einer Woche (6. März) beendete die „Alan Kurdi“ still, leise und ergebnislos ihren dreiwöchigen Einsatz im Hafen von Palma de Mallorca, von wo sie am 16. Februar abgelegt hatte.

„Die Mission wäre ohne die großzügige Spende von Kardinal Marx von der Diözese München-Freising nicht realisierbar gewesen“, hatte Sea-Eye gejubelt, nachdem die Gelder knapp geworden waren und es unverhofft Kirchensteuer wie Manna vom Himmel regnete. Ihr Schiff, die umgetaufte Alan Kurdi (ehemals „Professor Penck“), war bis 6. März das einzig verbliebene Schiff einer „Seenotrettungs“-Organisation, das im Mittelmeer noch unterwegs war. Die anderen Schiffe liegen aus unterschiedlichen Gründen fest auf Malta (Mission Lifeline, beschlagnahmt), Marseille (Sea-Watch, Nachrüstung) und Barcelona (Open Arms).

Die Alan Kurdi fährt unter deutscher Flagge und war im Februar vor der libyschen Küste in Lauerstellung gegangen. Dort patrouillierte sie mehrere Tage in 30 bis 50 Kilometer Entfernung nordwestlich von Tripolis, bis sie in der letzten Februarwoche vor schlechtem Wetter im Windschatten der tunesischen Küste, wenige Kilometer vor Sfax, in Deckung ging.

Anschließend operierte sie erneut für einige Tage vor der tunesisch-libyschen Küste und drehte dann unverrichteter Dinge Richtung Balearen ab. Italiens Innenminister Salvini hatte zwischenzeitlich unmissverständlich deutlich gemacht: „Diese Leute sollten wissen, dass sie mit ihrer Ladung illegaler Einwanderer nie ankommen werden.“ Gleichzeitig lobte er  einen erfolgreichen „Push-Back“ der Libyschen Navy Coast Guard mit 120 Menschen.

Auf ihren Webseiten erklärte Sea-Eye zunächst nur sprachlich dürr den Einsatz für beendet und legte inzwischen nach. Sie habe unterwegs zweimal von mutmaßlichen Seenotfällen gehört, ohne eingreifen zu können. Trotzdem behauptet Einsatzleiter Dominik Reising nun: „Es war eine erfolgreiche Mission. Wir waren vor Ort. Wir waren bestmöglich vorbereitet. Wäre es zu einem Einsatz gekommen, wären wir da gewesen und hätten den Leuten helfen können. Glücklicherweise war es nicht notwendig. So waren wir das Auge Europas im Mittelmeer und haben beobachtet.“

Kritiker dürften sich bestätigt sehen, dass es keinen Bedarf an privater „Seenotrettung“ gibt, nachdem die libysche Küstenwache offenbar in der Lage ist, Seenotfälle in ihre Häfen zurückzuführen. Tatsächlich ging die Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer in 2018 stark zurück, nachdem Italien und Malta Schiffe der NGOs an die Kette gelegt und so den Pull-Faktor unterbrochen hatten.

Nach zehn Tagen im schönen Palma will Sea-Eye demnächst zur nächsten Mission aufbrechen. Unklar ist, wie viel von der Kirchensteuer-Spende noch übrig ist oder ob der Münchener Kardinal erneut den Klingelbeutel bemühen muss. Allerdings treiben ihn mit dem massenhaften Kindesmissbrauch durch pädophile Priester momentan andere Sorgen um. (RB)

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37 Kommentare

  1. 50000 Euro? Kirchensteuer-Peanuts. Auch wenn keiner mehr in der Kirche wäre, ginge es Marx & Co immer noch exzellent. Solange es den Staatsvertrag gibt, der die Kirche mit jährlich 50 Milliarden Euro für ihre kirchlichen Sozialeinrichtungen versorgt, den Typen wie Marx das fürstliche Gehalt bezahlt, ist alles in Ordnung. Daß Marx die Schlepper unterstützt ist klar. Er hält nur sein Geschäftsmodel, die Asylindustrie, das neue „Goldene Kalb“ der Kirchen am Laufen. Die Afd will diesen Staatsvertrag als einzige Partei kündigen und deshalb werden die Kirchen wie gehabt weiter gegen sie hetzen, gegen jeden der sich dem Mammon in den Weg stellt. Jesus hätte Marx mit einem Fußtritt aus der Kirche befördert.

    • Es wird immer behauptet, dass das Geld für soziale Einrichtungen (Schulen, KG, KHs…) verwendet wird. Doch das stimmt nicht. So werden die Schulen zum absolut größten Teil vom Staat finanziert, also auch die konfessionellen.

    • Lesen sie einmal hier. Da wir einem schlecht. Damit der LK nicht direkt in die Moderation geht, habe ich ihn mal so geschrieben.

      „stop-kirchensubventionen Punkt de“


    • Solange es den Staatsvertrag gibt“…und den hat wer eingeführt ? Richtig der alte „Schickelgruber“ . Nach Neusprech wären das dann eben alles Nazis .
      Diese Pfaffen haben ihr Fähnchen schon immer in den lukrativsten Wind gehängt !

  2. Möchte nicht wissen, wie viele alleinstehende Witwen sie wieder beschwatzt haben, der Kirche ihr Geld zu vermachen, um es für solche Eskapaden aus dem Fenster zu schmeißen. Solche Aktionen gehen gewöhnlich geräuschlos über die Bühne. Hier ging es diesem Pharisäer nur darum, sein angeblich so gutes Herz zur Schau zu stellen, weil das den Gutmenschen und der Presse gefällt. Wenn man bedenkt, dass ein kluger Kopf mal ausgerechnet hat, dass mit 9 Milliarden der Hunger in der Welt beseitigt werden kann, wäre das für die im Geld schwimmende kath. Kirche ein Klacks, wenn sie wirklich am Wohl der Menschen interessiert wäre.

  3. Na und? Schön blöd, noch in diesem Verein zu sein, der sich mit der Schleppermafia und den Christenfeinden gemein macht und den noch mit der Kirchensteuer zu unterstützen. Es nervt mich schon, dass ich dieses Nichts das Einkommen bezahlen muss, ohne dass ich gefragt werde.

  4. Das haut der Fettsack zusätzlich an einem Abend raus. 30.000 für ficki-ficki (wenns klappt…) und 20.000 für die Verschwiegenheit. Win-Win für Würdenträger und beauftragten Zuhälter. Geld ist doch Dank der gläubigen und eingeschüchterten Schäfchen in Hülle und Fülle da…

  5. Warum macht der „Kardinal“ Marx nicht einen Babypuff für katholische „Würdenträger“ und grüne „Jugendhelfer“ auf und finanziert mit der Kohle das illegale Schleppen von Straftätern aus Nordafrika nach Europa? Oder bin ich mit dem Vorschlag schon zu spät?

  6. Mal andersrum gefragt: Wer ist eigentlich noch so doof und zahlt Kirchensteuer? Mit Glaube hat das nichts zu tun und das Geld kommt eh nicht da hin, wo man denkt, dass es hinkommt. Also wofür????

  7. Das Geld anderer Leute betrachtet dieser Verein als seine Beute.

    Ich hab bei der Caritas meinen Zivildienst abgeleistet und von Nächstenliebe spürt man dort wenig. Die lassen sich jeden Cent, den die in Pflege und Betreuung stecken vom Staat mindestens einmal erstatten und machen noch reichlich Gewinn mit dem Essen auf Rädern! Ein reines Wirtschaftsunternehmen ist das, wo die Katholische Kirche zudem ihre heimlichen Priesterkinder gut verstecken kann.
    Darum die Caritas-Kindergärten, dort werden viele Zölibat-Priesterkinder heimlich und anonym großgezogen. Was sind diese Priester für Menschen, nebenan ihr Kind aufziehen zu lassen, ohne sich dort jemals blicken zu lassen? Ob der Herr das wohl sonderlich gern sieht? Bei der Caritas hörte man damals unter der Hand sogar, dass den Priestern heimlich Frauen zugeführt werden, um das Nachwuchsproblem in den Griff zu bekommen. Die Caritas-Kindergärten eignen sich nämlich hervorragend für die Indoktrination der Kinder!

  8. Wer diese Faulpelze und nichtsnutzigen Dummschwätzer im Namen „ihres Herrn“ weiterhin mästen will soll es ruhig tun,nur lasst uns bei dieser Sektenfinanzierung außen vor,ich brauche keine schmeerbäuchigen Opportunisten die vor lauter Wollust nicht wissen welcher Obrigkeit zuerst in den Arsch kriechen sollen.Dummschwatzpfaffen in die Produktion!!!

  9. Eine einfache Gleichung: je mehr dieser angeblichen „Seenotretter“ da herumshippern, je mehr Tote sind zu beklagen.
    Leider lässt sich aus dieser Gleichung keine Anklage wegen Mord ableiten.

  10. Nun ja,ich hätte da nen Tipfür den Pfaffen:Um den Peters Dom in Rom zu
    finanzieren, verhökerte damals der clevere Mönch Texel Ablassbriefe an die
    zahlreichen Sünder. Um die Schlepperkassen aufzufüllen könnte die Infame
    doch wieder solche Ablasszettel drucken lassen. In ner SPD Druckerei ?
    Die brauchen jeden Auftrag ! Am besten für die eigenen Kinderfreunde in der
    Kurie ! Das dürfte satte Kohle bringen !

    • Da sehen Sie mal, wie vernünftig der zu Unrecht von Luther verteufelte Tetzel ( nicht Texel, die holländische Insel) war,
      der um ihr Seelenheil besorgte Sünder abzukassieren verstand, damit das Kirchenzentrum Vatikan finanziert werden konnte.

      Und wie unvernünftig man heute ist,

      wo Milliarden und Billionen spendiert werden für die Machtergreifung des Islam.

  11. Interessiert mich nicht die Bohne, mein Geld war nicht dabei,was mich allerdings interessiert,ob alle Pfaffen auch verurteilt worden sind? Für mich gehört der Schw…bei Kinderschänder abgeschnitten.dann Lebenslang in den Strafvollzug .

    • Natürlich ist Dein Geld mit dabei. Kirchen erhalten jährlich Mio Steuergelder vom Staat,
      also auch Deins und meins, kann man alles recherchieren.

    • Ja natürlich,das ist mir schon bewusst.Desto schneller die Kassen leer sind,desto schneller fängt der Spuck endlich an.Vielleicht fangen wir dann auch endlich Mal an, zusammen zu halten, und alle Musels die hier nix zu suchen haben ,von unserem Kontinent fegen.

    • @Joachim Nettelbeck Sie sollte nicht so sicher sein, dass Ihr Geld nicht dabei war. Informieren Sie sich mal darüber, dass kirchliche Oberhäupter aus Staatsmitteln finanziert werden. Lediglich die „kleinen Pastoren“ hängen am Tropf. Deshalb schalten die auch ihre Intelligenz aus, und heulen mit den Wölfen.

    • Dessen bin ich mir doch bewusst.Sie sind schon der zweite der Mur das schreibt.trotzdem vielen Dank für den Hinweis.Mir erhöhter Zahl eines Gelben Scheins,hole ich mir meinen Beitrag zurück.Bilde ich mir ein!

  12. Bin schon lange aus diesem Verein raus. Es wird immer schlimmer was die auf kosten ihrer Beitragszahler veranstalten.

  13. Wenn ich diesen feisten „Gottesmann“ schon sehe. Ein Systemling wie er nicht schöner im Buche stehen kann. Gott soll ihn dementsprechend bestrafen!

  14. Die gewünschten „Günstigen Winde“ für die Alan Kurdi sind offenbar in einer abgewandelten Form Realität geworden. Mit einem seetüchtigem Schiff verkrümelt man sich nicht bei 1 m Wellengang. Da waren die Hosen voll und nicht nur mit Wind. Tja, in Palma ist recht teueres Pflaster, da wird von den 50.000.- nicht viel bleiben. Man muß ja leben…

    • Dieses Kurdi Schiff liegt schon seit 2 Wochen im Hafen von Palma de Mallorca. Kann man gut sehen auf den ensprechenden I net Seiten solange die den Transponder nicht ausmachen. Da sind die Verbrecher scheinbar sicher.
      Die starten wieder auf „Flüchtlingsjagt“ sobald das Wetter besser ist. Das Geld gibt es von irgendwelchen verwirrten Stiftungen, Vereinen und der Kirche.

  15. das Geld hätte der Oberhirte Marx besser mal an den Missbrauchsopfern der kath. Kirche spenden sollen.
    Dies wäre sinnvoller gewesen.
    Aber dieser Marxist wollte mit dieser Spende an die Schlepper wohl von den Missbrauchsskandal ablenken und lieb Kind bei Merkel und Co. machen.
    Ist denen ja auch gelungen,da die Regierenden sich schützend vor der Kirche stellen und daher die Täter der katholischen Kirche ihre Verbrechen selbst aufklären dürfen..
    So kann man viel vertuschen und niemand wird zur Verantwortung gezogen!
    Dies wird in Ländern wie Australien anders gehandhabt und daher sitzt deren Oberhirte Kardinal Pell ja auch im Knast.
    In Deutschland undenkbar!

  16. Und für solche Pfaffen geben noch Menschen extra Steuern hin.
    Indirekt bedienen sich diese Fratzen aus dem Steuertopf, weil die Frechheit auf dieser Welt durch die Kirchen mit entstanden ist.
    Zum kotzen diese Vereine!

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