EU will harte Bedingungen für Brexit-Aufschub stellen

Foto: Durch Pixelbliss/Shutterstock
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Brüssel – Die Bedingungen für einen Aufschub des EU-Austritts Großbritanniens könnten sehr hart ausfallen. Die EU-Kommission lehne eine kurzfristige Verlängerung etwa bis Ende Juni unter den jetzigen Umständen ab, berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf EU-Diplomaten. Ein technischer Aufschub mache nur Sinn, wenn das Unterhaus den Austrittsvertrag ratifizieren wolle und dafür etwas mehr Zeit benötige, hieß es in Brüssel.

Nach dem zweiten klaren Nein des Unterhauses zum Austrittsabkommen am Dienstag sei das nicht zu erwarten. Bei einem Treffen mit den Botschaftern der 27 EU-Staaten in Brüssel am Mittwochmorgen habe die Kommission vor den Risiken eines kurzfristigen Aufschubs gewarnt, sagten EU-Diplomaten. Es bestehe die Gefahr, dass die Briten dann immer wieder um eine Verlängerung bitten würden und der Zustand der Unsicherheit immer länger andauere.

In der EU wird deshalb nun erwogen, wenn überhaupt nur einen Aufschub ab zwölf Monaten zu akzeptieren. In dem Fall müsse sich Großbritannien aber an der Europawahl beteiligen und weiter voll in den EU-Haushalt einzahlen, schreibt das „Handelsblatt“. An den Verhandlungen über den neuen EU-Haushaltsrahmen (2021 und 2027) und an der Wahl des neuen EU-Kommissionspräsidenten dürften die Briten aber nicht mehr teilnehmen, falls sie länger in der EU bleiben wollten. (dts)

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6 Kommentare

  1. Die EU hat unzählige trojanische Pferde in England, deswegen kann sie es sich leisten, zu fordern, was immer sie möchte. Solange es in England keine Regierung gibt, die es mit dem Brexit ernst meint, wird das so weitergehen. Das Ziel der EU und ihrer trojanischen Pferde ist der Verbleib der Briten in der EU. Oder eine so enge Bindung an die EU, daß Großbritannien keine eigene Wirtschaft aufbauen kann. Sobald die Briten zu klarem Verstand kommen und eine Brexit-Regierung haben, ist der Spuk zu Ende. Wenn die EU triumphiert, wird Englands Politik nicht mehr zur Ruhe kommen. Was das Parlament dort abzieht, ist ein Putsch gegen das Referendum und damit gegen die Demokratie an sich. Ein schwarzer Tag in der Geschichte Englands.

  2. Da die Verhandlungen von beamteten EU-Akolythen wie Selmayr und Barnier geführt werden, die alles Mögliche, nur nichts Gutes auf die Reihe bekommen, wird der Versuch eine unsinnge Nordirland-Regelung zu Lasten des UK durchzusetzen, der EU Bürokratie auf die Füße fallen!
    Für die überbezahlten Hanseln ist es wurscht, für uns könnte es nachteilig werden, wenn die Briten schlau sind!
    Das IFO-Institut in München hat dazu verschiedene Szenarien durchgerechnet, die unten auch verlinkt sind.
    In den deutschen Lücken-, Lügen- und Jubelmedien hört und liest man davon natürlich nichts!
    https://sciencefiles.org/2019/03/13/backstop-warum-die-briten-mays-deal-ablehen/

  3. Wie lange soll denn dieses Rumgeeiere um den Brexit noch gehen? Man kann den Engländern nur gratulieren, dieses Bürokratenmonster mit angehängter Geldvernichtungsmaschine endlich loszuwerden. Und das ewige Rumgeheule der EUdSSR-Fanatiker geht einem nur noch auf die Nerven.

  4. All die neuen Beitrittskandidaten sollten sich genau überlegen, ob sie sich in diese EU Diktatur begeben wollen.

    • Das braucht man heute nicht mehr. Es reicht eine EU-Aristokratie, die in Form des Parlaments eine demokratische Entscheidung einfach ignoriert. Da kann man nur hoffen, daß die Menschen in England sich das nicht gefallen lassen.

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