Susanna-Mord-Prozess: Neutrale Medienberichte über Mahnwache in Wiesbaden

Foto: Screenshot/Youtube

Wiesbaden – Zum ersten Mal nach unzähligen Hetzartikeln, Schmähungen und Verleumdungen hat sich die Mainstreampresse dazu durchgerungen, neutral und sachlich über die Mahnwache für die ermordete Susanna Feldmann mit der Leine des Grauens 2.0 zu berichten. Beim Prozessessauftakt gestern in Wiesbaden wird sie sogar von der Bildzeitung mit einem Foto bedacht, versehen mit der weiteren Meldung, dass ein linker Demonstrant samt Pappschild mit der Aufschrift „Keine Hetze gegen Flüchtlinge“ von Polizisten weggeführt wird. Zeitgleich erfolgte von einem Gegendemonstranten eine Anzeige gegen den Redner der Leine des Grauens 2.0 wegen „Volksverhetzung“.

„Die Polizei hat sich uns gegenüber vorbildlich verhalten“, berichtet Robert von der Leine des Grauens 2.0 und weist außerdem auf das große Medieninteresse hin. „Die Bildzeitung hat ein schönes Foto von der Leine mit Susanna gemacht. Anschließend habe ich noch der WELT und SAT1 und einem französischen Sender Interviews gegeben.“ Zuerst war die Stimmung etwas reserviert und von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Dann sagte Robert zu einem Reporter: „Glauben Sie wirklich, dass wir Nazis sind? Wir stehen hier als Mahnwache, um an die Ermordung eines jüdischen Mädchens zu erinnern!“ Damit war das Eis gebrochen. Verhaltener berichtete die Frankfurter neue Presse über die Aktion vor dem Wiesbadener Landgericht in der Mainzer Straße, kündigen die Anwesenheit der Mahnwache jedoch schon in der Überschrift an. Direkt über der Headline, dass Ali Bashar die Tat gestanden hat. Die FNP wörtlich: „Bereits vor Prozessbeginn treffen die ersten Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude ein. Sie tauchen wie angekündigt zu einer ‚Mahnwache‘ auf. Einzelne Demonstranten werden von der Polizei abgeführt, berichtet bild.de.“

Auch die Wiesbadener lokalen Nachrichtenplattform merkurist, die in der Vergangenheit oft die Nazikeule schwang, berichtet fair und sachlich. Unter der Überschrift „Fall Susanna: Großes Medieninteresse und Demos zum Prozessauftakt“, berichtet der merkurist nachfolgend: „Zeitgleich hatte die Gruppe ‚Hand in Hand – Gegen die Gewalt auf unseren Straßen‘ aus Wiesbaden zu einer Mahnwache vor dem Gerichtsgebäude aufgerufen. Mit dabei war auch die sogenannte ‚Leine des Grauens 2.0‘. Dabei handelte es sich um eine Art Wäscheleine, an der die Demonstranten Transparente mit Botschaften und ausgedruckte Medienberichte aufhingen. Zu der Kundgebung erschienen rund 30 Teilnehmer, ihr gegenüber standen etwa fünf Gegendemonstranten, zu Auseinandersetzungen kam es nicht.“ Versehen ist der Artikel mit einem Bild der Rednerin Yvonne, die später auch SAT 1 ein Interview gab.

Offenbar hatte das große internationale Medieninteresse – über 44 Journalisten – auch dem Antifa-Sprachrohr FR Grenzen gesetzt.  Die Nazikeule blieb auch hier im Sack. Auf die Zunge beißend schrieb das Blatt: „Vor dem Gebäude versammelten sich rund ein Dutzend Menschen zu einer Mahnwache“. Dass es mindestens drei Mal so viele waren, konnte man am Livestream von Henryk Stöckl erkennen. Auch der Merkurist konnte bis 30 zählen.

Die große FAZ kam ebenfalls nicht umhin, die Mahnwache zu erwähnen. Sie zeigt in ihrer Onlineausgabe ein dpa-Bild mit der über 250 Meter langen Leine des Grauens 2.0.

In fast allen weiteren Artikeln diverser Zeitungen ist die Mahnwache fester Bestandteil der Berichterstattung. Bei einigen, wie bei der Alsfelder Allgemeinen, wird aber auch indirekt auf die früheren Aktivitäten der Gruppe „Hand in Hand“ hingewiesen. Wenn es heißt: „Nach dem Fund der toten Susanna gab es sowohl Gedenkveranstaltungen, bei denen still um das Mädchen getrauert wurde, als auch Mahnwachen, die sich gegen illegale Einwanderung richteten.“

Ähnlich äußert sich auch der HR, kann es aber nicht lassen, seine linksideologische Peitsche rauszuholen: „Vor dem Gebäude versammelten sich rund ein Dutzend Menschen zu einer Mahnwache. Schon nach Bekanntwerden des Mordfalls hatte es in Wiesbaden und Mainz Kundgebungen und Mahnwachen für Susanna gegeben. Sie wurden begleitet von Gegenprotesten, die eine Instrumentalisierung des Falls für fremdenfeindliche Hetze kritisierten.“ Auch hier sieht man ein Bild von der Gruppe „Hand in Hand“ mit der dahinter flatternden Leine des Grauens 2.0.

Fazit: Einer kleinen Gruppe der Gegenöffentlichkeit, die mit Unterstützern maximal 100 Personen zählt, ist es gelungen, ihren Namen und ihren Protest eng mit einem Prozess zu verknüpfen, der politische Dimensionen hat und auch im Ausland Aufmerksamkeit fand. Damit haben diese Aktivisten, insbesondere deren tragende Säulen Yvonne und Robert, unterstützt von Steff aus NRW und Nicole, Ex-Aktivistin des Frauenbündnisses, auch ein kleines Stück Zeitgeschichte geschrieben. Ihre Namen werden immer mit der Erinnerung an Susanna Feldmann verbunden bleiben. Ihre Zivilcourage und Leidensfähigkeit, mit der sie gegen Verleumdungen, Anfeindungen und Ausgrenzungen kämpften, kann sich mit denen großer Widerstandskämpfer der DDR-Bürgerrechtsbewegung messen. (KL)

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17 Kommentare

  1. Es muss nun schon erwähnt werden wenn die Systemmedien mal ausnahmsweise und in Teilen die Wahrheit berichten…. Armes Deutschland.

  2. Man kann’s kaum glauben. Ein leises Lüftlein regt sich, ist fast immer so, wenn der Wind sich dreht. Gut zu wissen.

  3. Ich finde die neue Rubrik gut, allerdings merkt man jetzt erst richtig, in welchem Schlamassel Deutschland steckt, wenn Selbstverständlichkeiten – wie neutrale Berichterstattung – schon eine positive Nachricht sind.

  4. Wie weit ist es mit Deutschland gekommen, das lediglich die Erwähnung des jüdischen Glaubens des Mädchens die Hetzpresse zum Stillschweigen verdammt. Sie schweigen nicht angesichts der Leine des Grauens, auch sie schweigen aus Angst, als antisemitisch zu gelten. Der BIodeutsche taugt eben nur noch als Arbeitsvieh, Und so er hingeschlachtet wird, ist es halt einer weniger.
    Es tut mir um Susannah leid. Unabhängig von ihrem Glauben. So wie es mir um all die jungen, dummen Opfer leid tut, die diesem Experiment im Freiluftlabor Deutschland geopfert werden, geopfert auf dem altar der Multi-Kulti Wahns

  5. ….ich bin baff erstaunt…..hat die Propagandaexpertin die Presse nicht mehr im Griff oder den Griff gelockert? Auf jedenfall ein schönes Zeichen. Neutrale Berichterstattung wünschen wir uns doch alle. Gut, fast alle!

  6. „…Mahnwachen, die sich gegen illegale Einwanderung richteten.“Ja, und was ist an „illegal“ nicht zu verstehen? Bedutung lt. Duden: gesetzwidrig, ungesetzlich; ohne behördliche Genehmigung
    Was machen dann die Behörden? Was der VS? Was die Staatsanwaltschaften? Parksünder, GEZ-Nichtzahler, Menschen, die die Morde nicht goutieren verfolgen? Leute, die gegen diese Illegalen sind, weil illegal nun mal illegal ist, als Volksverhetzer, „Rechte“, „Xenophobe“ denunzieren?

  7. mir ist das Ganze unbegreiflich. Wie kann man Gegendemo machen gegen Leute, die auf schreckliche Taten hinweisen? Wie kann man sich selbst so entmenschlicht haben, und wie können Journalisten in diese irre Bresche springen? Wie können solche von der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte labern, und übelste Brüche des Art. 30 goutieren, sich also gemein mit solchen abscheulichen Mördern, Vergewaltigern, Verletzern machen? Es muß doch irgendwo noch so was wie Selbstachtung und Gefühl in einem sich selbst als Menschen Ansehenden drin sein. Und das ist eben nicht da, wenn man sich mit solchen Schwerverbrechern gemein macht. Na ja, hauptsache GEZ bezahlt. Perverseste Indotrination bezahlt. Und ja nicht falsch parken

    • Diese Befürchtung hab ich auch. Hat er nicht auch von Drogenkonsum gesprochen?
      Das ist ja immer so was wie ein Freibrief. Dafür bekommt er bestimmt eine Therapie.
      Und über die Zeit der Therapie bleibt die ganze bucklige Verwandtschaft hier auf unsere Kosten. Nach der Therapie kann man ihn natürlich nicht mehr ausweisen, da schon zu lange hier und integriert. Natürlich mit der ganzen Bagage.

  8. ich werde den Verdacht nicht los,das Hetzblätter von der Regierung und von der GEZ ein jährliches Bonus bekommen und das eines Tages auch das herauskommt

  9. dieses Mahnmal gehört vor den Bundestag und vor jeden Landtag und jedes Rathaus. Damit sie wenigstens kurz über diese sinnlosen, vermeidbaren Morde, Vergewaltigungen, Verletzungen nachdenken müssen

  10. Diese Leute, die die Leine des Grauens aufzeigen, sind auch Opfer politischer Morde. Für wirtschaftliche Interessen – niedere Beweggründe – geopfert.

  11. Wie traurig: Leine des Grauens. Und wieder Gegendemonstranten beim Gedenken für eine ermordete 14jährige. Wie schäbig ist das denn?!

    • das sind dann die Einpeitscher für Morde. Sich für gar nichts zu Schade. Wenn Toleranz die Beihilfe und Duldung brutaler Morde ist, dann bin ich gerne Antitolerant

  12. „Zeitgleich erfolgte von einem Gegendemonstranten eine Anzeige gegen den Redner der Leine des Grauens wegen „Volksverhetzung““
    Eigentlich müßte dann gegen diesen Anzeigenerstatter Gegenanzeige erfolgen, weil er nicht belegen kann, daß das nicht stimmt. Und die Wahrheit nicht volksverhetzend sein kann, sondern einfach faktenbasierende Tatsache

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