Welche Ostpolitik braucht Deutschland?

Viktor Orbán und Sebastian Kurz in Wien / Foto: Ungarische Regierung / Koszticsák Szilárd

Beim Schlagwort Ostpolitik fällt uns Bundeskanzler Willy Brandt ein, wie er 1970 in Warschau niederkniete. Und die Verbindung von Helmut Kohl und Michail Gorbatschow hat sicherlich dazu beigetragen, den Abzug aller sowjetischen Truppen 1991 zu ermöglichen – ein Gefallen, den uns die USA bis heute nicht getan haben.

Ostpolitik ist auch heute wieder angesagt. Denn der Streit um die Erdgasleitung Nordstream II legt Bruchlinien offen: Deutschland und Russland verfolgen ein gemeinsames Interesse und die kleineren osteuropäischen Länder, Frankreich und die USA protestieren. Dieser Streit zeigt beispielhaft, dass Deutschland mehr Klarheit braucht, welche Ostpolitik in seinem Interesse liegt.

Es ist offensichtlich, dass sich in Osteuropa Interessenssphären überschneiden: Russland erhebt nach wie vor Anspruch auf zumindest den postsowjetischen Raum. Dieser Raum sieht das teilweise anders und der alte Feind der Sowjetunion, die USA, unterstützt diese Unwilligen nach Kräften in ihrem Unabhängigkeitsbestrebungen. Osteuropäische Kleinstaaten wie Polen, Tschechien und die baltischen Staaten haben ein gemeinsames Interesse: Sie wollen nicht, dass sich die Geschichte wie gehabt fortsetzt, dass sie weiterhin von Deutschland und Russland malträtiert werden – mal von dem einen, mal vom anderen, mal von beiden gleichzeitig. Deshalb verwundert es nicht, dass sie in der NATO und den USA ihren Schutzgaranten sehen, denn die USA sind wie alle Westmächte an einer Einhegung Deutschlands und Russlands interessiert. Liegt also eine neue prorussische Ostpolitik nahe?

Wir wollen nun nicht vorschnell die deutsch-russische Verbrüderung verlangen, wie es in nationalkonservativen und linksautoritären Kreisen üblich ist. Denn der Preis dieser Verbrüderung wäre, dass die Staaten zwischen Deutschland und Russland sich wieder in der Falle sähen, und schon wären die Westmächte zur Stelle. Übersehen wir auch nicht, dass die osteuropäischen Kleinstaaten einiges mit Deutschland verbindet: Sie sind Mitglieder der EU und wichtige Handelspartner und wie in Russland lernen auch hier viele die deutsche Sprache – zumindest nach dem Englischen. Antisowjetische Kräfte in diesen Ländern haben in beiden Weltkriegen mehrfach mit Deutschland gemeinsame Sache gemacht, weil sie sich die Befreiung von bolschewistischer Unterdrückung erhofften. Außerdem wären die konservativen Regierungen von Polen und Ungarn neben Italien und Österreich in der Migrationsfrage für eine andere, nicht bereicherungsverrückte deutsche Regierung wichtige Verbündete innerhalb der EU.

Am besten wäre es, gemeinsam mit den osteuropäischen Kleinstaaten und Gleichgesinnten die Machtverhältnisse in der EU zu verschieben und gleichzeitig bilateral mit Russland gemeinsame Sache zu machen, wo es sich anbietet.

Zum gewissen Grad scheint die deutsche Regierung das sogar zu tun, denn sonst wäre Nordstream II nie so weit gekommen. Dafür sprechen manifeste wirtschaftliche Interessen, von denen die deutsche Regierung durchaus geleitet ist. Aber auf die Dauer wird das Hin und Her wohl nicht funktionieren, da sich die Bruchlinien verstärken, wie sich im Wegfall der Ukraine als Puffer zwischen NATO bzw. EU und Russland und in den Muskelspielen der NATO im Baltikum und der militärischen Manöver Russlands zeigt. Es ist schwer zu beurteilen, wann sich Deutschland klar auf eine Seite schlagen sollte. Aber früher oder später werden wir uns wohl entscheiden müssen. Und diese Entscheidung sollten wir nicht automatisch von den Westmächten abhängig machen. Was es jetzt braucht, ist ein Bewusstsein für diese Spannung, denn ein Bewusstsein für ein berechtigtes Eigeninteresse ist in den Eine-Welt-trunkenen Hirnen der herrschenden Politiker nicht vorhanden, die von Studien der OECD, WTO, IWF, Weltbank, Council on Foreign Relations, Open Society Foundation (Soros), Bertelsmann-Stiftung, Amadeo-Antonio-Stiftung usw. durchtränkt sind.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf younggerman.com

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39 Kommentare

  1. Was man hier und anderswo so mitbekommt von solchen Spezial-Patrioten, da darf man sich gar kein voll souveränes Deutschland mehr wünschen, denn es könnte ein ähnliches Desaster werden wie von 1933 bis 1945!!

  2. Na, endlich lese ich hier etwas mehr Vernünftiges als früher. DOCH.
    Nordstream 2 bräuchte Deutschland nicht, wenn Rußland die ukrainischen Gasleitungslinien in vollem Maße verwenden ließe. Aber keiner kann die Ukraine und Putin versöhnen, die Zeit vergeht und die Lage hier wird immer schlechter.
    Die Autoren haben viele andere „kleine“ Staaten zwischen Russland und EU vergessen – die Ukraine, Moldavien, Weißrußland, dazu auch die Krim, Pridnestrovje und andere nicht anerkannte Gebiete. Kein Bürger von diesen Ländern will wieder unter den russischen Druck geraten. Auch die Bürger von nicht anerkannten Gebieten (außer der Krim – noch) neigen immer mehr zu Europa.
    Ich würde dem „Talhofer“ nicht raten als Partisane an Russlands Seite kämpfen, denn die Russen haben ihre eigenen Partisanen (die meisten) in KZ vernichtet – bitte lernen sie die Geschichte besser.
    Leider geht´s bei der Wahl der Ostpolitik vor allem über die Politik, in erster Linie von Putins Seite.
    Usw. usf.

  3. Wer sagte nochmal, dass man nur Deutschland und Russland gegeneinander aufhetzen müsste? (Vielleicht kann mir hier jemand den Namen nennen.) Jedenfalls wären Russland und Deutschland gemeinsam vollkommen unbesiegbar. Russland ist unser natürlicher Verbündeter. Und käme es zu einem Krieg, ich würde als Partisane an Russlands Seite kämpfen.

    Es heißt, wer die Vergangenheit verstehen will, der muss die Gegenwart studieren. Unter diesem Aspekt sollte man die Dinge betrachten, von Jugoslawien (aktuell Kosovo), Georgien bis zur Krim. Es ist die alte Methode. Und wer sich mit Geschichte auskennt, der wird reichlich Parallelen finden.

    Errare malo cum Putine, quam cum istis vera sentire.

  4. Das teile ich so nicht.
    Na klar ist Nordstream 2 etwas, was wir brauchen. Warum brauchen wir es? weil wir grün zu sein haben, keine Kohle, kein Atomstrom, dafür retten wir die Welt mit besserer Luft. Leider leben wir aber nicht in heißen Ländern, wir müssen z.B. schlichtweg im winter Heizen? Mir was- ahhh!!! Richtig Gas. Die noch zu bauenden Gaskraftwerke, für den grünen Ökostrom nicht vergessen. Wir brauchen Unmengen Gas, haben aber keins.Da bleibt nur eines- möglichst viel davon, kostengünstig einkaufen und dem dummen Steuermichel es teuer zu verkaufen. Aber das ist eine andere Geschichte. Und ja, da muß die Bundesregierung sich durchsetzen, denn sonst wankt das _Ich bin so gut und grün Projekt.Auch gegen vielleicht die Interessen der osteuropäischen Nachbarn. Von der Ukraine rede ich gar nicht.Das gefällt freilich dem Ami nicht, möchte er doch in großem stil sein teureres Fracking Gas verkaufen. Aber sei es drum. Die osteuropäischen Staaten haben berechtigterweise ihre Vorbehalte und vermutlich haben sie auch Recht, gegen die Abhängigkeit von russischem Gas zu sprechen.Bei dem Schlingerkurs den Merkel fährt, wäre es nicht verwunderlich, wenn Putin den Gashahn zudreht, weil es ihm reicht. In seiner Bundestagsrede hat er die offene Hand ausgestreckt, in Richtung EU- sie wurde aber ausgeschlagen. Im Gegenteil entgegen aller Versprechungen gab es Osterweiterungen. Hinter dem Putsch in der Ukraine stand kein Volksbeghren, sonder eiskalt ein Regime Change. Was soll er machen? Seine Interessen schützen natürlich. Die Krim gehörte immer zu Russland und stellt einen wichtigen strategischen Punkt dar. Die Bevölkerung ist zum überwiegend Teil auch russisch, also hat er sie, im Übrigen wohl auch mit Zustimmung der dort lebenden Menschen, wieder angegleidert. Völkerrechtlich soll das kein Bruch sein- ist schon merkwürdig oder?. Die neuen intensiven Partnerschaften mit dem Chinesen gefallen vielen nicht, nur was sollte er machen? Wir haben ihn genau dahin getrieben und für mich ist Nordstream 2 die logische Konsequenz dazu, weil die Tür nicht völlig zugeschlagen wird. Nur soweit geschlossen, das er um einlaß betteln kann.
    Ein Frieden der hält auf unserem Kontinent wird es ohne Russland nie geben. Egal wer da die Macht eines Tages übernimmt. Und das sollte selbst dem Ami klar sein.

    • Das Interese von Polen und Ukraine gegen Northstream2 ist doch ganz klar: Sie wollen nicht, daß Rußlands Macht energie- und regional-politisch damit steigt, denn solange das Gas durch Röhren, die in ihrem Territorium liegen, läuft, können sie immer mal wieder blockieren, also da ist Rußland in Grenzen von ihnen abhängig. Weiterhin würden, wenn Rußland wegen derer dauernder Zahlungsdefizite (die letztlich der Westen auffängt) den Transport wieder mal einstellt, auch die westlichen Empfänger getroffen, also zweifaches Erpressungspotential. Daß aber SPD-GRÜN die einheimische Energieversorgung kastrierten (und Merkels CDU das bald so fortsetzte) und uns somit von Purtins Gas abhängig machten, ist der andere Aspekt, aber auch hier alles immer vom satt-dummen, dekadent-debilen deutschen Volk in freien Wahlen zu 80-90% abgesegnet. – Gestern mal wieder bei alten Bekanntinnen (75-90) nach langer Zeit zum Kaffeplausch gewesen, und: Dieselbe nutzlose Jammerei, Empörung wie seit 10 Jaharen, aber teils wählen sie nicht, die eine bedauerte nun, daß Merz nicht gewählt wurde, der sei gut. Da ist alles verloren!!

  5. Solange Putin im Inneren eine inakzeptable Repression und Gleichschaltung betreibt als Vertreter der an die Macht zurückgekehrten sowjetoiden alt-neuen Nomenklatura und außenpolitsch aggressiv ist ohne jedes Gefühl für die Völkerfreiheit (siehe Eintreten jetzt für die Maduro-Diktatur), kann es mit Rußland kein Bündnis geben wie zu Bismarcks Zeiten, aber dem steht ja nicht entgegen, vernünftige zwischenstaatliche Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil zu haben wie einst mit der SU!! Außerdem ist doch klar, daß die Westmächte eine Hinwendung Deutschlands im Weltenkampf zu einem Rußland nach Putins Art gar nicht dulden würden, da gibt es auch bestimmt noch genug Klauseln aus 1945f., die wachgerufen werden könnten!!

    Bei aller Kritik an den USA (ABER IM GEGENSATZ ZU DEN WEST-HASSERN IST FESTZUSTELLEN, DASS DIE KONKURRENTEN DER USA KEINEN mm BESSER SIND!!) sollte man nicht vergessen, daß mit 1945 die groß-nationale Träumerei für Deutschland endgültig beendet ist, was außer einer Minderheit an national-extrem und braun-verkommenen Bornierten das Volk in weitesten Teilen sehr wohl begriffen und so gut gelebt hat seitdem) und wir uns als US-Satrapie glänzend standen bis 1990. Nicht zu vergessen, daß 1945 9/10 „zu den Amis“ wollten und in Thüringen und Sachen das sowjetische Übel sofort eintrat, als -zum Entsetzen der Bevölkerung- die US-Truppen dort abgezogen waren. Putin hat uns zudem außer leeren Worten bisher national NULL gegeben, er ist ein zynischer Machtpolitiker, dem alle positiven westlich-edlen Motive der Politik abgehen!! Und westlich, westliche Werte, das sind nicht die von den verbiesterten Feinden, die selbst auch nur dubios und antidemokratisch sind (man lese ihre Seiten, wo sie ganz offen die Katze aus dem Sack lassen!), dafür erklärten Negativaspekte, sondern die grandiose, einmalige Erfolgs-Geschichte der europäischen Freiheit, Aufklärung, Demokratie, sozialen Errungenschaften!!

    • Es steht Ihnen ja frei, das alles an Blödsinn auch konkret zu überführen. Aber dafür dürfte es nicht reichen!! Es dauert immer eine gewisse Zeit, bis man die Leute richtig kennenlernt. Und sollten sich solche wie Sie als AfD-Fans oder -Mitglieder -oder -Politiker in Dominanz erweisen, dann ist klar, daß dies zur Spaltung oder Schrumpfung führen wird, denn Putin- und Maduro-Nähe werden (ebenso wie reale Hitler-Verharmlosung bis -Parteinahme unter nationalistischem Opfer- und Gerechtigkeitsgetue) die westlich orientierten, freiheitlich-demokratischen Patrioten, die in Treue zu den Prinzipien der FdGO stehen, nicht mitmachen. Da ist die rote Linie. Wie schon mal gesagt: Wird der deutsche Patriotismus (entgegen seiner Tradition mit den edelsten freiheitlichen Gestalten im 19.Jahrhundert) erneut wie 1933f. von dubiosen Typen mit bösem Charakter und abseitigem Programm, asozial-kriminellem Weltbild okkupiert, dann war es das endgültig!! Es ist ja jetzt wieder so, schon bei den REPs, daß in jeden neuen redlichen patriotischen Aufbuch die immer randständigen National-Sektierer und National-Bösen einsickern, um ihre altbackenen bis offen inhumanen Politik-Vorstellungen, die seit 1945 unter ferner-liefen dahinvegetierten, unterzubringen.

    • Puhh
      *hust*
      Das sind genau die aufgezählten Werte, mit denen wir Terror unterstützen,Regime Change finanzieren, Waffen verkaufen an kriegsführende Staaten und die wir gerade mit Freuden Allah opfern?

    • Die Antworten sind genau so, wie ich dieses Milieu der Westhasser, das sich nicht zu knapp in der AfD rumtreibt und zu ihrer Spaltung führen wird, muß, geschildert habe. Geht zu Eurem Putin, siehe dessen schamlose Maduro-Unterstützung, verzichtet dann konsequent auf die von Euch geschmähte bzw. als nicht vorhanden halluzinierte westliche Freiheit und Lebensstandard, oder Ihr seid auch Heuchler wie die GRÜNEN Vielflieger!!

    • Interessant, aber dass viele westliche Politiker einen „selbsternannten” Präsidenten (Guaidó) unterstützen, findest du also nicht schamlos, sondern mit demokratischen Grundwerten vereinbar?

    • Wer so schreibt wie Sie, ist -neben seinen Wissenslücken, heute mittag gute Reportage im DLF zu Venezuela- schon auf der Seite der Freiheitsfeinde, ist Anti-Demokrat, denn unter (dem zudem Landes-Zerstörer, Armut-Bringer) Maduro herrschen gewiß keine demokratischen Zustände, da ist jede Rebellion so legitim wie einst gegen den Verbrecher Hitler und andere Despoten!! Das Volk -in Mehrheit wohl heute der Maduro-Kaste überdrüssig, also sofort freie, international überwachte Wahlen, denen sich Maduro ja verweigert- wird von der Maduro-Clique und dem von ihm gut versorgten korrupten Militär seit langem unterdrückt, er hat die einzig zuletzt noch demokratisch-frei mit großer Mehrheit (der Maduro-Gegner) gewählte Nationalversammung (analog unserem Bundestag), die ihn gemäß legaler Regularien absetzen wollte, entmachtet ganz ähnlich wie Hitler mit seinem Putsch im März 1933. So, wie man den Hardcore-Hitleristen 1942 einen Winter in Stalingrad hätte verpassen müssen, damit ihnen ihre verroht-großmäulige Diktatur-Freude für den genialen Gefreiten vergehe, so auch den Kuba- und Maduro-Verharmlosern und -Fans mal 1 Jahr in Venezuela ohne Medikamente, Klopapier und Zahnpasta, damit ihnen der frech-satte, risikolos-gutmenschliche Anti-Imperialismus aus westlichem Wohlstandszimmer vergehe, aber ohne Westgeld, ohne Touristen-Privilegien, sondern wie ein einfacher Venezulaner leben müssend.

    • Und Sie denken allen ernstes, Guaidó wird das in Venezuela besser machen?

      Nach Ansicht der Völkerrechtler Christoph Vedder und Kai Ambos ist die Anerkennung Guaidós als Präsident unzulässig und eine völkerrechtswidrige Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Das Völkerrecht diene im Speziellen der Stabilität der internationalen Ordnung und scheue eine Aberkennung der Legitimität einer amtierenden Regierung.(https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaidó)

    • 1. Es ist schlimm genug unter dem Sonderschul-Sozialismus der geistig schon extrem limitierten Maduro-Clique, wo jede Verharmlosung und Unterstützung inakzeptabel sein müßte für einen AfD-nahen Polit-Aktivisten, denn wer hier Demokratie, Freiheit, Korrektheit fordert, aber das woanders duldet, ist völlig unglaubwürdig. Schlimmer kann es gar nicht mehr werden als jetzt unter Maduro.

      2. Eins ist aber zudem klar entgegen dem ewigen Geschwätz der US-hassenden Anti-Imperialisten: Im Vergleich geht es fast allen US-Satrapien (BRD, Süd-Korea, Taiwan usw.) glänzend zu von SU-Rußland und China dominierten bis okkupierten Ländern, Regionen. Und Putin-Rußland und KP-China sind ja auffällig aktuell die Unterstützer der Maduro-Verbrecher! Und Obermächte hat es in der Geschichte immer gegeben, glücklich, wer da -wie ab 1945 in Deutschland- unter einer guten, besseren lebt. Für Deutschland heißt das seit 1945 also nur noch: Sich vorteilhaft arrangieren!! Dagegen haben die seit 1950 als kleine Minderheit agierenden Ost-Optionisten in roten, braunroten und braunen, national-reaktionären Kreisen nichts Positives anzubieten, weder die SU noch jetzt Putin-Rußland können die Vorteile einer West-Bindung und West-Struktur überbieten!! Aber nur zu, tragt es vor, bei echten Beweisen wird man es prüfen!

      3. Über der Verechtlichung steht immer der Inhalt!! Zu jeder Frage (siehe die Verhandlungen beim Verfassungsgericht) finden Sie von 2 Juristen ganz konträre Expertisen, beide lauthals sich als die korrekte Version ausgebend. Zudem stehen über jeder politisch gesteuerten Verrechtlichung (Gesetze, Verfassung, Verträge) die ewigen hohen Werte wie das Naturrecht auf Freiheit, Leben (incl. Essen, Gesundheit, Sicherheit) und völkische Selbstbestimmung, was viele Kämpfe in und zwischen Völkern in der Historie zur Folge hatte. Daß man dabei unterliegen kann und oft über Jahrhunderte als Volk, Gruppe unterdrückt wurde, ist die Schattenseite, ändert aber nichts an der Berechtigung solcher -immer wieder, wie 1990f. in Jugoslawien, SU, CSSR- aufbrechenden national-freiheitlichen Bestrebungen bis Kämpfe, am berechtigten inneren Widerstand eines Volkes bzw. Volksteilen gegen sein eigenes einheimisches Unterdrückungsregime, ändert nichts an der Oberhoheit dieser Werte und ihrem Naturrecht. Der kalte undifferenzierte, sich wie in NS und SU, DDR über die hohen Werte schamlos hinwegsetzende Legalismus ist immer ein Zeichen von bedenklichen Zuständen bis offener, harter Unterdrückung. Dann hätte auch Sophie Scholl nicht aufbegehren dürfen gegen eine eher von der Volksmehrheit getragene braune Verbrecher-Truppe, deren Hinrichtung die Hart-Nazis bis heute legalistisch und bekannt verroht-inhuman für rechtens, korrekt erklären, was NULL ändert an der Redlichkeit, Korrekteit ihres Tuns, ihrer Schriften, NULL ändert am Verbrecherischen, Mörderischen des NS-Regimes. Ebenso wäre, wenn Gaido illegal sei, auch Stauffemberg illegal gewesen, dürfte man nicht gemäß seinem werte-bestimmten Gewissen für die Freiheit usw. Widerstand leisten gegen ein Übelst-Regime.

      4. Soll man tatenlos zusehen, wie in einem -etwa noch benachbarten- Land eine Macht-Kaste die eigene Bevölkerung verhungern und krepieren läßt, extrem unterdrückt, teils abschlachtet wie 1991f. Milosevic auf dem Balkan??! Muß man auch als Staat tatenlos zusehen, wie einst Serbien und jetzt Maduro Millionen ins Ausland treibt, gibt es da nicht ein Selbstverteidigungsrecht an der Grenze und Interventionsrecht gegen solche Millionen-exportierende Regime??! Aus meiner Sicht aus dem Naturrecht unbedingt, egal was irgendwelche Rechtstexte dazu sagen. So war auch der NATO-Krieg 1999 gegen Serbien voll legitim, Angriffskrieg ist auch nur eine nicht bewiesene Floskel der Beschimpfer, die ja noch ganz andere Motive dabei hatten als das vorgespielte Rechtsgefühl, um Leben und Frieden zu sichern und weiteren Menschenexport durch Vertreibung u verhindern.

      5. Es gibt nicht in allen Fällen eine 100%-Korrektheit, Lösung, dann muß man -wie manchmal zwischen den GG-Grundrechten- abwägen, welche Werte die höheren sind, nach denen man handeln soll!! Es findet immer in und zwischen Völkern statt ein ewiger Kampf um das Gute, wobei die Bösen -wie jetzt wieder in Deutschland- wohl in der Geschichte zu 2/3 die Sieger waren, etliche wie Hitler, Merkel und Erdogan auch noch von weiten Teilen des Volkes unterstützt! Man muß sich als Deutscher darüber NUR schämen!!

    • Herkunft und AusbildungJuan
      Guaidó ist Sohn der Lehrerin Norka del Valle Márquez und von Wilmer
      Guaidó Vidartedes, eines ehemaligen Piloten bei der Fluglinie AVENSA, welcher heute auf Teneriffa lebt.[2][3] Er hat einen Bruder und zwei Halbschwestern.[4] Aufgewachsen in einer bürgerlichen Umgebung in der Hafenstadt La Guaira an der Karibikküste machte er im Jahr 2000 den Bachiller in Wissenschaften am Institut Los Corales seiner Heimatstadt. Nach der Schulausbildung zog er ins nahe Caracas, studierte an der Universidad Católica Andrés Bello (UCAB) Ingenieurwissenschaften und schloss 2007 mit dem Titel des Wirtschaftsingenieurs ab.[5] Danach absolvierte ein Postgraduales Studium in Öffentlicher Verwaltung an der UCAB und der George Washington University in den USA sowie am Instituto de Estudios Superiores de Administración (IESA) in Caracas.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Juan_Guaid%C3%B3
      Was ein Zufall, das sein auftreten doch dem von Obama seeeeeehr ähnlich ist

    • Genauso ist es – und noch eine Demokratie alá Obama, Macron, Merkel und Co. braucht die Welt definitiv nicht mehr!

  6. Zum Runterschlucken oder Ausspucken: Diesen „Kniefall“ werde ich Herbert Frahm niemals vergeben, denn darin lag – und liegt – die extremste Form der Geschichtsvergessenheit mit der man uns bis heute zu fesseln versucht.

  7. Nordstream II ist meiner Meinung nach nur und ausschließlich auf Druck der Industrie entstanden. Die Politik will ganz anders….
    Und diesen Satz halte ich auch für sehr gewagt: „Russland erhebt nach wie vor Anspruch auf zumindest den postsowjetischen Raum.“ Dafür hätte ich gerne Belege, wo doch die NATO (USA) massiv Rußland auf die Pelle rückt.
    Edit: Ich würde gerne ein 2. Mal befreit werden. 😉 Lieber heute als morgen.

  8. Ich glaube nicht mal, das Deutschland das eigentliche Ziel ist. Na gut , Merkel mal ausgenommen mit ihren Visionen. Ich galube eher, das Ziel ist, die Eu zu zerstören, weil sich da Großmachtfantasien entwickeln. Solange es nur ein Wirtschaftsverbund war, war alles schön. Friede, Freude, eierkuchen. Seitdem die Eu aber in rasantem Tempo auch Kleinststaaten, die eigentlich bankrott sind schluckt, über nunmehr riesige Ländereien verfügt. eine wirtschaftliche Macht darstellen, dem Sozialismus mit islamischer Prägung verfallen, wird dieser Staatenverbund auch militärisch zur Gefahr

    • Die EU-Oberen sind doch machtpolitisch größenwahnsinnige Papiertiger, ganz schlimm die beiden Luxemburger Junker und Asselborn, militärisch zu nichts in der Lage, wenn es zum Weltenringen käme. Daher plädiere ich für ein weiteres Anlehnen an die USA. Sollte sich dazu mal eine brauchbare, sichere Alternative bilden, wäre das natürlich zu bedenken. Außerdem sind die nationalen Gegensätze in Europa weiterhin virulent, nur seit 1945 unterdrückt (wie Tito Jahrzehnte mit hartem Zwang Völkerfrieden in Jugoslawien schaffte, indem er die Jahrhunderte schwärenden -und 1990f. gleich wieder aufbrechenden- Gegensätze der dortigen Ethnien mit ihren ethnischen, kulturell-mentalen und religiösen Unversöhnlichkeiten unterdrückte) durch die machtpolitische Kastrierung Deutschlands, das seit seinem Wirtschaftswunder ab den 60ern die Konflikte und Probleme in Europa so zuschmiert mit DM und EURO wie im Inneren das -irgendwann auch aufbrechende- Konfliktpotential der multikulturellen Vielvölkergesellschaft, die sich hier seit 1970 herausbildete mit bald 50% und mehr Nichdeutschen!!

  9. Ostpolitik?
    Die Aussenpolitik wird von der EU gemacht, man hat keine eigenständige Aussenpolitik mehr.
    Das was heute Aussenpolitik genannt wird ist nur noch Geschäftemacherei, Regime-Change, Selbstdarstellerei oder Scheckbuchdiplomatie.

  10. Es war „unsere“ Bundesregierung“, die Entscheidungen zu Nordstream II der EU übergeben hat!

    Nur wer auf Prügel und Demütigungen steht, würde jemanden heiraten, der sich so verhält, wie „unsere“ Bundesregierung!

  11. Alles ja soweit ganz richtig, aber Polen ist mit seinen ca. 43 Mio Einwohnern und einer Fläche fast so groß wie die heutige BRD ganz gewiß kein „Kleinstaat“, wie es im Text heißt.

    • Stimmt, darauf wollte ich auch noch hinweisen, habe es aber dann vergessen. Der allgemeine Wohlstand ist in den letzten Jahren unglaublich gewachsen; trotzdem sind die sozialen Verwerfungen groß und geht die Schere zwischen arm und reich sehr weit auseinander.

    • JUpp. Aber geben wir den Polen noch ein paar Jahre. Sie sind auf dem Weg. Dann wird man sehen, wo sie sich hin entwickeln. Denn unsere Schere ist auch riesig

    • Dazu kommt, daß die Polen als Empfängerland von der EU – Mitgliedschaft wirklich massiv profitiert haben, gerade bei Investitionen in die Infrastruktur.
      Sicher öffnet sich auch bei uns gie soziale Schere in einer Weise, die den sozialen Frieden massiv gefährdet, aber mit Polen kann man das nicht vergleichen, es ist viel extremer; auch die Arbeitswelt ist härter, der Arbeitnehmer ist oft ziemlich rechtlos. Das Land ist in vieler Hinsicht sehr gespalten; zwischen linksliberalen intellektuellen Großstädtern und einem konservativen und katholischen Bäuerlein in der Provinz liegen ganze Welten.

    • Titulierung Kleinstaaterei, geistige Grabräuberei national empfundener, wenn auch kondionierter, Identität.

    • Ich hatte die Einwohnerzahl aus dem Kopf genannt. Sie ist allerdings nicht so einfach zu bestimmen, weil man zweifeln kann, ob die Millionen zeitweise oder ständig im Ausland als Arbeitsmigranten lebenden Polen mitzurechnen sind oder nicht. Da diese immer mal wieder sich länger oder kürzer in der Heimat aufhalten, kann man durchaus auf über 40 Mio kommen. D, GB haben inzwischen tatsächlich nach Mio zählende poln. „Minderheiten“; allein in Berlin dürften es über 300000 sein.

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