Brexit und kein Ende: Briten stinksauer – Wut auf Politiker wächst

Foto: The Brit
Das Vertrauen der Briten in die Politik ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt. Die Verzweiflung über die Unfähigkeit der regierenden Politiker, die Brexit-Entscheidung der Briten umzusetzen, ist so groß, dass Verschwörungstheorien Hochkonjunktur haben. Sie liefern die Erklärung, warum nichts mehr vorangeht. Eine davon ist zur Zeit besonders beliebt: Es habe im vergangenen Jahr ein Treffen zwischen Theresa May und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gegeben. Die beiden hätten in einem Geheimpapier schriftlich festgelegt, dass Großbritannien irgendwann nach den nächsten Parlamentswahlen wieder vollständig der EU beitreten werde. May habe auch zugestimmt, so viele EU-Gesetze und -Institutionen wie möglich beizubehalten, um nach 2020 problemlos wieder in die EU eintreten zu können. Das Papier sei als geheim eingestuft, behauptet der Newsblog altnewsmedia.net. Nachrichten, die angesichts der festgefahrenen Verhandlungen auf fruchtbaren Boden fallen. Und die neueste Äußerung von Theresa May scheint das Szenario zu bestätigen: „Der Brexit könnte sich um viele Monate verschieben. Wir könnten ohne den Schutz, den der Deal uns bietet, aus der EU austreten. Wir könnten aber auch gar nicht austreten“, erklärte sie am Freitag laut Focus.
Unser London-Korrespondent The Brit hat sich auf Spurensuche begeben und die Stimmung in Großbritannien eingefangen.
Ich war unterwegs in Bromley, einer der geschäftigsten Einkaufsgegenden in South London. Ich fragte die Londoner, nach ihrer augenblicklichen Meinung zu den Parlamentsangehörigen und zu der verfahrenen Brexit-Situation. Sie sind sauer, dass die Politiker die Entscheidung der Bürger nicht umsetzen und fühlen sich von ihnen deswegen belogen. Egal, ob sie für oder gegen den Ausstieg aus der EU gestimmt haben, sie sind sich doch in einem ziemlich einig – in ihrem tiefen Misstrauen gegenüber der Politik und ihren Vertretern.

So erklärt mir der Londoner Taxifahrer Terry Garwood, 66: „Die Politiker sagen genau das, was sie glauben, was du hören willst, nicht die Wahrheit. Wie kann man nur Großbritannien so betrachten, wie sie es tun … Sie sind die schlimmsten Politiker aller Zeiten!!“

Foto:Von John Gomez/shutterstock
Foto:Von John Gomez/shutterstock

Sein Freund Paul Coates, 55, stimmt ihm zu: „Alle Politiker benutzen ständig das Wort“Ich“, so als wären sie das Wichtigste in dem ganzen Vorgang. Sie sind ganz offensichtlich arrogant und handeln, als wären sie auf einem anderen Planeten wie dem Mars…“

Es scheint Einigkeit darüber zu herrschen, dass die Politiker sich und ihr politisches Überleben vor die Interessen des Landes stellen. Dieser Ansicht ist auch der 73-jährige Michael James: „Ständig gehen sie sich gegenseitig an die Kehle und denken nur an sich selbst…es sieht so aus, als lachen sie über uns!“

Ein Stück weiter die Straße herunter spreche ich mit dem Straßenhändler Mark Lewington (20): „Es ist eine totale Schei…sse“, so Mark .“Und wir stehen wie die Idioten da“, schimpft er und unterstreicht seine Worte mit ausladenden Gesten.

Ich treffe José Mota, der ursprünglich aus Spanien stammt und jetzt schon seit 20 Jahren hier lebt. José besitzt am Bahnhof Bromley South einen Blumenladen und ist in der ganzen Gegend bekannt wie ein bunter Hund. Er denkt angesichts der aktuellen Lage sogar über die Heimkehr nach: „Vielleicht gehe ich zurück nach Spanien. Ich vertraue hier in Großbritannien keinem einzigen Politiker mehr. Ich dachte, die spanischen Politiker seien schlecht, aber hier sind sie offene Lügner. Ich hätte nie gedacht, das ich das mal sagen würde, aber ich kann nicht in einem Land leben, in dem ich nicht einem einzigen Politiker über den Weg trauen kann“, erklärt mir der 57-Jährige resigniert.

Unsere Unterhaltung schnappt eine Polin im Vorbeigehen auf. Anita Jarosz (35) kam vor mehr als 20 Jahren nach London. Auch sie ist wütend. „Alles was sie können, ist laut sein. Sie bewältigen die Situation definitiv nicht so gut, wie sie könnten. Sie kümmern sich nur um sich selbst und scheren sich um niemanden, der nicht auf ihrer politischen Stufe ist“, findet auch Anita Jarosz.

Mir wird klar, wie groß die Wut unter den Briten ist und nach einem kurzen Drink im Pub, bestätigt der nächste meinen Eindruck. Jimmy Tarren ist Bauarbeiter und davon überzeugt, dass „die ganze Sache nicht besonders gut läuft“: „Die Politiker leben in einem Wolkenkuckucksheim… Wir brauchen sofort ein Ergebnis, egal welches“, fordert Jimmy (64).

Sogar mein Zahnarzt stimmt beim anstehenden Behandlungstermin in den Chor der „Wutbürger“ mit ein: „Die Dummheit der gegenwärtigen Politik beruht auf Sturköpfigkeit, mangelndem Wissen und ihrer offensichtlich fehlenden Entscheidungsfreudigkeit. Sie müssten einfach herausfinden, was realistisch machbar ist…“, stellt der 24 Jahre junge Dr. Jason Tavares fest.

Nach meinen Gesprächen mit den normalen Briten werden zwei Dinge klar: Niemand hat mehr Vertrauen in die Politiker des Landes und alle sind der Ansicht, dass sie mit ihrem unentschlossenen Vorgehen Großbritannien international Schaden zugefügt haben. Mein Eindruck wird durch eine neue Sky News Umfrage bestätigt. In der Befragung zur Lage der Nation erklärten viele der befragten Briten, sie fühlten sich beim Thema Brexit von den Institutionen des Landes, von der Regierung und den politischen Parteien bis hin zu den Medien und den Großunternehmen betrogen. Laut der Umfrage waren 87% der Briten der Ansicht, dass sich die politischen Führer nicht für sie interessieren würden.

Es scheint, dass sich meine in Bromley geführten Gespräche nicht nur auf dieses Gebiet in London beschränken. Dies sind die wahren Gedanken der Menschen in ganz Großbritannien. Noch nie in meinem Leben war sich das Land in einem Punkt so einig wie in diesem.

In Großbritannien gibt es viele merkwürdige Traditionen, aber kaum eine ist bekannter als die jährlichen Feierlichkeiten am Vorabend des 5. November im Gedenken an Guy Fawkes. Guy Fawkes war ein katholischer Offizier, der am 5. November 1605 in London ein Sprengstoff-Attentat auf den protestantischen König Jakob I. und das englische Parlament geplant hatte.

In Erinnerung an den „Gunpowder Plot“ werden an diesem Abend in Gärten, Parks und auf Straßenfesten Feuerwerkskörper gezündet, die jedes Jahr hunderte Menschen verletzten. Es wird getrunken und ausgelassen gefeiert und vielerorts gibt es auch riesige Brände – was wohl auf den übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist. Jedes Jahr verbrennen wir am 5.November unseren „Guy“ in Form einer lebensgroßen verkleideten Puppe im Feuer und freuen uns darüber, dass wir Guy noch rechtzeitig erwischt haben, bevor er alles in die Luft sprengen konnte. Doch bei der augenblicklichen wütenden Stimmung ist es fraglich, ob ein heutiger Guy Fawkes nicht mehr als willkommen wäre…

The Brit

 

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32 Kommentare

  1. MOD:
    Auch ohne ein „Link“ einzugeben,
    werden (nur meine?) Beiträge wieder
    auf „genehmigungspflichtig“ gesetzt.
    Das verstehe ich nicht, ist m. E.
    pure Willkür …
    Die letzten Male sind Beiträge von mir
    dann einfach „verschwunden“ –
    zu anspruchsvoll, oder was soll das?

    • die disqus-software kann selbsttätig einen User vorübergehend oder dauerhaft auf Pre-Moderation setzen, wenn bei einer gewissen Anzahl von Beiträgen auf Spam erkannt wurde und/oder gemeldete/gelöschte Beiträge vorhanden sind.
      Wir selber setzen eigentlich keinen User auf Pre-Moderation, zumindest ist mir kein Fall bekannt.

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      Wir selber setzen eigentlich keinen User auf Pre-Moderation, zumindest ist mir kein Fall bekannt.

  2. Wieder eine Frau, welche die ihr ubertragenen
    Befugnisse durch ewiges Zögern und Zaudern
    überhaupt nicht wahrnehmen kann. Unfähig.

    Mays Tage (Stunden) im Amt sind gezählt.
    Endlich steht ein fähiger MANN zur Amtsübernahme
    bereit – merken Sie sich: JACOB REES-MOOG.

    Bei YouTube eingeben:
    „Jacob Rees-Mogg Argues No-Deal Is an Exciting Opportunity | Good Morning Britain“

    • Jetzt weiß ich wenigstens, was ich nächstes mal schreiben muß, um ein …
      Noch ein wenig Geduld, die Genehmigung durch Jouwatch steht noch aus.
      zu vermeiden, zum Beispiel:
      „… dieser Kerl ist meiner Einschätzung nach ein korrupter Spinner“ …
      …und alles ist gut !

  3. Wer sich mit der Politik intensiver wie normal beschäftigt und dabei Vergangenheit, Gegenwart und angestrebte Zukunft von dieser vergleicht, wird immer Parallelen erkennen. Sind die erst einmal im Machtzentrum eingekauft und gefüttert worden von den Weltgeldverwaltern, machen die Politikmarionetten genau das, was ihnen vorgegeben wurde, und nicht das Andere, welches für die Menschen getan werden müßte.
    Somit bestätigt sich immer wieder, daß das Geld von Jenen die Welt lenken und leiten will, weil sich die Massen NIE einigen werden. In der Masse wird mit Neid und Mißgunst gearbeitet, damit es NIE zu einer Masseneinigung kommen wird. Leider!

  4. Ich denke mittleweile auch, dass selbst die Brexit-Befürworter nicht mehr wirklich austretenb wollen. Sie können die Auswirkungen nur bedingt einschätzen, haben Angst um ihre Pfründe. Das gilt auch für die Wirtschaft in UK. Also hampelt man herum, nach altbekannter Manier, wird in DE auch gern genommen, bis niemand mehr Lust hat, sich damit zu beschäftigen und alles bleibt, wie es ist. Die Überforderung und die Unfähigkeit nicht nur der Politiker mit den von Menschen geschaffenen Systemen, Lebensbedingungen und anderen Gegebenheiten ist einfach abstoßend.

  5. Wenn ich mit richtig erinnere, war May eher gegen einen Brexit. Wie man dann so eine Frau zur Leitfigur eines eben solchen machen kann, wird sich mir nicht erschließen. Und ja, ich denke das es die Handschrift Merkels ist. Sie arbeitet so. Das Volk wird getäuscht mit angeblichen Bemühungen. Die werden verschleppt, und es wird Angst aufgebaut-vor dem drohenden Desaster. Horrorszenarien werden entworfen, ja man erweckt schier den Eindruck, nach dem Brexit kommt eine große Flutwelle und verschlingt old England. Die Industrie? Ja die stimmen natürlicherweise in dieses Szenario mit ein, schmälert es doch ihre Milliardengewinne.

    Oh nein liebe Briten, die Sonne wird weiter im Osten auf und im westen untergehen. Ja, es wird Umstellungsschwierigkeiten geben, Staus an den Grenzen, manche Dinge mögen teurer werden, andere dagegen billiger. Reisen werden sicherer, denn plötzlich muß man beim Verlassen des Landes seinen Pass vorzeigen, auch beim Wiedereinreisen, der Güterverkehr wird wieder rollen, wenn alle sich an das Neue Szenario gewöhnt haben. Und die Grenze zwischen Nordirland und Irland? Auch die kann man beachen. Einen kleinen Grenzverkehr schaffen, für die Arbeitnehmer.Der Brexit ist nicht der Untergang, sondern ein Neustart. Und vermutlich sogar ein sehr erfogreicher, nur etwas holpriger Weg.Im Augenblick bleibt ehh nur noch die Wahl zwischen einem Untergang mit der Eu oder einen britischer Neustart.

  6. War mir von vornherein klar.
    In die EU geht’s schnell wie im freien Fall, raus… gar nicht.
    Das sieht und sah der (E)ndlose (U)ntergang niemals anders vor.
    Wette?

  7. Für alle europäischen Länder (Serbien, Kroatien, Albanien, Kosovo), die noch nicht in den selbstzerstörerischen Analphabeten-Verteilungsverein EU eingetreten sind, sollte der Brexit eine Warnung sein: Haltet euch fern von diesem Narrenhaufen!

  8. Also mir zeigt das, dass die Demokratie, wie sie wohl theoretisch gedacht wird, in Praxis nicht funktioniert. Es ist weder das Volk ausreichen aufgeklärt noch geübt und die sogenannte Elite mutiert immer mehr zu Zerrfiguren. Alle beide sind sie OMEGAS; ALSO RANGNIEDRIGE, die Eliten besetzen ja nur Ämter, sind also als Personen nicht qualifiziert für den wirklichen ALPHARANG:: Diese Omegapersonen betrachten die Bevölkerung als Knetmasse für ihre persönlichen Neigungen , ihre Fantasien, ihre Wünsche und Triebe. Keiner dieser Omegas die da in Europa werkeln ist ein von seinem Charakter ,seiner Bildung seiner Ausbildung her ein ALPHA, weder die Weiber noch die Männer.
    Die Briten die da zu Wort gekommen sind sehen das ganz richtig,genau so wie überall in Europa die kritischen Bürger.
    Diese Pseudoalphas und ihre Höflinge , die Medien schmeißen mit Schlagworten um sich: Demokratie, Werte, Wohlstand, Freiheit, Sicherheit Respekt, Menschenrechte, Humanismus, Fortschritt usw..Es ist aber alles relativ und nur leeres Geplappere, .vollkommen öde und schal. Die Bevölkerungen, die Bürger bemerken das, sie nehmen die Lügen, die Heuchelei das krasse egoistische Getue wahr. diese schrägen Gestalten können ja sehr genau in den digitalen Medien betrachtet werden, Die Bürger sehen die leeren, selbstgefälligen Gesichtsausdrücke, sie sehen die Gesten, also ich würde ganz locker sagen, 96 % Falsche Selbst, Größenwahnsinnige, Clowns, Dauerpubertierende, alte Narren.!!! Und alle haben eine Heidenangst um ihre Futtertröge und ihre Positionen.!!!!!!!!!!

    • Warum so viele Worte? Es durften Bürger einmal wichtig wählen und haben das gut gemacht. Ich fordere Bürgerentscheide für DE.

    • Ja, das wäre nicht schlecht, aber solange Parteien werkeln wird da nichts. Eine Partei hat ja immer nur eine Teilmenge der Bürger und da werden viele subjektive Motive beachtet und nicht nur das gesamte Allgemeinwohl.
      Eigentlich möchte die Mehrzahl der Bürger: Wohlstand, Sicherheit, persönliche Freiheit, Frieden innen und nach außen und Teilhabe am kulturellen Fortschritt und die Wahrung ihrer Identität, Recht , Ordnung und Gerechtigkeit und Fairness.
      Das Hantieren mit „Werten“ bringt`s aber nicht. Das ist etwas Ausgedachtes, und er Geist des Menschen kann sich unbeschreiblich viel ausdenken.
      Gefragt und notwendig sind aber Realität, gesichertes Wissen und Vernunft.
      Nun das sind aber wieder viele Worte, lesen sie mal von JOHN GRAY “ POLITIK DER APOKALYPSE“
      gruß psychosozial

    • Guter psychologischer Ansatz.Aber ich sehe AlphaTiere, die können sich nur zur Zeit nicht durchsetzen. Salvini wäre so einer, Kurz vielleicht, Orban auch.Ein Alphatier gegen eine Herde Omegas- keine Chance. Mehrere Alpha Tiere gegen eien Herde Omegas- ja, das könnte klappen.
      Das Problem dabei ist, wir haben keine Zeit mehr. Sonst kippt die Situation. Die nächste gelenkte Migrationswelle steht vor der Tür

    • Ja viele Homo sapiens wissen garnicht, daß es auch bei ihnen genuine Unterschiede im biologischen Status gibt. Die können durch Kultur und Bildung oder Ausbildung nicht verwischt werden.
      Also ich sehe auch Orban, Kurz, Salvini als Alphamänner, die Horde, Menge, der Omegas spüren das auch.
      Die Demokratie bringt leider oft viele Omegas in diese Ämter. In diesen Demokratien wir Quantität mit Qualität verwechselt und Ausdenkereien, „Werte“,
      werden als Logo, als „Qualitätsmerkmale“ eingesetzt.
      Mal abwarten was bei den Moloch-EU-Wahlen geschieht.

    • Nur von einer IDEE kann man nichts abbeißen. Politik sollte eigentlich nur dazu da sein, die Rahmenbedingungen zum menschenwürdigen Leben in einer Gesellschaft zu erstellen. Das geht am besten mit einem mutigen, umfassend gebildeten, persönlich reifen und gefestigten , verantwortungsbereiten LEVIATHAN. Parteien Wirtschaft und Weiberwirtschaft bringt das nicht.
      Lesen sie mal : „Politik der Apokalypse“ von John Gray, und „Aufklärung jetzt“ von Steven Pinker !!!!!

  9. Also dasselbe wie hier, nur Thema GroKo, AKK, hirnloses Rentengeschwätz, EU ist das beste, alle anderen ausser uns bedeutet Weltuntergang, Klimagreta,….all das während absolut nichts gelöst wird und ein Skandal den nächsten Jagd. Völlig gaga halt.

  10. Immer wieder sprechen wir in unserer Altweiber-WG darüber. Ich bin von Beginn an davon überzeugt (bislang noch allein), dass der Brexit nichts weiter ist als ein statuiertes Exempel. Jeder nonkonforme EU-Staat soll an diesem Beispiel erkennen, wie hoch die Hürden sind, wie zermürbend und langwierig jeder kleinste Schritt von außen gestaltet wird und wie sehr während dessen das Volk des „Delinquentenstaats“ das Vertrauen in die eigenen Politiker verliert. May’s Körpersprache ist viel aufschlussreicher als die Worte aus ihrem Mund.

    • Richtig bin allerdings der Überzeugung wenn das erste M fällt dann fallen die anderen 2 auch recht fix hinterher. Ganz egal wer von Merkel,Macron,May als erstes fällt. Ich tippe auf May aufgrund der engen Bezieungen zu den USA wenn Trump FISA öffentlich macht, also sehr bald.

    • Sgladschdglei – mir kräuseln sich ja jedesmal vor lauter FROIDE die Haare, wenn ich Deinen Namen lese! Als gebürtige Dresdnerin, die auch etwas über 40 Jahre in verschiedenen Stadteilen da gelebt hat, geht mir immer wieder das Herz auf. Dies aber nur mal so am Rande. ;o) Aus Deinen Worten lese ich heraus, dass wir dieselbe Meinung vertreten (Ni dass uns das viel nützt, nor?). Aber zumindest um diese Uhrzeit sei da drauf gesch.ssen. Deshalb zitiere ich mal frank und frei: „Mir Saggsn mir sin helle, das weeß de ganze Welt. Un sin mer ma ni helle, dann ham wer uns verstellt.“ Haaaach, das tat gut!

  11. Volkes Wille hat die Bonzen in Brüssel, Berlin und Paris noch nie interessiert.
    Es wird im Nachhinein immer solange hingebogen bis es dieser Clique passt.

    • Versuche immer hinter die Kulissen zu schauen und das mit der berühmten Frage: Cui bono – wem nützt es? Die Antwort ist jedesmal aufs Neue erschreckend.

    • Das stimmt nicht ganz. Des Volkes Wille interessiert die schon. Das sieht man an den vielen Umfragen. Sie wollen wissen, wie sehr sie mit Propaganda und Bespitzelung gegen den Volkswillen ankämpfen müssen, um ihre eigene Agenda zu 100% durchzudrücken.

  12. Das ist ja die Taktik der Regierung May.
    Das Volk soll zermürbt werden, bis ihnen am Ende alles Wurst ist und die Briten am Ende in der EU bleiben. Selbst wenn sie am 31.03.19 austreten sollten, geht der Kampf weiter und bei der kleinsten Schwierigkeit werden sie ein neues Referendum fordern.
    Es wird ein langer und steiniger Weg.

  13. Das ist ja die Taktik der Regierung May.
    Das Volk soll zermürbt werden, bis ihnen am Ende alles Wurst ist und die Briten am Ende in der EU bleiben. Selbst wenn sie am 31.03.19 austreten sollten, geht der Kampf weiter und bei der kleinsten Schwierigkeit werden sie ein neues Referendum fordern.
    Es wird ein langer und steiniger Weg.

  14. Tja, wie zitierte einst Roosevelt: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, daß es auch auf diese Weise geplant war“. Wie Recht er hatte, zeigt sich auch hier wieder.

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