Alexander Gauland: Macron träumt von einem europäischen Nationalstaat französischen Gepräges

Foto: Alexander Gauland (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – AfD-Chef Alexander Gauland hat auf den Aufruf des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zu Reformen der Europäischen Union reagiert und dabei Macrons Gleichsetzung von Europa und EU als „Bubenstück“ und „Trick“ kritisiert. „Teile der französischen Eliten haben sich nie von der Idee verabschiedet, dass Europa ein großes Frankreich werden solle“, schreibt Gauland in einem Gastbeitrag für die „Welt“ (Freitagsausgabe). Was Macron als Reform vorschlage, sei ein „europäischer Nationalstaat französischen Gepräges“.

Der französische Präsident entwickele seine Vertiefungs-Vorstellungen der EU in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika zu einer Zeit, „in der zugleich landesweit auf Demonstranten eingeprügelt“ werde und „mehrere Tausend Demonstranten hinter Gittern“ säßen. Sämtliche Vorschläge seien „zentralistisch, staatsfixiert, bürokratisch“. Alles sei Ausdruck „sozialistisch-merkantilistischer Politik“.

Des Weiteren schreibt Gauland, der „überall aufbrechende, europäische Populismus“ sei „rein defensiv“. Es handele sich um eine Reaktion auf die Aufblähung der EU. Stets war nach Gauland die Vielfalt Europas das „Laboratorium für Zukunftsentwürfe“. Wer auf diese Vielfalt das „Leichentuch des Zentralismus“ legen wolle, „muss gerade in Europa mit Widerstand rechnen“, so Gauland.

„Diese EU muss nicht erweitert und vertieft, sondern reformiert werden, sonst sind ihre Tage gezählt.“ (dts)

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27 Kommentare

  1. „Der französische Präsident entwickele seine Vertiefungs-Vorstellungen
    der EU in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika zu einer Zeit,“

    Die „Vereinigte Staaten von Amerika“ taugen nicht als Blaupause für den europäischen Superstaat.

    Denn die Bundesstaaten dort haben ein hohes Maß an Autonomie, haben eigene Steuern und Gesetze.

    Und so was wie einen „Bailout“ gibt es schon agr nicht.

  2. Die Werte die Macron und sein Klüngel als Werte der EU verordnen will sind nicht die Werte der europäischen Staaten. Der letzte der mit indigenen Völkern so umgegangen ist wie die EU war Josef Stalin!

  3. Die Ideen und Visionen französischer Politiker hatten schon immer zwei Eigenschaften: Wir bestimmen und ihr bezahlt! Davon zu reden, dass diese Politikerdarsteller dauernd versuchen die EU aufzublähen und immer wider Europa sagen, ist müßig. Es wird auch dauernd von Feinden Europas gesprochen und Feinde impliziert die Vernichtung. Wer das ganze Gedöhns aufmerksam verfolgt kann nur einen Schluß ziehen: Wenn diese EU nicht reformiert wird wird sie offene Feindseligkeiten der Völker untereinander hervorrufen. Es wird diffamiert und gehetzt, dass mir schlecht wird und sowas soll ich wählen? Warum? Wie Junker sagte, wir beschließen etwas was keiner versteht, dann warten wir ab und wenn sich kein Widerstand regt machen wir weiter und weiter bis es kein zurück mehr gibt. Meine Wahl steht fest!

  4. Da war doch schon einmal jemand, der ein „Großeuropäisches Reich“ anstrebte (incl. Russland) und kläglich scheiterte. Nichts gelernt, Herr Macron?

  5. seine feuchten Träume können niemals Wirklichkeit werden, weil die EU und Europa nicht das selbe ist. Es mag EU-Bürger geben. Aber keine Europabürger. Europa hat auch einen anderen Geltungsbereich als die EU. Ein Blick auf eine Weltkarte würde genügen, das zu erkennen. Die EU ist nun mal nur ein Wirtschaftsinteressensverbund, ein Elitäre bedienen Lobbyisten-Verein.

  6. Gauland trifft mit seiner Analyse einmal mehr!
    Wie schon bei Danisch oft zu lesen war: es gibt im Eigentlichen kein Wiedererstarken „der Rechten“, sondern eine Linksflucht!

  7. reform der eu, herr gauland, ist gut. besser noch waere eine rueckabwicklung derselben auf den staus quo ante maastricht. da gab es die ewg, die uns 35 jahre gute dienste geleistet hat und die platz machen musste fuer die grossmannsucht einiger europaeischer Politiker. ohne die eu haetten wir keinen euro, aber das waere auch kein verlust.

  8. General Gebhard Leberecht von Blücher hat schon mal den Franzmann bei Waterloo in die Schranken verwiesen. Aber heute gibt es in Deutschland keinen Marschall Vorwärts mehr,nur noch Mutti,Flinten Uschi,KGE,die Bundesempörungstante,und viele andere.Denen geht es garnicht schnell genug Deutschland zu verschachern!!

  9. General Gebhard Leberecht von Blücher hat schon mal den Franzmann bei Waterloo in die Schranken verwiesen. Aber heute gibt es in Deutschland keinen Marschall Vorwärts mehr,nur noch Mutti,Flinten Uschi,KGE,die Bundesempörungstante,und viele andere.Denen geht es garnicht schnell genug Deutschland zu verschachern!!

    • So lange, bis dass das deutsche Arbeitsethos kollabiert, z.B. weil es immer mehr Leute satt haben, sich von immer mehr anderen Leuten ausplündern zu lassen.

    • So wie ich bald. Werde mein unternehmen einstampfen und bei einem halbtagsjob nur noch das verdienen was ich brauche… Jetzt zu sparen ist eh irrsinn…

    • Das Geld dafür haben wir schon lange nicht mehr. Wir leben massiv auf Pump, verteilen aber großzügig in alle Richtungen. Dies dient einzig und allein Merkels Machterhalt.

  10. Mit allzu plumpen Unterstellungen erklärt man nicht den Gegenstand sondern nur sich selbst. Gauland erfasst sehr gut, was los ist, und bringt es auf den Punkt.

    • Deswegen ist es auch so wichtig zur EU Wahl diesen Plänen die „blaue Karte“ zu zeigen…..was natürlich auch für die anstehenden Wahlen in Mitteldeutschland gilt!

  11. Sehe ich genauso, Deutschland soll der Zahlmeister sein für dieses aufgeblasene zentralistische Produkt,es wird Zeit, dass diese ganze EU Bonzen Diktatur auseinanderfliegt.

    • Unsere sogenannten Freunde nach dem zweiten weltkrieg,waren immer nur Freunde weil Deutschland immer mit offener Geldbörse unterwegs war.Das bestreben war schon weit vor dem ersten Weltkrieg Deutschland als lästigen Konkurenten auf allen Ebenen zu zerschlagen.Gauland hat vollumfänglich recht was er schreibt.

    • Gauland hat es aber ganz sicher nicht so gemeint, wie sie es verstehen wollen. Ich bin für eine deutsch-französische Freundschaft, aber so wie sie De Gaule vorschwebte.

    • ja, der Bestechungsclub vom Bundestag und Kanzleramt waren immer auf der Suche nach Freunden, oder wenigsten Solchen, die nicht verraten, was sie in Hinterzimmern gegen die Einheimischen ausgehandelt haben

  12. In „Der Welt“ ein Artikel von A. Gauland!!Natürlich hinter der Bezahlschranke,aber immerhin,wenn da mal nicht die Glaser jubeln.

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