Die Gretchenfrage

FridaysForFuture Demo (Foto: Imago)
FridaysForFuture Demo (Foto: Imago)

Eine Metapher zum Nachdenken. Einst hatte, im vermutlich größten literarischen Vermächtnis, das die Deutschen in Form des Faust 1 von ihrem Dichterfürsten Goethe erhielten, das betörende Gretchen den etwas labilen Dr. Faustus begeistert und gleichsam verwirrt. Nun bahnt sich eine Neuauflage dieser Tragödie an, allerdings mit anderen Dimensionen, Vorzeichen und vor allem in Realität.

Es ist die kleine, schnuffelige Klima-Greta aus dem heimeligen Bullerbü-Land, mit dem drolligem Mützchen und den selbstgestrickten Handschuhen. So scheu, besorgt und schutzbedürftig. In Person dieser allegorischen Grünen-Tochter kulminieren sämtliche jemals erdachten Projektionen aller Umweltbewegten auf einmal. Und alle Kreise schließen sich. Diese wirklich starke und wiedererkennbare Symbolik könnte nur noch übertroffen werden, wenn anstelle des schwedischen Gretchens eine ebenso süße, kleine – vielleicht sogar syrische Aishe oder Fatima mit hübschem Kopftüchlein – fortan die Galionsfigur der Klima-Besorgten abgäbe.

Agit-Prop aus der psychedelischen Mottenkiste

Diesen Greta-Effekt mit exakt dieser Wirkung hätte in der Tat keine PR-Agentur der Welt besser hinkriegen können. Doch Vorsicht, denn wie es die alte Faustregel schon besagt: wenn etwas so gut ist, dass man es eigentlich kaum glauben kann – dann ist es meist erfunden!

Chapeau, werte Klima-Hysteriker aus Nord und Süd. Dieser geniale Coup, der gewissermaßen mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt, verdient in der Tat anerkennende Würdigung. In Zukunft wird man sich an dieser Meisterleistung orientieren müssen, wenn man gedenkt, die juvenilen Bevölkerungsschichten zu begeistern. Oder in soziologisch eingefärbtem „Neusprech“ ausgedrückt: „Die betrübten Kinderchen, die so furchtbare Angst vor der Zukunft haben, dort abholen möchte, wo sie gerade stehen“. Und diese Furcht habt ihr ihnen eingeflößt, ihr Kompost-Kommunisten. Denn selbst die unbedarftesten unter den deutschen Schülern kennen nun ihre Feindbilder ganz genau.

Simple Botschaften über eine heile Welt

Neben all den „Rechten“ sind dies nun: die Kohle, der Feinstaub und natürlich der Diesel. Tragischerweise sehen sie eine der wirklich eklatantesten Bedrohungen ihrer Freiheit und Sicherheit, den radikalpolitischen Islam in all seinen Facetten, eher als eine Art Friedensbewegung an.

Zweifellos auch das Verdienst unserer grünbewegten Öko-Aktivisten, die in schönfärberischer Schwärmerei über Friede, Freude und Eierkuchen geflissentlich vergessen, dass sämtliche neuzeitlichen Errungenschaften vieler Denker, Philosophen und Wissenschaftler im Islam nur eine sehr untergeordnete – bis gar keine Bedeutung besitzen. Von Frauenrechten einmal ganz zu schweigen.

Aber das ist ja alles nicht so wichtig. Wenn wir uns nur alle „liebhaben“ und die Neubürger bloß nicht kritisieren. Das mögen diese nämlich überhaupt nicht. Klima hin oder her.

Raffinierte Psycho-Tricks

Nie zuvor ist es einer politischen Gruppierung gelungen, weiten Teilen einer Bevölkerung deren liebgewonnene Heimat, ihre Wurzeln und Herkunft als schlecht, ausgrenzend und ewiggestrig auszulegen. Somit schufen sie Kohorten desorientierter junger Menschen mit hybriden Identitäten. Die als Heimatlose sinnbildlich weder Vergangenheit noch Zukunft haben. Sich gleichwohl mit nichts mehr richtig identifizieren können und ihr Heil demzufolge in Konsum und Zerstreuung suchen. Und entsprechend anfällig für Öko-Propaganda sind, denn Grünlinks weiß offenbar ganz genau, wie wenig das kritische Urteilsvermögen von Adoleszenten ausgeprägt ist.

Keine Herkunft – keine Zukunft

Entwurzelte Menschen, die fortan als frei manövrierbare und kapitalistisch verwertbare Verfügungsmasse dienen können. Beliebig austauschbar gegen jedes andere, aber gleichwertig konditioniertes Individuum. Woran sollen sie sich denn auch noch orientieren? Ein Perma-Regen widersprüchlicher Informationen und Ansichten, der im Minutentakt auf uns niederprasselt, kennzeichnet das „moderne Leben“. Ein unermüdlich dissonantes Plätschern – durch die Sozialen Medien zum Crescendo der Verwirrung anschwellend.

Einem Volk seine Grenzen zu nehmen, ist ein Zeichen der praktischen und zugleich symbolischen Unterwerfung. Dass sie sich ihrer Herkunft und Identität schämen, vollzieht den Kotau dann endgültig. Leider sind dies schwer zu durchschauende Wirkmechanismen raffinierter und suggestiver Manipulation, die als Aushängeschild hehre Themen wie Klimaschutz und Gleichheit aller Menschen wie eine Monstranz vor sich hertragen. Wenn man so will: grüne Verhaltensökonomie. Greta wirkt
eben sehr ambivalent!

Conclusio

Somit gilt: alles richtig gemacht, ihr selbsternannten Weltenretter. Denn hier kommt nun endlich die erwartete Rückendeckung all eurer Agitationen sowie die Prokura für Weitere. Und dies sogar von allerhöchster Stelle.

Ein Mensch, der aber nicht(s) ist, außer die Summe künstlich fabrizierter und zwangsverabreichter Lifestyle-Sedativa, kann sich selbst nicht (er)kennen – und den anderen auch nicht. (Ye Zal)

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6 Kommentare

  1. Ein Glück, daß das Geld aus der Wand kommt, sonst würden diese dummen Menschlein verhungern…

  2. Also Bilder sagen mehr als Worte. So eine deutsche Greta erklärt uns auf einem Schild das Klima sei aussichtslos. Also wenn das Klima aussichtslos ist wofür demonstriert sie dann?
    Dann wäre es doch klüger in der Schule zu lernen. Im Fach Mathematik könnte sie dann z.B. berechnen wie hoch der Anteil von Deutschland am CO2 Ausstoß ist. Oder wie gering die Auswirkungen aller „Klimaziele“ auf die Natur tatsächlich sind. Vielleicht könnte sie in Chemie, Biologie und Physik etwas über den Aufbau von Molekülen erfahren und deren Auswirkungen auf die Natur.

    Aber vielleicht lernt sie auch etwas zum Thema Inzucht!

  3. Wenn ich das „Imago“-Bild genauer betrachte, scheint mir, bei der Zeichensetzung“, auch das Deutsch-Abi gefährdet. Obwohl — Grammatik, überbewertet!

  4. Wundert euch dieses Verhalten in der Bevölkerung wirklich in eurer Redaktion ?
    Macht mal nen Artikel zur Frankfurter Schule und Kulturmarxismus ,dann seht ihr wie es soweit kommen konnte.
    Wer 24h Bereutes Denken konsumiert, obendrein der Konsumverblödung anheim fällt,der ist leider nur noch nen politischer Zombie der sich willfährig lenken lässt.
    Der Mensch ist von Natur aus faul, da kommt vorgekaute Meinungsmache gerade recht und wenn 20 in eine Richtung bläken dauert’s nicht lange bis sich andere anschließen…selbst denken ist ja sooo anstrengend.

    • „…

      selbst denken ist ja sooo anstrengend.“- 🙄 – 😵

      und für den größten Teil der Menschen auch noch unmöglich mangels „Vorrichtung“!😜

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