Zurück in die Zukunft: Die beklopptesten „grünen“ Projekte

Foto:Von Phuong D. Nguyen/shutterstock
Foto:Von Phuong D. Nguyen/shutterstock

Berlin – Der Berliner Hauptstädter ist bequem und entsorgt bekanntlich seinen Müll gerne auf der Straße. Besonders erfolgreich wird dieses energiesparende Verhalten im Bezirk Neukölln praktiziert. Dort verfügt man bereits über sieben sogenannte „Müll-Hotspots“, die bei den illegalen Sperrmüll-Entsorgern besonders beliebt sind und rege genutzt werden. Doch der Hauptstadtpolitiker ist gewieft und nie um eine Problemlösung verlegen: So schaffte das Bezirksamt jetzt sechs neue Lastenfahrräder an, mit denen ab sofort der alte Kühlschrank und die Waschmaschine zum Sperrmüllhof gefahren werden kann. 

Schlappe 45.000 Euro kostet die Müll-Lastenfahrrad-Idee unter dem Motto „Schön wie wir – für ein lebenswertes Neukölln“ den Steuerzahler. Den innovativen Einfall für die neue Art des Müll-Transports haben die Neuköllner ihrem SPD-Bezirksbürgermeister Martin Hikel zu verdanken, der dafür tief in den Topf des mit 3 Millionen Euro ausgestatteten Aktionsprogramms „Saubere Stadt“ der grünen Wirtschaftssenatorin Ramona Pop griff.

Am vergangenen Montag war es dann soweit – die 41-jährige Pop hiefte sich laut Berliner Morgenpost in Rock und Stöckelschuhen pressewirksam auf eines der dreirädrigen Ungetüme, mit denen der weltklimarettende Neu-Neuköllner nun sein ausgedientes Sofa zur Mülldeponie radeln kann. Sauberkeit gebe den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit, gab die oberschlaue rumänisch-deutsche Bürgermeisterin von Berlin, Ramona Pop, der begeisterten Menge noch mit auf den Weg. Für so manchen Neuköllner bedeutet der Weg zum BSR-Hof in der Gradestraße immerhin eine durchschnittliche 10 Kilometer lange Fahrradtour. Mit einem ca. 45 kg schweren Kühlschrank im Gepäck eine echte sportliche Herausforderung. Wem das nicht reicht – das größte der Lastenfahrräder ist mit einem E-Motor ausgestattet und kann sogar drei Kühlschränke von A nach B fahren. Das kleinste habe sogar einen großen Eimer am Lenker hängen, mit ihm könnten Kleinigkeiten transportiert werden, freut sich die Berliner Morgenpost.

Die alles entscheidende Frage, warum der müllverliebte Neuköllner, dem schon der Anruf bei der Stadtreinigung für die kostenlose Sperrmüllentsorgung zu viel ist, seine dreckige Matratze in Zukunft unter schwerstem körperlichen Einsatz selbst abfahren sollte, statt sie bequem an den nächsten Straßenbaum zu lehnen, stellt natürlich keiner. Die grün-linke Hauptstadt-Elite ist optimistisch und begeistert. Bezirksbürgermeister Hikel ist von seiner anpackenden Art der Problemlösung in Sachen Schmutz und Dreck überzeugt und braucht nicht abzuwarten, ob seine Idee beim gemeinen Berliner auch ankommt. Er will in „kurzer Zeit“ seinen dreirädrigen Fuhrpark um ein weiteres Transport-Rad erweitern.

Alt-Kleidermüll aus Togo wird zur teuren Designer-Klamotte

Der Frühling steht vor der Tür und mit ihm wird in vielen deutschen Haushalten wieder der Kleiderschrank entrümpelt. Ungeliebte Hosen und Pullis treten über deutsche Altkleidercontainer ihre Reise ins ferne Afrika an. Der Designer Amah Ayivi aus Paris hat da eine ganz pfiffige Idee. Er reist aus Europa – vermutlich im klimafreundlichen Flieger – nach Togo. Auf dem Hédzranawoé-Markt in der Hauptstadt Lomé schnappt er den armen Afrikanern die billigen Klamotten und Accessoires vor der Nase weg. Beschädigte Stücke würden noch vor Ort von lokalen Schneidern repariert, weiß der begeisterte Spiegel zu berichten. Dann geht´s – vermutlich im klimafreundlichen Flieger – wieder direkt zurück nach Europa. In Paris angekommen, wird das aussortierte Stoffchaos mit seinem Modemarkenlabel Marché Noir/Lomé-Paris versehen und in Pop-up Geschäften für teuer Geld als Vintage-Designer-Ware an die modebesessene Europäerin (zurück)verkauft. So schließt sich der Kreis – der olle Mantel landet mit einem kleinen Umweg über Afrika wieder im heimischen Kleiderschrank. Toller Einfall, findet der Spiegel und drückt der ganzen Aktion noch den tief schürfenden intellektuellen „Haut-Couture“-Stempel auf: „Die Kleidungstücke, die Ayivi von Togo nach Europa zurückbringt, macht die Wege sichtbar, die die Hosen, Röcke und Hemden zurücklegen, nachdem sie entsorgt worden sind. Und sie zeigen, wie absurd es ist, dass sie dann auf einmal als modern und stilvoll gelten“, so das überaus kluge Fazit der nachhaltigkeits-verliebten Spiegel-Autorin Ines Kaffka.  (MS)

 

 

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26 Kommentare

  1. Dreck und Müll gehören zu Neukölln. Sobald Suleyman, Ali, Muhamet(t)und Mehmet(t) erfahren haben dass ein Rad 7,5 K€ kostet, sind die Dinger weg von der Straße 🤑

  2. Es muss ein Virus sein. Anders sind die ständig zunehmenden Bekloppten nicht mehr zu erklären.

  3. Ist aber ein „internationales“ Problem.
    Meiner Beobachtung nach produzieren auch deutsche Hartzer ein Vielfaches an Sperrmüll.

    2011 saß ich Mal mit der Verwandtschaft am Kaffeetisch. Die Cousine, jahrzehntelange „Sozi-Frau“, die neue Schnecke des Cousins, grün, grüner geht nicht.
    Nach zwei Tassen langem Gebrabbel wurd’s mir zuviel:
    „Also mit anderen Worten: uns geht’s noch viel zu gut!“
    Die Beiden, wie aus der Pistole geschossen und mit Inbrunst im Duett: „Ja ja, genau, ganz genau!“

    Die meinten aber gerade nicht die Sperrmüllbergeproduzenten, sondern die, wo nur alle paar Jahre mal was liegt, denen man aber noch was wegnehmen kann, weil noch was auf dem Konto liegt.

  4. Erst wenn der letzte fleißige Deutsche ausgewandert ist und die Infrastruktur der des Hindukusch gleicht, merken die Deutschlandhasser, was sie angerichtet haben.

    • Ein hoffnungsvoller Gedanke. Leider werden die den Teufel tun, als was zu merken. Denn sie haben schon längst beschlossen, dafür der AfD die Schuld zu geben. Wie jetzt beim Klimawandel. Wenn das nicht so dermaßen abartig und abgrundtief böse wäre, dass man das nicht mal mehr mit psychischen Erkrankungen rechtfertigen kann, wären wir eine fröhliche Nation, weil wir aus dem Lachen nicht mehr heraus kämen. So aber bleibt einem bereits jeder Ansatz eines Lächelns tief im Hals stecken.

  5. Also, Leute die es gewohnt sind ihren Müll aus dem Fenster zu schmeißen und was nicht durchpasst einfach auf die Straße stellen, sollen sich ein Lastenfahrrad ausleihen? Also zur Ausleihstation latschen oder fahren, dort eine Einweisung entgegennehmen, dann zu sich nach hause und den Müll aufladen, weiter zum Wertstoffhof dort entladen, wieder zurück zur Ausleihstation und dann nach hause latschen oder fahren? Gibts in Neu Kölln keine Sperrmüllentsorgung? Bei uns hier zweimal im Jahr sogar kostenlos, nur kurz auf der Seite der Recyclingsfirma anmelden, Termin bekommen, einen Tag vorher alles rausstellen und fertig ist der Lack. Wir haben 9 Mietparteien also mit Absprache 18x Sperrmüllentsorgung! Aber denke, denen könnte man den Müll/Sperrmüll direkt aus der Wohnung abholen das wollen die nicht. Die fühlen sich im Dreck eben wohl.

  6. So könnte doch mal Frl. Hofreiter beim Deutschen Bundestag vorfahren, mit allen Grünnasen im Gepäck.

  7. Die Zeiten in denen ich Grüne noch als halbwegs ernstzunehmende Gesprächspartner angesehen habe, sind lange, sehr lange vorbei!

  8. Yo… Die Unsitte, Sperrmüll einfach auf die Straße zu stellen, ist zusammen mit den Wessis aus Berlin nach Leipzig gekommen. Überall stehen jetzt Sofas und Kühlschränke rum, und bei den Glascontainern stapelt sich Wohnungseinrichtung. Unverschämtes Gesindel. Ich bin bald weg aus dieser linksgrünen Kloake.

  9. Diese Partei ist tatsächlich ein Sammelbecken der Dümmsten die dieses Land zu bieten hat. Und da die Partei wächst, zeigt das den geistig desolaten und sehr gefährlichen Zustand, in dem sich diese Land befindet. Man könnte drüber lachen aber mittlerweile bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

    • Vielleicht kann Putin einen nuklearen Sprengkopf drauf fallen lassen? Dann ist da ein rauchender, keimfreier Krater, den man später Ground-Zero-See nennen und als Naherholungsgebiet nutzen kann. Die Radioaktivität klingt ziemlich schnell ab – verglichen mit der Schadwirkung der Grünen.

  10. Tja, auf die autofreien und toten Innenstädte muß man vorbereitet sein. Lobenswert, dass Berlin hier vorangeht und den Trend abwärts erkannt hat. Da allerdings auch Lastenfahrräder rollen und Feinstaub aufwirbeln, wäre es besser, dass buntgeschleuderte Ökospiesser-Milieu würde allmählich lernen, seine ausgedienten 50-100 KG schweren Waschmaschinen, Kühlschränke oder Küchenherde zur entsprechenden Abfallsammelstelle zu tragen! Mit rein veganer Kost etwas schwierig, aber was muß, das muß! Also nicht rumjammern sondern anpacken!

    Noch besser für die Zukunft: erst gar keine Herde, Kühlschränke und Waschmaschinen anschaffen, denn das schont Rohstoffe, es kostet keinen Strom und man braucht auch keine klimaschädlichen, feinstaubaufwirbelnden Lastenfahrräder. Für hippen, veganen und energiearmen Körnerfrass, den man sich im Bioladen in den mitgebrachten Plastikbehältern abfüllen und bequem per Smartphoneapp zahlen kann, braucht man ohnehin keinen Herd oder Kühlschrank.

    “Körner to go“, gewissermassen.^^ Ups – habe ich Plastikbehälter geschrieben? Sorry – Plastik geht gar nicht!! Das ist mindestens so Nazi wie Autobahn oder Eva Herman (Sorry, liebe Eva!). Also am besten Jutebeutel mit doppelt zertifiziertem Öko-Zertifikat. Und da Körnerfresser und Salatblatt-Gourmets auch kaum schwitzen, brauchen sie auch keine Waschmaschine, und die zusammengeflickten Altkleider müssen nie wieder gewechselt werden.

    Geht doch alles. Wenn man nur will.

  11. Berlin Neukölln,Unrat in jeder Hinsicht,zu gemüllte Straßen und das was Beine hat ist ebenfalls nur Müll.

  12. Bei uns wurde dieses Jahr die Abfallentsorgung um 40% erhöht…. angeblich wegen dem vielen Grünschnitt, der nicht mehr verbrannt werden darf… na ich denke, der wahre Grund ist ein ganz anderer….. :-/

  13. „Und sie zeigen, wie absurd es ist, dass sie dann auf einmal als modern und stilvoll gelten“ –

    Ich bin immer ein wenig irritiert wenn ein ansonsten offenkundig Schwachsinniger dann doch mal etwas kluges sagt.

  14. Tja die Schwachkoepfe werden eben immer mehr…der Wahnsinn ist in voller Fahrt…ist mir übel!!!

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