Karneval: Politisch unkorrekte Kostüme

Max Erdinger

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Dunkelweißer - Foto: Imago

Es könnte so einfach sein. Wenn eine Kölner Afrikanistik-Professorin mit Doppelnamen im Karneval vor rassistischen Faschingskostümen warnt, – die JF berichtete – , könnte ihr ein einstimmiges „Alaaf, Sumpfkuh!“ entgegen schallen, sie könnte sich für ihr unverschämtes Geschwätz schämen und alles wäre gut. Aber nein, wenn die Afrikanistik-Professorin Frau Marianne Bechhaus-Gerst beklagt, daß sich in Köln eine Reihe von Karnevalsvereinen gehalten haben, in denen man sich zur Karnevalszeit dunkelweiß anmalt, Baströckchen und Knochenkette anlegt und damit „alte, stereotype Bilder“ bedient, dann spitzen alle die Ohren, wiegen die Köpfe und sagen: „Aha, so ist das also? Na, dann wollen wir das mal lieber bleiben lassen.“

Wie nennt man die Leute, die in Afrika die Bevölkerungsmehrheit stellen? Nein-nein-nein, das „N-Wort“ kommt gar nicht in die Tüte. So nennt man diese Leute nicht, denn dann wäre man Rassist. In Deutschland ist man immer das, was irgendein Gutmensch behauptet, daß man es sei. Und zwar unwidersprochen.

Tatsächlich ist es aber so, daß jeder ein Elender ist, der sich von Linksliberalen, Gutmenschen, Ökofaschisten und den anderen Gläubigen der Political-Correctness noch länger bieten läßt, ständig mit Etiketten beklebt zu werden, denen zufolge er wahlweise Chauvinist, Rassist, Nazi, homophob oder sonst irgendetwas sei, weswegen man auf das, was er zu sagen hat, auch nichts zu geben bräuchte. Es wäre an der Zeit, dieser selbstherrlichen, völlig unlegitimierten Gesinnungspolizei nachhaltig den Scheitel zu ziehen, anstatt ständig vor ihr zu kuschen. Kein Mensch hierzulande braucht diese selbsternannte Moralelite mitsamt ihrer Missionierungsinkontinenz.

Professorin Frau Marianne Bechhaus-Gerst ist Afrikanistik-Professorin und ein richtiges Prachtexemplar dieser pestilenzartigen Zeitgeistheimsuchung. Wer sich im Karneval als Dunkelweißer verkleidet, meint sie, der sei zwar nicht unbedingt ein Rassist, benutze aber dennoch eine rassistische Verkleidung. – Ach? Was für ein Quatsch. Natürlich ist jemand, der sich als Dunkelweißer mit einer Kraushaarperücke verkleidet und sich die Lippen auf schwulstig schminkt, ein Rassist. Schließlich ist die Feststellung, daß es verschiedene Menschenrassen gibt, Grundlage seiner Kostümierung. Der Punkt ist doch ein ganz anderer, unausgesprochener: Typ*Innen wie Frau Bechhaus-Gernst unterstellen einfach, daß der Rassist ganz automatisch üble Absichten verfolgt, sich über andere Rassen erhebt oder die Kolonialgeschichte nicht so interpretiert, wie sie und ihresgleichen das gern dogmatisch festgezurrt hätten. Im Leben nicht käme es diesen, von der eigenen Lauterkeit besoffenen Gesinnungsterrorist*Innen in den Sinn, daß es sich mit dem Rassismus verhalten könnte wie mit dem Beton: Es käme darauf an, was man daraus macht. Was bilden sich diese Leute eigentlich ein? Da wird inzwischen Kinderliteratur umgeschrieben. Aus Pippi Langstrumpfs Vater, der in der Originalfassung von Astrid Lindgren über Jahrzehnte hinweg problemlos „Negerkönig in der Südsee“ gewesen ist, wurde der politisch-korrekte „Südseekönig“. Aus der Bibel wurde die „Bibel in gerechter Sprache“. Entschuldigung? Das ist doch der Fimmel dieser geplagten Leute – und nicht meiner?

Indianerkostüme sind übrigens ebenfalls ein Problem. Frau Marianne Bechhaus-Gerst meint, es handle sich bei den Indianerkostümen um eine „europäische Phantasie über eine Menschengruppe, die nichts mit der Realität zu tun hat.“ – Ja und? Dürfen wir unseren europäischen Phantasien über Menschengruppen vielleicht auch dann kostümisch Ausdruck verleihen, wenn sie nichts mit der Realität zu tun haben? Was hat uns das Gemeine & Gefinde von irgendwelchen Afrikanistikprofessorinnen mit Doppelnamen zu interessieren? Wenn sie sich nicht als dunkelweißer Afrikaner mit Baströckchenhintergrund oder als Winnetous Großmutter verkleiden möchte, dann soll sie es halt einfach bleiben lassen, anstatt allen anderen mit ihren Zerebralblähungen von der „zu entwickelnden, besseren, weil menschlicheren Gesellschaft“ auf den Senkel zu gehen.

Nun gibt es in Deutschland einen Verein zur Durchsetzung der völligen Humorlosigkeit bei maximaler Kleinkariertheit. Er nennt sich Amadeu-Antonio-Stiftung. Das ist eine extrem uncoole Stiftung, die aus lauter Verkrampften besteht, welche partout nicht mit der Tatsache leben wollen, daß die Welt nicht so ist, wie sie selbst sie gern hätten. Das Wort Hackfress*In kommt einem in den Sinn, wenn man an diesen Grinsenixclub denkt. Vor zwei Jahren unterstützten die Verkniffenen der AAS einen anderen Verein, der sich den hochtrabenden Namen „Öffentlichkeit gegen Gewalt“ verliehen hatte, bei seiner Kampagne „Ich bin kein Kostüm!„. Stark verkürzt könnte man sagen, die Kampagne hat uns damals um die Erkenntnis bereichert, daß real existierende Menschen der verschiedensten Rassen keine Kostüme sind. Sensationell.

In Frechen bei Köln gab es einen Karnevalsverein, der sich die „Frechener Negerköpp“ nannte. Seit letztem Jahr heißt der Verein „Wilde Frechener“. Die Vereinsmitglieder waren vor der Namensänderung bedroht worden, wie der zweite Vorsitzende, Günter Cöllen, erzählt. Daß der Verein jetzt „Wilde Frechener“ heißt, beweist nur, daß sich die Vereinsmitglieder nicht über sich selbst ehrlich gemacht haben, sonst hieße er nämlich jetzt „Brave Frechener“. Das ist es nämlich, was die „Wilden Frechener“ gewesen sind: Brav.

Und dennoch ist nicht ganz Nordrhein-Westfalen von den Bekloppten besetzt. Die Kreisstadt Olpe, deren einer Stadtteil Neger heißt, leistet erbitterten Widerstand. Neger besteht aus drei Dörfern: Unterneger (292 Einwohner), Mittelneger (47 Einwohner) und Oberneger (36 Einwohner). Insgesamt hat Neger 375 Einwohner und liegt, bitte festhalten, im „idyllischen Negertal“ unweit des Biggesees.

Frau Marianne Bechhaus-Gerst, so tun Sie doch was! Das kann doch nicht so bleiben!?

 

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32 Kommentare

  1. Ich habe mir gerade mal diese Dummtusse*in angesehen. Das Foto ist zum gruseln.
    Die könnte glatt als Kahanes Schwester durchgehen, oder man denkt, man hat einen Klon vor sich. Diese Geschwätzwissenschaftlerin kann ihren geistigen Dünnschi$$ für sich behalten, denn der interessiert einen klar und logisch denken Menschen nicht im mindesten.
    Und ich werde einen Neccher immer als das benennen was er ist, ein Neccher.

    • Habe mir diese unsägliche Visage auch angeschaut – war ein großer Fehler und wede zur Strafe heute Nacht noch Albträume bekommen.

      Gebe Ihnen absolut Recht, sie ist die Schwester von IM Victoria, die von der Aas-Vereinigung

  2. Diese Zicke soll sich von heute an, bis Dienstag 0 Uhr am Besten im Keller einschließen und den Schlüssel wegwerfen ! Ihre politisch überkorrekte Gutmenschensch….e kann sie sich solange dahin schieben, wo nie die Sonne reinscheint !
    Bei dieser Gelegenheit fällt mir ein Maskenball Anfang der 70er ein: Ein Mann aus unserem Ort hatte eine verblüffende Ähnlchkeit mit einem Postkartenmaler aus Braunau am Inn, das hätten Zwillinge sein können. Er kam zum Maskenball in einer „nicht mehr ganz so üblichen “ Uniform, ganz in braun. Im Saal waren zwei amerikanische MP Soldaten, weil auch GI`s anwesen waren. Die haben das A.H. Double bemerkt und…..haben einem Gast ihre Kamera in die Hand gedrückt und sich mit ihm ablichten lassen, das war`s ! Keine Sau hat sich darüber muckiert ! Und das war vor fast 50 Jahren !

    • Der würde dafür heutzutage für den Rest seines Lebens bei Wasser und Brot in einem extra erbauten, fensterlosen Kerker angekettet!

    • In Olpe Unterneger leben die Wasserträger , in Mittelneger die Besitzer von Ziegen und anderem Vieh und in Oberneger die Häuptlinge.

  3. Einfach nur hirnrissig…Bei mir sind Schaumküsse immer noch Mohrenköpfe und PaprikaSchnitzel, Zigeunerschnitzel. Da können linke und grüne die Sprache durchgendern wie sie wollen.

  4. Das Make-up ist super gemacht! Hammer, was man mit ein bisschen Farbe alles anstellen kann… Mir gefällt es, und jeder Afrikaner mit Humor wird herzlich lachen und eine Lederhose anziehen.

  5. Die Zeiten sind eben vorbei, in denen man im Karneval einfach mal so feiern und Witze machen konnte. Der jetzt praktizierte politisch korrekte Karneval ist gar nicht so einfach.

    Das zeigt auch der Eklat bei der Karnevalsveranstaltung im Kölner Gürzenich. Stelter machte einen Witz über den Doppelnamen von AKK. Daraufhin war eine wütende Frau auf die Bühne gestürmt und machte Stelter rund.

    „Fragt mal irgendjemand, was für einen Scheißnamen ein Mann hat, den die Frau annimmt?“, Und weiter: „Ja, Männernamen sind immer toll, und Frauennamen sind immer scheiße, und Doppelnamen sind doppelscheiße.“

    • Zitat: „…Der jetzt praktizierte politisch korrekte Karneval ist gar nicht so einfach….“

      Doch ist er, er ist einfach saublöde, so wie Karneval nun mal immer schon war. Karneval fand ich schon immer beschissen, das ist was für Leute die sonst, das ganze Jahr besonders angepasst und „politisch korrekt“ leben. Genau diese Angepassten und Duckmäuser sind es, die im Karneval gerne „die Sau raus lassen“. Ich will jetzt nicht den Karneval verteufeln. Wem der Schwachsinn gefällt soll meinetwegen feiern. Ich kann dem Ganzen aber nichts abgewinnen. Ich erinnere mich noch – vor ein paar Jahren kam unser Abteilungschef, ein in der Firma recht „hohes Tier“ eines Tages mit einem überaus lächerlichen Hütchen auf dem Kopf und einer Roten Pappnase ins Büro. Da wusste ich, es ist Karneval. Der Typ hatte sonst eigentlich keinen guten Sinn für Humor, war CDU Ortsgruppenleiter oder wie das bei denen heißt und auch sonst sehr aktiv am „sozialen Leben“ seiner Gemeinde beteiligt. Das sind genau die Typen, die das Jahr über kaum Sinn für (echten) Humor haben aber am Karneval sich lächerlich anziehen und dann auch noch meinen, das sei jetzt ganz toll. Bleib mir weg mit solchen Typen.

  6. Teufel-aber-auch-ist-das-nicht…? Titelfoto -ich dacht, mir deucht: Roberto Blanco. Ewig nicht gesehen, der trägt doch keinen so blöden Lidschatten. I. O. -ein Gag. Kenne seit Jahren einen Kubaner, der hält sich selber für schwarz. Edi ist aber nur Nougatbraun. Ich selbst bin derzeit blassrosa an manchen Stellen sogar hellblau…

  7. Irrenanstalt Deutschland!
    Die ideologisch verwirrten Spaßbremsen wrrden immer mehr! Alles wird zim Rassismus erklärt und heder der nicht so krank denkt wie diese Komiker ust ein Nazi! Das sind keine normalen erwachsenen Menschen, sondern eher Patienten für einem Psychiater.
    Wobei ich bezeifle das es bei diesen ideologisch Verblendeten noch etwas zu therapieren gibt.

  8. Es wird immer irrer. Ich frage mich, wann das Buch „Der weiße Neger Wumbaba“ eingestampft wird? Es ist übrigens sehr empfehlenswert.

  9. Habe heute jemand gesehen, der als Indianer verkleidet war. Zu meiner Verwunderung fand das niemand rassistisch.
    Dann kam noch jemand mit dem Fahrrad vorbei und hat was gerufen. „Allahu Akbar“ hatte ich verstanden und wollte mich schon in Sicherheit bringen. Meine Kumpels meinten aber, der hätte nur „Alaaf“ gerufen.
    Karneval ist schon ein komisches Ding.
    Da darf man nicht alles so ernst nehmen. Frau Marianne Bechhaus-Gerst sollte besser ein Bier trinken und sich ins Karnevalsgetümmel stürzen, anstatt die Spassbremse zu spielen.

  10. Was diese Doppelnamenfrau so an oralfeninine Flatulenzen absondert verbuche ich als Sprachunrat. Ich freue mich aber darüber, das diese Doppelnamenfrauen aus meinem Vorurteil eine Bestätigung machen, das die meisten Doppelnamenfrauen eine Meise haben.

  11. Kleiner Kritikpunkt:
    Der Rassismus hat eingebaut schon eine Wertung drin. Von daher ist Rassismus abzulehnen.
    Wenn man, wie ich, der Meinung ist, dass es Menschenrassen gibt, aber keine Wertung dabei hat, ist man höchstens ein Rassenrealist.

  12. Karl Lagerfeld sagte einmal: „Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“
    Ich wandele das ein wenig ab und sage:
    Wer einen solchen Mist von sich gibt, wie diese Frau mit Doppelnamen (was sonst), hat die Kontrolle über sein Leben verloren!

    • In einer Karnevalssendung aus irgendwo Bayern oder Franken – also wo auch der Söder im Punlikum saß – wurden diese Doppeldings-Damen auch auf´s Korn genommen und „Frau Bindestrich“ genannt.
      DAS hat mir richtig gut gefallen! 😉

  13. „europäische Phantasie über eine Menschengruppe, die nichts mit der Realität zu tun hat.“
    Was, bitteschön, hat die Doppelnamentusse an Fastnacht nicht verstanden?
    Also, ein Mohr mit übertrieben lächerlichem Baströckchen ist zu rassistisch und ein Indianerkostüm kommt der „Realität“ nicht nahe genug um als rassistisch geadelt zu werden? Oder wie jetzt?
    Die hat echt einen an der Klatsche!

  14. Ich habe vor mich als Mr. Spock zu verkleiden. Muss ich jetzt befürchten als Rassistisch eingeordnet zu werden?
    Alternativ hätte ich auch noch ein Kostüm als Marsmännchen.

    • Also bitte – was haben Mr. Spock und die Marsmännchen mit der Realität zu tun? Bevor Sie das Marsmännchenkostüm tragen dürfen, müssen sie erstmal nachweisen, daß es solche Marsmännchen überhaupt gibt!

  15. Unterneger?, jo mei, das geht ja gar nicht.
    Chemnitz wurde auch schon mal in Karl Marx Stadt umbenannt. Wäre Untermerkel vielleicht ein Vorschlag?

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