Verkauft DuMont endlich alle Tageszeitungen?

Markus Wiener

Das Grab von Alfred Franz August Neven Dumont, Melaten-Friedhof, Aachener Strasse, Lindenthal, Koeln, (Foto: Imago)

Wie verschiedene Zeitungen unter Berufung auf den Branchendienst HORIZONT melden, erwägt die Kölner Mediengruppe DuMont Schauberg den Verkauf aller Tageszeitungen, Anzeigenblätter und Druckereien, darunter z.B. der Kölner Stadtanzeiger, das Boulevardblatt Express, die Hamburger Morgenpost und die Berliner Zeitung. “Angeblich soll eine Beratungsfirma bereits den Markt sondieren und für DuMont nach möglichen Interessenten suchen”, so eine sichtlich besorgte Süddeutsche Zeitung.

Ebenso wie die meisten anderen Verlagshäuser in Deutschland kämpfen die meisten DuMont-Zeitungen seit Jahren gegen einbrechende Verkaufszahlen. Das Vermächtnis des 2015 verstorbenen Kölner Ehrenbürgers und Medienmoguls Alfred Neven DuMont könnte deshalb schon bald zu Staub zerfallen. Oder anders ausgedrückt: Die seit Jahrzehnten für dumm verkauften und bis zum Erbrechen politisch manipulierten Leser sind nicht mehr bereit, noch länger für den Kakao zu zahlen, durch den sie gezogen werden. Eine äußerst erfreuliche Entwicklung, die nur bei den Nutznießern des bisherigen Zeitungssystems für Heulen und Zähneklappern sorgt: Den entweder völlig gleichgültigen oder böswillig-gewissenlosen Redakteuren und Angestellten, die durch ihr Mitwirken an dieser perfiden Propaganda-Maschinerie bis dato ihr gut dotiertes und tariflich abgesichertes Einkommen bestritten. Doch damit könnte es jetzt bald vorbei sein, sollten sich die geleakten Pläne auch nur im Ansatz bestätigen.

Dem deutschen Zeitungsmarkt könnte also ein echtes Erdbeben bevorstehen. Schließlich würde es diesmal einen Branchenriesen erwischen und nicht nur irgendeine Zeitungsklitsche wie z.B. die Druckausgabe der linken taz. Zudem kann mit Fug und Recht angenommen werden, dass die DuMont-Zeitungen nicht die einzigen sind, die auf der Kippe stehen. Selbst der Spiegel stellt bereits mit tränenerstickter Stimme die Frage, was wohl geschieht, wenn sich die gedruckte Zeitung verabschiedet und hält resigniert dazu fest: “Journalismus, das ist die bittere Wahrheit hinter alldem, ist ein Geschäftsmodell, das wankt.”

Ja, aber nur eine bestimmte Art von linksindoktriniertem, bevormundendem Journalismus, möchte man dazu ergänzen. Und das ist auch gut so! Andere Formen des Journalismus florieren dagegen prächtig, vor allem nonkonforme Medien der patriotischen Gegenöffentlichkeit. Und das ganz ohne traditionelle Marktmacht und millionenschwere Anzeigenkunden, dafür aber ausgestattet mit viel Idealismus und einer aktivistischen Unterstützerszene. Deren Qualität und Glaubwürdigkeit überzeugen immer mehr Menschen. Der David der Gegenöffentlichkeit wird stetig größer, während der mediale Goliath des Establishments nur noch auf tönernen Riesenfüßen steht. So gesehen ist die aktuelle Entwicklung auch eine späte Bestätigung für freie Medien wie PI-NEWS, das insbesondere über die journalistischen Machenschaften von DuMont seit Jahren aufgeklärt und informiert hat.

Eine große Portion Schadenfreude sei hier allemal zugestanden. Vor allem, weil es für einen guten Zweck ist: Die Neuordnung der medialen Öffentlichkeit in Deutschland als Zwillingsschwester der beginnenden politischen Neuordnung. Oder marktwirtschaftlich betrachtet die gesunde Bereinigung eines Wirtschaftssektors, in dem bestimmte überteuerte Produkte qualitativ nicht mehr überzeugten und immer weniger Nachfrage fanden. Was wiederum eine hervorragende Chance für neue Angebote und Mitbewerber mit dem “Herz am rechten Fleck” wäre. Warum z.B. gibt es nicht schon längst eine professionelle deutschlandweite Internetzeitung mit dem richtigen verlegerischen Hintergrund und am besten auch noch mit regionalen Ausgaben? Die dafür nötigen Player scheinen doch auch bereits an einer politischen Neuordnung in Europa auf verschiedenen Wegen mitzuwirken.

Die Zeichen der Zeit sollten jedenfalls schnell erkannt werden. Politische Macht wird letztendlich nicht ohne eine starke mediale Macht errungen und gehalten werden können. Auch dafür sollten jetzt und nicht erst irgendwann die Weichen gestellt werden.

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5 Kommentare

  1. Ich kaufe und lese neben der örtlichen BILD (1EU) noch öfters die FNP (knapp 2EU), dazu noch per Postlieferung 2 frühere Heimatzeitungen à 37 und 43 EURO, das geht ganz schön ins Geld und muß ich daher öfters unterbrechen!!

    • Oehm… JAAAha… Das schrieben sie heute bereits ein paar mal…

      WAS wollen Sie mit dem Kommentar erreichen?

  2. Nicht zu früh jubeln, denn es verändert sich realpolitisch bisher gar nichts, wenn die Presse-Auflagen sinken. Die haben -BILD, Lokal-Monopolisten- immer noch den Großteil des Volkes unter Berieselung, denn eine Verschiebung der Leser zur Patrioten-Presse findet so wenig statt wie zur AfD!! Weiterhin hat der Auflagenschwund keineswgs nur oder mehrheitlich Protest-Gründe: Ältere zeitungs-gewohnte Deutsche starben nämlich seit langem massenhaft weg, die Umvolkung ist weit stärker fortgeschritten als verortet. Und auch die deutsche (gewiß nicht mehrheitlich patriotisch denkende) Jugend liest mehr -wenn überhaupt- über die neuen Medien, und zudem ist bei vielen das Geld knapp geworden, ein SPIEGEL für 5 DM ist eh zu teuer, wer da kein Fan ist und das braucht, verzichtet, zumal man insgesamt Nachrichten und Politik genug im Internet bekommt. Berechtigte Schadenfreude über diese antideutschen Hetzer und Lügner ist jedoch, daß die großkotzigen Verleger und Schreiberlinge (wie jener halb-bolschewide Markus Decker, Berliner Zeitung und Co.) darunter zu leiden haben, aber ob sie das von ihrem national- und werte-feindlichen Kurs abbringt??!

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