Sind hierzulande wirklich noch alle gleich?

Cantaloop

Foto: Von Lee Yiu Tung/Shutterstock

Wie wir nicht erst seit gestern wissen, gelang es der sogenannten 68er-Generation und deren Nachfahren unter Zuhilfenahme der ihnen wohlgesonnenen Presse quasi wie im Handstreich, die Meinungsführerschaft im Land zu übernehmen. Sie setzen fortan die Themen. Seit dieser Zeit ist es schwierig geworden, Vorstellungen und Ziele zu realisieren, die nicht diesen „links-urbanen“ Milieus entstammen.

Die bereits in der altgriechischen Philosophie verwurzelte Idee von einer gesellschaftlichen Parität, in der alle unterschiedlichen politischen Interessengruppen gleich zu behandeln sind, hat sich also drastisch gewandelt. Neuzeitlich werden nahezu ausschließlich die Vorstellungen unserer „Regime-Parteien“ und deren Adepten in die Öffentlichkeit transportiert und umgesetzt. Die Opposition wird niedergebrüllt.

Themen wie Energiewende, Migration und Verkehr sind dementsprechend fest in linker Hand. Abweichler dieses Kurses, auch innerparteilich, werden zum Teil brüsk bekämpft, wie man aktuell am Beispiel des ambitionierten Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer erkennen kann. Dieser wird nur aufgrund seiner sehr realistischen Ansichten von seinen eigenen Parteigenossen regelrecht geächtet, obwohl in seinen Adern mit Gewissheit viel „grünes“ Blut fließt.

Alles begann mit der Pervertierung des Begriffes „Rechts“

Offen linksextremistische Presseerzeugnisse, die ihrem ungefilterten und unreflektierten Groll auf alle Andersdenkenden in publizistischer Form Ausdruck verleihen, forcieren solch eine undemokratische Entwicklung entscheidend. Die Süddeutsche, TAZ, Spiegel/Bento, oder auch die „Zeit“ in ihrer gesamten verbohrten Naivität sind schlicht zu Sprachrohren und Meinungsverstärkern einer aggressiven und lauten Minderheit verkommen, denen offenbar jedes Mittel recht ist, ihre eigene Position weiter auszubauen.

Dabei glauben diese Denunzianten und ihre willfährigen Schergen in den Redaktionsstuben doch tatsächlich, die gezielte Verbreitung von Lügen und Propaganda werde noch als seriöser Journalismus wahrgenommen.

Die Wertung beginnt bereits in den Medien

Flankiert von den zwangsgebührenfinanzierten Staats-Fernsehsendern halten sie den Informationsfluss somit streng reglementiert. Gut ist, was linken, feministischen oder islamischen Zielen dient. Alles andere ist deren Ansicht nach ohnehin wertlos.

Dementsprechend stehen die konservativ-liberal ausgerichteten Interessenverbände nun in einer Art von Dauer-Defensive. Nicht zuletzt aus eigener Antriebsschwäche heraus müssen sie sich permanent erklären und verteidigen. Falls sie überhaupt zu Wort kommen. Dem linken Relationalitäts-Denken sind sie derzeit noch nicht gewachsen. Darüber hinaus fehlt ihnen sowohl die politische Abgebrühtheit als auch der Empfang von notwendiger, medialer Fairness. Anstand und Würde als Tugenden zählen heutzutage leider nicht mehr viel. Vernunft und Augenmaß scheinen ebenfalls perdu zu sein.

Von oben sehen diese hochwertigen Menschen mit der „richtigen Gesinnung“ also despektierlich auf ihre eigenen Landsleute herab. Viele „Grünbewegte“ in exponierten Positionen machen aus ihrer Verachtung und ihrem Ekel keinen Hehl mehr. Im Grunde sind das faschistische Denkmuster. Auf der Seite der vermeintlich Guten jedoch, die sich stolz „Antifaschisten“ nennen, sind diese aber offenbar durchaus zulässig.

Der bekannte sozialistische Formzwang

In der ARD wurde sogar ernsthaft – PI-NEWS berichtete hier und hier berichtete – erwogen, sogenannte Framing-Muster, abgeleitet aus einer speziellen Sprach-Morphologie, in die Berichterstattung einzubeziehen, so wie dies auch in sozialistischen Staaten usus ist. Stetige Wiederholung von Inhalten und Stereotypen in einer Art semantischer Redundanz, sollen sich ins Hirn der Bürger brennen – und deren kognitive Empfindungen im Sinne der Botschaft „umformen“.

Ganz subtil und unbemerkt sollen sie demnach zu „besseren Menschen“ gemacht werden. Das Primat der Wissenschaft wird somit missbraucht, um linke Partikularinteressen zu fördern. Ein Affront sondergleichen. Glücklicherweise konnte diese an Heimtücke kaum noch zu übertreffende Maßnahme gerade noch publik gemacht werden.

Wer den Gedanken nicht angreifen kann, greift eben den Denkenden an. Nota bene: dass dieses perfide Gebaren mit ihrer nach Außen kolportierten Hochmoral eigentlich nicht vereinbar ist, wird geflissentlich übergangen. Somit haben wir nur noch zwei politische Wertigkeiten im Lande: die grünlinksbunte – und alle anderen.

Hochwertig – minderwertig

Es gilt gleichwohl festzuhalten, dass die linken Meinungsführer, zu denen man getrost auch die Kanzlerin zählen darf, ohne ihre unterstützenden „Schattenarmeen“ niemals so weit gekommen wären. Nichtsdestotrotz: die geschmähten rechten Oppositionskräfte im Lande verfügen dafür über die Unterstützung der „neuen Medien“ – in Form von Blogs, Foren und Supporter-Portalen. Das ist modern, transparent und reagiert schnell. Hier liegt glücklicherweise noch einiges an Potential für die Zukunft versteckt. Denn die APO ist, wie man weiß, schon lange rechts verortet.

Jemand, der vom politisch-gesellschaftlichen Diskurs ausgegrenzt wird, nur weil er eine andere Meinung als die vom System vorgegebene vertritt, dem geschieht Unrecht. Keine Regierung, deren Statuten auf Unrecht beruhen, hatte je auf längere Sicht Bestand. Man denke nur an den aufgelösten „Ostblock“. Auch in China sind die einst starren Strukturen bereits deutlich aufgeweicht – und selbst in Nord-Korea besitzen die Menschen mittlerweile Handys.

Anstelle die Differenzen zwischen den politischen Kontrahenten einzuebnen, werden hierzulande die Gräben immer weiter vertieft. Das Links-Establishment mit seinem Hochmoral-Tunnelblick erkennt in seiner Hybris keine Kritiker mehr, sondern nur noch Gegner und „Hasser“. Wie soll da noch ein Konsens zustande kommen?

Raus aus der Schmuddelecke und Tabula rasa machen!

Solange es hierzulande noch auf eine gesellschaftliche Akzeptanz stößt, dass Schulabbrecher, kulturlose Banausen und Proleten über Prädikats-Examinanden herrschen, dass eine Gesinnungsethik die fachlichen Eignungen und Kompetenzen fast komplett ersetzt hat, wird sich die weitere (Abwärts-) Entwicklung nicht stoppen lassen.

Diese Doktrin der verbrannten Erde, die heutzutage darin mündet, dass es inhaltsgleich ist, ob jemand von rechts, rechtsextrem oder nazistisch spricht, wurde ausschließlich von Linken erdacht und ausgeklügelt.

Die intellektuelle Duldungsstarre der rechtschaffenen Bürger gilt es zu überwinden, um weitere, weitreichende Veränderungen überhaupt erst zu ermöglichen. Und um die wahre Gestaltungskraft von konservativen Wertschöpfern und Leistungsträgern wieder unter Beweis zu stellen. Wohl wissend, dass alles in der großen Politik seine Zeit braucht. Nur leider haben wir nicht mehr allzu viel davon.

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11 Kommentare

  1. Die Framing Muster gibt’s doch schon lang: oder hat irgendjemand früher Schoko-Kuss gesagt? Oder Lehrende? Oder Elternteil 1 und Elternteil 2? Oder Balkan- schnitzel? Oder „schon länger hier lebende“? Der Irrsinn nimmt bereits seinen Lauf…

  2. Im linken und im rechten Lager gibt es unterschiedliche Positionen und Ziele. Die Linken haben gelernt zusammenzuhalten und bei den Rechten wird sondiert.
    Wer als deutscher Patriot keine Israelfahne schwenkt, wird kritisch beäugt. Von gewissen Blogs sogar ignoriert oder gar bekämpft. Das ist die erste Spalterei der „Rechten“.

    Dann gibt es „Rechte“, die die AfD kritisch sehen. Eine weitere Spaltung findet statt, denn man unterstellt allen Nicht-AfD-Wählern zu weit Rechts zu sein. Dann gibt es Nicht-AfD-Wähler, die AfD-Wähler für arme Würstchen halten, die sich blenden lassen.

    Wenn man nicht die Meinung gewisser Blogs vertritt, werden Kommentare gelöscht und es schwebt eine Sperre über diese Kritiker.

    Auf Versammlungen distanzieren sich vereinzelte Gruppen voneinander. Dabei sind geschäftliche Beziehungen die zu Bruch gingen, Spenden die nicht „gerecht aufgeteilt“ wurden, zerbrochene Liebesbeziehungen und die „falsche Parteimitgliedschaft“.

    Im Grunde geht es aber eigentlich immer ums Geld. Jeder mit einer Kamera bittet um Spenden, aber auch Blogbetreiber wollen für ihre Mühe ein paar Euro sehen. Natürlich tun alle es für die „gemeinsame Sache“, aber jeder hat seine Kosten, die irgendwie ausgeglichen werden sollen/wollen.

    Claudia Zimmermann hat vor einer Woche ein Solidaritätsfonds für Blogger und YouTuber gestartet. Sie hat mehr als 20’000 Abonnenten. Bisher kamen 158 Euro zusammen, um für Betroffene Prozesskostenhilfe leisten zu können. Die Initialzündung war Tchys Einblick und der Stress mit der SPD.

    dann gibt es noch Signal online. Die wollen Opfer linker Übergriffe helfen. Auch dort tut sich nicht viel.

    Als das Auto von Alex Malenky (laut gedacht, IB) abgefackelt wurde und Martin Sellner zu Spenden aufrief, kam sehr schnell genug Geld zusammen, aber über die Gesamtsumme schweigt man sich aus.
    Auch hier wurde wegen „verlorener Werbekunden“ gesammelt, aber nie erwähnt, was zusammenkam.

    Entweder es kommt zu wenig Geld bei langfristig angelegten Projekten zusammen oder die Gesamtsummen der Spenden bleiben ein gut gehütetes Geheimnis der Spendenempfänger.

    Was wir ernsthaft brauchen ist ein echter Solidaritätsfond, mit dem sämtliche Bereiche abgedeckt werden. Etwas, wo viele YouTuber und Blogger sich zusammentun und gemeinsam zu Spenden aufrufen. Von dem gesammelten Geld werden dann Anwälte (vor)finanziert, in Geldnot geratene Blogger unterstützt, von Linksextremisten Angegriffenen geholfen, durch Linksextremisten verwüstete Wohnungen grob wieder Instand gesetzt und Kurse (Recht, Webseiten, Versammlungsrecht, Selbstverteidigung, Bürgerwehren oder was auch immer gefragt ist) finanziert werden.

    Leider siegt da der Egoismus jeden einzelnen Bloggers und Filmers.

  3. Es ist einfach unproduktiv ,daß sich die Meinungen ,als „Feinde“ gegenüberstehen. eigentlich müßten die Zeiten der „Klassenkämpfe, Kämpfe um Macht und Einfluß“ sich verabschieden und sich in Richtung, Fairness und Cooperation entwickeln.
    Was hier bei uns Gestalt angenommen hat, hat mit Moral und Anstand nichts zu tun.
    Links steht: Brutalität, Dummheit, Ungebildetheit, Lust zu Ausbeutung des Gutwill der Bevölkerung. Größenwahn, Verlust der Realität, es Verstandes..
    Die Weiberwirtschaft fußt auf dem destruktiven Radikalfeminismus und den pubertären Fantasien und Ausdenkerein der Nachzucht der 1968 er.
    In dieser Situation kann es garnicht zu einem „Konsens“ , kommen es paßt einfach nicht, es paßt genauso nicht wie Islam und Demokratie und persönliche Freiheit, kompatibel sind.
    Ich finde die sogenannte Opossition arbeitet sich am falschen Ende ab, aushalten und sich mobben lassen bringt garnichts.

  4. „Alle unterschiedlichen Interessengruppen…“
    Wer soll das eigentlich sein?

    Wie sagte Warren Buffett?
    „Natürlich gibt es den Klassenkampf. Und meine Klasse gewinnt!“

    Wenn einmal ein größerer Prozentsatz erkannt hat, daß alle Kartellparteien DESSEN Klasse zuarbeiten, dann könnten sogar die Nachrichten am Fernseher noch Mal interessant werden!

  5. Es waren nie alle gleich und es werden nie alle gleich sein,was auch gut so ist.
    Nur weil die Klügeren aus Bequemlichkeit immer nachgaben,regieren heute die Dummen die Welt und unterdrücken die Klügeren. Selbst in Anbetracht dieser Erkenntnis,sind die Klügeren immer noch zu bequem diesen Umstand zu ändern.

  6. Die letzten beiden Sätze benennen das größte Problem: die Zeit (die wir bräuchten, um etwas zu ändern)!
    Sie läuft uns davon 😥

  7. Ein Sprichwort besagt: „Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand“ und es gab schon immer Menschen, die „gleicher“ waren.
    Und 2015 erschien auf W ON ein Artikel:“ VERHALTENSÖKONOMIE
    Merkel will die Deutschen durch Nudging erziehen
    Mit Strategien aus der Verhaltensforschung will Kanzlerin Merkel die Deutschen zu Musterbürgern machen. Kritiker halten das sogenannte Nudging für eine hinterhältige Form der Gängelei.
    Die Stellenausschreibung war ungewöhnlich: „Das Bundeskanzleramt sucht am Dienstort Berlin für das Referat Stab Politische Planung, Grundsatzfragen und Sonderaufgaben befristet bis zum Ende der 18. Legislaturperiode drei Referenten“, hieß es vergangenen August. Die drei Bewerber sollten „hervorragende psychologische, soziologische, anthropologische, verhaltensökonomische bzw. verhaltenswissenschaftliche Kenntnisse“ haben. „Merkel will Psycho-Trainer anheuern“, wunderte sich die „Bild“-Zeitung.
    Nur wollte die Bundeskanzlerin sich nicht selbst auf die Couch legen. Die drei gesuchten Experten sollen der Kanzlerin beim „wirksamen Regieren“ helfen. Merkel übernimmt damit einen Ansatz, den die amerikanische oder britische Regierungen schon seit Jahren anwenden. Das sogenannte Nudging.
    Der Staat nutzt dabei Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie, baut in Gesetze kleine Kniffe ein und bringt Bürger über kleine „Stupser“ dazu, sich besser zu verhalten: Energie zu sparen, fürs Alter vorzusorgen oder sich gesünder zu ernähren.“
    es ging aber nicht um Energie sparen oder gesünder ernähren. Der Merkel Stupser ist Manipulation, das hat sie von der Pieke auf gelernt. Immerhin war sie wie die Grüne Kathrin Göring-Eckhardt FDJ Funktionärin für für Agitation und Propaganda.
    Das Volk ließ sich das gefallen und lässt dies alles immer noch zu.

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