AfD-Baden-Württemberg komplett gespalten – Patrioten mit Ungeziefer verglichen

Vor dem Parteitag wieder einmal die üblichen Verdächtigen (Foto: Screenshot/Youtube)

Heidenheim – Bereits im Vorfeld des Parteitages der AfD in Heidenheim taten sich Gräben auf. Besonders der Richtungsstreit zwischen dem eher patriotischen (Stuttgarter Aufruf) und dem auf Konsens ausgerichteten moderaten Lager bestimmte die öffentliche Berichterstattung. Bei der Wahl der Doppelspitze gelang dem moderaten Lager mit der Wahl von Bernd Gögel (64) ein Pyrrhussieg. Er setzte sich mit 380 Stimmen gegenüber Emil Sänze (68) durch, der auf 320 Stimmen kam. Um die Risse ein wenig zu kitten, wählten die Delegierten Dirk Spaniel zum zweiten Vorsitzenden. Er gilt eher als Parteigänger von Sänze und rief anders als Gögel die Partei zu Einigkeit und Geschlossenheit auf.  

Der frühere Daimler-Ingenieur Spaniel sagte laut Stuttgarter Zeitung, die Partei müsse „ein breites Spektrum“ an Meinungen aushalten. „Das erfordere Respekt im Umgang miteinander. Er stehe für innerparteiliche Fairness und Korrektheit.“ Außerdem forderte er von der Partei mehr Engagement auf der Straße. Regelmäßig sei er deshalb bei den Dieseldemos in Stuttgart dabei. Balsam auf die Wunden, denn zuvor hatte Gögel einige Parteimitglieder als „Schädlinge“ bezeichnet, die nun Probleme mit dem „Kammerjäger“, sprich Verfassungsschutz haben. Die Stuttgarter Zeitung sieht eine „Schwächung für die radikaleren Kräfte in der AfD.“

Gögel holte in seiner Bewerbungsrede zum großen Rundumschlag gegen die angeblich „radikaleren Kräfte“ in der AfD aus. Er sprach laut Zeitung von „Egomanen und Narzissten“, die die Partei ausgerechnet vor der anstehenden Europawahl schwächen würden. „Wir brauchen alle Kräfte, aber was tun wir, wir streiten, denunzieren, verunglimpfen“, sagte Gögel. Schließlich verglich er seine politischen Gegner sogar mit Ungeziefer. Wortwörtlich sagte der neue Vorsitzende der Baden-Württembergischen AfD: „Einige Schädlinge haben sich in den Gliederungen der Partei niedergelassen“. Er finde es nicht verwunderlich, „wenn der Vermieter“ – damit meinte er die Bundesregierung – „den Kammerjäger rufe“. Damit zeigt Gögel Verständnis für die drohende Beobachtung durch den Verfassungsschutz. In diesem Sinne forderte er seine politischen parteiinternen Gegner auf, die AfD zu verlassen. Ein Umsturz des politischen Systems stände nicht zur Debatte.

Rückendeckung bekam Göbel vor allem von Parteichef Jörg Meuthen. Der sagte in seinem Grußwort, „Einige wenige“ Mitglieder gefährdeten durch ihr „rücksichtsloses“ Verhalten den Erfolg der gesamten Partei. Sie verträten rassistische und antisemitische Positionen und zeigten zudem eine „abstruse Geisteshaltung zu unserer Geschichte“. Auch Meuthen griff tief in den Schimpf-Sack:

„Es gibt keinen Platz für Euch in unserer Partei, sucht Euch ein anderes Spielfeld für Eure Neurosen“. Die AfD sei eine bürgerlich-konservative Partei, die rechts sei, aber keinesfalls rechtsradikal oder rechtsextrem. Etwas moderater klangen die Worte von Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel. Sie appellierte auf dem Landesparteitag an den Zusammenhalt der AfD.

„Die Partei müsse unter der drohenden Beobachtung durch den Verfassungsschutz zusammenstehen, „um nicht in die für uns aufgestellten Fallen zu tappen“. Es könne nicht sein, dass Einzelne in der AfD die „einmalige Erfolgsgeschichte“ der Partei in den vergangenen sechs Jahren „durch Leichtsinn, Dummheit oder Egoismus“ zerstörten.“ So die Stuttgarter Zeitung

Die Vertreter der patriotischen Gruppierung „Der Flügel“ sprachen dagegen von „Stasi-Methoden gegen missliebige Mitglieder“ und einer „Hexenjagt“ der Parteispitze, mit der kritische Mitglieder aus der Partei gedrängt werden sollen. „Junge Aktivisten werden behandelt wie Aussätzige“, sagte Dubravko Mandic, in Hinblick auf die Diskussion um die die Junge Alternative (JA). Die AfD-Jugendorganisation ist vom Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ eingestuft worden.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple, gegen den ein Parteiausschlussverfahren läuft, beklagte die fehlende Aussprache zur Lage der Partei und kritisierte, dass die AfD ihn öffentlich anklage, ohne dass er sich gegen die Vorwürfe verteidigen könne.

Wie schon beim letzten Parteitag waren einige Hundert Gegendemonstranten aus einem breitgefächerten Linksbündnis vor dem Kongresszentrum aufmarschiert, um gegen das Treffen der drittstärksten Partei im Baden-Württembergischen Landtag zu demonstrieren. Das Gebäude wurde von starken Polizeikräften gesichert. Die Kundgebungen sollen ohne Zwischenfälle verlaufen sein. Weitere Vorstandsmitglieder der Landes AFD sollen im Laufe des Tages gewählt werden. (KL).

 

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44 Kommentare

  1. Wenn die AfD nur hohle Phrasen drischt,
    outet sie sich als Teil der gelbschwarzrotrotgrünen Einheitspartei!

    Was genau meint denn dieser Meuthen,

    1) wenn er rassistische Positionen kritisiert:
    Etwa daß ein Rassist ist, wer die zahllosen menschenverachtenden und total grundgesetzfeindlichen Vorschriften des Koran offenlegt, an die sich Koranverwirrte halten (müssen)

    2) wenn er antisemitistische Postionen kritisiert
    Etwa daß ein Antisemit ist, wer für jüdische Belange nicht endlos weitere deutsche Steuergeldmilliarden ausgegeben wissen will,

    und die Nase rümpft, wenn der Jude Dr Schuster fordert, gerade das reiche D müsse wegen seiner 12 dunklen Jahre besonders viele ( Millionen) schutzsuchende Koranverwirrte aufnehmen, aber gleichzeitig die Juden vor ihnen besser schützen … und natürlich Steuergeldmilliarden ohne Ende lockermachen, um alle Schulpflichtigen in D zu Kursen nach Auschwitz zu transportieren

    3) wenn er abstruse Geisteshaltungen zur deutschen Geschichte kritisiert
    Etwa daß die offizielle politkorrekte Erinnerungskultur niemals zu einem lächerlichen Religionsersatz ausarten kann, auch dann nicht,
    wenn man z.B. Hindenburgstraßen umbenennt, Glocken von Kirchtürmen entfernt,in die ein Nazisymbol eingraviert ist usw. usf.

  2. Immer und immer wieder dieser Nonsens!
    Die Bürger erwarten eine klare eindeutige Sprache und nicht ein politisch korrektes Kauderwelsch! Solch eine Sprache passt den Einheitsparteien nicht, es passt ihnen nicht, das mit dieser Sprache das schändliche Tun der Regierung offenbar wird!
    Und was macht die Parteiführung der AfD?
    Kriecht den Einheitparteien in den Hintern wegen eines VS der von vorn bis hinten politisiert seinen Aufgaben nicht nachkommt und gegen geltendes Recht verstößt!

    Wenn ich der Kammerjäger wäre, wäre Gögel, auch Meuthen und einige andere jene die ich jagen würde!
    Man kann die Probleme nicht mit den gleichen Mitteln lösen, die Ursache für die Probleme sind!

  3. Die Ost-Landesverbände sind in ihrer Gesamtheit viel patriotischer aufgestellt — solche Zwistigkeiten gibt es dort nicht bzw. nur auf niedrigen Niveau. Der 1.September wird es zeigen das der „Westen“ mit seiner Anbiederung an die Altparteien auf dem Holzweg ist. Der nächste Bundesparteitag der AfD findet dieses Jahr in Sachsen statt und auf dem dürften die „Stöckchenspringer“ in die Schranken gewiesen werden — DEFINITIV !

  4. Die Parteispitze der AfD ist kein Stück anders, als die der Altparteien (da kommen die ja schließlich auch her, nachdem sie dort keine Karriere machen konnten). Wir Wähler werden von denen genau so benutzt wie von allen anderen. Hauptsache das Geld im eigenen Geldbeutel stimmt. Und Meuthen ist für mich ein Karrierist, den seine Wähler einen Dreck interessieren.

    Ich bin froh, mein Ansinnen zur Mitgliedschaft in dieser Partei noch einmal überdacht zu haben. Ich bleibe lieber parteilos.

  5. „Einige Schädlinge haben sich in den Gliederungen der Partei niedergelassen“

    Toller Satz. Volle Zustimmung, allerdings nicht so wie der Redner es gemeint hat.

    Nicht die ein paar „Radikalen“ machen die AFD kaputt, sondern die Bequemen
    und Mittelmäßigen. AFD sollte ja ein Spiegelbid der „Linken“ sein, eben auf der rechten Seite. Bei den Linken kümmert man sich auch nicht um die Radikalen. Da hat man sogar Kontakte mit (Links)Etxremen und es ist in Ordnung.

    AFD ist (zu) schnell gewachsen, dadurch haben einige Berufspolitiker-Nichtsnutze in die AFD gewechselt. Das sind Personen, die in den anderen Parteien keine Chance auf einen Posten gehabt hätten. Einige andere wurden wiederum gezielt zu der AFD geschickt. Diese Personen möchten keine Verantwortung. Dies Personen möchten einen bequemen Posten in der Opposition, ohne viel dafür tun zu müssen. Es reicht ja für die AFD Wähler wenn die
    Medien schreiben „AFD Angeordnete waren bei jeder Bunestagssitzung geschlossen dabei“. Dabei sein, sich ein bißchen über die Regierung aufregen und gutes Geld kassieren. Regierungsbeteiligung würde ja richtige Arbeit bedeuten.

    „Einige Schädlinge haben sich in den Gliederungen der Partei niedergelassen“. Nicht die Radikalen, sondern die Mittelmäßigen und die Opportunisten.

  6. Seit dem Abgang von Frauke Petry ist die Partei tot.
    Sie war erfolgreich, weil sie mehr oder weniger alleine an der Spitze stand.

    Mich kotzen diese ganzen Grüppchen, Abstimmungen, Fraktionen, Flügel, Geschwätzrunden, Gremien, Klüngel usw. an.
    Die ganze Parteimeierei ist unerträglich.
    Ein Mann muss mit dikatorischer Vollmacht an der Spitze der Partei stehen, alle anderen haben das Maul zu halten. Dieser Mann an der Spitze trägt aber auch alle Verantwortung, ganz alleine. Wir dürfen nicht das Spiel der Anderen spielen, ja wir müssen autoritär sein, nur dass hebt uns von den anderen mittelmässigen Stümpern, wo nur verwässerter Murks dabei heraus kommt ab. Je straffer eine Partei geführt wird, um so erfolgreicher wird sie sein.
    Nur so eine Organisationsform kann gegen das System ankommen.

    • Gar keine Zustimmung.
      Innerparteiliche Demokratie, offene Diskussion zu allen Themen, die besseren Argumente sollen obsiegen: Das wäre mein Wunsch.

      Das das tief im Westen, wo die Parteibasis zu erdrückenden Teilen aus kreuzbraven Ja-Sagertypen besteht, wolkenkukuksheimerisch ist, weiß ich wohl.

    • Ihre Einstellung ehrt Sie.
      Aber mit lieb und brav und anständig und sachlicher Diskussion und das bessere Argument möge obsiegen usw. gewinnen sie keine Wähler.
      Im Idealismus mag dies funktionieren, in einer Mediendemokratie nicht.
      Alle Diskussionen wurden bereits geführt, die Standpunkte und Fakten sind bekannt, Diskussionen zu bestimmten Themen werden schon seit 100 Jahren geführt usw..
      Niemand kann einen politischen Gegner mit Argumenten umstimmen.
      Das ist eine Illusion.
      Erst durch Leid, einem Schock, einer physischen Existenzbedrohung wird der deutsche Idealist von seinem Irrglauben ablassen.
      Bis dahin heisst es warten.

    • Warten dauert mir zu lang.
      Das die Memselektion im Interesse der gesellschaftlichen Vorteilsnehmer stattfindet, weiß ich wohl.
      Ich hoffe trotzdem auf eine Situation in der das Argument obsiegen kann, in der die Wahrheit obsiegen kann.
      Zweimal hat es so etwas schon gegeben.

    • Die Wahlen zur EU können Sie ganz sicher nicht den den Wahlen in den Ländern vergleichen.
      Dort sehen sie, ob moderat sein (Angleichung an die Altparteien) oder härtere Töne angebracht sind.

  7. Hat sich vielleicht schon jemand mal Gedanken darüber gemacht, ob nicht eventuell Kollaborateure in der AFD eingeschleust wurden, um ein inneres Chaos zu verursachen. Wenn man von außen keine geeigneten Angriffsflächen erreichen kann, so muss man seine Strategie ändern und von innen heraus vorgehen. Es würde dann schon ausreichen, wenn so ein Hauch von extremistischen Äußerungen durch mediale Verbreitung in die Öffentlichkeit gelangen würde. Man weiß ja, was so eine mediale Massenbeeinflussung bewirken kann.

    • Klar haben die solche Leute eingeschleust!
      ABER es gibt auch genug Überläufer von den Altparteien die in der AfD unbedingt an den Futtertrog wollen!
      Es dürften in der Mehrzahl die genannten sein, die Unfrieden stiften.

    • Viele Politiker in der AFD sind wirklich gute Leute und es ist sehr schade, dass sie so massiv unter Druck gesetzt werden.Die Dekadenz dieser heutigen Gesellschaft ist bei weitem unterschätzt worden, weshalb eine politische und
      gesellschaftliche Neuausrichtung als unmöglich erscheint.

  8. Gögel (und viele andere) sind die Schädlinge.

    Ich kann nur noch Mal dringend empfehlen, sich das Video von Burladingen (Alternativ bleiben) auf PatriotOnTour anzusehen.

    Sind solche Machenschaften wie gegen Sayn-Wittgenstein irgendwie hinnehmbar???

  9. Mein Gott, es könnte so einfach sein:

    Für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Gegen jede totalitäre Ideologie.

    Wer könnte etwas dagegen haben? OK, die Altparteien und die Neostasi.

  10. Was Merkel, ihre Kumpanen und der VS
    nicht schaffen, erledigt die AfD höchst selbst.
    Staatliche Zersetzungsmaßnahmen in
    Kombination mit Inkompetenz und Eitelkeiten
    scheinen den Selbstzerfleischungprozess der
    AfD weiter zu beschleunigen. Der verantwortliche
    Umgang mit dem Wählerauftrag ist wohl für viele
    Funktionsträger der AfD zur Nebensache geworden.

    • Nomalerweise müßten sich doch die beiden Flügel der gemäßigt rechten Patrioten eher nach alter CDU/FDP-Art und die etwas radikaleren National-Konservativen arrangieren können, wenn die gemeinsame Grundlage das Bekenntnis zu GG-FdGO ist. Warum prallt das jetzt aufeinander??! Mir scheint, daß -neben persönlichen Schwächen im Auftreten- im nationalen Flügel doch gewisse Hitler-apologetische Ansichten zur -um dieses Thema kommt man nicht herum- Geschichte (das paßt aber dann nur in das NPD-Milieu) und pseudo-elitäre antidemokratische Ressentiments vorhanden sind. Solches macht es den Gegern leicht, die AfD vorzuführen!!

    • Also ich sehe die Opportunisten eindeutig bei den „Moderaten‘.
      Die nenne ich aber selber

      Scheinopposition .

    • An der Grenze zwischen Freiheit und Kollektivismus. In der Rentendebatte werden wir das noch genau verfolgen können.
      Hier ging es aber auch darum, daß antisemitische Positionen (Gedeon) und Geschichtsrevisionismus (ewiger Blick in die Vergangenheit statt Zukunftsorientierung, bloßes Theoretisieren, statt pragmatischem Handeln etc.pp.) die Parteiarbeit lahmlegten. Zudem riefen die Extremisten in Meuthens Büro an, um seine Mitarbeiter nach Belastendem gegen ihn zu fragen. Unglaublich! Zudem kommt, daß der rechte Narrensaum die Beobachtung durch den Verfassungsschutz geradezu wünscht und daher nach Kräften provoziert, um endlich freie Bahn zu haben, weil dann die Seriösen nach und nach gehen werden. Also es wird intern gezielt gegen die Partei gearbeitet, zum Schaden Deutschlands.

    • Und dann sagen Sie Durchblicker doch mal, was Ihr ach so tolles „nicht-sozialistisches“ Renten-Rezept ist!! Sind Sie etwa Unternehmer, der da die Abgaben einsparen möchte??! Die Renten-Versicherung ist so runtergewirtschaftet aus welcher Schuld auch immer, die ist nur noch -wie jetzt- durch riesige staatliche Zuschüsse zu retten, sonst rebelliert auch das Rentner-Publikum. Und wo heute schon einige Lebensversicherungen auf der Kippe stehen durch die kriminelle Finanzpolitik, wird kaum der privatwirtschaftliche Aspekt, Weg die Lösung sein. Es gibt hier keine strukturelle Garantie gegen Mißerfolg, sowohl Regimefunktionäre als auch Privatkapitalisten können mit dem anvertrauten Geld gut wirtschaften oder auch nicht, alles schon dagewesen!!

    • „Leider gibt es immer wieder Menschen, die Solidarität mit Kollektivismus oder Sozialismus verwechseln“
      Nein, es gibt aber Menschen die mit den Begrifflichkeiten korrekt umgehen.Fangen wir mal mit dem Begriff der Solidarität an: die ist per Definitionem eine Aktion eines . Eine Zwangssolidarität im Kollektiv ist somit wohl ein mehrfacher Widerspruch in sich…
      Die sogenannte Rentenversicherung ist ein sozialistisches Umverteilungskonstrukt erster Sahne, und dient in der sozialistischen Volksdemokratie im Wesentlichen der Wählerbestechung zu Lasten Dritter. Die sogenannte Rentenversicherung hat mit einer echten Versicherung ungefähr so viel zu tun wie ein Gutmensch mit einem guten Menschen

  11. Die Rechtsausleger um Repple, Gedeon & Cie holen 2% der Wählerstimmen im Westen, verprellen aber 20% der Wähler. Also müssen die Leute um Repple sich ein anderes Betätigungsfeld als die AfD suchen.

    • So ist es. Es gibt doch jetzt die berühmte Poggenburgpartei. Nichts wie rein und in der Versenkung verschwinden. Herr Meuthen hat in Heidenheim endlich mal eine gute Rede (d.h. ohne die üblichen immer gleichen Witzchen) gehalten. Eine Spaltung der Partei in seriöse Freiheitlich-Konservative und extremnationalistische Sozialisten lag aber immer schon in der Luft. Freiheit und Kollektivismus vertragen sich nun mal nicht. Entscheidend ist aber, was Sie sagen: Nur die freiheitlich-konservative Variante hat Chancen, in die Parlamente zu kommen, der Rest wird zuversichtlich unter 5% fallen.

    • Volkspartei (besonders wichtig zum Ost-Publikum, ohne das es den Aufstieg nicht gegeben hätte!) wird man NUR mit einer ansprechenden sozialen Komponente, was die verbohrten Anhänger (die besser zur anti-sozialen FDP gehören!) einer altbacken-liberalistischen Ökonomie (aus welchen materiellen Lagen kommt Ihr??!), selbst oft gut abgesichert, alle Vergünstigungen mitnehmend und im Konkursfalle auch die Segnungen des verpönten „Sozialsismus“ suchend, faktenfern als Sozialismus beschimpfen!

    • Ihre Behauptung ist kompletter Unfug. Der Flügel dürfte die meisten Stimmen holen, sonst niemand. Ich benötige nicht einen lauwarmen Aufguss der FDP oder der CDU. Der Flügel vertreibt auch keine Wähler, schon Lucke wurde als Nazi bezeichnet — schon vergessen? Nazi ist das neue Wort für Konkurrent, sonst nichts. Die Altparteien haben Muffe noch weitere Wählerstimmen zu verlieren, sonst nichts. Die AfD sollte jetzt komplett zustehen, aufhören mit dieser Abgrenzerei und der Spaltung. Schmeißt lieber Gauland oder Jung, wie die alle heißen lieber raus. Die braucht keiner. Man kann das sehr schön sehen, wie wenig die AfD in RLP reißt, da beißen ja einige in der CDU dort mehr zu.
      Gutes Beispiel hierfür sind zwei kleine Anfrage, die eine stellt die AFD und fragt nach Straftaten rund um die Kandeldemo zu einem bestimmten Termin — Landesregierung macht auf blöd und weiß nichts. Danach nichts mehr, keine Solidarität. Einige Monate später stellt die CDU eine Anfrage bezüglich Straftaten um die Kandeldemo und die Antifa und er erhält auch eine Antwort — wobei die Landesregierung behauptet dass das Gros der festgenommen Antifanten aus anderen Bundesländern angereist ist.

    • Und wenn Repple und Gedeon weg sind, dann geht es weiter mit Gauland, Höcke, der Herzogin usw. bis nur noch Pazderski übrig ist.
      Und ihre Zahlenangaben sind reine Spekulation!

  12. sieht tatsächlich so aus!
    Trotzdem werde ich wieder die AfD wählen. auch wenn es sinnlos ist. Denn die Grünen bekommen mir zu viel Stimmen und die anderen Parteien sind den Grünen zu ähnlich.

    • Genau so ist es. Ich wähle die AfD, weil der Verfassungsschutz als Konkurrenzabwehr für die Altparteien sich geoutet hat. Weil alle altparteien radikal gegen die AfD sind. usf.

  13. Übrigens… Das ging mir doch vorhin schon durch den Kopf. Alt-Right, wie in USA funktioniert bei uns nicht. Erstens: Erbschuld, zweitens: Schulindoktrination durch Alt-68er.

  14. Den „moderaten“ hat das schlechte Vorbild von Petry/Lucke/Petrell noch nicht die Schlafmichelaugen geöffnet.In Westeuropa muß der eiserne Besen ran.Stellschräubchen helfen nicht mehr.Höcke weis das schon lange!

  15. Na also, da geht die Partei den Weg alles Irdischen. War ein scheinbar hoffnungsvoller Versuch einer Alternative zu den Blockparteien. Demnächst dann wieder „alternativlos“, wie es die große Vorsitzende gern hat.

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