900 weitere Missbrauchsopfer an linker Pädö-Odenwald-Schule entdeckt

Foto: Screenshot/Youtube

Wiesbaden/Heppenheim – Auf der ehemaligen linken Vorzeigeschule, der Odenwaldschule in Heppenheim- Oberhambach hat es offenbar wesentlich mehr Missbrauchsopfer gegeben wie bisher aufgeklärt und vermutet. Laut einem Bericht der Hessenschau ergaben Studien, dass bis zu 900 Kinder sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren. Bisher war man von 132 Fällen ausgegangen. In Wiesbadener Kultusministerium reagiert man mit der typischen linksgrünen Betroffenheit. Dabei wurde Hauptverursacher der ehemalige Schulleiter Gerold Becker auch nach den Missbrauchsfällen noch jahrelang von der linken Community hofiert. Becker war pädagogischer Berater der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die von der SPD-nahen Rektorin Enja Riegel geleitet wurde. In dieser reformpädagogischen Zweigstelle der Landeshauptstadt trieb unter Federführung von Becker ein anderer Pädophile sein Unwesen. Hajo Weber.         

Die an der Odenwaldschule  über Jahrzehnte praktizierte sexuelle und emotionale Ausbeutung von Schülerinnen und Schülern lässt keine andere Diagnose zu als die eines manipulativen, selbstherrlichen und schäbigen pädagogischen Systems, in dem alle Kinder und Jugendlichen massiven Entwicklungsrisiken ausgesetzt wurden, sagte Florian Straus vom Institut für Praxisforschung und Projektberatung München (IPP) der hessenschau. Neben den bereits verstorbenen und durch die Presse bekannt gewordenen Tätern Gerold Becker und Hajo Weber, deren selbsterstelltes Kinderpornografisches Material fast in einem Wiesbadener Museum gelandet wäre lassen nach Angaben von Jens Brachmann (Universität Rostock) die ausgewerteten Aktenmaterialien und Sekundärdaten Rückschlüsse auf mehr als zwei Dutzend Täter alleine unter den pädagogischen und technischen Mitarbeitern der Odenwaldschule zu.

Nach Erkenntnissen der Institute seien die Täter an dem Eliteinternat auch nicht ausnahmslos Männer gewesen, die Materialien ließen Rückschlüsse auf mindestens fünf pädagogische Mitarbeiterinnen zu. Dies ist eigentlich kein Wunder, denn die Schüler lebten zusammen mit den Lehrern wie in Familienverbänden, fast ohne eigenes persönliches Intimleben. Zudem wurden die Kinder für mehrere Wochen in dem einsam gelegenen Odenwaldtal ohne Busverbindung vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. Selbst zum nächstgelegenen Weiler Oberhambach sind es fast ein Kilometer, von dort noch mal 10 Kilometer bis zum Kleinstädtchen Heppenheim. Für Pädophile geradezu paradiesische Zustände.

Als zeitgleich mit dem Tod von Gerold Becker 2010 die Missbrauchsfälle im Zeitrahmen von 1966 bis 1989 endlich an die Öffentlichkeit kamen ging zwar eine Betroffenheitsgejammer durch die linksgrüne pädagogische Provinz, aber wirklich aufgearbeitet wurde der Skandal nur oberflächlich. So schreibt die hessenschau:

„Nach Einschätzungen der Wissenschaftler scheiterte die Aufarbeitung der Vorfälle an dem Eliteinternat. Sowohl der Kultus- als auch der Sozialbereich hätten versagt. „Für dieses Versagen der staatlichen Stellen bitte ich alle, denen auch deshalb Leid widerfahren ist, als heute verantwortlicher Minister um Verzeihung“, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) während der Vorstellung.“ Verantwortliche Kultusministerinnen aus der Zeit der Aufarbeitung waren die FDP-Politikerinnen Dorothe Henzler und Nicola Beer.

Die Studien der Universität Rostock und des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung München (IPP) wurden 2014 vom damaligen Trägerverein der Odenwaldschule und dem Zusammenschluss der Betroffenen, dem Verein Glasbrechen, in Auftrag gegeben und vom Sozialministerium mitfinanziert. Die Odenwaldschule wurde 2015 geschlossen. Bei der Studie wurden „auch Täter und Täterinnen Täter entdeckt, von denen wir nichts wussten“, sagte Adrian Koerfer der Opferinitiative.

Missbrauch schlimmer wie im Bistum Limburg

Vergleicht man die horrenden neuen Opferzahlen der Odenwaldschule mit denen der katholischen Kirche, die seit Monaten vor allem von hohen Kirchenvertretern in Form einer Selbstkasteiung in den Hausmedien wie Domradio grassieren, so kommt man in einem wesentlich größerem Zeitrahmen nicht über zweistellige Ergebnisse hinaus. Die traurige Bilanz, die aber wesentlich kleiner ausfällt, lautet im Falle übergriffiger Kleriker laut einem Bericht des Wiesbadener Kuriers:

„Seit den Nachkriegsjahren bis 2015 waren 85 Menschen durch sexualisierte Gewalt von Priestern, Diakonen und kirchlichen Mitarbeitern betroffen.“ Hinzu kommen weitere Fälle in dem kirchlichen Vincenzstift in Rüdesheim-Aulhausen. Dort waren nach dem Zeitungsbericht 55 ehemalige Heimkinder zwischen 1945 und 1970 Opfer sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung geworden. Auch diese Zahlen reichen nicht an die Übergriffe der linken Pädo-Schule heran. (KL)

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13 Kommentare

  1. War es in den 68ern nicht usus, freien Sex für alle zu fordern, auch mit Kindern? Man steckte sich einfach Blumen ins Haar.

  2. Das ist ein interessantes Resümee: Die sexuellen Übergriffe (1945-2015 in Deutschland) kirchlicher Täter reichen nicht an die der linken Odenwald-Schule heran. Und was sagt uns das? Sexueller Missbrauch an Kindern kommt in allen Milieus vor, in denen das möglich ist.
    Über Missbrauch in Zusammenhang mit der Katholischen Kirche wird aber viel mehr berichtet. Ich bin mir sicher, dass es auch bei islamischen Geistlichen zum sexuellen Missbrauch Schutzbefohlener kommt, obwohl sie (sogar mehrere) Frauen haben dürfen, aber darüber dringt nie etwas an die Öffentlichkeit. Ich habe vor Jahren die Autobiografie einer arabisch-französischen Moslemin gelesen, die über solche Dinge berichtet hat, konnte aber damals das Geschilderte kaum glauben und fand es so übel, dass ich das Buch nicht zu Ende las.

  3. Als ich einen Erzieher zur Rede gestellt habe, der nur achselzuckend vor mir stand: es gibt doch keine Zeugen dafür, obwohl zwei Mädchen gleichzeitig draußen beim Spielen missbraucht wurden, weiß ich um die Gleichgültigkeit der Verantwortlichen. Die Mädchen, WG vom Jugendamt, hatten schon resigniert und waren ganz erstaunt, dass ich ihnen geglaubt hatte.

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