Wer´s glaubt wird selig: Hauptsächlich Missbrauchsfälle an Kirchenaustritten Schuld

(Symbolbild: shutterstock.com/Durch David Dennis)
Kirchenruine (Symbolbild: shutterstock.com/Durch David Dennis)

Berlin – Die Kirchenaustritte in Deutschland sind im Vergleich zu den Vorjahren nach Angaben der Nachrichtenagentur dts deutlich angestiegen. Insgesamt um 17 Prozent. Nicht nur aus Nordrheinwestfalen, speziell Köln, trudeln horrende Zahlen ein (jouwatch berichtete), auch in anderen Städten kehren immer mehr Menschen der Beamtenkirche den Rücken. Schuld daran sollen die Jahre zurückliegenden Missbrauchsfälle sein, die auch von der Medienplattform Domradio als Dauerthema immer wieder hochgekocht und „aufgewärmt“ werden. Dabei werden andere Reizthemen wie Unterwerfung gegenüber dem Islam und Hetze gegen Islamkritiker, AfD-Mitglieder und Migrationsgegner geschickt verschwiegen.

Auch zur neuen Austrittswelle jammert Thomas Sternberg, Chef des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, in der „Zeit“-Beilage. „Das spürt doch gerade jeder Katholik in seinem eigenen Freundeskreis: Es geht nicht mehr nur um diejenigen, die sich schon von der Kirche entfernt haben. Finanzskandale, der Umgang mit den Missbrauchsfällen – das habe auch bei ihnen zu einem enormen Vertrauensverlust geführt.“ Wer´s glaubt wird selig.

Wie die Nachrichtenagentur dts berichtet, gab es laut der Zeit-Beilage Christ & Welt in den zehn größten deutschen Städten im Schnitt im vergangenen Jahr etwa 17 Prozent mehr Austritte aus der evangelischen und katholischen Kirche als 2017. An der Spitze der Austritte (katholisch und evangelisch) stehen Essen und Köln mit einer Steigerung von 24 Prozent (von 2.182 im Vorjahr auf 2.710 Austritte in Essen im Jahr 2018 und von 6.109 Austritten auf 7.572 in Köln), in Berlin sind es 21 Prozent (2018: 16.845 Austritte), in Düsseldorf 20 Prozent (4.068), in Dortmund 17 Prozent (2.707), in München (13.879) und Hamburg 16 Prozent (13.525), in Leipzig (1.555) und in Stuttgart 14 Prozent (4.388).

Einziger Ausreißer ist Frankfurt: Die hessische Metropole verzeichnete lediglich einen Anstieg um sechs Prozent (6.286). Auf Anfrage von „Christ & Welt“ hatten Amtsgerichte und Rathäuser ihre Datenbanken ausgewertet. Weil man in Deutschland seinen Kirchenabschied nicht beim Pfarrer, sondern auf einem Amt erklären muss, sind die Behörden die erste Quelle für aktuelle Zahlen.

„Die Erschütterung hat die Menschen aus der Mitte unserer Gemeinde erreicht“, sagt Thomas Sternberg. Eben genau diese Mitte rückt von einer Kirche ab, die sich immer weiter links positioniert hat, wie der Papstgegner und Kirchenkritiker Kardinal Gerhard Ludwig Müller vor wenigen Tagen verlauten ließ und einen Vatikan kritisierte, der sich mit machtgierigen „Hofschranzen“ umgibt, die jede Opposition im Keim ersticken.

Laut einer von KNA und Domradio veröffentlichten statistischen Gesamtübersicht gehörten 2017 von den rund 82,7 Millionen in Deutschland lebenden Menschen nur noch circa 57,6 Prozent einer christlichen Kirche an. „Die katholische Kirche zählte zu diesem Zeitpunkt rund 23,3 Millionen Mitglieder, was 28,2 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach. Die EKD bezifferte die Zahl ihrer Mitglieder in den 20 Landeskirchen auf 21,5 Millionen, was einem Anteil von etwa 26 Prozent entsprach.“ Bereits jetzt sind viele Gemeinden nur noch Immobilienbesitzer und denken darüber nach, wie sie ihren Leerstand am besten abwickeln können. (KL/dts)

 

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19 Kommentare

  1. Dabei werden andere Reizthemen wie Unterwerfung gegenüber dem
    Islam und Hetze gegen Islamkritiker, AfD-Mitglieder und Migrationsgegner
    geschickt verschwiegen. Diese Klerus-Lügenbolde- und deren Asylindustrie, haben sich doch nichts vorzuwerfen. Nein, dass haben alles nur dessen sexuellen Patriarchen im Gewand verursacht.

  2. Danke für diesen kritischen Kommentar! Leider sehe ich bei jouwatch den Autor meist nicht, sonst würde ich Sie hier mit Namen ansprechen!

    Die Fokussierung der Pressenden auf „sexuellen Missbrauch“ und hier nahezu immer in der Katholischen Kirche ist angesichts des Minimalanteil, den die Katholische Kirche daran hat, lächerlich ! Es handelt sich um einen moralistischen Zwigefinger, der bestöndig und nur vom eigenen Totalversagen ablenken will, indem er den Balken ignoriert, aber fleissig gegen den Splitter im Auge des anderen angeht!
    Fast nie erwähnt wird zudem, daß es sich in 95% der Fälle um h o m o s e x u e l l e n Missbrauch handelt- denn irgendwie passt das wieder nicht ins ideologische Konzept!

    Als praktizierender Katholik sehe ich die Katholische Kirche in einer weit kritischeren Problematik. Das Stichwort wäre hier „Verweltlichung“! Das spiegelt sich in D in der Kirchensteuer wieder und in den fast beamtenmäßigen Stellungen der Amtskirchenoberen (ich spreche nicht von den einfachen Priestern, sondern von der Klerikalbürokratie bis hinauf zum Bischof). Es findet sich als Problematik bei einem Bergoglio und seinen Diesseitserlösungsphantasien, die sonst so nur im Marxismus auftauchen.
    Und konkret nennt der vorliegnde jouwatch-Kommentar etliche andere Symptome.

    Die Fälle sexuellen Missbrauchs werden nun ideologisch missbraucht (es wird also auf Missbrauch Missbrauch gehäuft), um die wesentlichen Brandherde, deren Benennung den Mächtigen ein Balken im Auge ist, nicht benennen zu müssen!

  3. „Die Erschütterung hat die Menschen aus der Mitte unserer Gemeinde erreicht“, sagt Thomas Sternberg. 

    Nein Herr Sternberg und nochmals nein !
    Mich erschüttert ein Bischof Wölki, der in einem „Flüchtlingsboot“ seine inhaltsleeren Floskeln ablässt und gleichzeitig dem Todfeind der Christenheit in den Allerwertesten kriecht. Ich glaube an Jesus Christus , unseren Herrn und bedaure, das ich nur einmal austreten konnte. Amen.

  4. Im Himmel wird ein Ausflug auf die Erde geplant. Erster Vorschlag: Jerusalem. Jesus ist aber dagegen, weil er da schlimme Erfahrungen gemacht hat. Zweiter Vorschlag: Bethlehem. Maria und Josef sind aber dagegen, weil sie da schlechte Erfahrungen gemacht haben. Nächster Vorschlag: Der Vatikan. Verhaltene Zustimmung, nur der Heilige Geist ist begeistert: „Au Klasse, da war ich noch nie!“

  5. Ich bin im letzten Jahr ausgetreten und fühle mich noch immer katholisch. Nur mit deren Vertretern in Deutschland besonders mit Kardinal Marx habe ich nichts mehr am Hut. Erst auf dem Tempelberg, dem Heiligtum aller abrahamitischen Religionen, den Glauben verleugnen, in dem er sein Kreuz ablegte, und dann 50000 Euro an eine Schlepperorganisation aus Dresden spenden. Das war für mich zuviel. Übrigens hat er wieder 50000 an die gleiche Schlepperorganisation gespendet. Nach wie vor verschweigt das Erzbistum München und Freising woher das Geld kam!

  6. Der Sternberg ist ein knallharter AfD-und Konservativen-Feind. Deshalb nimmt es nicht Wunder, dass er hier lügt, bis die Glocken in´s Kirchenschiff fallen. Sicher hat der Skandal für viele Austritte gesorgt. Der Hauptgrund liegt aber in der Grünisierung beider Amtskirchen. Wer sich beim Gottesdienst wie beim Linken-oder Grünenparteitag fühlt, wird über kurz oder lang den Bettel hinwerfen. Ich habe dies im Frühjahr 2016 getan. Und nicht weil mir zuvörderst schwule, unbeherrschte Pfarrer oder Pastoren zuwider waren. Wenn alle nur noch zu Hause beten, können beide „Fraktionen“ einpacken. Und Woelki, Marx und Bettforz-Strohm in die Wertschöpfungskette eingegliedert werden.

  7. Dass die sexuelle ASeite der Katholiken der Grund wäre ist Blödsinn.

    Ein Papst, der christenfeindlich ist, der vor dem Islam kriecht, der kann kein Führer einer solchen Glaubensrichtung sein.

    Wo bleibt die altbewährte Methode der Papstabwahl (Unfall, Krankheit…)?
    Nebenbei: Warum sind Messdiener fast asschließlich Knaben? Weil sie nicht schwanger werden können1

  8. Bin nicht aus der evangelischen Kirche ausgetreten.Nach der Konfirmation unserer Tochter,gehen wir dort nicht mehr hin.Wir sind gläubig und beten jeden Abend zum Herrn. Nur mit den vorlogenen sogenannten,islamhörigen Würdenträger wollen wir nichts zu teuen haben.Die verleugnen Gott,was sie eindrücklich am Tempelberg bewiesen haben. Und die Missbrauchfälle? Habe so meine Bedenken ob das überhaupt richtig aufgeklärt werden soll ?

  9. Es gehören aber dennoch viel zu viele Menschen diesen beiden Kirchen an, da ist noch gewaltig Potential nach unten!

  10. Wenn der Oberpfaffe den moslemischen Landnehmern die Füße wäscht und küsst,dann ist das eine Geste der Unterwerfung um nicht zu sagen Verrat am Christentum.
    Wenn Gestalten wie Marx und Wölki in Jerusalem das Kreuz ablegen und so den Glauben verleugnen,dann brauchen sich diese Leute nicht wundern das ihnen die Gläubigen davonlaufen.
    Ein Hirte soll seine Herde beschützen und nicht den Pferch öffnen,so das die Wölfe ungehindert eindringen können.

    • …..“Verrat am Christentum.“
      Wie sprach Jesus zu Petrus ?
      „Noch bevor der Hahn 3 x gekräht hat, wirst Du mich verraten haben .“
      Was dann auch geschah.
      „Petrus , Du bist der Fels, auf dem ich meine Kirche baue.“
      Wenn das stimmt, was ich nur als erfundenen Legitimationsanspruch der Kirche deute, dann gebiert Verrat nur wieder Verrat.

    • Wahrlich ich sage dir: In dieser Nacht, ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. (Johannes 13.18)… Diesen Satz sende ich jedes Jahr an die Hohen Kirchenämter, die ich kenne. Es sind noch 8 Wochen bis dahin.

  11. Wenn es am Missbrauch liegen würde, wären die Zahlen nicht plötzlich sprunghaft angestiegen bei den Kirchenaustritten. Denn Missbrauch und Kirche führen schon ewig eine gute Ehe. Viel mehr Menschen durchschauen wohl inzwischen, wie Diakonie und Caritas ihre Prioritäten setzen und womit sie den großen Reibach machen. Außerdem nervt es vermutlich immer mehr Menschen, wie sich die Kirchen in die Tagespolitik reindrängen und ständig mit Gewerkschaften usw. ein breites Bündnis bilden.
    Die Deutschen sind wohl doch klüger, als oft unterstellt, nur sehr langmütig.

  12. Der Missbrauch der christlichen Kirche und des christlichen Glaubens als Rückendeckung für die Hetze gegen andersdenkende Minderheiten und die politische Instrumentalisierung des Christentums sind tatsächlich die Gründe für die Kirchenaustritte.
    Christlicher Glaube und Staatskirche sind unvereinbar!

  13. Missbrauchsfälle gibt es nicht erst in der Neuzeit, die gab es schon vor dem Mittelalter. Wenn die ein Grund wären für Kirchenaustritte, dann wären die Kirchen schon lange leer. Die Gründe liegen in der veralteten Haltung der Kirchen zu vielen aktuellen Themen.

    • Die „veraltete“ Haltung gibt es schon lange! Außerdem versuchen die Marx-Bergoglios ja gerade tagesaktuell pc mitzumischen und sich als Jünger der Islamisierung zu profilieren. Kommt scheinbar nicht so gut an. Und da deutet die Zeitnähe auf eine Kausalität zu den Austritten!

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