Jesidische Opfer finden Diskussion um deutsche IS-Kriegsverbrecher „befremdlich“

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Terrorbraut? (Foto:Durch Alangraphy/shutterstock)

Lollar -Während die Bildzeitung mit einer Rührstory um eine IS-Prostituierte aus dem Ruhrgebiet – vom Rotlicht-Milieu ins Kalifat – um Mitleid heischt, reden die Opfer der IS-Bestien auf der Nachrichtenplattform Nordbayern Klartext: So weist der Zentralrat der Jesiden darauf hin, dass die deutschen Dschihadisten besonders brutal zu Jesidinnen gewesen seien. Dabei stünden die deutschen Dschihadistinnen den Männern in nichts nach. Dies gilt insbesondere wohl für die in ihrem Heimatort sehnlichst erwartete Leonora Messing, in deren Haushalt eine Jesidin als Sexsklavin wie Vieh gehalten wurde. (jouwatch berichtete) Der Zentralrat der Jesiden in Deutschland fordert daher die Bundesregierung auf, deutsche Dschihadisten vor Gericht zu stellen. Der Vorsitzende Dr. Irfan Ortac nannte den aktuellen Umgang der Bundesregierung mit dem Thema „befremdlich“.

Nach Auffassung des Zentralratsvorsitzenden hätte die Bundesregierung dafür Sorge zu tragen, dass Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gebracht werden, insbesondere dann, wenn sie von deutschen Staatsbürgern verübt worden seien.  Die IS-Terrormiliz, in der auch viele Deutsche Kriegsverbrecher mitmachten, hatten jesidische Dörfer überfallen, Menschen erschossen und Frauen verschleppt und vergewaltigt. Das Schicksal vieler jesidischer Frauen ist bis heute ungeklärt.

Ortac kritisierte, dass der Zentralrat seit Jahren vergeblich auf Verbrechen auch deutscher Angehöriger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gegen Jesiden und Jesidinnen hinwiesen habe. „Ich wurde immer damit vertröstet, dass deutsche Ermittlungsbehörden keinen Zugriff auf diese Menschen haben“, betonte er. Nach Forderung der Organisation sollten alle Jesidinnen, die vom IS gefangen gehalten worden sind, angehört werden, um mögliche Verbrecher zu identifizieren.

Der Zentralrat der Jesiden (Êziden) in Deutschland (ZED) wurde 2017 in Bielefeld gegründet. Insgesamt gibt es über 28 jesidische Gemeinden in Deutschland. Eine größere Gemeinde liegt im hessischen Lollar bei Gießen. Dr. Irfan Ortac ist zugleich Vorsitzender der Jesidischen Gemeinde in Hessen. (KL)

 

 

 

 

 

 

 

 

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10 Kommentare

  1. Die Jesiden stören die Selbstgerechtigkeit der edlen deutschen Menschenrechtsexperten in Sachen Islam, wenn sie die Verfolgung von Verbrechen fordern, denen arme fehlgeleitete junge Frauen im Ausland tatenlos zugeschaut haben.
    Die arme Braut des „Kämpfes“, der die kleine Sklavin mal so eben verdursten ließ, konnte ihrem Gatten selbstverständlich nicht ins Handwerk pfuschen, das sollte doch jedem kultursensiblen Menschen einleuchten.
    Spätestens der anwalt wied ds vortragen, und dnn wird man sie freisprechen können.

    Falls sie überhaupt vor Gericht kommt.

  2. Viele Staaten nehmen ihre in D straffällig gewordenen Staatsangehörigen leider nicht zurück.

    Wenn der Musterknabe D Paßdeutsche, die durch einen Militärdienst für eine fremde, grausame und natürlich auch deutschlandfeindliche Macht auffällig geworden sind, zurücknimmt,
    sollte er dafür sorgen, daß diese eingekerkert werden, aber nicht so, daß sie nur Kosten verursachen, sondern so, daß sie diese Kosten durch einen Arbeitsdienst wieder reinbringen.

  3. Auch die Jesiden müssen begreifen,: Der Staat stellt seine militant agierenden Kader (weder IS Terrorist noch „Antifa“) vor Gericht.

  4. Vor 20 Jahren noch und das ist wirklich nicht lange her da hätte man die Politiker aus ihren Autos gezerrt wenn sie auch nur angedeutet hätten, Terroristen freiwillig ins Land zu holen. Echt mal Leute, diese Diskussion bzw. alle Diskussionen in letzter Zeit sind vollkommen geisteskrank.

  5. Wieso befremdlich ? Hat der Zentralrat der Jesiden nicht verfolgt, dass in Deutschland seit wenigen Jahren der Schutz der Täter höher wiegt, als der Schutz der Opfer ?
    „Nach Auffassung des Zentralratsvorsitzenden hätte die Bundesregierung dafür Sorge zu tragen, dass Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gebracht werden… “ – das passiert aber doch regelmäßig und unnachgiebig – allerdings nur, wenn es sich um „Kriegsverbrechen“ aus der NS Zeit handelt. Da werden auch schon mal 90-jährige zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, selbst wenn deren aktives Tun an Kriegsverbrechen umstritten ist.
    Alle anderen Kriegsverbrecher sind im heutigen Deutschland gerne willkommen und werden von vielen wohl als Bereicherung gesehen.

  6. Zentralrat der Jesiden. Ich kann nicht mehr. Was soll denn das? Wie viele Zentralräte gibt es denn noch? Ich will hier keine Zentralräte mehr. Sie gehören sofort abgeschafft.

    Wann endlich gibt es einen ZdD (Zentralrat der Deutschen)?

  7. Jihadisten, die mit Terror einen neuen Staat errichten wollen, sind keine Deutschen – auch wenn die hier geboren wurden. Sie sind im Kriegsgebiet feindliche Kämpfer und gehören entsprechend behandelt.

  8. Nein, nicht in Deutschland sollen die Verbrecher vor Gericht. Die Opfer haben ein RECHT darauf über ihre Peiniger zu richten. Ich akzeptiere jedes Urteil, dass über diese Leute gefällt wird. Niemand hat das Recht in einem anderen Land Verbrechen zu verüben und dafür dann in seinem ´Heimatland´ mit Schmuseurteilen nach Hause gehen zu dürfen. Niemand wurde von Deutschland nach Syrien oder dem Irak verschleppt. Diese Leute gingen freiwillig dort hin um zu morden. Ich hätte es am liebsten, sie würden nie wieder deutschen Boden betreten.

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