Widersprüche in der Vielfaltsideologie

(Symbolfoto: Von hikrcn/Shutterstock)

Kürzlich kam ich an einem Plakat vorbei, das mich kurz innehalten ließ. «Erfolg durch Vielfalt und Zusammenhalt» stand dort in bunten Buchstaben. Aber wenn eine Sache gemeinhin bekannt und wahr ist, besteht doch kein Grund, dies noch zu betonen. Die Qualität eines Produktes spricht dann für sich und benötigt keine Werbung.

Wenn unendliche Vielfalt gut wäre, müsste man doch eigentlich nicht ständig darauf hinweisen müssen. Dabei fiel mir auf, dass dieses Narrativ eigentlich überall gefahren wird, wenn es um Multikulturalismus geht. Viele Kulturen und Ethnien, die miteinander auskommen müssen, weil die Politik diesen Gesellschaftsweg forciert. Dass es hier zu Spannungen kommt, sollte nicht verwunderlich sein. Und gerade deshalb wird gewohntermaßen häufig von allen Vertretern dieser Ideologie betont, dass Vielfalt den «Zusammenhalt» stärke oder sonst wie positive Eigenschaften hätte, die wir Kritiker nur nicht sehen würden. Vielfalt würde uns bereichern, stärke den Zusammenhalt und verbessere die Demokratie, so das Narrativ.

«Die Bunte Bande! Gemeinsam sind wir stark!» (AktionMensch) als Inklusionsbuch für Kinder fällt mir da ebenfalls sofort ins Auge. Schon früh wird das Märchen erzählt, dass eine immer größere ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt zu mehr Stabilität, Zusammenhalt und Fortschritt führe. Die New York Times brachte schon vor einiger Zeit die Studie eines Harvard Professors namens Robert Putnam in den Diskurs, der feststellte: Umso homogener und weniger vielfältig (ethnisch, kulturell) eine Region, desto mehr Vertrauen und soziales Engagement in der Gesellschaft gibt es. Auf der anderen Seite bedeutet dies, dass umso ethnisch und kulturell durchmischter eine Gemeinschaft ist, desto misstrauischer sind die Menschen und desto weniger engagieren sie sich für die Gemeinde, weil es keine gemeinsame Identität gibt. Zu viel ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt, vor allem die Konkurrenz mehrerer größerer Identitäten in einem Raum, führt zu Konflikten. Das beweist die Geschichte der Nationen und dafür muss man nicht einmal weit in der Historie zurückgehen. Denken wir nur an Tito und Jugoslawien, das sofort implodierte und entlang ethnischer und kultureller Linien in Flammen aufging. Auch die Sowjetunion wurde nur durch Stärke zusammengehalten und zerbrach danach in die vielen Teilidentitäten, die heute eigene Staaten der ehemaligen UDSSR bilden dürfen.

Ein kleines Maß an Vielfalt mag durchaus Bereicherung bringen und der Gesellschaft förderlich sein. Entstehen jedoch Parallelgesellschaften mit Herrschaftsanspruch innerhalb eines Staatengebildes, gibt es keine nationale Einheit mehr und der Konflikt ist vorprogrammiert. Wer also sagt, dass Vielfalt den Zusammenhalt stärke, lügt einfach oder glaubt wirklich, dass die Babylonisierung Europas ein Segen sein wird.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf younggerman.com

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11 Kommentare

  1. In der Vielfaltsideologie stecken Kernsätze des postmodernen und postkolonialen Denkens. So wird behauptet, daß Wahrheit und Realität entweder nicht existent oder zumindest nicht von einem Einzelnen oder durch Beschränkung auf die christlich-abendländische Perspektive der „angry white men“ o.ä. erfaßt werden könne, sondern nur über Multiperspektivität und Multikulturalität ein allumfassendes Erfassen der Dinge, eine zutreffende Sicht sowie optimale Arbeitsmethoden möglich seien. Daß der historische Erfolg der technischen Zivilisation des Westens oder die Wirtschaftswunderleistung des deutschen Mittelstands dem allem Lügen straft (weil sie dem Fehlen postmoderner Ideologie zu verdanken sind), versuchen diese Ideologen mit ihren „Narrativen“ zuzudecken.

  2. Wenn Vielfalt schon Stärke garantierte, dann gäbe es keine monopolitischen Parteien mehr, sondern nur noch solche, die durch interparteiliche Öffnung auch Mitgliedern anderer Parteien ermöglichten, sich durch Doppelt- und Mehrfachmitgliedschaft intensiver an die Partei gebunden zu fühlen und so zum dann unvermeidlichen Erfolg beizutragen.

  3. „Ja“, sagte der Mullah in Kabul, „wir sind sehr tolerant und auch sehr vielfältig. Bei uns darf die Frau entscheiden, ob sie in einer blauen oder einer schwarzen Burka zum Einkaufen geht. Natürlich nur mit der Erlaubnis ihres Mannes.“

  4. Unglaublich bescheuert. Es gibt keinen Zusammenhalt per Vielfalt. Wenn man in Zoos keine Abgrenzungen hätte, wäre es sicherlich sehr „vielfältig“, aber nur kurz, weil: nur die Stärksten übrig blieben. Und ich glaube nicht, daß das zum Beispiel die Gazellen wären. Wie können erwachsene enschen nur so dumm sein? Im Übrigen gibt es ethnische Vielfalt, kulturelle Vielfalt. Und diese ist schützenswert, das Erbe der Menschheit. Was haben diese Verstrahlten gegen das Erbe der Menschheit, wenn sie es derart zertreten?

    • Das hat nichts mit Dummheit zu tun, rein garnichts!!

      Von der Politik forciert, heisst nichts anderes als gewollt! Schau sie sich um in der Welt:
      Kampf gegen den Terror. Wie Erfolgreich war der denn??

      Lybien, Irak, Afghanistan & co, Kampf für die Demokratie!! Wie siehts da denn heutzutage demokratiemäßig aus??

      Syrien, jahrelanger US kampf dem IS (und Assad). Ergebnis: IS hat halb Syrien & Irak erobert.

      Fühlen sie sich sicher??

      Meinen sie dieser Migrations & Islam gehört zu Deutschland Wahn, Gendermist usw verläuft besser??
      Man studiere die Krimminalstatistik!! Man schaue nur wer da flüchtet – nähmlich junge Männer!! (Die ihre Familien im „Krieg“ zurücklassen!!

      Es läuft so wies die „Oberen“ geplant hanen!! So blöd kann kein Politiker sein um diese Ergebnisse nicht zu sehen!!

      PS: Das viel zu viele Wähler das nicht sehen ist mir ein Rätsel

    • klar geplant. Kalgeri und auch schon vorher. Der islamische Terror wird vergemeinschaftet, jeder kann was haben. Ich kann auch nicht verstehen, daß die Parteien nach 2015 noch so gewählt wurden. Spätestens da hätten die Leute doch mal über den wert von Zukunft nachdenken müssen.

  5. Kein OT!
    Ein Video das man sich unbedingt ansehen sollte weil es in die momentane Zeit passt und das Verhalten der Personen die Migration, Vielfalt, Islamisierung, usw. zeigt.
    Den Link gibt es in der Antwort…

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