Grüner „Schlepper“ beruft sich auf EU-Reisefreiheit

Matthias Köchl (Bild: WikiCommons/Karl Gruber; CC BY-SA 3.0 at: siehe Link)
Matthias Köchl (Bild: WikiCommons/Karl Gruber; CC BY-SA 3.0 at: siehe Link)

Österreich – Der Kärntner Politiker Matthias Köchl wurde in der vergangenen Woche von der italienischen Polizei festgenommen. Der 41-jährige, grüne Landessprecher hatte einen Illegalen ohne gültige Papiere in seinem Pkw an Bord. Der Verdacht auf Beihilfe zur Schlepperei steht im Raum. Bis dieser „ausgeräumt“ sei, hat er nun seine Ämter niedergelegt.

Der Kärntner Grünen-Sprecher Matthias Köchl hatte in der vergangenen Woche einen 27-jährigen Iraker bei sich im Auto, als er zu einer Kontrolle von der italienischen Polizei angehalten wurde. Der Grüne habe bei der Kontrolle nervös gewirkt, so die Sicherheitskräfte, die sodann feststellten, dass der Iraker keine Dokumente hatte. Köchl wurde festgenommen und ins Gefängnis von Udine gebracht. Am vergangenen Dienstag wurde er entlassen. Sein Auto wie auch sein Smartphone blieben jedoch beschlagnahmt. Zum Prozess muss der Grünen-Politiker wieder im italienischen Udine erscheinen.

In Italien drohen wegen Beihilfe zur Schlepperei zwischen einem und fünf Jahren Haft sowie die Zahlung einer Geldstrafe von 15.000 Euro pro illegalem Migrant, der ins Land geschleppt wurde. Der Iraker, der im Auto des Grünen saß, habe laut der italienischen Polizei in Udine einen Asylantrag gestellt. Wo der Grüne den mutmaßlich Hereingeschleppten in sein Auto einsteigen ließ, sei laut den Carabinieri noch unklar, berichtet unter anderem die Krone-Zeitung.

Gegenüber der Zeitung erklärte der Grünen-Politiker den Vorfall so: „Wenn ich beim Einkaufenfahren nach Tarvis einen Autostopper mitnehme, ohne nach seinen Papieren zu fragen, ist das keine Schlepperei! Den Vorwurf darf ich mir machen, nicht nach den Ausweispapieren gefragt zu haben. Weit ist es gekommen mit der EU-Reisefreiheit. Das macht mich ziemlich betroffen!“

Zweifel an seiner Version wurden jedoch bereits artikuliert:

Die FPÖ forderte unterdessen in einer Presseerklärung „rigorose rechtliche Konsequenzen“, sollten sich die Vorwürfe gegen Köchl bestätigen.„Dieser Vorfall ist genau zu prüfen, vor allem, weil er an die beworbenen Methoden auf der Internetseite www.fluchthelfer.in erinnert. Auf dieser Homepage wird erklärt, wie man ‚Fluchthilfe‘ leisten kann und wie der Schengenraum ausgenutzt und die stichprobenartigen Grenzkontrollen umgangen werden können. (SB)

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22 Kommentare

  1. Hat mit dem obigen Artikel nur indirekt zu tun. Gerade bei TV WELT im Laufband gelesen:
    EU will umgehend bei neuem Personalausweis Fingerabdrücke verbindlich einbinden.
    Mehr weis ich im Moment noch nicht. Mache mich aber kundig.
    Wie groß muß die Angst bei den EU Diktatoren vor der Europäischen Bevölkerung sein???!!!
    Hoffe dass das nicht noch vor der Wahl durchgepeitscht wird.

    https://www.handelsblatt.Com/politik/deutschland/neue-mindeststandards-fingerabdruck-auf-personalausweis-wird-pflicht-in-der-eu/24014320.html?ticket=ST-1949820-bfPxJNbzjsRwaNXWuOY4-ap6

    https://www.datenschutz.Org/eu-kommission-fuer-fingerabdruck-im-personalausweis/

  2. Er wurde letzte Woche verhaftet und letzten Dienstag freigelassen. Angenommen die Woche beginnt am Montag, dann hat er gerade einmal eine Nacht im Gefängnis verbracht. Jeder Besoffene braucht nicht länger, um seinen Rausch in der Ausnüchterungszelle auszuschlafen.

    Kann es sein, dass der Iraker im Auto war, weil es dem Grünen um sexuelle Handlungen ging?

  3. …das ist doch dieser grüne V… t, der mit knall-grün gefärbten Haaren im Parlament auftrat…
    alles klar und ohne weiteren Kommentar, wie wahr, wie wahr….

    Und warum hat man den nicht in Italien eingebuchtet…?

  4. Ich befürworte 5 Jahre Haft. Es sollte eine klar abschreckende Wirkung haben. Dann hätte dieser offensichtlich intellektuell etwas überforderte Herr Köchel genug Zeit über sein Tun nachzudenken.

  5. Einen Autostopper hat er in Tarvis gefunden. Na klar. Der letzte Autostopper in Tarvis ist vermutlich so vor 30 Jahren gesichtet worden. Oder hat er ihn , es ist schliesslich Februar, in einer Schneewächte gefunden? Eher in einem Herbergsbettchen oder in einer Sauna. Egal, an der Grenze hat er sich offenbar etwas verhaltensauffällig benommen.
    „Und wer ist der da?“
    „Wer? Da ist niemand“
    „Na der neben Ihnen“
    „Huch!!!“

    • Du glaubst nicht, wie schnell plötzlich jemand in dein Auto einsteigen kann. Das ist mir neulich beim Supermarkt passiert. Die Frau hat sich wahnsinnig erschrocken, als sie merkte, dass ich nicht ihr Mann war. Sein Auto stand neben meinem und war zufällig das gleiche silbergraue Modell. 🙂

  6. Ups, da hat man mal den “ richtigen“ erwischt. Die 15.000 Strafe zahlt er locker aus der Portokasse. Ob er aber für 1Jahr ins Camp Knacki geht, glaube ich nicht. Außerdem, wird er wohl einige Jahre „Einreiseverbot“ bekommen. Zurecht!

  7. Die Italiener sollten den Iraker so lange einsperren, bis er ein Geständnis von sich gibt, aus dem hervorgeht, wie es zu der Mitnahme kam und ob vielleicht Geld geflossen ist!

    • Dass es diesem Herrn Köchl um Geld ging, glaube ich eigentlich nicht, eher um das Gefühl einer vermeintlich guten Sache zu dienen. Sicher hielt er das Unternehmen für risikolos und rechnete nicht damit, an der Grenze kontrolliert zu werden. Bei seinen Gesinnungsgenossen kommt so etwas wahrscheinlich gut an.

    • Das sehe ich auch so. Dieser etwas unterbelichtete Gutmensch Herr Köchel dachte sich auf billige Weise edel fühlen zu dürfen. Er sah sich wohl als so eine Art grünen Robin Hood. Er erinnert mich an diese ganzen Bürgen, die sich auch gut fühlten, weil sie eigentlich von Anfang an davon ausgingen für ihre Bürgschaft nicht einstehen zu müssen.

  8. Vielleicht hat er sich in Ermangelung geeigneter österreichischer „Partner“ einen Syrer erwählt ? Derartigen Tourismus soll es ja in manigfaltigen Versionen geben.
    Nicht immer gleich an eine üble Schleppergeschichte denken (Grinssmilie).

  9. Achso, ja. Mit dem grünen Auto nach Italien einkaufen fahren, vielleicht noch ne Runde grünes Golf und dann ein bisschen grüne Schlepperei betreiben!? Kavaliersdelikt, für einen so guten Gutmenschen. Salvini, kümmern Sie sich bitte ganz persönlich um den Menschenschmuggler bzw. -händler und bitte keine Diplomatie, danke!

    • .. und lassen Sie sich nicht von dem „van der Bellen“ anbellen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Gutmenschen versammeln und protestieren. Es ist merkwürdig, dass so ein Gesindel von Linken-Grünen und Roten verteidigt und „geschleppt“ wird. Denen ist es auch wurscht wen sie ins Land holen, Hauptsache es ist einer der den Islam verherrlicht. Die Grünen und deren Anhänger sind in Österreich und in Deutschland vom gleichen Schlag und unterscheiden sich nicht. Wer nicht für sie ist ist gegen sie und wird dann sofort mit Worten wie: Menschenhasser, Hetzer und Nazi verunglimpft. Also, ab mit dem Schleuser in den Bau – vermutlich wird er es wieder tu!

  10. „Weit ist es gekommen mit der EU-Reisefreiheit. Das macht mich ziemlich betroffen!“

    Der spinnt doch hochgradig! Illegale genießen keine Reisefreiheit. Ab wegen Schlepperei in den Knast! Der hat garantiert genau gewusst, was er tat, und hofft auf mildernde Umstände als Gutmensch…

  11. Zum Glück hat sich der politische Wind in Italien ja ein wenig gedreht, so dass die Chancen groß sind, dass dieser Fluchthelfer der nun offiziell den Dummen spielt, bestraft wird.

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