Es ist Staatskino geworden, Obrigkeitskino, wie bei Adolf Hitler

Foto: Von Wedding and lifestyle/Shutterstock

Die Berlinale ist wieder mal ins Gerede gekommen. Der Chef Kosslik soll ein paar Gäste eingeladen haben, um sie auf dem Weg ins Kino verprügeln zu lassen. Normalerweise greift er nicht zu so drastischen Mtteln, um den Ruf des deutschen Kinos zu ruinieren. Es reicht ja schon die Ablehnung von Filmen, die später einen Oscar bekommen, wie 2006 „Das Leben der Anderen“. Die Berlinale ist von einem Filmfestival zu einer drittklassigen Leistungsschau der deutschen Filmförderung verkommen.

Der Regisseur Klaus Lemke ist der schärfste Kritiker der Filmförderung. „Ich bin der Einzige, der unabhängige Filme macht, der Rest ist bezahlt von diesen ganzen Fördersystemen“. 2012 organisierte er eine Protestaktion anläßlich der Berlinale. Klaus Lemke und seine Darsteller von „Berlin für Helden“ zogen blank, um gegen die Filmförderung zu protestieren. Ein Event, das wie der Arsch auf den Eimer paßte.

„Es ist Staatskino geworden, Obrigkeitskino, wie bei Adolf Hitler“, so Lemke in seinem Statement.

1967 wurde die Filmförderung in Deutschland etabliert. Ziel war es, Einfluß auf Themen und Inhalte zu nehmen. Lemke erzählt das so: „Und die Jungs (er meint die Oberhausener um Alexander Kluge) hatten die Idee, dass Film ein Intelligenzbeschleuniger sein könnte, das haben die in ihren Seminaren und bei der Frankfurter Schule gelernt. Und aus dieser Mentalität heraus haben die Filme gemacht, die kein Mensch sehen wollte, die Filme wollte niemand sehen – die Filme der Oberhausener. Und da kommt dieser kluge Doktor Kluge auf die geniale Idee, das Publikum dafür zu bestrafen, dass sie nicht in die Filme der Oberhausener gehen, und geht zum Innenminister und bittet um Förderung für das Kulturgut deutscher Film. Und seitdem ist der deutsche Film nicht existent.“

2000 wurden 193,6 Mio € von Bund und Ländern für die Förderung ausgegeben, Tendenz steigend. 2018 gehen Beobachter von 400 Millionen aus. Unbedingt dazurechnen muß man das Geld, welches von ARD und ZDF für Filmproduktionen aufgewendet wird. Es dürfte noch etwas mehr sein.

Der naive Vulgärmaterialist nimmt an: Je mehr Geld, desto erfolgreichere Filme. Um diese gewagte Annahme zu prüfen, muß man die deutsche Filmgeschichte in fünf Abschnitte periodisieren.

Weimarer Republik bis 1933 Finanzierung durch Publikum
Nationalsozialismus 1933 – 1945 Keine Filmförderung, aber Zensur und Interventionismus
Russenzeit 1945 – 1989 Filmproduktion als staatliches Monopol
Bundesrepublik bis 1967 Finanzierung durch Publikum, Bundesbürgschaften
Bundesrepublik nach 1967 Nach und nach ausufernde Filmförderung

In jeder dieser Perioden sind bekannte Filme entstanden. Hier eine Auswahl:

Weimarer Republik bis 1933 Die Drei von der TankstelleDer blaue Engel

Emil und die Detektive

Berlin – Alexanderplatz

Nationalsozialismus 1933 – 1945 Die FeuerzangenbowleDer Maulkorb

Der Mann, der Sherlock Holmes war

Wir machen Musik

Große Freiheit Nr. 7

Russenzeit 1945 – 1989 Der Teufel vom MühlenbergSchneewittchen

Dornröschen

Heißer Sommer

Jakob der Lügner

Bundesrepublik bis 1967 Der brave Soldat SchwejkWir Wunderkinder

Der Hauptmann von Köpenick

Des Teufels General

Bundesrepublik nach 1967 Out of RosenheimGo Trabi go

Kir Royal

Oberst Redl

Die Ehe der Maria Braun

Es sind auch in jedem dieser Abschnitte hundsmiserable Filme gedreht worden: Fredericus Rex, Jud Süß, Moorhund, Liebe im Finanzamt und Der Schuh des Manitu.

Wenn man die Liste der guten und erfolgreichen Filme durchgeht, so fällt sofort auf, daß sich durch viel Geld nichts gebessert hat. Auch sind deutsche Filme in der Regel keine Exportschlager geworden. Wenn man die erfolgreichsten Filme verfolgt, so dominieren nicht die geförderten, sondern die ungeförderten Filme.

Lemke sagt dazu: „…das, was die Deutschen initiiert haben in Europa ….nämlich staatliche Förderung, eine unvorstellbare Sache für Amerikaner, dass der Staat seine schmutzigen Finger im Film drin hat. Vollkommen unmögliche Vorstellung weltweit, nur bei uns ist so was möglich und wird seit 40 Jahren akzeptiert.“

Gibt übrigens einen neuen ungeförderten Streifen mit authentischen Darstellern von Lemke: „Neue Götter in der Maxvorstadt“

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35 Kommentare

  1. Da fallen mir auf Anhieb aus alter Zeit noch die wunderbaren Filme Ohm Krüger 1941 /
    Die Rothschilds Aktien auf Waterloo 1940 ein , an die sich heute keiner mehr heran traut , weil die Themen politisch nicht erwünscht sind.

    Diesel 1940 / Die weiße Hölle vom Piz Palü 1929 / Flüchtlinge 1933 / Friedrich Schiller 1940 / Dreyfus 1930 / GPU 1942 / Friedemann Bach 1941 / Leben für Irland 1941 / Robert Koch 1939 ……u.v.a.

  2. Da fallen mir auf Anhieb aus alter Zeit noch die wunderbaren Filme Ohm Krüger 1941 /
    Die Rothschilds Aktien auf Waterloo 1940 ein , an die sich heute keiner mehr heran traut , weil die Themen politisch nicht erwünscht sind.

    Diesel 1940 / Die weiße Hölle vom Piz Palü 1929 / Flüchtlinge 1933 / Friedrich Schiller 1940 / Dreyfus 1930 / GPU 1942 / Friedemann Bach 1941 / Leben für Irland 1941 / Robert Koch 1939 ……u.v.a.

  3. Schaut Filme (Serien), verknüpft Inhalt mit euren Erkenntnissen und Erfahrungswerten. Nicht von (fiktiven) Handlungen einlullen lassen. Wägt ab. Lasst euch nicht verarschen (manipulieren). Wach bleiben.

  4. Für alle die einen wirklich guten Film stehen wollen, natürlich nicht aus DE:

    5 Zimmer, Küche, Sarg

    Mit wenig Geld gedreht, einfach genial.

    Geht in diesem Land nichts mehr ohne Einflussnahme und „Föderung“??? Wir sind hier voll in der DDR gelandet.

  5. Arschlöcher kommen zusammen, um sich auf Kosten der Anderen für ihre Arschlochfilme zu feiern,der größte Arschlochfilm bekommt dann das“goldene Arschloch“ und zwischendurch immer eine stramme linke Haltung an den Tag legen.Entschuldigung für meine Wortwahl,aber ich kann die Visagen dieser großkotzigen Nichtsnutze nicht mehr ertragen.

  6. Das geht im Fernsehen nahtlos weiter. Wenn ich mal bei meiner betagten Mutter zu Besuch bin, die traditionell nur ARD und ZDF guckt, sträuben sich mir die Nackenhaare, was da für ein Schrott läuft. Auch in den Filmen sind stets weiße Männer die Bösen, während Frauen, Schwule oder Negernde die Guten sein dürfen.

    • Deutsche Filme ab spätesten 2014 tu ich mir schon mal gar nicht an!
      Und bei denen davor muss man auch genau hinsehen,
      denn eigentlich ging die Erziehung zur „Vielfalt“ bei uns ja auch schon viel früher los.
      Früher etwas offensichtlicher – heute psychologisch raffiniert unterschwelliger mit Beratung durch Nudgingspezialisten.

    • Ich auch nicht. Die Themen sind abstrus, die Schauspieler – naja, die Schauspielerinnen meist hysterisch, zumindest wenn man den Vorguckern glaubt und zunehmend wird Ideologie von einer Welt verbreitet, wo es nur gute Muslime gibt und böse deutsche Männer, die vor allem rechtsradikal sind. Ich weiß nicht warum sich das manche noch antun und so einen Mist überhaupt schauen.

    • Am Schlimmsten waren früher Veronika Verres und Götz George. Völlig abgehoben, arrogant bis Blut kommt.

    • Ganz am Anfang war Veronika Ferres noch normal. Da war sie auch noch nicht superschlank. Sie war irgendwie wer in der 0-8-15-Riege der gleichaussehenden Schauspielerinnen. Dann drehte diese Dame durch, machte ihre Schlankheitsdiäten, heiratete sich in Hauptrollen hinein und wurde für mich völlig bedeutungslos.

    • Aaaber -in diesem Teil des Sonnensystems werden wir von Graffitation, Trägheitsgesetz und Alterung beherrscht. Deutlich.

    • Deutsche Filme sind LowBudget Streifen, mit unqualifizierten Schauspielerin und ideologisch links gerichteten Themen, wo der Gute immer der Bösewicht ist…

    • Ich denke da vor allen Dingen um Fernsehproduktionen
      (im Kino war ich zuletzt mal Ende der 70er Jahre),
      und die sind in der Regel alles andere als Low Budget!
      Da werden bewusst ganz viele Indoktrinationsgröschelchen ausgegeben, weil –>ist doch für einen guten Zweck!! 🤣🤣🤣

    • Ich denke da vor allen Dingen an Fernsehproduktionen
      (im Kino war ich zuletzt mal Ende der 70er Jahre),
      und die sind in der Regel alles andere als Low Budget!
      Da werden bewusst ganz viele Indoktrinationsgröschelchen ausgegeben, weil –>ist doch für einen guten Zweck!! 🤣🤣🤣

  7. Ich musste in den 80-Anfang 90er Jahren jedes Jahr beruflich zu den Filmfestspielen Berlin. Das war jedesmal ein Schock fürs Leben. Es war grauenhaft für mich, überall diese gelackmeierten Figuren, die dumm daher reden. Diese ganze linke Szene…. man kannte mich, und ich war nicht so ganz toll beliebt unter diesen Linken. Aber es war ein distanzierter Respekt und trotzdem hatte ich immer dort bei Parties und Veranstaltungen das Gefühl, dass ich jederzeit ein Messer in den Rücken bekommen könnte. Ich atmete später auf, dass ich nie wieder nach Berlin reisen musste. Die Stadt war vor rund 25 Jahren schon der Horror für mich… und heute mit diesen Linken? Oh Gottogottogott… Und die Filme, die da gezeigt wurden, fand ich alle beschissen.

  8. „Große Freiheit Nummer 7.“ist für mich als bekennender Hans Albers Fan einer der besten Filme aller Zeiten,haaak mich unter wir wollen jetzt zusammen mal bummmeln gehn….

  9. Es ist schon „bemerkenswert“, dass dort Filme gezeigt werden, bei denen man nicht mal weiß, ob sie überhaupt aufgeführt werden, ob sich überhaupt jemand findet, der die Filme ins Programm nimmt. Das heißt, ich habe mit meinen Steuern Filme gesponsert, die im Abfall landen. Prima. Nunja für Linksgrün kommt das Geld ja aus dem Bankautomaten, einfach so, ohne Anstrengungen.

  10. Was heute als deutscher Film besonders ausgezeichnet und geehrt wird erreicht mich nicht.

    Was ist mit Filmen die in dieser Zeit mal nicht politisieren und neutral sind aber zum eigenständigen Nachdenken anregen?

  11. Der Schuh des Manitu war genial, ich hab noch nie, bis heute andauernd ein Kinosaal fast durchgehend gröhlen hören.

    • Fand ich auch. Da werden diese Western so richtig durch den Kakao gezogen, wie die SciFi in Periode 1. Ist aber nur für 1 x gucken geeignet.

    • Die Kacke dampft seit 82 mit der Machtübernahme durch Kohl, unter tatkräftiger Mithilfe der FDP. Vorher hat sie unter Schmidt und der FDP auch schon gedüftelt, aber eben nur gedüftelt.
      Der Schuh das Manitu und wer den Scheiß genial findet, dem ist nicht mehr zu helfen, nach 2 Minuten habe ich abgeschaltet. Daran haben eher nur Grenzdebile ihren Spaß.

    • War für Dich zwar ein Film für geistig Behinderte.
      Aber selbst den hast Du nicht verstanden.
      .
      Die von Kritikern hochgelobten Filme, „Prädikat wertvoll“, schaut sich kaum wer an.
      Die spielen das Geld auch nie rein.

    • Die HerbX Filme sind schon in Ordnung. Es sind eben Kinderfilme.
      Von großen Kindern für kleine Kinder. Und beide haben Spaß daran.

  12. Diese „neuen jungen“ deutschen Filme sind einfach nur zum K****….
    Eben direkt für die Anstalten des betreuten Denkens gemacht. Systempassend eben.

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