Münchener Sicherheitskonferenz: Ischinger gibt den Kapuzen-Kasper

Max Erdinger

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Wolfgang Ischinger bei seiner Eröffnungsrede anläßlich der Münchener Sicherheitskonferenz am 15.02.2019 - Foto: Imago

Wolfgang Ischinger (72), ehemals beamteter Staatssekretär im Auswärtigen Amt, sowie Botschafter in Washington und in London, leitet die Münchener Sicherheitskonferenz seit 2008. Dieses Jahr gab es nicht viel zu leiten. Israels Premier Netanjahu hatte abgesagt,  Emmanuel Macron kam nicht, und für Donald Trump schien es unter seiner Würde zu sein, sich eine Ursula von der Leyen in einem Land anzutun, wo ihn offensichtlich jeder haßt, wenn man der gleichgeschalteten Presse glauben darf. Was man natürlich nicht darf. Ischinger eröffnete die Sicherheitskonferenz trotzdem in bester Laune – und in einem blauen Kapuzenpulli mit güldenen EU-Sternchen vorne drauf. Der BILD-Zeitung gab er ein bemerkenswertes Interview. Man fragt sich, was Ischinger glaubt, in welchem Land er lebt.

München  – Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, blickt angesichts weltweiter Krisenherde kritisch auf das Völkerrecht. „Das Völkerrecht schützt heute nicht mehr die Bevölkerung vor ihrer Regierung, sondern die Regierung vor ihrer Bevölkerung“, sagte Ischinger der „Bild-Zeitung“. Wenn die Souveränität von Staaten unantastbar sei, „auch wenn die Regierung das Volk auslöscht, wird das Völkerrecht zum Diktatorenschutzrecht. Es muss aber ein Menschenschutzrecht sein“, so der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz weiter. Deutschland müsse als Mitglied des UN-Sicherheitsrats „die Welt jeden Tag daran zu erinnern, dass das Völkerrecht sich weiter entwickeln muss, damit es endlich Menschen beschützt“. Das sei die Aufgabe des Westens.
„Zu sagen: Wir wollen nicht mehr hinnehmen, dass das Völkerrecht in einer perversen Weise interpretiert wird zum Schutz von Diktatoren“, so Ischinger. An diesem Freitag beginnt in München die 55. Münchner Sicherheitskonferenz. „Wir sind es nicht mehr gewöhnt, offen darüber zu reden, dass unsere Welt ernsthaft in Gefahr ist“, sagte Ischinger der „Bild-Zeitung“.

Am Ende gehe es aber „ums Tun, nicht ums Reden. Die Frage müssen wir uns immer wieder stellen: Was tun wir eigentlich? Und machen wir wirklich genug?“, so der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz weiter. Mit Blick auf die Erfolgsaussichten von Diplomatie fügte er an: „Meinen Job darf man nicht machen, wenn man Pessimist ist. Ich habe als Diplomat gelernt, dass nichts in der Außenpolitik objektiv unmöglich ist.“ (Quelle: dts)

Wenn man einmal davon absieht, wie peinlich es ist, daß wieder ein Deutscher von „unsere Welt“ redet, und daß er Bürger eines Landes ist, das sich noch nicht einmal mehr selbst angemessen verteidigen kann, war sein Vorschlag, das Völkerrecht so anzuwenden, daß es die Völker schützt und nicht ihre Regierungen, nicht schlecht. Außerdem abgesehen davon, daß nicht klar war, wen er mit „wir“ meinte, da Deutschland mangels Durchsetzungskraft ganz offensichtlich nicht zu „Wir“ gezählt werden kann. Auf die peinliche Schönrednerei samt der notorischen Zeichensetzerei aus Deutschland gibt nämlich von denen, die Ischinger mit „wir“ verwechselt hat, keiner mehr auch nur einen Pfifferling. Man könnte also sagen, Ischinger hat bei der Eröffnung der Sicherheitskonferenz den leutseligen und harmlosen Conferencier gegeben.

Hätte der joviale Kapuzenmann gesagt, daß er mit seinem vorgeschlagenen „Tun“ gleich morgen in Deutschland anfangen will, hätte ihn vielleicht jemand ernstgenommen. Schließlich sind wir Deutschen ein Volk, das nach Ischingers Verständnis von Völkerrecht vor seiner eigenen Regierung geschützt werden müsste. In dem Fall wäre er aber wohl als Nestbeschmutzer wahrgenommen worden. Das wollte er wahrscheinlich nicht. Trotzdem ist erschreckend, mit welcher Leichtigkeit dem weltgewandten Schwaben der Satz herausrutschte, Deutschland müsse als Mitglied des UN-Sicherheitsrats die Welt jeden Tag daran  erinnern, dass das Völkerrecht sich weiter entwickeln muss, damit es endlich Menschen beschützt. Vielleicht glaubt er, daß sich außer in Deutschland niemand das Pimperlwichtigste merken kann.

Speisen und Getränke im Hotel Bayerischer Hof zu München sollen auch dieses Jahr wieder ganz vorzüglich gewesen sein, was immerhin beweist, daß die Welt zu Gast bei Ischinger auch im Irrenhaus nicht zu darben braucht. Das ist doch immerhin schon etwas.

 

 

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26 Kommentare

  1. in diesem aufzug, statt anzug, stellt der sich vor’s mirco?
    na ja, er zeigt damit deutlich, wie weit es mit dieser farce a la „EU“ schon gekommen ist.

    hat er wenigstens noch gerapt? 😉

  2. Ja, ja, die Münchner Kriegstreiber-Konferenz.
    Wieso schiebt niemand den albernen Polit-Opa Ischinger ins Altenheim? Da könnte er dann schön dozieren und palavern.
    Die Kosten dieser Witz-Veranstaltung – nicht nur die Organisation und das ganze Sicherheitsbrimborium, sondern auch die Hotelkosten und Flugkosten für ALLE Teilnehmer – übernimmt der deutsche Steuerzahler.

  3. Was für eine Arroganz, sich anzumaßen, die Welt täglich erinnern zu können.

    Am deutschen Wesen soll die Welt….? Also die Arroganz haben sich die Deutschen jedenfalls erhalten.

    Man konnte sicherlich mal stolz sein auf die Leistungen dieses Landes. Mittlerweile aber scheint es mir zu einem Irrenhaus zu verkommen. Und trotzdem legt man eine Arroganz an den Tag. Naja, oder vielleicht auch gerade deswegen. Denn besonders die Nichtskönner sind ja arrogant.

    Aber wie das so ist: die Irren merken es ja selbst nicht, daß sie irre sind. Irre halten sich in der Regel für normal und Andere für bekloppt.

    Darum: Solange man noch überlegt, ob man ggf. selbst verrückt sei, kann man sich entspannt zurücklehnen. Diese Fragen stellen sich die wirklich Irren nämlich nicht.

  4. Ist das von Adidas, wieviel kriegt er dafür, darf er dafür dieser Merkel ans Knie fassen? Kasperl über Kasperl und nichts als Kasperln so wahr mir der Kasperl hilft.

  5. Was faselt der vom Völkerrecht, das ist doch was, was die BRD nicht achtet. Sonst wüßte sie, daß eine Verfassunggebende Versammlung einen höheren Rang hat, als die bestehende Regierung und, daß sie abdanken kann. Außerdem was soll das, eröffnet eine Konferenz mit Kapuzenpulli. Es ist mehr als peinlich.

  6. Haben uns heute auf BR 3 die Rede der Bundesraute angetan ….. mein Blutdruck ging rapide in die Höhe, danach meinte eine Journalistin …. es war die beste Rede, die Merkel je gehalten hat…..
    Man kann diesen Politclowns, einschliesslich dem Kapuzenzwerg nicht mehr zuhören … ich weiss nicht, welche Tropfen die morgens schlucken ….

  7. ja, da hat er Recht, der Ischinger. Deshalb gibt es auch den menschenrechtlichen Pflichtentrias, den die Oberen Deutschlands bisher nicht leisteten. Das ist doch gemeint mit Ditatur?!

  8. Der “ europäische Kapuzenkasper“ leitet ja auch die „Unsicherheitskonferenz“
    einen Mann mit Kompetenz, wie beispeilsweise Herrn Lawrow kann man
    da nicht gebrauchen.
    Die Konferenz ist aufgebaut wie die Talks in den ÖR.
    Ein Vertreter für Vernunft und Frieden um gegen den Rest der Kriegstreiber
    anzutreten.

  9. Fängt das jetzt wieder an, dass die Diktatoren mit Parteiabzeichen rumlaufen? Früher war es eine rote Armbinde, heute prangt es auf der Brust. Die Aussage ist wieder dieselbe: „Am deutschen Wesen …“

  10. Es wurde sichtbar, dass zwischen den USA und Europa eine „Eiszeit“ herrscht.
    Nur noch gegenseitige Verachtung und absichtliches nicht Verstehen wollen.
    Ansonsten im Publikum nur antiamerikanische Claqueure, tendenziöse Meinungsmache, ganz wie bei Anne Will.

  11. Davos und München werden sich wieder dem Wintersport und dem Oktoberfest widmen müssen, als Orte der Eleuchtung taugen sie nicht.

  12. Ich kann diesen Sternenkranz nicht mehr sehen! Für mich eine elitäre und totalitäre Provokation gegen alle unabhängigen Völker und Kulturen sowie gegen jede vernünftige soziale und ökonomische Entwicklung. Hätte es Kapuzenpullis zu einer anderen Zeit gegeben und wäre I. während dieser Zeit in verantwortungsvoller Position tätig gewesen, er wäre im Glauben an das Gute und Richtige auch mit einer auf den Pullover aufgestickten Swastika aufgetreten.

    Jede Zeit hat ihre Spinner.

  13. Ich hab den bisher als seriös gesehen, ist offenbar aber auch nur ein infantiler System-Clown.
    Habe die Konferenz auf Phönix verfolgt.
    Da hatte Phönix bei Al-Sisi aus Ägypten eine „Dolmetscherin“ im Einsatz, die war vollkommen unfähig, entsetztlich, die konnte keinen zusammenhängenden Satz zusammenbringen und stammelte nur Äh, Äh, Äh ……..
    Zum Fremdschämen!
    Qualitätsfernsehen ist etwas anderes.

    • Ischinger ist vor allem erst mal ein Drecks-Bilderberger!

      Den habe ich so gern wie George Soros! Oder Fußpilz.

  14. Wo bleibt der Aufschrei der grünen Sekte ? Solche Laberstunden kann man getrost per Videoschaltkonferenz abhalten. Das schont die Umwelt.

    • Die Grüne Sekte gehört zur Sorosfamilie seit Joschka von Albright bei Soros eingeführt wurde und in diesem den skrupellosen, menschenverachtenden Fiesling gesehen hat,der er selbst ist und den er bis heute zu benutzen versteht.

    • Nein, die grüne Sekte gehört seit dem Ende der 1970 Jahre zu Soros und der CIA.

      Das steht in der Autobiografie bon Jutta von Dithfurt.

      Und dass Joschka eingeführt wurde (wie auch Özdemir) ist nur eine logische Konsequenz.

    • Ah, Danke. Sollte doch mal die Schriften der guten Jutta lesen. Habe mich davor gescheut, weil die mich mit ihrer Oekolinx-Partei nicht positive beeindruckt hat.

    • Nein, die grüne Sekte gehört seit dem Ende der 1970 Jahre zu Soros und der CIA.

      Das steht in der Autobiografie bon Jutta von Dithfurt.

      Und dass Joschka eingeführt wurde (wie auch Özdemir) ist nur eine logische Konsequenz.

  15. Vielleicht hätte er besser sagen sollen: Das Völkerrecht muss die Völker beschützen, so wie es das Wort auch meint, aber das wäre manchen Wichtigtuern bestimmt etwas zu völkisch gewesen…

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