Indonesien sperrt wegen Schwulen-Comic Instagram-Konto

Foto: Ein schwules Pärchen (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Ein schwules Pärchen (über dts Nachrichtenagentur)

Köln – Der Deutschlandfunk fällt aus allen Wolken. Im islamistischen Indonesien hat das soziale Netzwerk Instagram „auf Verlangen der indonesischen Regierung ein Konto mit Bildergeschichten entfernt, die vom Alltag eines schwulen Mannes berichteten.“ Ein solcher Vorgang scheint nur auf den ersten Blick skandalös. Zum einen werden Homosexuelle in fast allen muslimischen Ländern verfolgt, drangsaliert oder zumindest benachteiligt. Zum anderen werden auch bei uns missliebige Kunstinhalte entfernt. So entfernte YouTube erst vor zwei Monaten eine schlüpfrige Bildergeschichte aus dem Alten Testament – Lots Töchter – von einem Kanal, weil den Zensoren der Inhalt zu anstößig erschien.    

Auf dem indonesischen Instagram-Konto mit dem Nutzernamen @alpantuni war laut Deutschlandfunk unter anderem zu sehen, wie zwei Männer miteinander Sex hatten.

„Indonesiens Kommunikationsminister Rudiantara hatte deshalb dessen Sperrung verlangt und damit gedroht, Instagram ansonsten in Indonesien ganz abzuschalten“, berichtete der Sender weiter.

Wie ein Sprecher des Ministeriums mitteilte, ist Instagram der Aufforderung des Ministers nachgekommen.

Zum Inhalt des Comics: „Alpantuni“ ist ein Indonesier, der wegen seiner sexuellen Ausrichtung drangsaliert wird. Insgesamt waren zehn Bildergeschichten im Umlauf. Seit zwei Tagen ist das Konto vom Netz verschwunden. Homosexualität soll nach Meinung des Senders in Indonesien in der Regel nicht verboten sein. Eine Ausnahme bildet die muslimisch-konservativen Provinz Aceh. Dennoch gab es in den vergangenen Monaten mehrfach Razzien gegen die Schwulenszene, auch in der Hauptstadt Jakarta, was die Annahme westlicher Beobachter, Indonesien wäre ein liberales muslimisches Land wohl konterkariert. (KL)

 

 

 

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7 Kommentare

  1. Wer eine formelle Eheschließung für ein paar Stunden benötigt, um ungestört mit einer Prostituierten in näheren Kontakt treten zu können, lebt in einem Land mit einer irren Moral.

  2. Mit Kippa auf dem Kopf trauen sich Juden in größeren Shitholestädten hierzulande ja kaum noch raus. Als nächstes werden die Geschlechtsunentschlossenen und auf das gleiche Geschlecht fixierten feststellen, dass SIE demnächst zu echten Schutzbedürftigen werden und nicht etwa die von ihnen beschützten ungemein schützenswerten Fachkräftemangelbeheber mit den etwas archaischen Ansichten. Dann wird niemand mehr da sein, um sie vor ihren einstigen Schützlingen zu schützen.

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