Australien will Flüchtlingslager auf Weihnachtsinsel wieder öffnen

Foto: Von Infinity Time/Shutterstock

Australien – Die australische Regierung will ein Immigrantenlager auf der zu Australien gehörenden Weihnachtsinsel im Indischen Ozean wiedereröffnen. Grund sei die schwächelnde Regierung unter Premierminister Scott Morrison, die erst vor kurzem die Internierungslager still gelegt hatte. 

Mit der Wiedereröffnung des Lagers solle auf einen zu erwartenden Anstieg der Immigrantenzahlen reagiert werden, sagte der konservative Premier Morrison laut dem Guardian. Den zu erwartenden Anstieg von Illegalen begründete der Premierminister mit einem, am durch die Opposition eingebrachten Gesetzesentwurf, der am Dienstag mit knapper Mehrheit im Senat bestätigt wurde.

Das Gesetz gibt Asylsuchenden, die in Flüchtlingslagern auf den Pazifikinseln Nauru und Manus festgehalten werden, das Recht, für eine Behandlung nach Australien gebracht zu werden. Statt Beamten sollen künftig Ärzte über solche Krankentransporte entscheiden.

Die Lockerung gäbe Menschen neue Anreize, die Überfahrt nach Australien zu wagen. Deshalb werde er das Lager auf der Weihnachtsinsel wiedereröffnen. „Mein Job ist es jetzt, sicherzustellen, dass die Boote nicht mehr kommen“, so Morrison.

Die strikte Immigrationspolitik Australien zeitigte seit Jahren Erfolge. Seit der Umsetzung der „No-Way“-Linie, die Immigranten, die per Boot illegal nach Australien einreisen wollen, rigoros zurückschickt oder in Asylanteneinrichtungen auf Inseln wie der Weihnachtsinsel interniert, sind die Todesfälle auf dem Seeweg nahezu auf Null gesunken. (SB)

 

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11 Kommentare

  1. Ich bin mir sicher, dass die „Versorgungssuchenden“ wieder klagen und Schadensersatz bekommen.

    Gegen diese Internierung hatten 1900 Flüchtlinge geklagt – mit durschlagendem Erfolg. Ein Australischer Richter hat den Bootsflüchtlingen nun eine Rekordentschädigung in Höhe von 70 Millionen australischer Dollar zugesprochen. Das sind umgerechnet knapp 47 Millionen Euro. Richter Cameron Macaulay nannte die Summe „fair und
    angemessen“ (2017).

  2. Gute Idee. Weil es so gut passt: Von Morgens bis Abend. Hosiana oder macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr (die Herren) der Herrlichkeit, Ein König (Könige) aller König gleich, usw.. Zum Abend.

    Guten Abend, gute Nacht, der Herr im Himmel wacht. Es ist aber der Gott der Christen, der über Euch wacht, Guten Abend,Gute Nacht, denn diese Insel wurde doch nur für Christen gemacht. Ihr seit nur ihre Gäste, vergesst es nie. Im Meer macht mein kein Pipi. die Fische sind wichtig, sie sollen lange leben. Kalauer nicht mehr.

  3. Weihnachtsinseln.
    Dann wären die Osterinseln für unsere Politkaste gerade richtig zur Abschiebung. Wegen der Tradition.

  4. Man könnte ja einmal mit Putin reden,und ein schönes großes Stück Taiga pachten.
    Jeder welcher ,,vergessen“hat woher er kommt,jeder kriminelle und jeder illegale bekommt bis zur Klärung seines Status ein Bett,eine Schüssel mit Löffel und einen Spaten.
    Wetten,das Deutschland ganz schnell in der Hitliste der,,No-Go-Country`s“ganz oben steht bei den ,,Goldstücken“?

  5. Ja ist denn schon Weihnachten ?
    Für Deutschland schlage ich Offshore Zentren in Papa-Neuguinea vor. Neulich las ich das Papa-Neuguinea sich bereit erklärt, neue Fluchtsimulanten aufzunehmen. Dort gibt’s sogar noch Kannibalen. Das wäre ja dann quasi eine Win Win Situation !

    • Die haben schon lange P-ck aufgenommen, aber das P-ck hat selbstverständlich geklagt, wobei ich mich frage wer das bezahlt hat (rhetorische Anmerkung).

      Das nette Ergebnis war für ca. 1.900 Goldstücke über 47 Mio. Euro.

  6. zu dumm aber auch, dass deutschland keine zur errichtung von internierungslagern geeigneten inseln besitzt. helgoland ist wohl zu klein und in der nordsee sind haie leider selten anzutreffen.

  7. Wie ich aus eigener Erfahrung weiß, gibt es in der Nordsee genug Inseln, auf die man zurückgreifen könnte, sind nur erreichbar, wenn Ebbe ist und man nicht gemächlich läuft….! Bohrinsel ist natürlich auch eine gute Idee…!

  8. Auch Deutschland braucht so einen Offshore-Asylanten-Gulag! Wie wäre es mit einer ausgedienten Bohrinsel auf der Doggerbank?

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