IWF-Chefin Lagarde warnt vor „wirtschaftlichem Sturm“

Chefin des IWF, Christine Lagarde (Bild: IWF; SM15 Press Conference: Managing Director Christine Lagarde; CC BY-NC-ND 2.0; siehe Link)

Investing.com – Die IWF-Chefin Christine Lagarde sagte am Sonntag, dass sich das globale Wachstum insgesamt verlangsamt. Regierungen sollten sich daher auf einen möglichen wirtschaftlichen Sturm vorbereiten.

„Wir sehen eine Wirtschaft, die langsamer wächst, als wir erwartet hatten“, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde während des Weltregierungsgipfels in Dubai.

Der IWF hatte letzten Monat seine Prognose 2019 für die globale Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent auf 3,5 Prozent herabgesetzt. Für die deutsche Wirtschaft setzte der Währungsfonds seine Vorhersage von 1,9 Prozent auf 1,3 Prozent herab.

Lagarde sprach von „vier Wolken“ am Horizont, welche die Weltwirtschaft belasten und warnte vor einem „wirtschaftlichen Sturm“.

Die Risiken umfassen „Handelsspannungen und Eskalation im Zollstreit, finanzielle Straffung, Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit sowie den daraus entstehenden Spillover-Effekten und eine schnelle Abkühlung der chinesischen Wirtschaft“, sagte sie.

Lagarde sagte, der Zollkonflikt zwischen den USA und China habe bereits jetzt globale Auswirkungen gezeigt.

„Wir haben keine Ahnung, wie es sich entwickeln wird, aber was wir wissen, ist, dass es bereits jetzt Auswirkungen auf den Handel, das Vertrauen und die Märkte hat“, sagte sie und warnte die Regierungen vor Protektionismus.

Darüber hinaus verwies Lagarde auf die „hohen Schulden“, die Regierungen, Unternehmen sowie Haushalte auf sich genommen haben. Bei steigenden Fremdkapitalkosten ergeben sich daraus zusätzliche Risiken.

„Wenn zu viele Wolken heraufziehen, braucht es nur einen einzigen Blitz, und der Sturm beginnt“, sagte sie.

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7 Kommentare

  1. Lagarde gehört zur Klientel die sich über dem Gesetz stehend sieht. „Freunde“ beseitigen jede Anklage. Nun warnt sie vor dem ende ihres teuflischen Lebens und malt für die anderen den Teufel an die Wand.
    Als wenn die Weltwirtschaft mit Zöllen und dem Schutz der Einheimischen Arbeitsplätze nicht gewachsen wäre.

  2. Was könnte denn konkret geschehen, wenn es sowohl im Inland, wie weltweit kein Wirtschaftswachtum gäbe.????
    Er würde doch nur rauskommen, dass alle über ihre Verhältnisse gelebt haben und in Wirklichkeit nur „wertloses“ Buchgeld in den Banken und Börsen kreist. Wirklichen Wert haben dann ja nur Land und Boden, Gebäude und die realen Waren die erarbeitet sind.
    Dann geht es nur ums nackte Überleben und Essen, Obdach, Infrastruktur. Das ganze Entertainment des „Banken-Geld-Finanzsystem“ fällt zusammen.Die Haie werden arbeitslos.

  3. Auszug Wikipedia:

    „Am 19. Dezember 2016 wurde Lagarde durch das Gericht des fahrlässigen Umgangs mit öffentlichen Geldern schuldig gesprochen.“

    Mit einer solchen Reputation im Rücken gehen mir „Warnungen“ dieser Dame ganz kräftig am Allerwertesten vorbei…

  4. Lustig, aber nur insofern, Nu das als neue Erkentniss verkauft werden soll. Die hierenthaltene Logik, ist fast schon ein Naturgesetz! Trotzdem gibt es immer wieder geistige Schubladendenker, die in ihrer tiefliegenden Art und Weiße der Meinung sind, das Sie mit einem Sitzstreik im Bachlauf die Natur verändern könnten.

  5. Was hier leider nicht angesprochen wird ist der Vorschlag des IWF Bargeld zu besteuern um das Wirtschaftswachstum aufrechtzuerhalten. Der Focus und finanzmarktwelt haben gute Artikel dazu geschrieben. Falls ich sie wiederfinde, verlinke ich sie in diesem Kommentar

    • Nach Salvini soll heißen das Salvini die Bankster einlochen will.Sicher nicht ganz ernst gemeint.
      Salvini ist auch für mich mit Orban die Hoffnung.

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