„Vielleicht sind Sie soweit nach LINKS abgedriftet, dass alles neben Ihnen RECHTS ist“

Inge Steinmetz

Foto: Screenshot/Youtube

Offener Brief von Inge Steinmetz an Wolfgang Degen vom Wiesbadener Kurier nach der Berichterstattung über die zweite Gelbwesten-Demo in Wiesbaden am 9.2.2019:

Hallo Herr Degen,

in Ihrem heutigen Artikel berichten Sie über die zweite Gelbwesten-Demo in Wiesbaden.

„Bei der zweiten Gelbwesten-Demonstration befanden sich diesmal erstmals AUFFALLEND VIELE Rechtspopulisten und Rechte aus dem Rhein-Main-Gebiet unter den Teilnehmern“.

Herr Degen, was sind für Sie auffallend viele? Sie zählen nicht mal fünf Leute auf, die SIE den „Rechten“ zuordnen! Woran sehen Sie, dass jemand RECHTS ist? Dann ziehen Sie über die Personen her, die für Sie RECHTS sind: die „völlig in der Bedeutungslosigkeit verschwundenen Erbenheimer Gruppe …“ , „der rapide Bedeutungsverlust der Mainzer Gruppe „Beweg was“, „der rechte Propagandist Henryk Stöckl“ …

Menschen, wie Yvonne C., die den Mord an Susanna nicht als traurigen Einzelfall hinnehmen, sondern möchten, dass die bestehenden Gesetze – auch, oder nein gerade – von den verantwortlichen Politikern umgesetzt werden, die sind für Sie RECHTS!

Menschen, wie Henryk St., die über die Missstände im Land berichten (eigentlich wäre das IHRE Aufgabe!!!), sind für Sie RECHTS!

Menschen, dazu zählen Sie wohl die Organisatoren der Mainzer Demo „Beweg was“, die Angst um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Kinder haben, die nennen Sie RECHTS.

Jetzt erklären Sie mir bitte, wie Sie „auffallend viele“ Rechtspopulisten und Rechte erkennen konnten. Vier Personen, die in ihrem Leben nie jemandem etwas zuleide getan haben. Menschen, die ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis haben, die nur eine andere politische Sichtweise haben, die nennen Sie rechts! Sie dürfen mich – ich kam erst später zur Demo dazu – gerne in die Reihe der Rechtspopulisten, der Rechten einreihen, es ist mir eine Ehre von Menschen wie Ihnen als RECHTS eingestuft zu werden.

Eigentlich erwartet man von einem Reporter, dass er neutral an eine Berichterstattung herangeht. Sie haben schon im Vorfeld der Veranstalterin gegenüber geäußert, dass sie negativ über die Demo berichten würden, weil Henryk Stöckl einen Livestream dreht. Sie wussten nicht, welche Reden gehalten werden, Sie wussten nicht, was von den Demonstrationsmitgliedern gefordert wird, aber Sie wussten schon, dass Sie nicht positiv berichten werden. Das nenne ich mal sauberen Journalismus.

Gewalt gegen die Polizei von Seiten der linken Gegendemonstranten nennen Sie liebevoll „ein kurzes Gerangel“! Angriff auf die Staatsgewalt nennen Sie auch „Gerangel“! Weil es von den LINKEN kam! Wie hätten Sie darüber berichtet, wenn es von – wie nennen Sie uns noch mal? – RECHTEN gekommen wäre? Ist Ihnen auch bewusst, dass es eine Mitte gibt? Wir alle kommen aus der Mitte der Gesellschaft, haben früher CDU oder SPD gewählt!

Vielleicht sind Sie soweit nach LINKS abgedriftet, dass alles neben Ihnen RECHTS ist!

 

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12 Kommentare

  1. Ich stelle mir dazu die Frage ob die
    veröffentlichte Meinung auch die öffentliche Meinung ist ? Und zwar die, die man sich nur unter vorgehaltener Hand weiter erzählt. Die SPD will „Back to the roots“, wenn sie sich damit auf die ausgetretenen Pfade des untergegangenen SED Regimes begeben will, es würde mich nicht mehr wundern, in einem Land, in dem aufgrund einer mündlichen Anordnung Merkels die Grenzen seit 2015 abgeschafft wurden. Wie weit sind wir noch von den DDR Verhältnissen entfernt ? Alle dürfen rein, aber wie lange dürfen die Deutschen, die das ganze mit ihrer Arbeitskraft erwirtschaften noch raus ? Wann wird der Druck wegen sinkender Steuereinnahmen so groß, das wir eine neue Mauer bekommen die nur wieder Deutsche zum Ziel hat ?
    Wie auch immer, was auch immer geschieht, meinen nächsten Geburtstag feiere ich mit und bei meinen Kindern in den USA. Der Container ist bestellt, das letzte Haus verkauft und wir ziehen im Mai nach Montana…. Und tschüss
    Ach ja, so nebenbei werde ich im Herbst zum ersten Mal Opa und meine Tochter heiratet vorher ihren County Sheriff. .Junge wie die Zeit vergeht…

  2. Wo „Rechts“ beginnt, ist eine Sache des eigenen Standpunktes. Genauso könnte man argumentieren das alles „links“ in Deutschland ist. Und damit liege ich eher richtig, als das in unserem Land eine neue Generation Nazis heran wächst.
    Patrioten und Konservative Menschen wie ich, sind keine Nazis sondern bleiben Patrioten, egal was der linke Mainstream heute so von sich gibt.

  3. „Rechts“ zu sein ist vollkommen in Ordnung, völlig normal und – im Gegensatz zum „Links“-sein geistig gesund.

    • stellt Euch nur mal vor den Linken würde die Heimat genommen und sie landen im Irgendwo. Das wird denen eine gewisse Zeit gefallen, aber dann werden sie ihre Heimat und ihre Freunde vermissen. Vor allem wenn ein Sprachengewirr herrscht und sie sich mit nur ganz wenigen unterhalten können.

  4. Ein Text, der Mut macht.
    Rechts steht für Anstand und Bewahrung der Heimat. Und früher gab es auch Linke, die ungeachtet ihres ideologischen Hintergrundes, dies ebenfalls so sahen.

    Was stimmt nicht mit diesen Zeitungsschreibern heutzutage? Haben die keine Ideen mehr, haben die nur noch die rotgrüne Schere im Kopf? Kritik böse, Merkel gut?

    Kein Wunder, dass die freien Medien ungebrochen solchen Zulauf haben. Und die Auflagen der Lügenpresse dagegen sinken. Man hat gar keine Lust mehr, irgendeine Altzeitung aufzuschlagen. In den Altzeitungen steht die Regierungspropaganda der Altparteien. Sonst gar nichts mehr. Nicht mal zwischen den Zeilen.

  5. Was soll das ganze Gerede von rechts und links? Das geht angeblich auf die französische Revolution zurück, als sich auf die rechte Seite die Königstreuen und auf die linke Seite die Jacobiner setzten. Ähnlich soll es dann in der Paulskirche gewesen sein. Der Schmarn beschreibt unsere Welt ebenso wenig wie ein Wälzer von Benz, Löll, Krass, Männchen oder andere Altherrenliteratur. Also: pfeif drauf! Von mir aus können die mich nennen wie sie mögen, das ist mir sowas von Wurscht.

  6. >>…es ist mir eine Ehre von Menschen wie Ihnen als RECHTS eingestuft zu werden.<< Dem kann ich mich nur anschließen!

  7. dann sind sie halt rechts, wenn die Linken das meinen Besonnen bleiben. Die Frau hat recht, wenn Linke einen als rechtspopulistisch oder rechts ansehen, adelt das inzwischen. Hat seine Zeitung Verbindungen zu dem SPD-Medien-Gespinnst? Ist es rechts, seine Heimat zu lieben? Wenn man nicht „Deutschland verrecke“ brüllt? Nun ja, dann ist Anstand, Würde und Selbstachtung, Verantwortngsgefühl gegenüber den kommenden Generationen eben rechts zu verorten.

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