Salvinis Hammer: Werft die Zins-Gangster in den Knast

Salvinis Hammer (Bild: Markus Gärtner)
Salvinis Hammer (Bild: Markus Gärtner)

Er hat wieder zugeschlagen. Matteo Salvini hat den Notenbänkern des Landes angedroht, sie ins Gefängnis zu werfen, weil sie die Sparer mit ihren Minizinsen um Milliarden betrogen haben. So etwas hat man hierzulande noch nie gehört, auch nicht annähernd.

Im Gegenteil: Die EZB-Hörigkeit ist kaum noch zu übertreffen. Ganz für bare Münze muss man Salvini in diesem Punkt derzeit freilich nicht nehmen, es ist Wahlkampfzeit in Europa, die EU-Wahl im Mai rückt näher. Trotzdem würde man sich sehnlichst wünschen, dass hier auch einmal von verantwortlicher politischer Seite Klartext gesprochen würde über den fortgesetzten Betrug an den Sparern, den die Zinspolitik seit der Finanzkrise darstellt. Bei uns wird das bekanntlich ganz anders gehandhabt als in Italien.

Am 9. Januar rechnete das Handelsblatt seinen Lesern unter Bezug auf die Bundesbank vor, die niedrigen EZB-Zinsen hätten dem Finanzminister 368 Milliarden Euro gespart. Man musste am selben Tag in die Junge Freiheit schauen, um zu erfahren, wie das auf der anderen Seite der Münze aussah für die deutschen Sparer. Die Bilanz dort: Seit 2010 gingen 296 Milliarden Euro an Zinseinnahmen verloren.

 

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36 Kommentare

  1. Da sollte Salvini die „Grüne Minna“ auch gleich in Frankfurt (Banker) und in Berlin (Politiker) vorbeischicken.

  2. Die „Kleinen“ (m/w/d) zahlen sogar doppelt für die Niedrigzinsen: Es sind ja nicht nur die geschilderten Sparverluste die erleidet werden. Die „Großen“ konnten die Niedrigzinsen massenweise für Investments z.B. in Immobilien nutzen und haben damit die Immobilienpreise in die Höhe getrieben („Immobilienblase“), was logischerweise zu höheren Mieten führte, die jetzt die „Kleinen“ bezahlen müssen. Asozialer kann eine von den Altparteien zu verantwortende EZB-Politik kaum sein. (Und falls jetzt Einwände zu den angeblich so „geretteten“ Firmen nebst Arbeitsplätzen kommen: Ob die mit solchen wettbewerbsverzerrenden – und mithin innovationshemmenden! – geldpolitischen Maßnahmen nachhaltig Bestand haben werden darf auf längere Sicht bezweifelt werden.)

  3. Die niedrigen Zinsen sind eine heimtückische Falle, aus der vor Allem die hoch verschuldeten Länder so ohne Weiteres nicht heraus kommen. Die Verursacher gehören allerdings eingesperrt, aber nicht nur die.

    • … man muß natürlich auch wissen , wem die Medien gehören .. dieser Menschenschlag beherrscht auch das Geld – Imperium ..

  4. Wenn man den so genannten Linken glauben darf, dann ist jede leise Kritik an den Finanzmärkten antisemitisch und muss bekämpft werden. Die sind eben ein bisschen komisch im Kopf. Kennt man ja.

    • Das bedeutet dann aber im Umkehrschluß, daß die ganzen Linken fest davon überzeugt sind, daß die Finanzmärkte alles fest in semitischer Hand sind. Ist das noch politisch korrekt?

  5. Das machen die immer gern. Wenn sich die Bundesrepublik die Taschen voll macht, sagen sie „Deutschland“ um zu suggerieren, wie gut es dem Bürger geht. Dabei haben sie den Deutschen das Geld vom Sparbuch geholt und der bedankt sich noch recht freundlich dafür, indem er sein Kreuz wieder bei den Dieben der Regierung macht.

  6. Als in Deutschland mal jemand die “ Zinsknechtschaft “ kritisiert und gegen diese mobil gemacht hat , war es sehr folgenreich .

    Da wird die finstere Elite , die für soviel Kriege verantwortlich ist, nämlich ganz schön knatschig

    • Natürlich, ruiniert das doch deren Geschäftsmodell. Obwohl, ein Geschäft ist auf Gegenseitigkeit und das trifft auf die Zinsknechtschaft nicht zu, hierbei handelt es sich vielmehr um einen Umverteilungsmechanismus.

  7. Nett, nett, trotzdem Quatsch. Bei hohen Zinsen wäre Italien sofort pleite! Die Zinsen muss ja auch jemand bedienen.

    • Muss man? Warum eigentlich? Wir halten fest, Banken schöpfen das Geld aus dem Nichts und dafür zahlt man Zinsen? Noch einmal, warum?

  8. Frei nach Mao Tse Tung : „Hänge einen und erziehe hunderte.“ Die Verlustquote ist überschaubar, der Gewinn an Respekt ist enorm !

  9. Letztendlich zahlt immer der die Zeche der mit dem ganzen finanz-Irrsinn nix zu tun hat. Wie in allen anderen belangen auch sind die Bürger den Politikern völlig egal – Ausnahmen – wie salvini – bestätigen die Regel.

  10. Der gute Herr Salvini, lang soll er leben, muss aber furchtbar auf sich aufpassen. Von denen, die sich mit den Zentralbankern angelegt haben (z. B. Kennedy, Ghaddafi, Assad, um nur wenige zu nennen), leben die meisten nicht mehr.

    • Man muss sich nur ansehen ,wer hinter den ganzen Banken steckt und die dann für Vogelfrei erklären-dann wäre ein problem erst einmal gelöst!

    • Die Italiener schon, aber aufpassen: In den Städten, vor allem in Rom, wimmelt es von „ausländischen Gästen“ auf der Straße, bin bei meinem letzten Besuch mitten in der Stadt am hellichten Tag belästigt und begrapscht worden.

  11. Gestern wurde ich auf das Hirtenwort der dt. Bischöfe aufmerksam. Sehr lesenswert!

    Bischofswort 1980 eingeben.

  12. Ich mag Italien, Salvini und die Italiener.
    Doch die Schuldenbilanz in Italien ist katastrophal. Wären die Zinsen höher, käme es den Sparern zu Gute. Aber dann sähe es für die italienische Regierung finanziell noch viel schlechter aus.

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