Asylverfahren dauern immer noch sechs Monate

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Berlin – Nach Auskunft der Bundesregierung dauern Asylverfahren aktuell durchschnittlich immer noch ein halbes Jahr. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben) berichten. Demnach brauchte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im dritten Quartal 2018 im Schnitt 6,1 Monate, um ein Asylverfahren abzuschließen. Immerhin ein kleiner „Fortschritt“:

Im ersten Quartal 2018 waren es nämlich noch 9,2 Monate, im zweiten Quartal 7,3 Monate. In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 dauerte ein Asylverfahren im Schnitt 7,9 Monate. Damit hat die Bundesregierung das selbst gesteckte Ziel allerdings erneut nicht erreicht: Zu Beginn der Flüchtlingskrise im September 2015 hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten darauf verständigt, Asylverfahren in drei Monaten abzuschließen.

Vor allem Menschen aus Pakistan (9,1 Monate), der Russischen Föderation (8,8 Monate), Somalia (8,4 Monate) und Afghanistan (7,5 Monate) mussten im dritten Quartal 2018 lange auf ihren Asylbescheid warten, Syrer hingegen nur 4,4 Monate. Besonders lange Wartezeiten gibt es für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit lag im dritten Quartal 2018 bei 7,7 Monaten, in den ersten neun Monaten bei 10,2 Monaten. Junge Flüchtlinge aus Afghanistan mussten zuletzt mit 12,6 Monaten am längsten warten.

Auch im dritten Quartal sei die durchschnittliche Verfahrensdauer immer noch mehr als doppelt so hoch. Abgearbeitet hat das BAMF zuletzt offenbar die hohe Zahl der „Altfälle“. So warteten Ende September 2018 nur noch 4.064 Menschen seit mehr als 18 Monaten auf ihren Asylbescheid. Zum Vergleich: Ende 2016 waren es noch 58.848 Menschen. (Quelle: dts)

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4 Kommentare

  1. Wenn ich das Bild sehe überkommt mit der Brechreiz. Was gebe ich drum wieder die grauen DDR Fassaden zu sehen, Leute zu sehen die meine Sprache sprechen, die Danke und Bitte sagen, die kein Problem haben sich bei einem unabsichtlichen Rempler auch mal zu entschuldigen. Was gebe ich drum nicht von meiner Mutter hören zu müssen das Sie aus Angst lieber die Straßenseite wechselt oder aus Angst nicht mehr in den Park geht um die Enten zu füttern. Jeden Monat kommen hier so viele fremde Eroberer an um eine kleine Stadt damit zu füllen, es ist zum kotzen.

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