AfD: Gründerin von „Kandel ist überall“ ist gegen „innerparteiliche Spionagegruppe“

Foto: Screenshot/Youtube

Stuttgart/Burladingen – Geschützt von einem großen Polizeiaufgebot haben sich am Samstag in der Stadthalle von Burladingen die Initiatoren des „Stuttgarter Aufrufes“ getroffen, um gegen die zunehmenden Parteiausschlussverfahren und die innerparteiliche Zensur innerhalb der AfD, Stellung zu beziehen. „Viele Mitglieder treibt genau die Sorge um, dass wir uns anpassen und anbiedern“, sagte die baden-württembergische Landtagsabgeordnete Christina Baum und wandte sich laut einem Bericht des Schwarzwälder Boten gegen die Aktivitäten einer „eigenen innerparteilichen Spionagetruppe“, die aus Angst vor einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz eingerichtet wurde.   

Als Reaktion auf den vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem politischen Gegner hatte die Gründerin der Initiative „Kandel ist überall“ im Herbst 2018 die Initiative „Stuttgarter Aufruf“ ins Leben gerufen. Darin heißt es unter anderem:

„Wir widersetzen uns allen Denk- und Sprechverboten innerhalb der Partei und zeigen allen Vorständen die rote Karte, die sich an Machenschaften beteiligen, den Mitgliedern ihr Recht auf das freie Wort und eine eigenständige Analyse der politischen Zustände zu nehmen.“

Baum warf laut Zeitungsbericht auf dem Treffen in Burladingen dem AfD-Bundesvorstand vor, das Geschäft des politischen Gegners zu betreiben. „Eigene Mitglieder würden diffamiert und ausgegrenzt. Das innerparteiliche Vorgehen gegen Mitglieder müsse ein Ende haben.“

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat sich die engagierte Landtagsabgeordnete nicht gescheut, AfD-Politiker einzuladen, gegen die derzeit ein Ausschlussverfahren läuft. Zum Beispiel den Landtagskollegen Stefan Räpple – er organisierte unter anderem die Demo nach der Gruppenvergewaltigung in Freiburg – sowie Doris von Sayn-Wittgenstein, AfD-Politikerin im Landtag von Schleswig-Holstein.

Während man in der Stadthalle über Meinungsfreiheit und parteiinterne Zensurzwänge diskutierte, wurde der Versammlungsort von 150 AfD-Gegnern belagert. Dabei waren nicht nur wie gewohnt die üblichen linken abgedroschenen Plattitüden, wie „es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“ zu hören, es wurden auch laut Zeitung „aktiv versucht, AfD-Mitglieder daran zu hindern, in die Halle zu gelangen.

Aufgerufen zur Demonstration gegen die demokratisch gewählte Partei hatten die Verfechter der gleichgeschalteten totalitären Einheitsmeinung aus den Reihen von Antifa, SPD, IG Metall, Verdi. Die meisten der Belagerer waren von auswärts angereist. Allein dreißig aus der linksgrünen Universitätsstadt Tübingen. Burladingen liegt im Bereich der Schwäbischen Alb und gehört zum Zollernalbkreis.   (KL)

 

 

 

 

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23 Kommentare

  1. Alle anderen Parteien sind einheitlich links mit mehr oder weniger extremistischer Ausrichtung! Die Aufregung über das Aufkommen einer r e c h t e n Partei ist bizarr ebenso das Distanzieren von politisch rechts! Für eine weitere linke Partei besteht ja kein Bedarf! Ganz im Gegenteil wenn der demokratisch unbedingt notwendige Gesinnungspluralismus wieder hergestellt werden soll muß das politische Vakuum im r e c h t e n Spektrum ausgefüllt werden! Die Interessen des deutschen Volkes werden deshalb nicht vertreten w e i l es keine prononciert rechten Parteien gibt!

  2. Sie hat völlig recht, es ist eine unsägliche Entgleisung in Richtung der Demokratie zerstörerischen Altparteien, die mit Sicherheit für die AfD ein innerparteiliches Nachspiel haben wird. Solche Säuberungsaktionen sind für jeden demokratiebewußten Menschen unerträglich daher braucht man kein Prophet zu sein um vorauszusagen, daß es früher oder später wieder zu einer Spaltung kommen wird! Auf Grund der großräumigen politischen Wetterlage hat nur der nationale Flügel mit klaren und festen nationalstaatlichen und demokratischen Wertvorstellungen in der AfD eine Zukunft als Partei, der „Säuberungsflügel“ wird sich wieder in der CDU, SPD, Grüne, Linke einfinden, wenn diese gezwungenermaßen wieder auf konstruktive Politik umstellen, weil sie gesinnungsmäßig immer nur Dissidenten der Altparteien waren.

  3. Und Merkel & Co. sitzen in Berlin und reiben sich dabei die Hände. Gestern riefen die Spaziergänger von PEGIDA mehrmals „Einigkeit! Einigkeit!“ Was den mutigen Straßengängern gelingt, das sollte auch einer patriotischen Partei gelingen.

  4. Nicht Höcke ist gefährlich, sondern der GCM mit seinen Auswüchsen. Schlimmer als jede Höcke-Rede ist das Schmierentheater, welches die CDU gestern und heute bot, um von strafbaren Handlungen abzulenken. Davor ekelt mich.

  5. es ist doch so, daß, wenn die VS-Mißbraucher der Etablierten Blut geleckt haben, daß sie damit durchkommen, dann wird es ein Limbo-Tanz. Die Hürden werden immer tiefer gesetzt, bis der Rücken komplett verbogen ist.
    Und wenn man dann meint, sich an Höcke aufgei… zu können, mußman sich nur ansehen, von wem das kommt. Mit Sicherheit nicht besser, nur die gegenteilige Ansicht und Hascherl, welches Angst um die Fleischtöpfe hat

  6. „vorauseilenden Gehorsam“ – NEIN es ist verständliche(teils übertriebene) Existenzangst. Jeder der mit der AfD irgendwie vertraut ist und die Entstehungsgeschichte personal nachvollziehen kann, weiß, in der Stunde Null kamen neue Mitglieder/Antragsteller aus allen Ecken der Gesellschaft, Unternehmer, Verwaltungsangestellte, Parteiwechsler und Leute mit gewerblichen und akademischen oder künstlerischen Background – das ist auch gut so.
    Doch keiner hat damals bedacht, dass schon in der Stunde Null vermutlich im gesamten Bundesbereich Hunderte V-Leute, Saboteure und Nießfische eingeschleust wurden und als Sleeper teils immer noch auf Befehl warten. Der Auftrag lautete bewusste Diskreditierung einzelner guter Leute, schlimm auch die Weitergabe von Adressen und Verammlungsterminen oder Aktionen prktisch aus den eigenen Reihen – genannt „Verräter“.
    Das es da sogar Kontakte zu den Kranken vom BND, BfV/Staatsschutz gegeben hat ist so sicher wie Donner nach Blitz. Ich gehe sogar von absichtlichen Unvorsichtigkeiten bei internen Formulierungen und Drucksachen aus um etwas in der Hand zu haben.

    Doch nun ist die Zeit gekommen, es muss sein und die U-Boote müssen enttarnt werden.
    Bedauerlich natürlich, wenn es den Falschen trifft. Doch man sollte so ein enttarntes U-Boot regelrecht erschlagen – ich könnte da meine Wut nicht zügeln.

    Fakt ist – gerade vor den Wahlen – die faschistische Regierungselite sucht nach jeder Stecknadel um die AfD im letzten Moment abzuschießen. Daher ist es nicht verkehrt solche entdeckten Saboteure oder V-Leute die volle Breitseite zu verpassen – am besten wenn die es nicht erwarten.

  7. Christina Baum hat zu 100% Recht. Die Gesinnungsdiktatur von Linken, Grünen, SPD und Teilen der CDU ist schon schlimm genug. Jetzt gibt es Teile in der AfD, die sich von den Altparteien einschüchtern bzw. instrumentalisieren lassen. Das letzte Stück Freiheit bzw. Rechtsstaat kann nur von einer freien AfD verteidigt werden, ansonsten leben wir bald in einer One-World-Diktatur und sind unfreier als Tiere im Zoo. Das haben die Satanisten weltweit ganz raffiniert ausgekungelt, und leider haben es die meisten noch nicht kapiert.

  8. Leider lässt sich die AfD zunehmend zur Zielscheibe des von Mrkl perfektionierten „Herrsche und Teile“ machen. Man starrt wie das Kaninchen auf die Schlange (das BfVS) und entledigt sich in vorauseilendem Gehorsam der Leute, die man als gefährlich für die Partei erachtet. So wird das auf Dauer nichts. Was ja auch vom System so beabsichtigt ist.
    Oder muss man befürchten, dass sich die AfD allmählich zum Mitspieler in einer Charade entwickelt?

    • Nein, letzteres wohl nicht. Leider trifft es jedoch zu, dass es in den alten Bundesländern, insbesondere in Schleswig-Holstein, eine weichgespülte AfD gibt, verglichen mit der viel erfolgreicheren AfD in Mitteldeutschland. Eine Folge für diese weichgespülte AfD-West ist, dass sie z.B. in Schleswig-Holstein kaum wahrgenommen wird. Nur ein paar Kilometer weiter in Rostock bzw. Schwerin trifft man dann auf eine ganz andere AfD. Vielleicht sollte die AfD darüber nachdenken, das Modell CDU/CSU zu probieren, also zwei Schwester-Parteien gründen: im Westen die weichgespülte Version à la CDU und in den neuen Bundesländern die patriotisch-konservative Version à la CSU in Bayern.

    • Wacht auf Ihr Patrioten, alle Parteien müssen weg denn die
      AfD war von Anfang an ein Sammelbecken von Systemlingen
      und die die keine waren für die schuf man die
      Unvereinbarkeitsliste.
      Wer mit Pegida, IB nicht zusammenarbeiten will, der stellt
      sich gegen das Volk. Wie auch Heimat Cottbus zeigt, die
      ja auch für die Apparatschiks nicht kompatibel sind.

    • Wir unterstützen die Anliegen von Pegida, IB und Zukunft Heimat von Christoph Berndin Cottbus. „Alle Parteien müssen weg“ ist jedoch eine Maximalforderung, die nicht erreicht werden wird. Christoph Bernd sprach vor zwei, drei Wochen auf der Pegida-Kundgebung in Dresden und kündigte seine Kandidatur für die AfD bei der Landtagswahl in Brandenburg an. Er hat einen Listenplatz bekommen. Wir drücken ihm die Daumen, dass er als Abgeordneter der AfD-Fraktion in den Landtag kommt.

    • Wenn endlich im Mai 2019 die EU fällt, dann fällt auch die Parteiendiktatur.
      Wie ich schon mehrfach schrieb, ich habe alle zwei Möglichkeiten im
      Bund und Land genutzt um die AfD zu unterstützen.
      Aber in den Bereichen in denen die AfD produktiv agieren hätte können
      hat sie nichts getan, z.B. beim Wahleinspruch gegen die BTW 2017.
      Mit 59 Einsprüchen von Wählern ließ uns Schäuble abblitzen und
      nun hängt das Verfahren beim BvfG.
      LTW Bayern und GCM und GCR wollte die AfD in Frenken nicht
      thematisieren obwohl im Landkreis ein Ankerzentrum und das
      „shithole“ Nürnberg nicht weit weg ist.
      Eine Jugendsünde von mir war die Innenansichten der Strauß-CSU
      zu erleben um die Sozis in Nürnberg zu schwächen, aber Parteien
      sind wie kleine Diktaturen und deshalb habe ich dann die CSU in den
      Endsiebzigern verlassen.

  9. Ich weiß zwar nicht wann die AfD es begreifen wird aber indem sie immer weiter zur Systempartei mutiert, ist sie keine Alternative mehr!

  10. Großartige Initiative.Diese sinnlose Ausschließeritis hatte schon unter Petry epidemische Auswüchse und verhindert den wirklichen Systemwechsel.Anpassung an die Altparteien braucht das Land am Allerwenigsten

  11. Boah

    Liebe AFD- Ihr macht genau das, was die altparteien wollen. Ihr zerlegt Euch gerade selbst. Haltet zusammen und arbeitet nicht gegeneinander

  12. Warum vor dem VS kriechen? Einfach weiterhin ehrlich und wahrhaftig Politik betreiben unter Verwendung der immer noch gültigen Meinungsfreiheit und auf dem Boden des Grundgesetzes stehend. Wo ist das Problem? Seit der VS nun offizieller Wahlkampf-Supporter der Kartellparteien ist, muss man doch keine Furcht mehr haben, dass die das Grundgesetz schützen, ergo führt sich der Spionier-Club dadurch selbst ad absurdum.

  13. Die AfD muß sich endlich gegen diese Ausschließeritis wenden.
    Die sollen endlich ihre Arbeit machen und nicht die Mitglieder ausspionieren.
    Das schreckt die Wähler ab.

    • Und was hilft das dem Land?
      Haltung wäre angesagt, die hat Poggenburg aber auch
      Andreas Gaballier. Die Politik in der AfD bestimmen die
      Systemlinge. Aber wir haben noch Meinungsfreiheit und
      die Freiheit zu Träumen, das machen auch die Klimareligiösen.

    • Solange die Unvereinbarkeitsliste Bestand hat, wird sich bei der AfD
      nichts ändern.
      Vor allem wenn die vernunftorientierten Mitglieder und Abgeordneten
      nicht dafür sorgen die „Verortungslüge“ Rechts aufzudecken.

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