Der Mangel am republikanischen Patriotismus ist eigenverschuldet

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In den letzten Wochen und Monaten ist wohl kaum einem Bürger entgangen, dass sich unser Bundespräsident Steinmeier für die Farben der Bundesrepublik, Schwarz-Rot-Gold und einen patriotischen Geist stark gemacht hat. Eigentlich irritierend, weil er doch selbst vor zwei Jahren noch beim Bundestagswahlkampf ganz andere Töne anschlug, von Europa und der Abgabe von Rechten der nationalen Subjekte der Demokratie an die EU sprach. Eigentlich gehört er selbst einer Partei an, die Patriotismus, wie man an den JUSOS sehr gut sehen kann, abgrundtief hasst. Einer Partei, in der Patriotismus regelmäßig mit Faschismus, Nationalsozialismus und Menschenhass gleichgesetzt wird. Die SPD, die Grünen und nicht zuletzt die Linken sind selbst die größten Verabscheuer unserer Bundesrepublik und verachten den Patrioten.

Für die jungen Sozialdemokraten gibt es kein Vaterland mehr, keine Nation und keine deutsche Republik. Der Wunschpartner in der Politik für die Sozialdemokraten, also die Grünen, bringt regelmäßig Persönlichkeiten wie Joschka Fischer, Claudia Roth oder Robert Habeck hervor, die ihr eigenes Land verächtlich machen und beschimpfen.

«Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.» – Robert Habeck, JF

Der Grund für den Mangel an Republikanismus und Patriotismus sucht Steinmeier am besten bei sich selbst und seinen Reihen in der Großen Koalition, die mit großem Eifer die Demokratie aus den Händen der Bürger eben dieser Bundesrepublik nach Brüssel weitergeben, gleichzeitig vom hohen Ross nach unten gegenüber dem «Pack» den Oberlehren spielen und sich fragen, warum ihnen die Wähler weglaufen. Millionen Wähler haben sich der Alternative für Deutschland zugewandt. Darunter befinden sich etliche ehemalige Anhänger von SPD, CDU, FDP, Linke und sogar Grüne. Diese wurden selbstverständlich medial geschlachtet und sofort als potenzielle Nationalsozialisten diffamiert, statt nach den wahren Gründen für den Vertrauensverlust bei den Altparteien zu forschen. Der Herr Bundespräsident hat völlig Recht, wenn er einen Mangel des Republikanismus und des Patriotismus feststellt. Auch korrekt ist, dass man die Fahne der Republik nicht den Feinden der Freiheit überlassen sollte. Dass Steinmeier damit ganz offen die AfD ansprach, ist jedoch absurd. Viele Bürger fühlen sich ihrer Freiheit und souveränen Rechte in einer Demokratie beraubt. Demonstrationen werden für Menschen rechts der sogenannten politischen Mitte zum lebensgefährlichen Unterfangen. Wer eine Meinung hat, die nicht dem Dunst linksgrüner Buchkreise entspringt, läuft Gefahr als Republikfeind markiert zu werden. Dabei ist meist genau das Gegenteil der Fall.

Das politische Koordinatensystem der deutschen Gesellschaft, das schließt die Organe des Staates ein, steht Kopf. Es erkennt seine wahren Feinde nicht mehr, kann die Gründe für den Vertrauensverlust in die Republik nicht sehen und schlägt daher geblendet in die Richtung des vermeintlich lautesten Krachs.

Wir bräuchten sehr wohl mehr patriotischen Geist. Nur sieht es von hier aus, als wollten die  geschlossenen Reihen um Steinmeier herum und die rechte Opposition in verschiedenen Republiken leben. Für die postnationale Fraktion ist Deutschland kein Wert mehr. Die Bundesrepublik ist lediglich eine Republik ohne nationale Identität und eine, die sich aus juristischen Floskeln zusammensetzt wird, dessen Historie irgendwie erst um das Jahr 2005 so richtig beginnt. Wo das Grundgesetz, so gut es auch sein mag, die Geschichte von mehreren Jahrhunderten einfach nichtig machen kann. Eine Republik wo es nur noch die «hier schon länger Lebenden» und solche gibt, die nur mit dem Grenzübertritt, einer Handreichung in den ersten zehn Sätzen des Grundgesetzes und einem Deutschkurs automatisch zu Deutschen gemacht werden. Ich bezweifel nicht, dass Steinmeier in gewisser Weise für die Republik kämpft.

Nur die AfD und einige Versprengte wünschen sich wohl, dass es die Bundesrepublik Deutschland ist, der man sich in Patriotismus und Republikanismus verpflichtet fühlt. Nur die und nicht irgendeine.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf younggerman.com.

 

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6 Kommentare

  1. Egal wie man das nennt , der Staat , das Territorium, ist nun mal Tatsache, Hier lebt er Mensch, hier hofft er sich geschützt vor Invasion und dreisten Übergriffen. die hiesigen Gesetze erkennt er an, die Institutionen ermöglichen ihm den Alltag. Die Beziehung Staat – Staatsbürger braucht ja nicht hoch emotional – erotisch sein, es genügt sachlicher Respekt.
    Unsere Schrottpolitiker machen daraus Meinungs und Machtkämpfe wollen die Staatsbürger zu manipulierbarer Masse für ihre perversen, egoistische Spielchen machen.
    Ihr Kasperlespieler laßt die Staatsbürger zufrieden erfüllt eure Pflicht als LEVIATHANE !!!!!!!!!!

  2. «Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wußte mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.» – Robert Habeck,

    Ähm, also genau deshalb darf ich folgendes sagen:
    Heimatliebe und Vaterlandsliebe ist selbstverständlich für einen Deutschen der diente.

    Alle anderen kennen das Gefühl nicht der „Einberufung“ und des Dienens.
    Es war mir eine Ehre. Es war Lebenserfahrung und Festigung des eigenen Charakters, der Persönlichkeit und des Nationalstolzes.
    Man ist auch heute noch stolz auf Teilstreitkraft und Waffenfarbe.

    Das werde ich an meine Kinder weitergeben.

  3. Deutschland ist meine Heimat – National, Sprache, Bräuche. Und das soll auch so erhalten bleiben, trotz aller Weltoffenheit.
    „Unsre Heimat…….
    Und wir lieben die Heimat die Schöne,
    und wir schützen sie weil sie dem Volke gehört,
    weil sie UNSEREM VOLKE gehört.“
    .
    Das soll auch so bleiben.

  4. Was ich jetzt denke, schreibe ich lieber nicht, es könnte zu falschen Reaktionen führen – nur so viel: erst Unheil anrichten und sich dann hinstellen und über fehlenden Patriotismus klagen zeigt die Selbstreflexion solcher…..

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