Demokratie: Wenn aus politischen Gegnern Todfeinde werden

Max Erdinger

Der linke Demokrat - (Adobe Stock)

Wer sich immer und immer wieder fragt, wie es sein kann, daß in den Zeitungen, die vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Inhalten beliefert werden, in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, in ARD und ZDF und so vielen anderen Medienerzeugnissen, – kurz: in der Lügenpresse -, sprichwörtlich ums Verrecken nicht berichtet wird, was wirklich los ist im Land, hat vermutlich etwas übersehen. Die meisten dieser Leute hängen existentiell daran, daß sie weiterlügen, auch wider jedes bessere Wissen. Und besseres Wissen müssten sie inzwischen haben. Schließlich gibt es die Freien Medien. Und Auslandszeitungen wie beispielsweise die NZZ.

Wenn also die Lügenpresse ein ums andere Mal tollwütig um sich beißt und hysterisch „Naaahtsie!“ schreit, von „Räääächts!“ tönt, wohlwissend, daß die Originalnazis Linke gewesen sind und nicht wirklich grundsätzlich anders als sie selbst, dann geschieht das nicht, weil sie wirklich das glauben, was sie da brüllen, sondern es geschieht, weil sie um ihre Pfründe fürchten müssen. Wer im Medien-Mainstream nicht gerade Claus Kleber heißt oder Anne Will, der muß sich oft so sehr um seine Verbindlichkeiten kümmern wie die Mittelklasse. Ein Journalist mit einigen Jahren Berufserfahrung verdient etwa so viel wie ein verbeamteter Gymnasiallehrer – und wie der Gymnasiallehrer auch, wird er wohl oft ein Häuschen abzubezahlen haben, sich um Kinder sorgen müssen, die Leasingraten für die beiden Familienautos ranschaffen müssen und-und-und. Der lohnabhängig Beschäftigte im Medienbetrieb ist vermutlich genauso oft Gefangener materialistischer Zwänge, wie der Lehrer im Beamtenverhältnis. Da kann er sich nicht einfach so äußern, wie er denkt, gerade dann nicht, wenn er so denkt, wie er dann heimlich wählt. Die AfD liegt deutschlandweit in den Prognosen bei 16 Prozent, in den „neuen Bundesländern“ oft sogar vor der CDU. Im Alltag sieht man diese 16 Prozent nie. Alle schauen aus wie immer, alle reden wie immer.

Der Nazi ist unerläßlich für die Politpfeifen

Wenn man sich die „überragenden Fähigkeiten“ von Leuten wie Ralf Stegner, Sawsan Chebli, Anton Hofreiter, Angela Merkel, Heiko Maas und hundert anderen „Naaahtsie!“ – Brüllern anschaut, bekommt man eine Ahnung davon, warum sie ihren täglichen Feindnazi brauchen. Er ist die letztgültige Begründung für ihre eigene Daseinsberechtigung im Amt. Ohne den Feindnazi müssten sie sich überlegen, wie sie ihre staatlich-stattlichen Bezüge rechtfertigen sollen. Da sie aber mit den Geistesgaben nicht gesegnet sind, die sie zu einer solch überaus schwierigen Rechtfertigung bräuchten, sind sie auf ihren Feindnazi angewiesen. Schließlich können sie schlecht behaupten, ihr politischer und medialer Einfluß sei dem Umstand zu verdanken, daß der Souverän nur sie und niemand anderen haben wollte. Gewählt werden kann nur, wer von seiner Partei auf die Kandidatenliste gesetzt wurde. Bei den innerparteilichen Aufstiegskämpfen setzt sich aber nicht der klügste Kopf durch, sondern derjenige, der seinen hierarchisch höheren Förderern am unverdächtigsten nach dem Mund redet. Schließlich will niemand die Natter an seiner Brust nähren, die ihn später beißt.

Die Wahrheit bleibt auf der Strecke

Weil nun das Schlimmste, was der herrschenden politisch-medialen Klasse passieren könnte, das Verschwinden der „Nazis“ wäre, muß sie täglich welche identifizieren. Inzwischen gilt in Ermangelung echter Nazis jeder als „Nazi“, der sich des gesamten deutschen Wortschatzes bedient. Wer Wörter wie „Heimatliebe“, „Nation“, „Volk“, „Kultur“ und „Vaterland“ verwendet, oder – bald schlimmer noch – traditionelle Werte wie Pflichtgefühl, Pünktlichkeit, Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe befürwortet, der ist heute bereits mindestens „Rechtspopulist“. Zum „Nazi“ und „Frauenfeind“ wird er – Stichworte „Lebensborn“ und „Gebärmaschine“ – , wenn er zutreffend feststellt, daß die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen in seiner Einheit aus Mann und Frau ihrem Urgrund nach aus Fortpflanzungsgründen besteht, daß, wer sich nicht ausreichend fortpflanzt, ausstirbt, und daß es dem Menschen in der Hinsicht nicht anders geht als der Katze und dem Hund. Oder wenn er wahrheitsgetreu behauptet, daß es mit den Menschenrassen nicht grundsätzlich anders ist als mit den Hunderassen. Wer behauptet, daß der Mensch unbeeinflußbaren biologischen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, der ist ein „Nazi“.

Gott ist vermutlich ein „Nazi“

Die Gegenwart ist dem politisch-medialen Schwachsinnskomplex in Deutschland bei weitem nicht so wichtig wie die „bessere Zukunft“. Was ihm partout nicht in den Kopf will, das ist, daß „Zukunft“ mit jedem weiteren Tag, der verstreicht, für ihn selbst immer weniger Bedeutung hat. Er will nicht wahrhaben, daß es in der Zukunft andere Leute sein werden als er selbst, die dann ihre jeweilige Gegenwart gestalten werden – und daß deren Vorstellungen nicht von dem abhängen, was er sich heute als ideal ausmalt. „Für etwas kämpfen“ heißt, den Sieg in der Zukunft zu vermuten. Wer heute durch den massenhaften Import von nicht integrierbaren Kulturfremden samt deren Fortpflanzungswillen glaubt, er kämpfe für Vielfalt, Buntheit und Toleranz in einer Zukunft, auf die er wegen seiner eigenen Sterblichkeit keinen Einfluß mehr nehmen wird, der ist schlicht und einfach ein Idiot. Dieser Idiot kämpft heute mitnichten für eine Zukunft in Vielfalt, Buntheit und Toleranz, sondern der lebt heute für seinen überflüssigen Kampf, den er nur deswegen führt, damit er sich in der Gegenwart eitel selbstbespiegeln kann als der „bessere Mensch“ im Gegensatz zu seinem „sozial konstruierten Nazi“.  Bezeichnenderweise gibt es im deutschen Sprachgebrauch das Wort „Kulturfremdenfeindlichkeit“ nicht, sondern nur das linke, sehr pauschalisierende „Fremdenfeindlichkeit“. Bei aller linken Abneigung gegen die Pauschalisierung als solche. Was für Hohlköpfe.

Die europäische Geschichte fußt zu einem sehr wesentlichen Teil auf der Vorstellung, daß der Mensch Gottes Geschöpf ist, welches eine zeitlang lebt und dann wieder „heimgeht“, da hin, wo es hergekommen ist: zum Vater, vor dem es sich für alles verantworten muß, was es zu seinen Lebzeiten getan oder unterlassen hat. Daß der Mensch sterben muß, ist in der „Denke“ der heutigen Systemidioten vermutlich extrem zukunftsfeindlich. Es sieht ganz so aus, als haderten sie mit ihrer Sterblichkeit. Dafür gibt es Indizien. Das Leninmausoleum ist z.B. eines. Das ist die „Überwindung“ der Sterblichkeit mit den Mitteln, die man als Sterblicher gerade noch so hat. Oder der Grabstein von Herbert Marcuse auf dem Dortheenstädtischen Friedhof in Berlin: Der 1979 verstorbene „Vater der ´68er Bewegung“ gibt das Kommando noch aus dem Grab heraus: „Weitermachen!“ steht in großen Lettern auf Marcuses Grabstein ganz oben. Der wiederum ist vermutlich nicht ganz ohne Hintergedanken ein bißchen geformt wie das Rednerpult des Agitatoren. Ja, womit denn „weitermachen“? Den heutigen Lebenden mit dem Zukunftsgefasel in der Gegenwart weiter auf den Sack gehen, oder was? Daß der liebe Gott die Sterblichkeit so unabänderlich festgelegt hat, ist wahrscheinlich voll „nazi“. Kein Wunder, daß Linke in aller Regel Atheisten sind, die ihre Götter aus ihrer Eigenmasse heraus formen und sie in überlebensgroßen Standbildern ausstellen. Die Jesusstatue in Rio breitet ihre Arme zur Seite aus, die linken Götter immer nach vorne – weil das „zukunftsweisend“ ist. Sozialdemokraten können so sehr eine auf den Deckel bekommen haben wie sie wollen, ihre Antwort darauf ist immer dieselbe: „Wir müssen jetzt nach vorne schauen.“ Diese Leute sind Idioten. Und wenn Idioten „Nazi“ schreien, dann braucht man da überhaupt nichts drauf zu geben.

Friedrich Nietzsche: „Gott ist tot!“. Gott: „Friedrich Nietzsche ist tot“. Frage: Was läßt sich beweisen und was nicht? Übrigens, in diesem Zusammenhang aber nur nebenbei: Herbert Marcuses „Weitermachen!“ heißt in etwa dasselbe wie George Soros´“Move on!“ – und das wiederum heißt sinngemäß etwas dasselbe wie Macrons Bewegung La Republique „En marche!“, wobei „En marche!“ schon phonetisch schwer an den „langen Marsch“ oder den „Marsch durch die Institutionen“ erinnert. Wenn Linke mit ihrem Marsch durch die Institutionen fertig sind, dann sind sie der Arsch der Institutionen, ganz egal ob braun oder rot. Und deswegen ist meinereiner, wie der Amerikaner sagt, „a pain in the arse„. Mit Schmerzen wiederum diskutiert man nicht, man besiegt sie nicht argumentativ, sondern man verwendet einen „painkiller“ (Schmerzenstöter). Übersetzung: Weil Linke sind, wie sie sind, haben sie niemals politische Gegner, sondern immer nur Todfeinde. Und damit sie das selber nicht einsehen müssen, haben sie die „menschliche Gesellschaft“ erfunden, in der sich inzwischen Sechsjährige das Leben nehmen, weil sie so viel linke Menschlichkeit nicht mehr ertragen können.

 

 

 

 

 

 

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15 Kommentare

  1. Es „reicht oft schon ein Wort, und alle drum herum fallen in Ohnmacht oder rufen vor Schreck ‚Nazi, Nazi‘. Wenn man keine echten Nazis zur Hand hat, nimmt man eingebildete.“ (Jan Fleischhauer: Mit Rechten leben. In: DER SPIEGEL 43/2017 S. 10)

  2. „Friedrich Nietzsche: „Gott ist tot!“. Gott: „Friedrich Nietzsche ist tot“. Frage: Was läßt sich beweisen und was nicht?“

    Hmmm… ok… ich gebe ne Antwort…

    Friedrich Nitzsche hat wenigstens gelebt so das er sterben konnte. Da er gelebt hat, konnte er sich auch verbal äussern. Das ist Fakt! Dahingegen gibt es keinen Beweis für einen Gott und erst recht nicht das er etwas gesagt hätte!

    Soll mir jetzt mal einer das Gegenteil beweisen!

    • Irgendjemand hat mal gesagt, wo das Wissen aufhört, fängt der Glaube an. Und Gott ist letztlich die Summe aller Erfahrungen, Wünsche und Überzeugungen eines Menschen. Insofern ist es natürlich, dass Menschen, die in einer bestimmten Region leben, einen ähnlichen „Gott“ haben, ob einen oder mehrere, wie Griechen, Römer und viele andere Kulturen, ist unerheblich. „Gott ist in jedem von uns“, haben uns die Pfarrer gesagt. Das war mir als Kind nicht recht einleuchtend. Inzwischen ergibt das einen Sinn.

    • Ich habe ja auch nichts gegen jemanden der an Gott glaubt! Keineswegs! Ich habe nur mal das mit der Beweisführung etwas umgekehrt!

      Und ich bin anderer Meinung… da wo Glaube aufhört, bestehen Zweifel daran und man erlangt deshalb durch nötige Forschung das entsprechende Wissen! Denn das Wissen ist Wahrheit und nicht der Glaube, der ist nur eine Eventualität!

      Vor dem Wissen steht immer Glaube, doch es ist ein Unterschied ob ich mich nur dem Glauben hin gebe oder ob ich anzweifle und versuche Glauben in Wissen zu wandeln! Hat bewiesenermassen schon oft genug funktioniert, deshalb wurden der Wissenschaft vom Glauben immer schon Steine in den Weg geworfen. Da wurden schon einige Weltbilder zerstört, weil die Erde ja z.B. eine Scheibe zu sein hat… 😉

      Nicht umsonst war Leonardo da Vinci nicht sehr beliebt bei den Glaubensbrüdern!

      Ok, ist meine atheistische Sichtweise, doch ich denke, kommt schon hin.

      LG Raffa

    • Was ist der Unterschied zwischen einem Philosophen und einem Kleriker?
      Der Philosophe sucht in einem dunklen grossen Raum eine schwarze Katze, die es nicht gibt. Ein Kleriker sucht ebenfalls in einem dunklen grossen Raum eine schwarze Katze, die es nicht gibt, behauptet aber, diese jetzt gefunden zu haben.

  3. Das mit dem Rassevergleich mit den Hunden das stimmt nicht. Rassen gibt es nur bei Haustieren, weil hier der Mensch die Anpaarungen bestimmt.
    Beim Homo sapiens gibt es keinen „erzüchteten Rassen“. Beim HS gibt es verschiedene Hautfarben,Phänotypen, Herkunft, Kulturen, Sozialisationen, verschieden Sprachen und genetische Variationen , Genexpressionen Epigenetik. Aber alle sind sie „reinerbige“ HS..
    Dass die Ideologen immer einen Feind brauchen ist klar, sie wollen ja missionieren oder den „anderen“ vernichten. Nichts ängstigt Ideologen so sehr wie der Andere, weil sie sich kein nebeneinander Vorstellen können. Deshalb diese verbissene Sucht nach „Gleichheit“.
    Das ist auch geistig-seelisch -intellektuelles Dauerpubertieren, bloß nicht erwachsen werden und die Fülle der Welt und der Lebewesen anerkennen. Daher die Sucht die natürliche „Zweigeschlechtlichkeit“ zu verdammen, und sich „Gendermäßig“ Geschlechter ausdenken , aber alle sind natürlich gleich.
    Die Bezeichung für den anderen ist immer nur „Nazi“ das ist einfach und leider fallen auf dies viele ,viele Menschen rein, die garnichts über Nazi wissen, sondern es nur nachplappern..
    Die Frankfurter Schule wußte es nicht besser, sie sahen in den Linken , den Stalinisten und Kommunisten die Retter vor dem Kapitalisten.Sie sahen nur „Wer regiert und hat das Geld“ aber was Geld eigentlich ist, ein Symbol, und wie es erschaffen wird durch Erarbeitung in der Realität, haben die nicht durchschaut. Die Evolutiontherorie haben sie auch nicht kapiert sondern nur was ihnen paßte mißbraucht. Übrigends genau wie eben die „Nazis“.
    Ich kann nur immer wieder an die geistig-fitten und neugierigen Mitmenschen appellieren.::
    Lesen sie Steven Pinker“ DAS UNBESCHRIEBENE BLATT, ein moderne Leugnung der menschlichen Natur“ Fischer TB 29831!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. „Der Nazi ist unerläßlich für die Politpfeifen…“, denn
    Nietzsche wußte damals schon

    „Wer davon lebt einen Feind zu bekämpfen,
    hat ein Interesse daran,
    dass dieser Feind am Leben bleibt.“

  5. Zuwenige Leute durchschauen die Verwicklungen der SPD mit den Medien! Vor allem junge Menschen, wie ich feststelle

    • Es werden doch schon die Kleinsten auf Kurs gebracht, weiter geht’s in den Schulen und dann auf den Unis. Politisch korrekt und moralisch gut ist nur, wer den linksideologischen Obermoralisten folgt. Alle anderen sind „bööse rächts“

  6. Bravo Herr Erdinger zu Ihrem Befund.
    Vor allem über die Feststellung dass die NSDAP links war, zumindest der größte
    Teil der Mitglieder.
    Die Akteure der „Frankfurter Schule“ die auch die Wurzeln der
    „Achtundsechziger“ waren, sind vielleicht nominal Atheisten gewesen,
    aber als „Edellinke“ sind diese, wie die Vorbilder in den 12 Jahren
    dunkler Geschichte, wie ihre heutigen links-grünen
    Ideologen in erheblichem Umfang „islamaffin“.

  7. Klasse, Herr Erdinger! Hinzu zu fügen wäre noch, daß derartige innere Verbiegung Krank macht. Es geht sprichwörtlich auf die Nieren, wenn da noch einem eine Laus über die Leber läuft. -„Der Untertan“- figürlich spontan fällt mir der „Obelisk“ P. Altmeier ein -und zur Belohnung ne Pizza! Der Blutdruck steigt in den Wasserkopf und die Galle ins Blut.

  8. Denen, die sich wirklich für die Entwicklung und das Geschehen in unserem Land interessieren können schon zwischen Realität und Manipulation unterscheiden. Das sind aber immer weniger, vor allem bei den jungen Menschen.

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