Berlinale bei den Knackis – Besucher sollen keine Wertgegenstände mitbringen

Symbolfoto:Von Cineberg/shutterstock
Symbolfoto:Von Cineberg/shutterstock

Berlin-PlötzenseeUm den Knast-Aufenthalt für die einsitzenden Kriminellen noch angenehmer zu gestalten, wird jetzt zur Kinovorführung geladen. Die Justizvollzugsanstalt Plötzensee wird in diesem Jahr im Rahmen der Berlinale zur Spielstätte. Auch Nicht-Knastis können dem Spektakel – für entsprechendes Kleingeld – beiwohnen.

Freuen tut sich besonders der grüne Justizsenator Dirk Behrendt: „Kunst und Kultur sollen sich auch von Gefängnismauern nicht abhalten lassen“, erklärt er laut Berliner Abendblatt.

Gezeigt werden soll der ZDF-Film „Systemsprenger“von Nora Fingscheidt, in dem es um ein Mädchen geht, dass vom Jugendamt betreut wird. Es ist das zweite Mal in Folge, dass Inhaftierte am „richtigen Leben“ teilhaben können. Bereits im vergangenen Jahr war das Gefängnis Berlinale-Spielstätte – damals aber noch ohne zahlendes Publikum von draußen.

Am 14. Februar um 17 Uhr ist es dann soweit, Straftäter fungieren als „geladene Gäste“ und dürfen selbstverständlich umsonst dem „großen Kino“ beiwohnen, unbescholtene Bürger müssen für diesen Event immerhin die üblichen 16 Euro abdrücken und dürfen ihren Personalausweis nicht vergessen. Außerdem werden sie laut Berliner Abendblatt darum gebeten, „Wertgegenstände zu Hause zu lassen“.

Um diesem Abend den nötigen Rahmen zu geben, stehen nach der Filmvorführung die Regisseurin gemeinsam mit der Hauptdarstellerin sowie dem Produzenten und der Co-Produzentin für lockere Plaudereien mit den „Gästen“ zur Verfügung.

Einigermaßen fassungslos zeigt sich auch der BZ – „Vorzeige-Konservative“ – Kolumnen-Schreiber Gunnar Schupelius. Über die Auslegung des Gesetzes, dass das alles in Berlin möglich macht, würden die Juristen bis heute streiten, so Schupelius. In dem Gesetz geht unter § 3, Absatz 3 darum, „das Leben in der Haft dem Leben in Freiheit ein Stück weiter anzugleichen“.

„So kann es nicht sein, das geht zu weit. Verbrechen sind Verbrechen und Strafen sind Strafen. Wir dürfen die Welt nicht auf den Kopf stellen, auch ein Herr Behrendt darf das nicht“, empört sich Gunnar Schupelius mal wieder über die rot-rot-grüne Regierung der Hauptstadt in der BZ – einst auflagenstärkstes Lokalblatt Berlins, das jetzt am Abgrund steht.

Doch Kritik an seinem Unterhaltungsprogramm lässt den grünen Senator selbstverständlich kalt: Kunst und Kultur sollen sich auch von Gefängnismauern nicht abhalten lassen“, rechtfertigt Behrendt sein Tun überzeugt und bedankt sich auch noch explizit bei der CDU, die die anstehende Vorstellung jetzt auch nicht ganz so toll findet: „Ich danke Staatsministerin Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und Landesvorsitzende der CDU Berlin, für die Finanzierung dieser wichtigen Veranstaltung im Rahmen der Berlinale“, so der Grüne laut Tagesspiegel(MS)

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27 Kommentare

  1. Ich dachte der ganze riesen Misthaufen den die GrünInnen bisher verursacht haben, wäre mit nichts mehr zu toppen! Aber die Kommunisten legen immer noch ’ne Schippe Dreck obendrauf.

  2. Hahahaha na klar doch !! Die Hirnfressraupe breitet sich rasend schnell aus !
    Warum nicht die nächste Grüne Woche im Abschiebeknast ?
    Schön mit Streichelzoo ? So mit Ziegen und Schäfchen ?

  3. Ich kann diese ekelhaft dreisten Nichtsnutze nicht mehr sehen,pinseln sich gegenseitig die dekadenten Wänste und halten sich für die Krone der gutmenschlichen,gottgleichen Schöpfung,mit den Geldern der „einfachen Leute“ und wollen diese auch noch impertinent belehren.Nun es hatte wohl seine guten Gründe dass dieses Gaucklerpack im Mittelalter in der Nähe des Schinders und Henkers untergebracht wurde.Und nein ,ich bin kein Kulturbanause,weil ich bei diesen selbstverliebten „Darstellern“ bisher keine finden konnte.

  4. Geht’s eigentlich noch?! Berlin hat ja noch nicht genug Thema mit Gefängnissen: zu voll, Ausbrüche… Das schwachsinnige Filmchen: irgendwas mit Jugendamt, ZDF-Produktion kommt noch dazu. Demnächst wird Berlin wohl noch dazu aufrufen, an Wochenenden den Flughafen fertigzubauen… so von Freiwilligen als Event, darf dann auch Eintritt kosten.

  5. Die Bundesregierung und der Berliner Senat fördern ein Programm des zwangsfinanzierten ZDF in einer steuerfinanzierten Vollzugsanstalt – und die Gäste von Außen müssen Eintritt zahlen: Berlin Berlin…

  6. Kein Geld mehr aus dem Länderfinanzausgleich. Dann ist ganz schnell Schluss mit lustig und Berlin ist pleite.

  7. Wieso Wertgegenstände? Wozu? Man läßt „Tütchen“ ‚rumgehen oder Schokolade. Das Event wird zum Hochgenuß für alle. Wer weis, wer da geschwängert wird…

  8. ES IST KEIN ANZEICHEN VON SEELISCHER GESUNDHEIT;SICH AN EINE ZUTIEFST GESTÖRTEN, DEKADENDEN,ABARTIGE ,KRANKE GESELLSCHAFT ANPASSEN ZUKÖNNEN

  9. Das Abartige wird zur Norm erhoben.
    Das Normale wird verpöhnt.
    Eine Umwertung aller bisher gültigen und als richtig akzeptierten Werte ist im Gange.
    Die Welt ist verrückt geworden.

  10. Boah, gehts noch ?….Anschließend Dinner mit Empfangskomitee ?Die Grünen nehmen zu viel, von was auch immer….

  11. Knastleben ähnelt immer mehr All inclusive Urlaub, selbst Kultur wird geboten. Deutschland macht sich immer lächerlicher, Verbecher lachen sich kaputt über uns.

    • Für viele ist es lukrativer Verbrecher in Deutschland zu sein und vielleicht mal 2-3 Jahre im Luxus Knast einzusitzen als z.B in Bulgarien mit 200€ Monatslohn Leben zu müssen..

      Deutschland ist für mich DISNEY LAND in Bestform….

  12. Das ist jetzt eine Satire?

    Meine Güte, wo sind die Deutschen ebleiben, die , die einst so große Dichter und Denker hatten?

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