Bericht: Frankreich stellt sich bei Nord Stream 2 gegen Deutschland

Foto: Castoro 10 beim Bau von Nord Stream 2 (über dts Nachrichtenagentur)

Paris – Frankreich stellt sich laut eines Zeitungsberichts vor einem wichtigen energiepolitischen Beschluss überraschend gegen Deutschland. Bei einer für diesen Freitag geplanten EU-Abstimmung, die über die Zukunft des umstrittenen Pipeline-Projekts Nord Stream 2 entscheidet, wolle Frankreich gegen das Vorhaben votieren, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf französische Regierungskreise. Das von Deutschland unterstützte Projekt des russischen Energiekonzerns Gazprom werfe „strategische Probleme“ im angespannten Verhältnis der Europäer zu Moskau auf.

„Wir wollen nicht die Abhängigkeit von Russland verstärken und dabei noch den Interessen von EU-Ländern wie Polen und der Slowakei schaden“, hieß es in Paris weiter. Bei der Abstimmung geht es um eine Revision der sogenannten Gas-Richtlinie. Deutschland will die Verordnung unbedingt verhindern.

Seit Monaten stemmt sich die Bundesregierung gegen alle Versuche, die EU-Regeln so zu ändern, dass die Europäische Kommission eine Handhabe gegen Nord Stream 2 bekäme. Brüssel will mit der Richtlinie erreichen, dass die strengen Regeln für Pipelines innerhalb der EU auch für Gasleitungen außerhalb der Gemeinschaft gelten. So müssten etwa der Betrieb und die Erdgas-Belieferung der Pipelines strikt getrennt werden.

Gazprom hat bei Nord Stream 2 aber bereits beides in der Hand. Um eine Blockade der Pipeline zu verhindern, setzte die Bundesregierung fest auf Frankreich, damit eine von Berlin angestrebte Sperrminorität zustande kommt. Bislang zählen die Deutschen die Niederlande, Belgien, Österreich, Griechenland und Zypern zu ihren Verbündeten.

Doch das reicht nicht. Ohne Paris wird es für die Bundesregierung in der Abstimmung schwierig, ihren Willen durchzusetzen. Deutschland müsste sich die Unterstützung weiterer EU-Staaten sichern. Das dürfte nicht einfach sein; schließlich schlägt sich mit Frankreich ein großes Land auf die Gegenseite. (dts)

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10 Kommentare

  1. Die Marcrönchen Regierung ist ein toller Freund von Deutschland.Wärend man selber weiter viele Atomkraftwerke hat und auch davon nicht abrücken will ,soll die Bevölkerung in Deutschland ( nach dem Kohleausstieg) am besten den Strom in Frankreich kaufen? Damit die Strompreise schön schnell nach oben gehen .Bald werden auch hier die Gelbwesten auf der Straße sein?
    Autoindustrie,Stromversorgung bald am Boden? Was kommt als nächstes Frau Merkel?…… weitere Gäste aus der ganzen Welt in das Sozialsystem ,bis dieses zusammen bricht…Wieviel Unfähigkeit kann dieses Land noch Vertragen bis zur letzten Katstrophe?Wenn man den Staatsfunk so hört ist ja alles in bester Ordnung,macht nur weiter so….

  2. Merkel und ihre Jünger sind wohl die einzigen die nicht überzogen haben, daß der sogenannte „Freundschaftsvertrag“ mit Frankreich keinesfalls deutschen Interessen dienen soll sondern ausschließlich den Franzosen als Machtinstrument innerhalb der EU gegenüber anderen Staaten. Ein politisches Wolkenkuckucksheim nach dem anderen stürzt ein. Der Freundschaftsvertrag hatte nur eine Halbwertszeit von einigen Wochen. Es zeigt sich einmal mehr das Ausmaß der internationale Bedeutung Merkels verhält sich proportional zu ihrer innenpolitischen Schwächungspolitik. Nordstream würde eine Stärkung Deutschlands bedeuten.

  3. Tja, soweit geht dann die liebe zu schwabbeligen, geriatrischen Gestalten wie Merkel beim Macrönchen nicht.

    Hat Zuhause nur Mist an den Hacken, weil er nichts lieferte, da kommt der „Erzfeind“ doch gerade recht …!

    MfG
    R. K.

  4. Wieder einmal die Franzosen.Zumindest offiziell.Es würde mich nicht wundern,wenn hinter Frankreichs Widerstand gegen Nordstream II in Wirklichkeit die Polen stehen.Immerhin soll die Gasleitung an Polen vorbei gehen.Das heißt:keine Durchleitungsgebühren abzocken,keine ,,Leckverluste“ und natürlich auch kein Erpressungspotential gegenüber Deutschland.

  5. Wenn wir von Russland Gas beziehen wollen warum lassen wir uns das von der EU verbieten? Es gehören immer zwei dazu, einer der es macht und einer der es mit sich machen lässt.

  6. Wäre gut hierzu mal eine Stellungnahme von der BR zu bekommen.
    Was gedenken die Damen und Herren dort zu tun, um F „umzustimmen“? Aus den Medien könnte man glatt den Eindruck gewinnen, alle sind erleichtert, wenn das Projekt endlich scheitert. An anderer Stelle war sogar zu lesen, dass die USA den Franzosen ihrerseits gedroht hat, wenn sie nicht „richtig“ abstimmen (Stichwort Geschäfte des Ölgigant Total ind den USA).
    Möchte bloss mal wissen, warum es für D immer so schwer ist, für die eigenen Interessen mal anständig auf den Tisch zu hauen.

  7. Nanu? War der Scheck nicht großzügig genug, den Merkel rüber gereicht hat? Oder sind die wirtschaftlichen Verflechtungen, die wir mit Frankreich noch einzugehen haben, dank dem Aachener Vertrag , nicht umfassend genug?
    Oder spielt Merkel mit Frankreich nur Bad Cop-Good Cop Strategie? Damit sie aus ihren Verpflichtungen kann, ohne gänzlich das gesicht zu verleiren? ich bin ja willig, aber , lieber putin, die Anderen wollen nicht?
    Denn wenn Nordstream 2 nicht klappt, zahlen wieder alle Kunden den weit höheren Preis, kann man prma wieder Milliarden versickern lassen irgendwo. nach der totalen stromabhängigkeit, den Merkel schafft, nun die erpreßbarkeit mit Gas?

  8. Frankreich stellt sich also gegen Deutschland.
    Ja-wer aus der Geschichte absolut nichts lernt ist offenbar Deutschland.Die Franzosen und die Briten waren schon immer gegen die Deutschen.Nur die Knete will das Macrönchen von uns.Auch das wird bald vergehen denn wir sehen welche Fortschritte das Merkel mit der Abwrackung Deutschlands macht!

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